Beiträge von Sissymaus
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Mag sein. Ich bin selbst den regulären Weg gegangen übers Lehramtsstudium plus Erweiterung, dann Ref. Keine Ahnung, wie das damals hieß oder wie viele Jahre es exakt her ist. Ich meine nur, dass man als Sinologin eine verdammt gute verbeamtete Lehrerin und sogar Schulleiterin werden kann - und dass Sinologen vermutlich ähnlich gute Chancen auf einen Seiteneinstieg haben wie Physiker.
Allerdings nur an wenigen Schulen. Da muss man örtlich schon flexibel sein, während man als Physiker sicher größere Auswahl hat.
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aber Sissy, du ziehst schon einen Unterschied zwischen BK und Grundschulen, oder? Die didaktische Basis wird da gelegt, die Freude am Lernen zu erhalten, usw.. Wieviel "Mathe ist doof, ich kann's eh nicht" kann erspart bleiben, wenn ein gutes Verständnis durch gute didaktische Grundlagen geschaffen werden kann? (Nein, Seiteneinsteiger*innen sind nicht per se schlechter, aber das selbe Land kann doch nicht die Fächerwahlfreiheit einschränken (Deutsch UND Mathe Pflicht, plus Drittfach) und jetzt Leute zulassen, die gegebenenfalls "nur" ein beliebiges Fach der Grundschule nachweisen können. Das ist soviel Aufwand, das nachzuholen, daran wird doch das System (und unsere Kinder) scheitern.
Es gibt Tage, an denen ich doch froh bin, keine Kinder zu haben. Ich würde von diesem Wissen durchdrehen.Ja, der Unterschied ist natürlich da. Ich bin schon froh, dass meine Kinder durch die Grundschule durch sind. Ich verstehe auch den Unmut, aber dass im Moment alles ausfällt, kann doch auch nicht gut sein. Dass man langfristig an allem möglichen arbeiten muss, um den Beruf attraktiver zu machen, sehe ich natürlich auch so. Geht aber nicht mal eben. Das ist das Problem, dass die Regierung jetzt Sachen einstielen muss, für die sich die nachfolgende Regierung womöglich die Lorbeeren einheimst.
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In der Industrie darf der Typ mit dem BA in Industriedesign jetzt die Design-Linie für BMW vorgeben? Ick wunder mer über jar nüscht mehr.
Wenn seine Kompetenzen dafür ausreichen? Ja!
Meine Freundin (Industriekauffrau) ist Einkaufsleiterin in einem großen Konzern.
Leute, als würde der Schein von der Uni die Leute zu besseren Lehrern machen. Seid doch mal ehrlich zu Euch, was das Studium inhaltlich für die Praxis gebracht hat! Ich jedenfalls kann nun Fließkurven bei Umformvorgängen von Metallen bestimmen. Und Tensorrechnung für FEM hab ich auch mal gemacht. Brauche ich täglich - nicht!
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https://www.hilferuf.de/thema/unfall-mit-geliehenem-auto.25
Ziemlich ähnlich, oder?
Sind schon Ferien?
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Es gab am BK auch schon Zeiten, da wurden Leute ohne jegliche Ausbildung einfach direkt vor die Klasse gestellt. Ich hatte KuK, die das berichtet haben. Diese sind mittlerweile in Pension. Aber auch zu dieser Zeit gab kaum Lehrer, also hat man jeden mit annähernd passender Ausbildung einfach direkt da hingestellt.
Dass einige Probleme hausgemacht sind, ist mir auch klar. Ich bin auch nicht dafür, das ganze abzuwerten, indem man jeden vor die Klasse stellt. Davon ist sicher nicht jeder geeignet. Jedoch hatten wir alle schlechte Lehrer in unseren Zeiten. Ist mMn oft besser, als nichts. Und so manch einer lernt sein Handwerkszeug im Laufe der Jahre dann doch ganz gut.
