Ich will damit sagen: Letzte Woche war ich weg, natürlich ohne Liste. Die Kinder sind groß, da muss nichts organisiert werden. Und ob er sich was kocht oder essen geht, ist mir schlichtweg egal. Der ist erwachsen und kommt alleine klar. Der Alltag gestaltet sich nun mal anders, wenn mehrere Kinder mitversogt werden müssen und das normalerweise nur eine Person betrifft.
Beiträge von Sissymaus
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Da ich ja nun mit meiner Excel-Liste hier mehrfach erwähnt wurde und das ein bißchen ins Lächerliche gezogen wird: Wer seinen Alltag mit 2 Kindern und 2 mehr als Vollzeit arbeitenden Eltern verbringt, kann sich dazu gern eine Meinung bilden. Alle anderen sollten vielleicht auch mal einsehen, dass ihnen der Erfahrungsschatz hier fehlt, um das zu beurteilen, was da als Organisationsaufwand nötig ist.
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Dann würde sie es nicht vergessen. Genau das meine ich doch. Frauen scheinen irgendwie hohl zu drehen, sobald es um Kinder geht. Bei allem anderen ist klar, dass halt jeder seinen Teil übernimmt. Ich würde aber auch einem Mann zutrauen, dass er bestimmte Dinge eben nicht vergisst. Wieso sollte es anders sein.
Das auf jeden Fall. Aber man muss ja bestimmte Sachen dann auch erst mal mitteilen, wenn der andere sie einfach nicht weiß, weil es eben sonst nicht zu seinen Aufgaben gehört. Dass dann nichts vergessen wird, wenn es um Kinder geht, ist für mich selbstverständlich.
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Wenn es der Papa nicht schafft Verantwortung für seine Kinder zu übernehmen, liegt da aber einiges im Argen.
Bei uns war damals eher das Problem, dass er bestimmte Sachen gar nicht weiß, weil ich sie nicht erzählt habe. Warum auch? Wann ich wo das Kind abhole, war mein Bier, da ich eher Schulschluss als er Feierabend hatte und dann eben spätnachmittags nochmal gearbeitet habe. Oder am Wochenende. Wenn ich das auch noch alles immer hätte erzählen müssen, wäre mein Hirn explodiert. Und es hätte kaum Mehrwert gebracht.
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Das stimmt. Die ganzen Termine (Orga) der Familie hängen bei uns an der Mama, weil es da wirklich zu Problemen kommen könnte, weil Papa extrem verpeilt ist (und das nicht nur in der Familie). Die Durchführung dieser Termine nimmt dann Papa zu 2/3 auf sich. Auf der anderen Seite kümmert sich dann Papa um alle Finanzen (Steuern, Versicherung, Rechnungen, Beihilfe + PKV (für alle), Hausfinanzierung etc.) und legt dort alles fertig in der "Unterschriftenmappe" vor.
An welcher Stelle ist das wirklich fair und ausgewogen? Weiß ich nicht.
Wahrscheinlich gibt es das gar nicht, eine vollkommene Ausgewogenheit. Muss ja auch nicht sein, es reicht, dass beide zufrieden sind. Und ich kann sagen, das ist bei uns mittlerweile so. Ich habe nämlich dazugelernt und wie gesagt: Kinder sind groß/größer. Da fällt einiges weg. Und ich verpflichte ihn dann auch einfach zu anderen Sachen.
Ich bin sich einfach eher zuhause bzw. sitze dann einfach noch am Schreibtisch, während das Essen kocht oder während Junior Hausaufgaben macht. Da ist mein Job einfacher. Dafür verreise ich seit einigen jähren ziemlich oft dienstlich. Das hat auch dazu geführt, dass es gleichberechtigter zugeht.
