Beiträge von Sissymaus

    lässt mich durchfallen

    Keiner lässt irgendwen durchfallen. Entweder Du fällst durch, weil du es nicht hinbekommst und auch keine Besserung in Sicht ist oder Du bestehst. "Durchfallen lassen" ist Schüler-Sprech.

    Keiner kann Dir sagen, welche Klassen Du bekommst. Dass Du eine Abschlussklasse bekommst, ist eher unwahrscheinlich.Aber: Natürlich sind fachliche Mängel wirklich ein Problem. Daran musst Du arbeiten! Und wie Du das wegsteckst mit dem Stress der Vorbereitung und dem fachlichen Nacharbeiten kann Dir auch keiner sagen.

    Wie wäre es, wenn Du Dir mal ein Buch besorgst (Mathe Oberstufe) und das selbst mal jetzt anfängst durchzuarbeiten? So kannst Du abschätzen, ob das alles Böhmische Dörfer sind oder Du einfach Dein Wissen frisch machen musst. Ich glaube nämlich, dass Du den Schwierigkeitsgrad der Oberstufe überschätzt. Immerhin hast Du einen Master-Abschluss in Wirtschaftsinformatik. Das ist ja auch ziemlich Mathe-lastig. Du bist also nicht ganz auf den Kopf gefallen, was das angeht.

    bei OBAS werden die Seiteneinsteiger "extra" behandelt, oder? So wie ich es verstanden habe, würde ich das Referendariat bei dem Seiteneinstieg in Bayern komplett normal durchlaufen mit den fertigen LA studierten. Das finde ich auch anspruchsvoll.

    OBAS ist auch mit den regulären Reffis zusammen. Es gibt nur Unterschiede in den eigenen Stunden und der Bezahlung. Und OBAS dauert ein halbes Jahr länger, da noch eine Bildungswissenschaftsprüfung absolviert werden muss.

    Dann habe ich aber mal in die Besoldungstabellen von vor 10 Jahren geschaut, die Tilgungsrate an das damalige Einkommen angepasst und den damaligen Zinssatz zu Grunde gelegt. Und Überraschung: die Gesamtkosten der Finanzierung wären in diesem Modell mit dem damaligen Preis genauso hoch gewesen wie unsere Gesamtkosten jetzt. Das gilt zugegeben nur für unsere konkrete Immobilie im Speckgürtel einer größeren Stadt und sieht in anderen Lagen möglicherweise anders aus. Interessant fand ich es dennoch.

    Das stimmt natürlich. Unser Zinssatz lag damals bei kurz über 4%. Da war die Rate dann doch nicht so niedrig, trotz des niedrigen Kaufpreises. Am Ende kommen wir wahrscheinlich aufs gleiche insgesamt Bezahlte raus. Wobei ich einige Immobilien schlichtweg für überbewertet halte. Die hätte ich auch mit niedrigem Zins nicht gekauft. Das wäre für mein Gefühl zu viele Schulden gewesen. Ich freue mich eher, dass wir in einigen Jahren abbezahlt haben. Dazu die Kids aus der teuren Zeit raus. Davon können wir wirklich mehr als gut leben, auch wenn unser Städtchen mittlerweile zum Speckgürtel einer Großstadt gehört.

    Ob wir mit unserem Gehalt reich sind, hängt vielleicht auch etwas vom Wohnort ab. Wer in Stuttgart, München, Hamburg oder einer anderen Metropole wohnt, hat sicher viel höhere Ausgaben, als jemand in einer Kleinstadt.

    Wir zahlen hier für ein Haus mit Garten weniger, als in München jemand für eine Zweizimmerwohnung.

    Das stimmt natürlich. Wir haben 2011 eine Einfamilienhaus gekauft. Dafür würden wir heute das Doppelte hinlegen. Ob ich mir das hätte leisten wollen, weiß ich nicht. So haben wir damals recht günstig gekauft und heute mit niedrigen Zinsen anschlussfinanziert. Daher sind unsere beiden Gehälter mehr als ausreichend.

    Sorry, dass ich nochmal nachfragen muss, aber Ín der kompletten Corona-Zeit - also seit März 2020 - gab es bei euch keine schweren Fälle? Wie gesagt: Das finde ich wirklich ungewöhnlich, gerade in großen Schulen.

    Wirklich nicht! Keiner war länger als 10 Tage weg. Immer hieß es: 1-2 Tage fies, danach schnell wieder fit.In den Klassen hat es sich nie verbreitet. Da fehlten immer vereinzelt SuS. Es wurde da auch nie weitergetragen. KuK bekamen es so gut wie immer durch die eigenen kleinen Kinder.

