Beiträge von Sissymaus

    Abgesehen von der Wortwahl ist das aber nun mal Realität. Jede Lehrkraft in meinem Umfeld versucht ihre Kinder wenn irgendwie möglich auf das Gymnasium zu kriegen. Wenn das nicht geht, versucht man Notlösungen, wie die verbliebene Realschule in kirchlicher Trägerschaft oder bei etwas älteren Schülern das Privatinternat im angrenzenden NRW.

    Niemand, der das System von innen kennt, schickt sein Kind hier freiwillig auf die IGS.

    (Und das ist keine Kritik an den dort arbeitenden Lehrkräften.)

    Das ist mir klar. Trotzdem gefällt mir die Wortwahl nicht.

    Das würde ich bei unseren Dezernenten nicht raten... Er reagiert auf solche Sachen sehr allergisch. Allerdings macht er seinen Job auch gut. Wenn er nichts sagt, gibt es auch nichts zu besprechen.

    Wie, auf solche Sachen? Wenn eine seiner Schulen den Unterrichtsbetrieb nicht aufrecht erhalten kann, ist das sein Job, das zu lösen!

    Ganz ernsthaft: das wäre mir sowas von egal, wie er das findet. Die SL ist dafür verantwortlich, dass der Laden läuft. So schlecht, wie der Dienstherr Schulen mit Personal ausstattet, fallen Kollegen ins Gewicht, die nicht voll einsatzfähig sind. Von der Fürsorgepflicht der SL ggü dem Kollegen red ich jetzt mal gar nicht.

    Ich wäre mir da gar nicht sicher. Bei uns läuft das alles über den Dezernenten. Der Schulleiter gibt nur die reinen Zahlen weiter. Wir sind allerdings auch eine Grundschule. Animari scheint ja eine Sek1-Schule zu meinen.

    Bei uns auch. Man muss den Dezernenten eben jede Woche bezüglich dieses Sachverhalts anrufen. Irgendwann tut sich was. Ich hab gelernt: Hartnäckigkeit zahlt sich oft aus!

    Es gibt solche wie mir BK Kollegen glaubhaft versicherten. Keine Ahnung wovon das genau abhängt, aber sie existieren 😅

    Wird mit den vielen Quereinsteigern zu tun haben, die eben oft auch schon über der Grenze liegen.

    Da wir in den letzten Jahren versucht haben, aus eigenen (Schüler-)Reihen zu rekrutieren, sind unsere Quereinsteiger allesamt verbeamtet.

    Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer. Am Ende schenkt uns das Land auch nichts. Dass der Kollege versucht eine Dienstunfähigkeit möglichst zu vermeiden, ist sein gutes Recht. Irgendwann wird es halt nicht mehr klappen.

    Ja klar. Kann er machen. Hier scheint ja auch die SL nicht die nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Muss man sich natürlich auch leisten können, so als Schule. Wir könnten es nicht.

    Man könnte auch nadelstichartig genau da streiken, wo viele Angestellte Kollegen sind. So habe ich mir sagen lassen, dass in manchen BKs der Anteil bei 40% liegt. Das schont die Streikkasse und tut trotzdem weh. Wenn's zur Urabstimmung käme, könnte man so manches BK lahmlegen. Von den BL mit vielen angestellten KuKs mal ganz abgesehen.

    Oh. Tatsächlich? Bei uns sind es so wenige, dass ich nicht dachte, dass es solche Quoten gibt.

    Das haben mir auch Kolleginnen und Kollegen, deren eigene Kinder dran teilgenommen haben, so erzählt. Ich kenne meine Schöfli gut genug, die sind ja nur 1 Jahr älter als die PISA-Teilnehmer*innen. Die Mehrheit hätte schlicht keine Lust, sich da grossartig Mühe zu geben. Ich glaube auch nicht, dass sie sabotieren würden aber für eine echt Prüfung würden sie's besser machen. Unser System ist eh nicht ganz so notengeil wie im benachbarten Ausland. Nicht grad wenige unserer Maturandinnen und Maturanden rechnen sich aus, was ihnen bei den Abschlussprüfungen "langt". Es macht ja nichts, wenn da ein 2er im Französisch steht, Hauptsache bestanden.

    Dafür hat die Schweiz doch ganz gut abgeschnitten. Wenn sie es nur halbherzig gemacht haben.

