Beiträge von Sissymaus

    Diese "Mär" vom heruntergefahrenen Immunsystem kann ich irgendwie nicht glauben. Kann mich mal ein Biologe oder so aufklären? Man impft ja und das Immunsystem erinnert sich meist viele Jahre, manchmal lebenslang. Warum sollte das Immunsystem nun durch das tragen von Masken über eine längere Zeit keine Erinnerung haben? Ich würde her denken, dass bei kleinen Kindern das Immunsystem dann nicht so trainiert werden kann, aber bei Erwachsenen, die schon reichlich Infekte gehabt haben, dürfte das doch kein Problem sein. Hat da jemand verlässliche Infos für mich?

    Ich finde es übrigens ganz toll ohne Maske zu unterrichten, aber ich kann natürlich meinen Schülern auch mit gutem Abstand begegnen und habe nahezu 100% Impfquote. Einige kenne ich tatsächlich nicht ohne Maske und sie sehen ganz anders aus. Für mich war es eine Wohltat, ohne Maske zu unterrichten.


    EDIT: Kris24 Du warst schneller. Danke für die Bestätigung.

    Also, das wiederum kann ich nicht bestätigen. Ich war an dem BK Schülerin, an dem ich heute arbeite und hatte zu meinem Einstieg auch Kollegen, die damals meine Lehrer waren. Mittlerweile sind sie in Pension. Nie hatte ich das Gefühl, dass man mich nicht für voll nimmt. Im Gegenteil.

    Nun, Dir fehlt ein Teil des Studiums. Damit geht es nicht. Warum glaubst du, du erwirbst die Qualifikation durch deine Berufserfahrung? Man kann doch auch nicht sagen, dass man nach 20 Jahren Erfahrung als Industriemechaniker Lehrer werden kann. Mich verwundert immer, warum man erwartet, dass einem der Teppich ausgerollt wird, trotz fehlender Qualifikation. Wenn sie fehlt, muss man sie nachholen und das ist ja in vielen Bereichen möglich am Berufskolleg.

    Ich bestätige das auch noch mal gern. Ich hab mit meinem FH-Diplom Maschinenbau den Quereinstieg gemacht und bin damit nochmal zur Uni. Erst mit dem Uni-Abschluss war OBAS möglich.

    Es ist mittlerweile auch möglich, mit dem Master, der an einer FH erworben wurde, in OBAS einzusteigen. In jedem Fall Kuss aber der Master sein. Und somit erklärt es sich natürlich auch, warum es mit FH-Diplom nicht geht:

    FH-Diplom = 7 Semester

    Bachelor + Master = min. 10 Semester

    Credit-Points gab es ja damals nicht, so dass der Vergleich nicht ganz sauber ist, aber man sieht einen deutlichen Unterschied in der Studiendauer und damit auch im Umfang.

    Ich kann diese Woche nicht alles genau lesen, bin auf Dienstreise, aber nur soviel:

    Wenn du diesen Traum unbedingt wahr machen willst, setze auf die sichere Karte und studiere M.ed. Der Quereinstieg am Gymnasium hat auch mit deinen Fächern ein gewisses Risiko. Bei Maschinenbau würde ich sagen: kein Thema, aber da du nicht an das BK willst, kann das auch in die Hose gehen. Es gibt auch in Mathe oft genug grundständige Bewerber am Gym.

    Ein Quereinstieg am Gym ist ohnehin nicht immer der einfachste und beste Weg. Viele Gymnasien haben wenig oder keine Erfahrung mit Quereinsteigern. Das kann typbedingt tatsächlich zum Problem werden, wenn man da evtl mehr Hilfe benötigt und nicht bekommt. Da sind die BKs einfach wesentlich erfahrener.

    Und: Eventuelle Angststörungen solltest du vor deinem Einstieg in den Job in den Griff bekommen. Die psychischen Anforderungen sind manchmal hoch. Auch am Gymnasium gibt es Klassen, die völlig außer Rand und Band sind. Erlebe ich grad bei meinem Sohn, wo ich die absolute Hilflosigkeit der Lehrer beobachte.

    Auch wenn nicht genug Personal da ist, muss vertreten werden. Alternative wäre nur kündigen.