    Aktuell hat es mein engster Kollege (auch aus der KiTa), er lag heute mit 40 Fieber flach. Mal sehen, wie es ihm morgen geht. Seine Frau und Tochter sind schon wieder wohlauf.

    Allein in meinem Kollegium waren einige KuK und auch SuS mehrere Wochen "außer Gefecht" gesetzt, hatten tagelang hohes Fieber, heftigen Symptomen wie Luftnot, kamen vor Schwäche kaum aus dem Bett etc. Ein paar mussten deswegen ins Krankenhaus (eine Kollegin auf die Intensivstation) und/oder waren wochenlang krankgeschrieben. V

    or den Ferien unterhielt ich mich mit einem in einer anderen Abteilung unterrichtenden Kollgen, den es - wie ich erst da erfuhr - während der Schulschließung im Februar letzten Jahres besonders heftig erwischt hatte inkl. Intensivstation und Post Covid. Er hat sich wohl noch immer nicht vollständig erholt.

    Einer meiner Lieblingskollegen ist ja im April mit Corona verstorben. :(

    Im Freundes- und Bekannten- wie auch Verwandtenkreis kommen noch eine ganze Reihe schwer Erkrankte, eine an und zwei mit Corona Verstorbene und mehrere Personen mit Long und Post Covid.

    Aber natürlich ist auch das ist natürlich anekdotisch.

    Das tut mir leid. In meinem Kollegium waren die mir bekannten alle eher wieder fit als negativ. Die meisten lagen 1-2 Tage mit Fieber und fanden es auch fies, aber aushaltbar. Männer waren schlimmer betroffen als Frauen. Keiner im KH, keiner länger krank. Da ich Mitglied der ESL bin, werden wir über alle Ausfälle informiert.

    Ich bin bis jetzt verschont geblieben. Obwohl ich seit Aufheben der Maskenpflicht nur noch da eine trage, wo es Pflicht ist.

    Ja das stimmt.

    Ich kenne sehr viele die an Corona erkrankten. Alle durchweg mild und keiner mit long covid. ( alles natürlich anekdotisch)

    In meinem Umfeld ebenso. Die meisten hatten einen Tag Fieber. Manche nur ein paar milde Erkältungssymptome. Ich kenne keinen, der gestorben ist oder im KH war. Sogar der 94-jährige Opa hat es gut weggesteckt, war aber auch 4 Mal geimpft.

    Trotzdem weiß ich natürlich, dass es auch schlimm werden kann. Meine beste Freundin hat lange auf der Covid-Intensiv gearbeitet. Die hat ziemlich fiese Storys auf Lager.

    Meine ehemaligen Kommilitonen, mit denen ich viel Kontakt hatte, verdienen alle ganz gut, aber ich schätze nur 2 verdienen mehr als 100.000€. Zwei haben einen Dienstwagen. Mein Mann gehört dazu (wir haben uns im Studium kennengelernt). Er arbeitet aber auch wirklich sehr viel mehr als ich, meist ist er täglich 11-12 Stunden aus dem Haus bei 20 Min Arbeitsweg. Wir wollen aber beide nicht tauschen. Beispielsweise hat er während der Wirtschaftskrise und einmal einfach so (weil im Team nicht passte - nach 7 Jahren!), seinen Job verloren. Das hat sehr an seinem Selbstbewusstsein genagt. Auch Corona hat seinen Betrieb hart an die Grenze gebracht und ich war mega froh, dass ich einen sicheren gut bezahlten Job habe.

    Nachteil: Hohe Steuern, da wir wie Singles versteuert werden und der Dienstwagen wirklich richtig viele Steuern kostet. Auch alles andere ist Mega teuer (zB die KiTa, die uns in Spitzenzeiten 650€ gekostet hat). Brutto sieht es also sehr viel aus, netto bei meinem Mann eher enttäuschend.

    Das ist meine anekdotische Evidenz. Richtig gut gehts dem DINK-Pärchen aus unserem Freundeskreis. Sie leitende Position in HR, er Maschinenbaukonstrukteur. Die machen solche Urlaube wie 3 Wochen Mauritius und fliegen Business.

    Ich fühle mich übrigens gut bezahlt, weil ich genauso wie dasHiggs meine Arbeitszeit optimiert habe!

    Wie kommt man denn auf so einen allgemeinen Unsinn? Auch in Teilzeit lernt man das und auch da hat man ja eine maximale Arbeitszeit usw. Man darf eben nur nicht denken, dann nutze ich eben die freie zusätzliche Zeit auch noch für Schule.

    Und genau das ist der Fehler, den 95% der TZ-Kräfte machen!