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Bachelor als Voraussetzung für den Seiteneinstieg ist doch ein Witz. Da kommen irgendwelche nebulös Ausgebildete an die Schulen und die grundständig ausgebildeten Leute, die man vor 10 Jahren durchs Ref gequält hat und die nur mit Top-Note nach Jahren mit mies bezahlten Aushilfsverträgen genommen wurden, finden sich dann schulartfremd 49 km von ihrem Wohnort wieder? Fühlt ihr euch nicht verarscht?
Nun ja, aber so ist der Schweinezyklus. Nun gibts eben Bewerbermangel. Das ist in der Industrie nicht anders.
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Ich spreche aber vom Seiteneinstieg, in NRW auch OBAS genannt. Ich sehe doch deutliche Unterschiede in der Öffnung dieses dauerhaften Zugangs zum Lehramt und zur temporären und grundsätzlich zeitlich befristeten Vertretungsstelle.
Ohne Seiteneinstieg gebe es heute keine Berufsbildenden Schulen. Der Anteil im technischen Bereich liegt an unserem BK bei 90%.
P.S.: wenn ich mal so an meine Unizeit und mein Ref zurückdenke, kann ich auch mit Fug und Recht sagen, dass die Uni-Zeit mir in der Schule nichts nützt. Das Ref schon. Ich habe die Hoffnung, dass es beim OBAS genauso ist. (Vielleicht könnten sich OBASler aufgrund ihrer Erfahrung da einmal zu äußern.)
Ja, ich kann dazu wirklich etwas beitragen. Ich habe den Seiteneinstieg nach dem FH-Erlass gemacht. Heißt: Ich bin mit FH-Diplom an die Schule gekommen. Habe eine halbe Stelle unterrichtet und zeitgleich an der Uni nachstudiert (bei mir war es noch das Staatsexamen). Ich musste die Didaktik Staatsprüfung und eine Staatsprüfung in einem Fach machen. Das andere wurde mir sozusagen anerkannt. Anschließend OBAS = berufsbegleitendes Referendariat.
Das echte Unterrichten habe ich dank meiner hervorragenden Fachleiterin und der Notwendigkeit, sich vertieft mit der Analyse der Lerngruppen, Wirkung von Methoden, handlungsorientiertem Unterricht .............. auseinanderzusetzen. Deswegen unterstütze ich weiterhin das System OBAS, auch wenn es ein bißchen stresstest ist und man sicher daran was ändern kann. Jedoch haben wir auch schon diverse KuK gehabt, die das nicht überstanden haben. Zum Glück, denn sie wären an der Schule nicht zurecht gekommen. Manch einer hat da erkannt, dass Schule doch ziemlich viel Arbeit ist und hat sich glücklicherweise dann daraus verabschiedet. So gesehen ist es evtl. doch ganz gut, dass das System so ist, wie es ist.
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Hier ist auch der Link auf den Maßnahmenkatalog auf dem KuMist-Seite.
https://www.schulministerium.nrw/handlungskonze…ichtsversorgung
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Im übrigen ist auch in der freien Wirtschaft nicht immer gesichert, dass Anstrengung belohnt wird. Oft sind es die, die sich am besten verkaufen können, die dann befördert werden. Und auch da ist der Platz weiter oben begrenzt. Wenn er besetzt ist oder sehr begehrt ist, wird es schwer. Zudem ist es sehr viel unsicherer: Man fliegt sehr viel schneller, wenn die Zahlen nicht stimmen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile, aber ich mag es nicht, wenn man immer nur die Nachteile im Beamtentum und die Vorteile der freien Wirtschaft betont. Das ist m. E. nicht realistisch.
Ich hab mal im Schulbuchverlag als Lektorin gearbeitet: Nie wieder. Der Ton war so rau, die Konferenzen dauerten bis in die Nacht, Urlaub machen wurde nicht gern gesehen. Vor meinem Urlaub wurde ich ins Chefbüro ziert und musste begründen, warum dieses und jenes Projekt noch nicht fertig war.
Ein Jahr hab ichs ausgehalten und denke nun nach 15 Jahren immer noch mit Schrecken daran.
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Nur habe ich zunehmend das Gefühl, dass Leistungsanreize kaum existieren und individuelle Anstrengung nicht belohnt wird.