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Ich hatte geschrieben, dass der Mental Load bei uns an mir hängt und auch oftmals ein Zankapfel zwischen uns ist. Dass ich deswegen aber die Partnerschaft als nicht gleichberechtigt bezeichnen möchte, habe ich nicht erwähnt. Mein Mann hat auch sehr viele Aufgaben, die er einfach so übernimmt, die ich dann nicht mache. Vielleicht würde er über mich sagen: Die macht nichts im Garten, alles bleibt an mir hängen. Mag sein. Grundsätzlich glaube ich aber, dass wir uns gut ergänzen. Es ist in jedem Fall so: Ich bin nicht so leicht zu ersetzen, wie er (um das mal überspitzt zu sagen), denn Handwerker/Gärtner zu beauftragen ist einfacher, als das aufzufangen, an was ich alles denke und was ich alles weiß (Versicherungen, Steuern...).
Übrigens ist das heute lange nicht mehr so dramatisch wie noch vor ein paar Jahren. Die Kinder sind groß bzw. fast groß. Wir haben einen elektronischen gemeinsamen Kalender und ansonsten kümmert sich jeder selbst um seine Termine. Für mich heute vollkommen ok.
Ich war wie laleona vor einigen Jahren eine Woche weg. Ich habe eine Excel-Tabelle erzeugt, was alles so zu tun ist, wann Kind wo sein muss, wer es abholt, ob es beim Freund ist etc. Erst da wurde mir bewusst, was ich da leiste und da war es auch noch belastend für mich.
Ich finde auch nicht, dass alle beide über alles Bescheid wissen müssen, aber ich glaube, dass viele Männer sich nicht darüber klar sind, was dort an gedanklicher Arbeit geleistet wird. (Es sind meistens Männer - hier fühlen sich weniger angesprochen - das bringt der Lehrerberuf mit sich, aber Männer in der freien Wirtschaft mit womöglich Schicht oder Führungsjobs mit vielen Reisen sind einfach weniger zuhause als die Frau, auch wenn hier natürlich nur Männer schreiben, die da mehr eingebunden sind.)
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Die Mutter meiner Lebensgefährtin ist komplett aufgeschmissen seit ihr Mann tot ist. Scheint der hat doch essentiell zum Funktionieren des Haushalts beigetragen. War ne "klassische" Rollenverteilung - sie kocht während er die Finanzen im Griff hat und Lampen unter die Decke bohrt. Ich bin mir sehr sicher, das Drama wäre anders rum nicht halb so gross gewesen. Dann hätte es einfach öfter mal Schnitzel gegeben.
Das kenne ich auch so und finde ich brandgefährlich. Ein Todesfall in der Familie hat die Witwe auch völlig verzweifeln lassen, da er alles finanzielle verwaltet hat. Sie hatte weder Passwörter noch Kontenübersichten etc.
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Ich frage mich ernsthaft, mit was für Kindern sich hier manche fortgepflanzt haben.
Wirklich keiner der Männer in unseren Freundeskreisen ist zu dumm, zum Kochen, zum Aufgaben Sehen oder zum selbst Denken und Planen.
Spätestens beim Zusammenziehen muss man doch merken, dass das so nicht läuft und dann darüber sprechen.
Es ist schön, dass Du Dich so gut ins Familienleben einbringst, aber ich sehe nicht, dass das der Regelfall ist. Dieser Mental Load ist im Übrigen auch bei uns der größte Zankapfel. Ich übernehme tatsächlich den größten Teil davon. Und so ist es auch in unserem Freundeskreis. Da ist es manchmal sogar ausschließlich die Frau, die das managt, da die Frauen größtenteils Teilzeit oder gar nicht arbeiten. Dorf eben. Ich gelte hier als karriereorientiert, nur weil ich Vollzeit arbeite.
EDIT: Ich meine damit übrigens hauptsächlich die Dinge, an die man so denken muss. Kochen, waschen, bügeln: Kann er alles. Bügeln macht er zB immer, da er meint, ich könnte das nicht.