    Sonst bin ich der Dumme, weil ich ja "Effizienter" Vorbereiten hätte können, denn dann hätte ich auch meine 41 Stunden einhalten können.

    So ist es. Das muss man dringend als erstes lernen, daher mein Credo: Direkt mit voller Stelle anfangen. Nie in Teilzeit! Sonst lernt man nie, sich zu organisieren.

    Vorallem frage ich mich da, wie man eine Überlastungsanzeige rechtfertigen kann, wenn alles nur so schwammig formuliert ist.

    Warum? Wenn die Arbeitszeit überschritten ist (41 + Ferien; ich meine es hat mal jemand 46 Std ausgerechnet), dann muss man entweder aufhören oder das in einer der folgenden Wochen ausgleichen. Wenn das auf Dauer nicht möglich ist: Überlastungsanzeige schreiben.

    Ich empfehle zusätzlich: Eigenen Perfektionismus runterschrauben, Pareto-Prinzip anwenden. Sachen, die nur Nixe-to-have sind: weglassen. Das will der Dienstherr anscheinend nicht, sonst hätten wir nicht 25,5Std Deputat bei ständig steigendem Verwaltungsaufwand.

    Kommt was zusätzlich dazu, muss was anderes wegfallen.

    Am BK scheitern solche Vorhaben einfach daran, dass die Unterrichtszeitspanne Täglich von 8-21 Uhr und manchmal samstags ist. Es gibt also keine "Kernzeiten", in denen alle sowieso irgendwie da sind, sondern es gibt KuK, die ausschließlich abends/samstags unterrichten oder die das teilweise tun und dadurch freie Tage haben.

    Zudem sind die Fahrwege bei einigen ordentlich. Kaum einer wohnt noch nah an der Schule.

    Ich störe mich an diesen Meeting so, weil sie vorher schon völlig ziellos waren und für mich keinerlei Mehrwert hatten. Vielleicht hätte ich das zu Beginn besser gesagt. Ich empfinde es mal wieder als etwas on Top.

    Ich sehe es aber genauso wie Seph...ich werde anregen, dass Meetings nur abgehalten werden, wenn es auch etwas zu besprechen gibt und das zusätzlich Teilzeitkräfte berücksichtigt werden müssen.

    "Wenn es wirklich etwas zu besprechen gibt"

    In manchen Kollegien gibt es das immer, auch wenn man sich nur übers Wetter austauscht.

    Solchen Runden sind nur sinnvoll, wenn es konkrete Arbeitsaufträge, Planungen, Schulentwicklung oder andere Sachen zu erarbeiten gibt. Für nur locker reden muss man seine Zeit nicht vertun. Mir wäre das Thema zu schwammig. Da müsste jede Woche für mich eine konkrete TO mit Zielen stehen, damit ich mich zu sowas aufraffen kann. Allgemeiner pädagogischer Austausch ist doch nur Blabla.

    Am BK bei den Metallern würde sowas im Chaos und in Unzufriedenheit enden.

    Meine Tochter war in Madrid und wir haben dank Erasmus+ kaum mehr gezahlt als wir sonst für Wohnheim und Essen bezahlen müssen. Ihr WG-Zimmer lag direkt in einer Nebenstraße am Plaza del Sol. Die Ausflüge, die sie gern noch machen wollte, hat sie sich durch Nebenjobs vorher in D verdient. Die Förderung war absolut ausreichend für Madrid. Flug: 50€ Hin- und Zurück, da sie einfach in einem Zeitraum von einigen Tagen die günstigste Zeit genommen hat.

    Auslandssemester ist also machbar. Und für jemanden, der eine Sprache unterrichten will, mMn zwingend notwendig.

    OT: Chemie dazu würde ich auch empfehlen. D+E wäre für mich Höchststrafe, da ich Korrekturen als so sehr schlimm empfinde.

    Ich finde es wirklich eine Zumutung, dass man das nicht im Vorfeld ablehnen kann. Mich würde das belasten, dass ich aktiv wieder was zurückerstatten muss und auch noch selbst überprüfen, ob ich denn da +- Null rauskomme (wegen Kinderzuschlag, Steuern etc).

    Es sei denn, das kommt steuerfrei daher, dann ist es einfach. Aber so finde ich das wirklich frech!

    2. Dezernenten (also Schulaufsicht) dieselbe Anfrage gestellt -> Nie zurückgemeldet und Weiterleitung an meine SL (wie ich mitbekommen habe). Meine SL hat (wie erwähnt) hat die Beschwerde ignoriert.

    Da würde ich nachhaken:

    Freundlich nachfragen was aus der Angelegenheit geworden ist. Einfach mal den Hörer in die Hand nehmen und den Dezernenten anrufen.

Werbung