Dann lass das doch und such Dir ein Hobby außerhalb der Schule. Ich habs schon mehrfach geschrieben: Würde sich mein Engagement nicht mal irgendwann auszahlen, würde ich es einfach lassen. Ich hab auch gern Freizeit. Es gibt wenig, in manchen Schularten keine Möglichkeit des Aufstiegs. Das ist so, daran ändere ich ich nichts. Du auch nicht. Das ist so im Lehrerberuf. Willst Du was ändern, geh in die Politik. Ansonsten: finde Dich ab, mach das Beste daraus. Sich ständig darüber zu ärgern bringt Dir nichts, außer Blutdruck.
Maschinenbau, Ingenieurwesen etc. wäre nichts gewesen, weil ich in Mathe und Physik kein Interesse hatte. Wäre wohl ne Cashcow geworden. Medizin ebenso nicht, allein wegen eines mittelmäßigen NCs… zumal man da heute tlw auch verheizt wird.
Naja, dann will ich Dir mal nicht zu nahe treten, aber dann hast Du mit diesen Fächern schon das Beste daraus gemacht. In der freien Wirtschaft werden Deine Fächer einfach weniger gebraucht und meist schlecht bezahlt. So richtig verstehe ich nicht, was Du denn nun für Dich forderst. Man muss nun mal einen Tod sterben.
Ich hab noch folgenden Vorschlag für Dich: Versuch, an eine Abordnung zu kommen. Bewirb Dich bei Verlagen. Vielleicht macht Dich das zufriedener.
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das find ich echt schlimm. oder empfindet Ihr das anders? Ich würd direkt mal ne Arbeitsgruppe gründen zu dem Thema.
Ich würde den Personalrat ins Boot holen. Der soll sich mal Rechtsberatung bei der übergeordneten Behörde einholen. Ich bin mir sicher, dass nirgendwo steht, dass man sich persönlich und telefonisch krankzumelden hat.
Merkwürdige Schulen/Schulleitungen gibt es. Wenn ich abends merke: Morgen gehts nicht, dann melde ich mich per Mail krank. Dann kann ich nämlich am nächsten Tag ausschlafen! Das ist für den Genesungsprozess mit Sicherheit förderlicher, als wenn ich mich morgens aus dem Bett quäle, um eine SL anzurufen.
Lasst Euch nicht alles gefallen!
Wenn SL sagt: Ihr musst Euch telefonisch bei mir anrufen, würde ich fragen: Wo steht das? Zeig mal.
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"Ja, meine Hausaufgaben hat früher auch immer mein Hund gefressen."
Ich hab die auch. Sohnemann hat daraus Kombis gebastelt. Das ist zum Wegwerfen.
Furzgeräusch und anschließender Applaus oder DAS war aber eine wirklich gute Leistung
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Und da ist das Lustige: Von meinem Job als Ingenieur habe ich eine ganze Kiste von Geschenken, die mir Gäste/Kunden der Firma mitgebracht haben. Also keine typischen Firmen-Gimicks sondern alles irgendwie "Kunst" und derlei Krempel aus deren Heimatländern. Aus den Emiraten habe ich 5 Farben Sand zwischen Glasscheiben, aus Indien eine beleuchtete Taj Mahal, Porzellanfiguren aus China...
Als Lehrer habe ich noch nie Geschenke bekommen

Ich gestern noch. Die Firma möchte, dass wir (der Schulträger) 1,2 mio bei ihnen ausgeben.
Diese Geschenke in Betrieben sind aber doch kein Dankeschön, sondern ein kleines bisschen Bestechung.
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nein, die Beihilfe und die Versicherung scannen die Rechnungen und vernichten sie dann.
Ich mache Beihilfe für zwei, da käme an Papier schon was zusammen.
Ich für drei. Habe diverse Ordner gefüllt und werde nun mal langsam anfangen zu vernichten.
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Im ÖD vielleicht. Normale Arbeitgeber stellen zum 1. des Monats ein und zahlen am letzten Tag des Monats das erste Gehalt. Das ist dann auch kein "Abschlag" (warum zum Teufel auch?!), sondern das arbeitsvertraglich geschuldete Gehalt, abzüglich der gesetzlich festgelegten Einbehalte.
