Beiträge von Sissymaus

    Ach Du liebes bißchen! So einen Kunstlehrer hatte ich auch. Und einen üblen Mathelehrer in der 7. und 8. Außerdem einen schlechten Gynäkologen. Zusätzlich einen arschigen Chef, der Ingenieur war.

    Bei keinem einigen hab ich gedacht: Da hab ich meine Bestimmung gefunden: Ich werde Lehrerin/Gyn/Ingenieurin.

    Gut, zwei davon bin ich ja am Ende geworden, aber nicht wegen: Ich kann das besser als die, sondern aus Interesse am Beruf.

    Die Marketing-Agentur war sicher teuer.

    wie zuvor schon beschrieben aufgrund eines größer werdenden Teils an verhaltensauffälligen Schülern, zusätzliche Herausforderungen durch Integration und Inklusion bei gleichzeitig geringerem Handlungsspielraum bei Unterrichtsstörungen.

    = Arbeitsbedingungen

    Wieviele Leute kennst Du denn, die sich gegen das Lehramt entschieden haben und war das eine echte Option mit dem Lehramt? Oder nur das üblich: Ne, dazu hätte ich keine Lust, doofe Schüler, Blabla

    Ich würde mir wünschen, dass Stellen ausschließlich über Ausschreibung und Bewerbungsgespräch besetzt werden. So, dass eine deutlich höhere Anzahl Lehrer an einer Schule arbeiten, die auch genau an dieser Schule sein möchten. Ich denke das würde etlichen Frust abbauen. Ich habe meinen Job noch nie so ungern gemacht, seit dem ich an der "falschen" Schule bin und die Aussicht da wegzukommen die nächsten Jahre Null ist...

    In NRW ist das so. Es gibt auch noch das "Ziehen" von Listen, das angewendet wird, wenn man einen Referendar an der Schule behalten wird. Ansonsten: Schulscharfe Ausschreibung.

    Was ich mich frage: bei solchen Gesprächen zeigen sich beide von der besten Seite. Erkennt man da wirklich, was an einer Schule so los ist?

    Wenn es perspektivisch nie mehr als 18h wären würde mich weniger stören, als dass es nicht weniger sein dürfen. Wie kann das gewährleistet sein, wenn doch die erkrankte Lehrkraft zurück ist und gar nicht mehr Bedarf als meine ursprünglichen 12h besteht?

    Denk auch an Deine Pension, wenn Du dauerhaft bis zur Rente in TZ arbeitest!

    Einklagen: Wäre schon merkwürdig, wenn Deine SL Dir das übel nähme, denn es scheint ja Bedarf an der Schule zu geben, wenn man Dich schon so lange mit Vertretungsverträgen beschäftigt (was ich im übrigen eine echte Sauerei finde!). Allerdings soll es ja SL geben, die so tun, als müssten sie irgendwas aus eigener Tasche bezahlen...

    Ich wünsche Dir, dass Du endlich eine Planstelle bekommst! Welche Fächer hast Du denn, dass Du da nicht unterkommst?

    EDIT: In eine Gewerkschaft kann man übrigens eintreten.

    Was ich in diesem Zusammenhang ja auch unmöglich finde ist, dass in Ländern wie Bayern, die massiv in den Länderfinanzausgleich einzahlen Kita und Kindergarten sauteuer sind und in den Ländern, die Geld aus dem Länderfinanzausgleich bekommen ist das dann kostenlos.

    Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde den finanziellen Ausgleich prinzipiell gut, aber die Kosten müsste dann auch überall gleich sein.

    Jedes Land kann zum Glück selbst entscheiden, wie sie das Geld ausgeben. Glücklicherweise darf das nicht das Geberland entscheiden (Bayern war im übrigen auch selbst eine lange Zeit ein nehmerland). Wenn RP entscheidet, dass frühkindliche Bildung wichtig ist, müssen sie eben an anderer Stelle sparen. Schöner wäre es doch, wenn Bayern das ebenso wichtig wäre. Ist aber anscheinend nicht so.

