Beiträge von Sissymaus

    Hier kam mehrfach der Vorschlag auf, Kolleginnen und Kollegen, die krank sind / krank feiern, weil sie mit der Belastung nicht zurecht kommen, ruhigere Klassen und angenehmere Lerngruppen zu geben, um sie zu entlasten.

    Dieses Vorgehen erschließt sich mir auf mehreren Ebenen nicht.

    Erstens handelt es sich bei den betroffenen LK um erwachsene Menschen, denen angesichts ihrer hohen Fehlzeiten klar sein müsste, dass sie etwas an der Situation ändern müssen. Sei es, dass sie sich Unterstützung holen, in Teilzeit gehen etc.

    Was mich zu zweitens führt: Es gibt genug Kolleginnen und Kollegen, die Teilzeit nehmen, weil ihnen die Arbeitsbelastung zu hoch ist. Ob das nun tatsächlich so ist oder nur subjektives Empfinden sei mal dahingestellt und auch die eventuelle Kritik an der Arbeitsbelastung, die man daran ggf. anschließen könnte. Fakt ist, dass dieses KuK erkannt haben, dass sie reduzieren müssen, um eben NICHT in die Gruppe der dauerkranken / dauerkrankfeiernden Lehrkräfte zu rutschen, die aber dann wiederum die beliebten Lerngruppen bekommen - bei höherer Bezahlung als die Teilzeitkollegen.

    Da läuft doch was schief...

    Ach! Was für eine Erkenntnis!

    Tja, das ist schön, wenn man privilegiert genug ist, eine Wahl zu haben.

    Man hat immer eine Wahl! Dann sind eben keine großen Sprünge möglich. In meiner Studienzeit hab ich auch nur Second Hand Klamotten gekauft und Urlaub gabs auch nicht. Ich war alleinerziehende Studentin mit eigener Wohnung.


    Für viele Berufe gibt es auch die Möglichkeit, dual zu studieren. So ziehen sich die Unternehmen unserer (unbeliebten) Region ihre Ingenieure groß. Sie haben zB einen Studientag pro Woche, an dem sie Studieninhalte aufarbeiten können. Nach der Abschlussprüfung arbeiten sie als Facharbeiter auch oft in einer 4 Tage-Woche und wuppen die Doppelbelastung eigentlich ganz gut.

    In dem Beruf, den ich unterrichte, sind da immer so ca. 30%.

    Wenn ich deine Beiträge hier lese, scheinst Du eher wenig Ahnung von Stundenplanung und Vertretungsplanung zu haben. Hast Du denn da schon Erfahrungen gesammelt?

    Und ob. Mach Dir da mal keine großen Sorgen. Ich setze jedes Jahr gemeinsam mit dem Stundenplaner die Pläne für meinen Verantwortungsbereich, der der Größte an meinem BK ist. Deine Belehrungen sind daher unangebracht.

    Geht es beim Mansplaining nicht darum, dass man über etwas herablassend spricht, obwohl man davon weniger Ahnung als das Gegenüber hat.

    Richtig. Genau das hast Du getan, indem Du Schokozwerg erklärst, was sie so zu tun hat, damit sie eine Forderung erfüllen kann, die an einem Berufskolleg nicht mal großen Sinn ergibt. Und sie ist an einem BK!

    Ich würde mal vermuten, dass Du noch nie an einer kleineren Schule mit der Vertretungsplanung beschäftigt warst. Trotzdem weißt Du, dass alles kein Problem ist. Mmh.

    Ich weiß auf jeden Fall, dass es stark von der Schule und allen Beteiligten abhängt, wie verfahren wird. Ich wehre mich dagegen, weil Du immer von Deinem kleinen System auf den Rest aller Schulen schließt. Ein BK ist sehr viel anders organisiert. Wenn es ein Bündel-BK ist, wird's nochmal lustiger. Und dann treffen Deine Pauschalaussagen einfach nicht zu.

    @skyfall So ein Quatsch!! Was soll ich mit Leuten, die dank falscher Vorstellungen dem Kollegium nur mehr Arbeit bringen und am Ende hinschmeißen?

    Wir machen es jedenfalls nicht so.

    Das wurde uns "damals" sehr dringend empfohlen und wir mussten noch durch ein Bewerbungsgespräch, in dem unsere Motivation und Vorstellungen bzgl. Schule und Unterricht abgeklopft wurden. Das Bewerbungsgespräch gibt's heute nicht mehr.

    Echt nicht? Dabei kann man da schon so viel herausfinden, ob sich der Aufwand mit dem Quereinstiegling lohnt. :neenee: Wer schafft denn sowas ab?

    Das war natürlich eine rhetorische Frage.

    Mir sind die Beweggründe durchaus bekannt, warum jemand aus der freien Wirtschaft ins Lehramt wechselt.

    Trotzdem erwarte ich von erwachsenen Menschen, die im Berufsleben stehen, eine genauer Auseinandersetzung mit dem Berufsziel, das man anstrebt. Dazu gehört z.B. auch ein kleines Praktikum an einer Schule.

    Im ersten Jahr war der Kerl noch motiviert und im dritten kam die Kündigung mit der Begründung, dass er fachlich eingeht.

    Was genau hat er denn erwartet?

    Wenn ich so einen krassen Berufswechsel anstrebe, informiere ich mich doch mal vorher, was ich da so im Unterricht zu vermitteln habe.

    Da fehlt mir ein bißchen das Verständnis bei erwachsenen Leuten mit Berufserfahrung.

    Ich kenne die Regeln und so oft kriege ich Geschenke nicht, dass ich ständig dagegen verstoßen würde, aber irgendwie finde ich es schade, dass das Zwischenmenschliche dabei nicht berücksichtigt wird.

    Das Zwischenmenschliche kann man auch auf einer Karte ausdrücken. Ich bekomme manchmal Danke/Abschlusskarten von meine Klassen mit ein paar netten Worten und allen Unterschriften. Darüber freue ich mich sehr und das kostet maximal 3€. Sie hängen alle in meinem Arbeitszimmer.

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