Warum das im ÖD nicht funktioniert? Man kann nur spekulieren...
Meist liegt es an den Erfahrungsstufen, die erst bei vorliegenden Nachweisen ermittelt werden können. Der Abschlag war bei mir jedenfalls oft schon nah an der eigentlichen Zahlung.
Mich nervt jedoch, dass neue User hier Beiträge löschen, wenn sie nicht wie gewünscht ausfallen. Was soll der Mist?
Und: Seit wann wird einem der Arsch hinterhergetragen? Warum ist neuerdings so eine Erwartungshaltung da? Müssen wir die nachfolgenden Generationen wirklich an die Hand nehmen, obwohl Ihnen alle Infos offen zur Verfügung stehen?
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... Die Kälte sie ist nun ein Teil von mir...
Ach, um DIE Elsa geht es.
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fällt das unter den Tisch
alla "Ausflüge machen eben alle, ist im Lehrerarbeitszeitmodell eingerechnet" ? Danke im Voraus für eure Antworten und Einblicke.
Das fällt nicht unter den Tisch. Dafür bleiben andere Sachen liegen (Siehe Thread "Arbeitszeiterfassung").
Gehört nun mal zu den Dienstpflichten, muss gemacht werden, ist aber dann eben Arbeitszeit, die an anderer Stelle fehlt.
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Ja, ganz offensichtlich, das ist der pure Luxus, am Folgetag einen Termin zu bekommen beim Hausarzt.
In meinem Wohnbezirk haben mehrere Hausarztpraxen geschlossen, gleichzeitig werden Häuser gebaut. Die Lage ist so schlimm, dass die KV jetzt Praxen mit angestellten Ärzt:innen eröffnet. In so einer war ich, weil ich mir eine Hausärztin mit geringerer Fahrzeit erhoffte - Termin mit viel Glück und 2 Monaten Vorlauf ergattert. Mir wurde gesagt, dass ich nachrangig behandelt würde, da ich ja noch laufen kann und in einem anderen Bezirk zum Arzt gehen. Sie hätten vor allem gehbehinderte Patient:innen, die schon wochenlang keine Medikamente mehr genommen haben, weil Hausarzt zugemacht.
Mein Hausarzt ist 40 Minuten entfernt. Man wartet - wenn es entspannt ist - 2 Wochen auf einen Termin am frühen Nachmittag. Akut darf man zu Beginn der Sprechstunde (2mal wöchentlich zwischen 14 und 15 Uhr und mehrfachn zwischen 8 und 9 Uhr) vorbeikommen. Impftermine für die Grippeimpfung 2mal wöchentlich mittags. Mir macht das nichts, meine Schulleitung ist sehr entspannt und versucht, alles möglich zu machen und die Grippeimpfung habe ich quasi direkt beim Facharzt um die Ecke bekommen - aber wenn ich noch an meiner alten Schule mit ihren irren Konferenzzeiten wäre, wäre es sehr schwierig. "Dann können Sie eben nicht zum Arzt gehen!", hat meine Schulleiterin im Beisein der Personalrätin und der Frauenvertreterin von sich gegeben. Ich hatte nach dem Gespräch einmal monatlich einen konferenzfreien Nachmittag, um als mehrfach chronisch Kranke Facharzttermine wahrzunehmen.
40 Min zum Hausarzt?? Ach Du liebe Güte!
hIer im Sauerland ist die Lage mit den Ärzten ähnlich prekär. Ich dachte jedoch, dass sich das mit dem ländlichen als solches begründen lassen kann, aber wenn Berlin ähnliche Probleme hat, ist das ja furchtbar!
Es gibt ja mittlerweile das "Landarzt-Programm", das mWn so geht: Du bekommst einen Studienplatz, auch wenn Dein Abi nicht im 1,-Bereich liegt, man zahlt Dir das Studium bzw. ein Stipendium dazu und Du verpflichtest Dich dann dazu, in diesen Gegenden mindestens x-Jahre zu praktizieren.
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