Beiträge von Sissymaus

    Okay, hier die Fakten:

    • Dieses Konto kann auch ein Privatkonto sein. (Wobei man dann natürlich sorgfältig sein sollte.)

    Wo steht denn, dass ein Privatkonto zugelassen ist? Ich bin der Meinung, dass solche Dinge dann irgendwo durch Erlasse oder Verordnungen erlaubt sein müssen, denn ein Arbeitnehmer darf auch nicht einfach Firmengelder auf seinem Privatkonto zwischenlagern und verwalten. Ein Verbot findet man da auch nicht, trotzdem sagt sicher jeder, dass das nicht ok ist.

    Bedenken muss man aber auch die Möglichkeit der Bereicherung durch zB Zinserträge. Wie ich bereits beschrieben habe kommt bei einer Stufenfahrt in den Schnee (Schule meines Sohnes 5-6-zügig, gemeinsame Skifahrt mit Kosten von 500-600€, je nach Ausrüstung) zusammen. Bleiben wir mal im Extremfall: 6-zügig, pro Klasse 28 SuS macht bei 550€ (Kosten für unsere nächste Fahrt im Februar 2025) knappe 93000€. Wenn ich die bei aktuell 4% auf ein Tagesgeldkonto lege, habe ich schöne Zinserträge.

    Mmhhh. Dürfte bei Beamten eindeutig über der Grenze des Annehmbaren liegen. In NRW sind das Kugelschreiber auf Messen und mal ein Blumenstrauß.

    Ich glaube, dass so eine Pfändung nicht vom Himmel fällt.

    Es soll schon mal Probleme in Ehen gegeben haben. Da hat der Partner aus heiterem Himmel Konten leer geräumt.

    Ja, ist alles selten. Will ich aber nicht für mich und dann sagen: „eigentlich passiert das so selten, nun hat’s mich halt getroffen“

    Alles, was mich potentiell ruinieren könnte, sichere ich durch eine Versicherung ab oder mache es nicht. Diese Sache gehört für mich dazu. Ein Rechtsstreit kann sehr zermürbend sein.

    Du bist zu effizient und weißt nicht, wie das geht, sich irgendwelche Arbeit zu beschaffen, wo keine ist. Ich habe Kolleginnen, die könnten es dir erklären. Die finden immer was.

    Interessant.

    Also wir haben unsere Didaktische Jahresplanung im Didaktischen Wizard. Der ist auf 40 Wochen ausgelegt und passt auf dem Papier natürlich genau. Ich habe da alle meine Lernsituationen hinterlegt und variiere jedes Jahr hinsichtlich Art der Lernsituation und der Zeit. Manchmal streiche ich auch was raus oder ergänze meine Lernsituationen. Das ist notwendig, weil

    - die Schüler andere sind

    - das Jahr eine andere Länge hat

    - ich womöglich öfter mal gefehlt hab oder mehr Feiertage am gleichen Tag waren (nächstes SJ sind zB 3 Donnerstage im Mai

    - und und und

    Für mich ist das nur eine Richtung. Das plane ich aber nie für das ganze Schuljahr, weil die Planung bis zu den Herbstferien schon obsolet ist.

    Das sind krasse Beträge. Solche Stufenfahrten gibt es bei uns nicht.

    Wird das bei euch denn geregelt oder haben Kolleg*innen dann solche fünfstelligen Beträge auf dem Konto?

    Das gibts an der Schule meines Sohnes. Ich weiß nicht, wie die das regeln. Ich glaube, die haben ein Konto beim Schulträger.

    Bei uns fahren aber auch ca 60 Leute mit Skifahren. Auch wir regeln das über ein Schulträger-Konto.

    Gemeine Zungen würden behaupten, es werden eher die 13er Kollegen genommen, da das dann keine zu bezahlende Mehrarbeit ist.

    Warum "böse Zungen"? Es dürfte doch wohl klar sein, dass bei KuK ohne Korrekturen oder mit wenigen und erst Recht für alle nach Abgabe der Klausuren alle mit ihrem Deputat als Vertretung eingesetzt werden können. Warum sollten andere Mehrarbeit leisten, während man selbst sich einen schönen Sommer macht? Wir haben KuK, die teilweise nur noch 4 Stunden haben, da sie ausschließlich in Klassen eingesetzt sind, die nach den Osterferien oder kurz danach nicht mehr zur Schule kommen.

    Nur mal eine Situation, die eintreffen könnte:

    Gelder für Skifreizeit einer ganzen Stufe werden auf Privatkonto von Lehrkraft verwahrt. 100 Schüler, kosten je Fahrt 550€. Wie bewegen uns da schon im größeren Rahmen.

    Konto wird gehackt. Geld ist verschwunden. Wird das Land dafür einstehen?

    Das würde ich nicht ausprobieren wollen. Dafür müsste ich schon ne Weile sparen.

    Erasmus+ Gelder sind ja nochmal ein Thema für sich... In NDS fragt die Behörde zum Ende eines jeden Jahres die Höhe der Bestände auf dem (selbstverständlich vorhandenen) Schulgirokonto ab. Wenn da ein 6-stelliger Betrag lagert, werden die sehr hellhörig. Die Sachbearbeiterin sagte dann, dass Projekte immer nur eine Laufzeit von einem Jahr haben dürften und nicht verbrauchte Restgelder am Ende des Jahres zurücküberwiesen werden müssten.

    So ist es eigentlich nicht. Die Gelder werden für einen längeren Zeitraum als ein Kalenderjahr und auch nicht im Januar ausgezahlt. Man muss eine Übertragung ins nächste Jahr zwar beantragen/anzeigen, aber sie muss gemacht werden. Das klappt auch ohne Probleme.

    Wobei diese Abhängigkeit nicht für jedes Kind schön ist. Gerade das schlechte Gewissen, bei jeder Ausgabe zu überlegen, was der Vater davon halten würde und der Druck, in der Regelstudienzeit fertig zu werden. Bei einer Freundin war das ständig Thema, da ist BAföG plus Job tatsächlich mal ein Vorteil.

    Mag sein. Ich habe das mit meiner Tochter hinreichend geklärt, dass sie solche Gedanken nicht haben muss. Und so wie meine Eltern das gemacht haben, wollte ich es nicht machen. Das hat mich ziemlich geprägt, dass ich so rechnen musste, als alleinerziehende Studentin. Ich stehe daher voll hinter unserem Weg, auch wenn einige hier das anders sehen.

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