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Sorry, aber meine Mutter hatte explizit vom Arzt eine Krankschreibung, auf der max. bis xx Uhr stand. Eine große Bundesbehörde hat das akzeptiert. Es war KEIN BEM, denn das kommt vom AG, nicht vom Arzt.
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Das ist bei uns im Rahmen einer Wiedereingliederung möglich.
Krankschreibungen für einen halben Tag habe ich im Rahmen meiner Schulleitungsaufgaben tatsächlich noch nie gesehen.
Vielleicht ist das in anderen Bundesländern anders, deshalb ist mein Beitrag noch lange kein Unsinn.
In einem Lehrerforum halte ich eine solche Bemerkung für unangemessen.
Warum soll das bundeslandabhängig sein, welche Vorgaben es bei Krankschreibungen gibt?
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Natürlich ist krank nicht tot.
Aber krank heißt nicht arbeitsfähig.
Eine Teilarbeitsfähigkeit habe ich noch nie gesehen Ich habe wochenlang wegen Corona gefehlt und dabei an einer Videokonferenz teilgenommen. Meine Ärztin, der ich das erzählte, sagte mir sofort, dass soe mich dann nocht mehr krank schreibt. Es gibt nur gesund oder krank. Halbschwanger oder halb krank gebe es nicht.
Der Körper müsse sich komplett ausruhen.
Hier komme ich wieder mit meiner digitalen These, dass die digitale Zeit Arbeit im Krankenstand halb erwartet.
Denn in die Schule wäre ich in meinem Zustand niemals gegangen.
Nach dem Anschiss der Ärztin schaute ich in keine Mails mehr und nahm an keiner Videokonferenz mehr zeil, sondern konzentrierte mich auf meine Gesundung
Das ist Unsinn! Man kann sich durchaus auch nur für einen halben Tag krank schreiben lassen. Hatte meine Mutter zB nach einer Grippe. Man schafft keinen ganzen, aber einen halben. Perfekte Lösung!
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Also meine Beurteilung war im März. Große Sorgen mache ich mir nicht, eben weil wir so viele sind und keine/r was gehört hat. Es nervt nur!
Das ist ja wirklich lange her. Hast du mal bei der BR angerufen?
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Klagen kann man doch nicht, liebe Sissymaus.
Hab ich denn nur Gerüchte gehört von jemandem, der sich versucht hat irgendwo reinzuklagen? Ist damit ein Widerspruch gemeint? Das wurde mal in der BR erzählt.
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Vielleicht solltest Du Dich aufs Studium konzentrieren. Nebenher noch zu unterrichten ist vielleicht eine Nummer zu groß. Auch die Konstellation: Einer bereitet vor, der andere macht die Stunden, ist evtl. zu viel.
Was ist denn Human- und Physiogeo?
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state_of_Trance und D371 wann waren die Stellen nochmal ausgeschrieben? Hat vielleicht jemand geklagt?
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Entweder soll die Frau Vollzeit arbeiten oder die Care-Arbeit (bei Teilzeit?) gleichberechtigt aufteilen?
Ja! Beide arbeiten zB 25 Std oder 30 oder was auch immer. Warum steckt der eine immer mehr zurück als der andere?
Bei uns bleibt derjenige zuhause (krankes Kind etc) oder nimmt Termine wahr, die Kinder betreffen, der beruflich grad abkömmlich ist. Das sind wir beide zu gleichen Teilen, da wir beide Vollzeit arbeiten. Ist doch auch möglich, dass beide 10 Std weniger arbeiten anstatt einer 20 Std weniger. Ich verstehe nicht, wieso das nicht geht. in der IG Metall wären das zB nur 5 Std weniger. Muss doch gehen, wenn man will (!).
Aber ich wiederhole mich: Soll jeder machen wie er/sie will. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Ich hätte nur ein Problem damit, wenn es ein Modell wäre, dass mich in großem Maße benachteiligt (Geld, Rente, Karriere). Das wäre nichts für mich. Andere können das gern machen, dürfen sich nur nachher nicht beklagen, wenn sie nicht anderweitig vorgesorgt haben.