    Wir haben eine Mailadresse für Krankmeldungen (hier kann man direkt Material mitsenden, wenn möglich), müssen aber trotzdem auch um 7 Uhr anrufen. Jedes Mal hörte ich beim Anruf „Ja, haben wir gesehen, dass du dich krank gemeldet hast.“ Keine Ahnung, weshalb dann der Anruf sein muss - stört mich auch etwas, da man sich tatsächlich dafür den Wecker stellen muss. Aber bislang war ich auch nur selten krank.

    Dämlich finde ich das.

    es ging mir nicht ums Telefonieren, mir selbst ist eine mail auch lieber.

    Es geht Dir aber darum, dass der Anruf um 7 ja wohl für alle kein Problem darstellen sollte, da man ja "erwachsen" wäre.

    Und genau das ist es, was ich völlig absurd finde. Selbst wenn mir diese Regel nicht viel ausmachen würde, da ich weder kleine Kinder habe noch länger schlafe. Ich hatte aber mal welche und erinnere mich nicht gut daran, wie es war, wenn man den Kleinen geweckt hat und plötzlich feststellt: der glüht. Und natürlich hab ich ihn nicht eher geweckt, wenn ich erst zur dritten Stunde Unterricht hatte.

    ich bin mitnichten eine Frühaufsteherin, und nein, ich habe keinen gesegneten Schlaf.
    Aber ich bin erwachsen und diszipliniert und anmaßend :lach2:, halte mich an sinvolle Regeln, ohne jedes Mal: "ja, aber was, wenn" zu rufen.

    Und wenn man länger schläft, weil man später Unterrichtsbeginn hat, ist man nicht erwachsen? Das finde ich aber eine merkwürdige These.

    Wie viele Planer sind das bei euch? Und gibt es ne zeitliche Vorgabe, bis wann die Mails da sein müssen?

    Es wird darum gebeten, dass sie bis 7:15 da sind. Das ist eine Bitte. Es wird von keinem erwartet, der es nicht einhalten kann. Natürlich gibt es öfter mal Leute, die sich wegen welcher Gründe auch immer später krankmelden. Das preist man sozusagen mit ein, da ja der größte Teil schon vor 7:15 gemeldet wurde. Völlig fein, diese Lösung.

    Wieviele Planer? Weiß ich grad gar nicht. Ich glaub 4 und einer der den Hut aufhat. Die Leute sind dann für Bereiche zuständig. Und ja: Ich als Bereichsleitung werde regelmäßig um 7 von "meinem" Vplaner angerufen, wenn Entscheidungen erforderlich sind. Völlig ok für mich: Ich bin immer früh auf, dank Teenie, der flott gemacht werden muss. Ich bin mir aber sicher, dass wir eine andere Regelung finden würden, wenn es anders wäre.

    Ach so! :aufgepasst:

    Ich dachte mir sowas...

    Ich gehe jetzt an eine Sitzung, bei der es um unsere Maturreform geht. Ich habe die leise Hoffnung, dass da wirklich mal was Gescheites rauskommt. Vielleicht weine ich in 2 h aber auch nur, weil es eben doch nur wieder allen um Partikularinteressen geht.

    Da bin ich gespannt. Vielleicht kannst Du ja mal grob berichten, ob Du weinst oder jubelst oder was dazwischen machst

    Sie fragt die KuK auch so Dinge, ob man es dann schaffen würde morgen wieder zu arbeiten und das mit fast forderndem Unterton. Viele haben Angst da schlecht da zu stehen und teilen in informellen Runden mit, dass sie sich vor dem Anruf scheuen. Man kann sich sicher sein, dass da viele einknicken und versuchen früher wieder fit zu sein.

    Das machte ich einmal und ließe danach reihenweise meine Familie anrufen, bis dieser Unsinn vorbei ist.

    EDIT: Mich amüsiert grad die Vorstellung, wie mein 14-jähriger in der Schule anruft :lach:

    Also: Bei uns (aktuell ca 120 KuK) melden sich natürlich alle per Mail ab an einer eigens dafür eingerichtete Adresse. Warum sollen die denn telefonieren? Vielleicht sitzt der zuständige Planer (wir haben mehrere) auch zuhause und ist dadurch gar nicht erreichbar.

    Alle anderen Gründe mit ausschlafen, wenn man krank ist etc sind ja schon gesagt worden und kann ich nur unterstreichen.

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