Beiträge von Sissymaus

    sehrratlos ich glaube, du verrennst dich da etwas. Es ist doch seit Jahrzehnten eine Forderung von Lehrkräften, dass die Arbeitszeit sichtbar gemacht werden soll. Das kann nur dadurch geschehen, dass diese aufgezeichnet und erfasst wird. Nur so können Grundlagen für Deputatsanpassungen vorgenommen werden.

    Ich denke zwar, eine Arbeitszeiterfassung wie in der freien Wirtschaft wäre sinnvoller, aber hier wurde dieser Weg gewählt.

    In deiner persönlichen Situation kann ich absolut verstehen, dass du dazu keine Lust hast, deswegen hab ich dir ja auch vorgeschlagen, einfach nicht mitzumachen oder wie Quittengelee die Erfassung täglich gleich zu machen oder auch mal für eine Woche exemplarisch auf alle Wochen zu übertragen. Was glaubst du, wird dir passieren kurz vor der Rente? Reib dich nicht auf, sondern freu dich, dass du bald raus bist.

    Aber nein, dieses Verbot hängt nur schriftlich an den Türen, wer das vorgegeben hat, keine Ahnung, interessiert mich auch nicht, ist einfach so.

    Da würde ich doch glatt mal das Experiment wagen und an den Klassenraumtüren ein Schild befestigen: Unterrichten verboten.

    Da wär ich in Berlin jedenfalls fein raus :prost:

    Gewerbliche Spülmaschinen gibt es bei uns auch. Aber wie immer, scheint Berlin einfach anders zu sein.

    Echte Höllenmaschinen. Nur mit einwöchiger Ausbildung bedienbar. Zertifikat „gewerblicher Spüler vom Dienst“ muss vorliegen.

    Im Ernst: in der Verwandtschaft hatten wir jemanden mit einer Pension. Meine Erinnerung an die Maschine war, dass die ebenso wie eine normale spült, aber eben in 1-2 Minuten fertig ist. Befülling etc. war genau gleich. Ihr werden ja in Berlin keine Durchlaufmaschine haben .

    Ich weiß, warum sich an den Zuständen in Schulen in diesem Jahrhundert nichts ändern wird.

    Schaut mal ins benachbarte Ausland: Niederlande und Belgien hab ich aus erster Hand erlebt. Auch Finnland. All diese Schulen haben Personal für sowas. Da wird zB auch nicht kopiert, sondern nur ein Druckauftrag versendet. Man holt sich das Material sortiert, geklammert etc dann nur noch ab.

    Nur in D machen das alles und viel mehr hochbezahlte und hochqualifizierte Lehrpersonen und halten andere noch für bescheuert, wenn man das in Frage stellt.

    Und ich finde, keine Arbeit ist unter irgend jemandes Würde. Wenn diesen Thread hier jemand liest, ist wieder jedes Beamtenklischee bestätigt: Gepampert durch den Staat, aber Arbeit - bitte vermeiden, gibt das Ausgleich, muss ich das, meld dich krank ...

    Das hat nichts mit Würde zu tun, sondern mit Wirtschaftlichkeit!

    Super, ich danke euch sehr! :top:


    Dann werde ich mich mal für den Kurs anmelden.

    chilipaprika gibt es denn hier einen einschlägigen Paragraphen o.ä., der das belegt?

    Es gibt Paragraphen dafür, was man bei bestimmten Tätigkeiten machen muss (Genehmigung, Anzeige). Alles andere ist erlaubt. Der Gesetzgeber kann doch nicht noch alles auflisten, was man darf. Er listet auf, was man nicht darf bzw. was man machen muss, um es zu dürfen.

    Was mein Mann als Arzt im KH schon alles aufräumen und putzen musste, weil es schlicht niemand sonst macht, möchtest du lieber nicht wissen

    Das machst nicht besser. Auch der sollte das nicht tun. Ein Controller würde sich die Haare raufen, wenn medizinisches Personal und Lehrpersonal zum Spülen eingeteilt werden.

    Aber das wäre Schritt zwei. Schritt eis wäre, die Dinge zu identifizieren, die liegen bleiben können. Davon gibt es jede Menge. Sind vielleicht drei oder vier Klassenarbeiten vorgesehen, schreibt man nur drei. Die Korrektur der vierten entfällt. Ein Tagesausflug benötigt auch Vorbereitung, kann man auch sparen. Buch statt neuem Arbeitsblatt. Und die interne Fortbildung zur sinnlosen iPad-App kann auch jemand anders halten. Usw.

    Exakt das! Genauso mache ich das.

    Außerdem ist so auch eine zweite Person da, wenn einer Aufsicht schlecht wird, sie einen Herzinfarkt bekommt,… Das kommt glücklicherweise in der Regel nicht vor. Bei nur einer Aufsicht müssten die Schüler dann aber vielleicht die Prüfung wiederholen.

    Für so seltene Fälle sitzen da jedes Jahr zig Leute einfach so rum? Was für eine Verschwendung von Ressourcen. Welche Prüfung kann denn einfach so weiterlaufen, wenn der Prüfer einen Herzinfarkt hat und der Krankenwagen kommen muss? Wird einem schlecht, kann man auch auf anderem Wege noch Hilfe holen. Wir haben zB immer Leute, die in Notfällen einspringen.

    Bei uns ändern sich die Aufgaben auch ständig. Das ist ja auch klar, denn wenn zB ein Konzept zum sprachsensiblen Unterricht entwickelt und erprobt werde soll, ist das ja nach einiger Zeit implementiert und dann muss diese Person andere Aufgaben bekommen.

    Was nicht sein darf: Zusätzlich ständig weitere Aufgaben dazu! Das passiert bei Koordinatoren ganz gern, da muss man sich ggf. wehren.

    Ich bin an einer Gesamtschule. Es gibt 3 Kolleg*innen, die mich unterstützen, aber auch viel Arbeit in anderen Bereichen haben.

    Fortbildungen mache ich in der Regel bei Erasmus. Von der BR habe ich noch keine gesehen.

    Welche BR ist es denn? Gern auch PN, wenn du das nicht öffentlich machen willst.

    Das ist das große Problem: Keiner weiß wer wieviele hat. Wir stimmen immer nur über die 16 Korrekturentlastungen ab. Aber niemand „traut sich“ das Ganze mal anzugehen, weil man niemandem was wegnehmen will. Neue gibt es erst, wenn einer mit Entlastung geht…

    Dann solltet ihr über den Personalrat in Erfahrung bringen, wieviele Entlastungen es gibt. Das ändert sich jährlich. Und dann muss die Schulleitung einen Vorschlag ausarbeiten, der auf der LK abgestimmt wird. Dagegen kann sich die SL nicht wehren und sie darf sie auch nicht verteilen, wie sie will.

    Ihr solltet eurer Mitbestimmungsrecht nutzen.

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