    Die Quereinsteiger, die bei uns gescheitert sind, hatten eher gute Verhältnisse zu den Klassen. Manchmal sogar zu gut, so dass es als unprofessionell bezeichnet werden kann (mangelnde Distanz). Es haperte bei allen an der Planung des Unterrichts und der Aufbereitung der Themen passend zur Lerngruppe. Es erfolgte keine Analyse der Sus hinsichtlich Vorwissen usw.

    Die Klassen mochten diese Lehrer auch gern. So lange, bis plötzlich die Prüfung vor der Tür stand und die festgestellt haben: jahrelang Unterricht gehabt, immer gelacht, leider nix gelernt.

    Soviel zum Thema "Abwerben",

    vielleicht ist es auch üblich, dass die BL sich da absprechen oder sich die Messen aufteilen?

    Was meinst du damit? Die Messe in Köln wird doch hauptsächlich durch Lehrkräfte aus NRW besucht. Oder verstehe ich das falsch?

    Abwerben würde ich sehen, wenn nrw sich in Stuttgart und Hannover tummelt.

    Sissymaus Wir sind uns ja völlig einig, dass die Ursprungsidee mit dem Bauwerk als Einstieg in dieses Thema nicht sinnvoll ist. Es klang aber erst so, als könnten State und du euch generell nicht vorstellen, dass stumme Impulse in Mathe überhaupt jemals funktionieren können. Dem wollte ich entgegenhalten, dass sie - wenn an der richtigen Stelle gut ausgewählt eingesetzt - nach meiner Erfahrung durchaus auch in meinen Fächern einen guten Stundeneinstieg darstellen können.

    Ne, wie gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, wie einfach die Fragestellung dazu geht. Was sagen die Kinder dann? Was Ihnen daran auffällt? Oder was sie sehen? Ich wüsste nicht, was von mir für eine Antwort erwartet wird, also würd ich gar nichts sagen und denken: drück Dich halt klarer aus.

    An dem Bauwerk-Beispiel hab ich es nur mal verdeutlich, was in meinem Kopf abgehen würde bei dem bloßen Zeigen eines Bildes.

    Völlig still ist in ner durchschnittlichen Schulklasse wohl tatsächlich auch zu viel verlangt. :_o_D

    Aber im Ernst: Man kann schon mal ganz ohne jede Verbalisierung einen Impuls geben, das würde ich unter still verstehen. Also etwas zeigen (Abbildung, Graph, Cartoon, Foto, Freihandversuch...) und die Klasse dann erstmal mit ihren Beiträgen starten lassen. Wenn die ein wenig trainiert sind, dann können sie schon ganz gut Bezüge zu ihrem Vorwissen herstellen, Hypothesen erstellen usw. Klappt auch mit Darstellungen, die "kognitive Dissonanzen" auslösen, wie es so schön heißt, also z.B. unmögliche Situationen zeigen oder Widersprüche.

    "Wildes Erraten" würde ich da aber tatsächlich eher nicht erreichen wollen, da gebe ich Sissymaus' Fachleiterin recht.

    Ich hab einfach ein Problem damit, dass ich nicht weiß, was die Fragestellung ist.

    Sollen die Schüler sagen, was Ihnen an dem Bild / an dem Bauwerk gefällt?

    Was ihnen auffällt?

    Ob sie die Farbgebung mögen?

    Ob sie das Bauwerk auch schon mal im Urlaub gesehen haben?

    Ob sie das aus Lego besser bauen können?

    Dass es sie null interessiert, was das für ein Bauwerk ist?

    Dass das dringend mal renoviert werden muss?

    Und dann wird ernsthaft erwartet, dass die Schüler sagen: Ach! Das ist doch klar! Akropolis, also Satz des Pythagoras, a Quadrat + b Quadrat = c Quadrat

    Machen die bestimmt!

    Warum soll der Einstieg denn "mathematisch frei" sein bzw. "nicht direkt mathematisieren"? Wird das so von euch gefordert?

    Vor allem im Mathe-Unterricht. Ich wäre als Schülerin völlig verloren, wenn ich plötzlich Bilder von Ruinen gezeigt bekommen hätte.