Ich bin in einer Gruppe für Frauen. Dort geht es um finanzielle Unabhängigkeit. Die Geschichten, die man da von den Frauen liest, die sich immer um Kind und Haushalt gekümmert haben und deren Mann plötzlich in die Midlife-Krisis kommt, sind richtig fies. Im Schnitt liest man alle 2 Tage eine neue Geschichte, da >130.000 Mitglieder, immer zum Nachteil von Frauen.
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Aber es ist mir tatsächlich völlig egal, wie die hier Mitschreibenden ihr Leben gestalten. Ich bin auch nicht neidisch. Ich gehe tatsächlich ganz gerne arbeiten, da ich die für mich passende York-Life-Balance gefunden habe. Klar: Würde ich im Lotto gewinnen, müsste ich nicht arbeiten, dann würde mir auch anderes einfallen. Aber das ist ja nun mal sehr unwahrscheinlich, daher habe ich mich mit der Arbeit durchaus arrangiert und arbeite wie gesagt ganz gern. Es ist das für mich notwendige Übel auf eine mir angenehme Art und Weise.
Wie das andere hier machen, ist mir tatsächlich Wurscht, aber da mich einige so ansicken, a la "Was gehts Dich eigentlich an?" sollten diejenigen sich vielleicht fragen, ob sie wirklich von heute auf morgen allein ein neues Leben anfangen können oder ob sie vieles dem Partner überlassen und damit eine gewisse Abhängigkeit eingehen - gewollt oder ungewollt und sich den Schuh anziehen, den ich Ihnen hinhalte. Wenn nicht: Umso besser, dann müssen wir nicht diskutieren.
Mein Mann wäre ohne mich tatsächlich etwas blöd dran. Er hat von dem finanziellen Kram keine Ahnung, Versicherungen interessieren ihn nicht, Zahlungen manage komplett ich alleine. An seiner Stelle wäre mir das zu riskant - aber er ist erwachsen. Kümmert er sich nicht darum, ist das sein Bier und er muss mit den Konsequenzen leben.
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Die Kinderbetreuung wäre aber auch ein Problem, wenn der zuhause gebliebene Partner gestorben wäre.
Das ist richtig. Deswegen gleichmäßige Aufteilung wie zB jeder 30 Std.
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gibt noch ne viel konkretere Möglichkeit, um ein traditionelles TZ/VZ abzusichern: hab mehrere Pärchen in der Bekanntschaft, die für den TZ und Care-arbeitenden Teil in der Beziehung in eine private Rente einzahlen bzw. in ein Depot investieren.
Kann man alles machen. Ich gebe aber gern zu bedenken, dass der Fall kleiner ist, falls der Mann sich als Blödmann entpuppt oder womöglich verunglückt. Alles schon erlebt inklusive völliger Hilflosigkeit der betroffenen Witwe, weil die Frau seit 10 Jahren Vollzeit-daheim war. Klar, sie konnte als Beamtin direkt wieder Vollzeit einsteigen, aber die ganze Kinderbetreuung war ein echtes Problem.
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Es gibt ja auch total viele Rentnerinnen, die viel zu wenig Rente bekommen, weil sie in ihrem Leben nie, zu wenig etc. gearbeitet haben. Kommentierst du das auch alles? Sorgst du dich um ihren Lebensstandard? Wenn ja, was tust tu, um zu helfen?
Es gibt auch jede Menge Leute, die den Mindestlohn verdienen und trotz Vollzeit weniger als ich verdienen. Zerbrichst du dir da auch den Kopf? Gibst du denen auch Ratschläge, wie sie dieses Problem lösen können?
Im übrigen zerbreche ich mir keinen Kopf. Ich habe lediglich meine Meinung über Teilzeitfallen geäußert. Du machst das doch auch, steht mir das nicht zu? Ich dachte, wir diskutieren hier.
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