    Das sehe ich anders. Oder stehen die Stunden bei Euch in einer Verordnung? In NRW stehen 3 pro Monat drin. Und die werden zB bei den meisten Kollegen gesetzt, wenn sie sich nicht selbst eintragen.

    Ich gebe O. Meier da Recht: das ist etwas, was ihr evtl. gar nicht machen müsst. Ich wäre da auch mit amused und würde denen einen Vogel zeigen, wenn ich wöchentlich mein Deputat um 3 oder sogar um 6 Stunden überschreiten müsste. Wenn es verlässliche Schule gibt, dann muss der Dienstherr die Schule mit 110-120% der Lehrerschaft ausstatten, denn so viele fehlen i. d. R. durch Fortbildungen/Krankheiten und sonstiges Gedöns. Oder es muss eben ausfallen.

    Hier gibts viele, die den Quereinstieg gemacht haben. Es gibt die volle Bandbreite der Erfahrungen. Ich hatte es nicht ganz so leicht, die Schule hat wenig unterstützt. Die Kollegen haben mich aber alle gut aufgenommen und waren hilfsbereit. Heute ist meine Schule da sehr viel unterstützender.

    Ich bereue den Schritt keinen einzigen Tag.

    Ich hoffe ihr habt euch was gutes bestellt. Ich habe so eine 4.0-Lernfabrik (Ich kann Industrie 4.0 nicht mehr hören) gesehen. Das war nur Spielerei, genau wie VR/AR-Brillen.

    Ich wüsste nicht was ich damit anfangen soll.

    Wir haben uns mehrere angeschaut und uns mit Schulen beraten, die eine haben. Mein Eindruck war, dass wir genau diese benötigen, da wir da selbst eingreifen können. Alle anderen waren stark verkapselt und hatten zB eigene MES-Systeme. Wir wollten aber mit Industriestandard wie Siemens NX und SAP arbeiten. Schauen wir mal, wie die Praxis aussieht.

    Sissymaus

    Spätestens wenn die Bäckereiverkäuferin nach Ausfall ihres Taschenrechners nicht mehr in der Lage ist mir ein halbes Graubrot zu verkaufen (tatsächlich so passiert, zum Glück konnte ich behilflich sein:dollar:) zeigen sich die Grenzen der Digitalisierung.

    Ja, stimmt. Meine Tochter konnte auch ganz schlecht mit meiner alten Karre Autofahren, weil der Fahrschulwagen alle möglichen Assistenzsysteme hatte.

    Und? Was sagt mir das? Die Ausbildung würde um ein vielfaches länger dauern, wenn wir den alten Kram immer noch mitschleppen würden. Mein Vater war früher auch der Meinung, dass ich verloren wäre, da ich keinen Rechenschieber bedienen könnte. Ja, ich gebe zu: Er hatte eindeutig ein besseres Verständnis für Größenordnungen. Dafür konnte ich andere Sachen. Und so ists mit der Jugend heute doch auch.

    Mal Hand aufs Herz: Wer von Euch kann noch ordentlich Kopfrechnen? Wenn man etwas nicht oft benötigt, frage ich mich: Warum soll ich es dann beherrschen? Nur für einen selten bis nie eintretenden Sonderfall?

    Gerade im Berufskolleg können manche gar nicht mehr mit Stift und Papier umgehen. Das ist für mich immer noch eine Grundkompetenz fürs Leben. Deshalb

    muss man auch die Digitalisierung mit Vorsicht genießen. Wie immer: Der Mittelweg ist wahrscheinlich der richtige.

    Und deswegen soll ich im Berufskolleg das den Schülern beibringen? Gleichzeitig fordern die Betriebe aber, dass sie lernen, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Ich sehe meinen Part eindeutig im letzteren.

    Vielleicht schreibt in 10 Jahren keiner mehr mit der Hand. Kann man blöd finden, ist aber vielleicht so.


    Ich bin übrigens auch noch der Meinung, dass man in der Technik skizzieren (per Hand!) können muss. Jedoch sind die Lehrpläne so voll, dass dafür kaum Zeit bleibt. Das müsste man nämlich üben, da es eine Fingerfertigkeit ist. Kann ich aber nicht, dann schaffe ich die prüfungsrelevanten Teile nicht mehr.

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