    Zu Deinem geplanten Einstieg wurde ja schon viel gesagt. Ich frage mich: Wer zur Hölle steht auf diesen "stummen Impuls"? Ich hatte zum Glück eine Fachleiterin, die mit solchen Sachen wenig anfangen konnten und immer gesagt hat: Bitte lassen Sie die SuS NICHT raten, was sie lernen sollen.

    Informatiker, Informatiker, BWLer, Ingenieur... Aha.

    Wo sind denn die Lehrerinnen, deren Mann beispielsweise Geisteswissenschaftler und NICHT-Lehrer ist. Oder einen Ausbildungsberuf ausübt? ;)

    Da hier alle studiert haben, wirst Du den Fall seltener finden. In Partnerschaften überwiegt der Anteil mit ähnlichem Bildungsniveau. Oder was willst Du uns nun sagen? Dass sich Lehrerinnen nur Besserverdienende Männer suchen? Also, ich hab meinen Mann im Studium kennengelernt. Ich hab auch den viel besseren Abschluss, trotzdem hatte ich nach meinem Studium als Alleinerziehende viel weniger Geld als er. Das hat mich echt frustriert.

    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres…_422_12211.html

    Mein Mann ist Ingenieur in leitendender Position. Gleiches Studium. Ich nachher noch zur Uni.

    Brutto hat er einiges mehr als ich. Netto aktuell weniger (Firmenwagen). Vor meinem Seiteneinstieg war ich im ÖD und hatte sehr viel weniger.

    Beide Vollzeit, ich A14, kurz vor A15. Er mit täglichen Arbeitszeiten von 10-12 Stunden. Im Urlaub muss ich auf der Fahrt stundenlange Telefonate ertragen. Abbruch von Urlaub gabs auch schon. Am letzten Tag vor dem Urlaub Arbeit zT bis nachts.

    Tauschen würde ich nie wollen. Wozu auch. Unterm Strich kommt ja sogar weniger raus. Er hat natürlich noch Luft nach oben, wenn er zB aus dem Mittelstand mal in einen IG-Metall-Betrieb wechseln würde, aber in seiner Branche gibts da nicht viele. Ich hab aber auch noch Luft nach oben durch meinen vielen Projekte. Eine Schulleitung reizt mich nicht, aber Schulaufsicht oder Ministerium in einigen Jahren schon.

    Oh, ganz sicher. Ich bin da damals viel zu naiv rangegangen. Ich habe mir einen Beruf ausgeschaut, dessen Kernaufgabe mir Spaß macht und von dem alle sagten, er wäre recht entspannt. Ich dachte mir damals wirklich: "Ich habe lieber einen entspannten Job und verdiene dafür dann halt weniger, als dann in der Wirtschaft mehr zu verdienen und mich dort zu Tode arbeiten zu müssen." Dass meine Eltern Beamte sind/waren (natürlich ganz weit weg vom Lehrerberuf) und mir große Ängste vor der Wirtschaft und ein tolles Bild vom Beamtentum eingeredet haben, hat sicher nicht geholfen.
    Tja, da habe ich mich damals nicht gut genug mit beschäftigt und letztlich eine Bahn gewählt, die mich erst zu spät realisieren lässt, dass ich weniger Geld (unwichtig) und mehr Stress (sehr wichtig) habe.

    Und Du glaubst, in der Wirtschaft hättest Du weniger Stress UND mehr Geld? Diese Jobs sind sehr selten. Wer viel verdient hat in der Regel Dauerbereitschaft und viele Stunden meist gepaart mit reichlich Personalverantwortung. Läuft das Projekt mal aus dem Ruder, darf man dann auch seinen Urlaub abbrechen.

    Und ich weiß genau: Nun kommt wieder einer daher, der jemand kennt, der 35 Stundenwoche bei fürstlichem Gehalt ohne Reisetätigkeit hat. Ja, die gibts auch. Aber selten!!

    Von der Jobsicherheit bei Krisen will ich nun mal gar nicht erst anfangen.

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