Beiträge von Sissymaus

    670k für ein Reihenhaus in Brandenburg :staun:? Gut zu wissen, das mit dem Elternhaus! Ich frage mich gerade, warum es eigentlich nicht üblicher ist, Immobilien durch Erbe zu erwerben. Man ist zwar von der Lage her festgelegt, aber das viele Geld, was man auf dem Weg spart...

    Wir sind so blöd! Warum haben wir gekauft und nicht geerbt? Blöd blöd blöd. Der Fehler kostet uns einen Haufen Geld. Danke, dass Du hier im Forum die Leute gewarnt hast, die den Fehler noch nicht begangen haben.

    Wir haben noch Rasenkantensteine, die wir loswerden wollen :lach:

    Ok, das kaufe ich wirklich nicht. Da müsste ich mal meinen Mann fragen. Ameisengift habe ich jedoch neulich noch im schnöden Drogeriemarkt gekauft.

    Stimmt, aber ich könnte mir das Leben in NRW aktuell nur in Düsseldorf oder dem noch teureren Köln vorstellen bzw. der Umgebung dieser Städte. Alles andere kommt aufgrund der Lebensumstände nicht ernsthaft in Frage.

    Prinzipiell hast du aber Recht, dass man in günstigen Gegenden sehr sehr locker kaufen und mieten kann mit dem Lehrergehalt.

    Dem möchte ich mal direkt widersprechen. Wir leben wirklich nicht im Speckgürtel und für unser Haus bekämen wir jetzt das Doppelte.

    Hat in den letzten Monaten keiner von Euch eine Dienstleistung gebraucht und nur zuckende Schultern oder Termine im nächsten Jahrzehnt bekommen?

    Das ist kein neues Problem. Hier auf dem Ländle hat man uns vor 10 Jahren, als wir das Haus gekauft haben, gesagt: Für die paar Strippen kommen wir gar nicht erst. Heißt für uns: Unsere Baustellen sind zu klein (einzelne Zimmer etc). Wir machen alles selbst unter Zuhilfenahme von Freunden.

    Ist keiner von Euch - wie es mir ergangen ist - zuletzt mit einer Einkaufsliste gänzlich unterschiedlicher Produkte losgezogen und nur mit einem Bruchteil davon nach Hause gekommen? Nicht verfügbar, Lieferschwierigkeiten, vielleicht nach Ostern...

    Nein. Was kaufst Du denn, was so rar ist?

    Hier wird vom Fahrradfahren schwadroniert. Wusstet Ihr, dass es momentan oft mit Fahrrädern Essig ist?

    Stimmt. Ist für mich auf dem Land aber keine Option, also komme ich mit meiner alten Möhre aus.

    Wer sich so verschuldet, der muss selbst als Lehrer knapp kalkulieren. Die auf uns zukommenden Preissteigerungen sind da oft nicht eingepreist. Mich wundert, dass diesbzgl. hier niemand Befürchtungen äußert.

    Für uns auch grad kein Thema. Wir bauen nicht. Wir finanzieren grade nach zu einem traumhaft günstigen Zins. Haus kostet daher grad nicht mehr als eine Mietwohnung mit der halben Größe.

    Wir heizen viel mit Holz, den Rest mit Öl. Unser Tank ist riesig, so dass wir nur alle paar Jahre tanken.

    Aktuell haben wir also das Problem nicht wirklich. Sprit ist auch kein Thema, da Firmenwagen.

    Ich selbst kann also wenig zur Diskussion beitragen und habe auch zu wenig Kenne von wirtschaftlichen Zusammenhängen.

    Die Verengung auf den Aspekt Verkehr hier im Thread interpretiere ich jetzt mal als eine Absage an darüber hinaus gehende Probleme, Befürchtungen oder Erfahrungen der Teilnehmer mit anderweitigen Versorgungsengpässen, Preissteigerungen oder Konsumeinschränkungen.

    Mich wundert das zwar, aber vielleicht ist das der Tatsache geschuldet, dass Lehrer doch noch priviligiert sind und die deutlichen Teuerungen besser verknuspern können.

    Meine Gedanken zu der Frage, warum unsere Zunft offensichtlich dazu neigt, die o.g. gesamtgesellschaftlichen Probleme zu einer "Fahr halt Fahrrad und flieg nur einmal im Jahr in den Urlaub-Debatte" verkürzt, behalte ich mal lieber für mich.

    Warum? Dir gefällt doch das aktuelle Diskussionsthema nicht. Lass uns an Deinen Gedanken teilhaben.

    Ich erwarte wirklich nicht, dass irgendwer Hurra schreit über meine Bewerbung, das ist völliger Quatsch! Aber können denn einige hier gar nicht nachvollziehen, dass ich mich ein wenig veralbert fühle und deswegen aufrege?

    Klar, Du kannst Dich aufregen. Nützt Dir nur nichts, denn Du gestehst Dir nicht ein, dass Deine Qualifikation aktuell nicht zum Bedarf passt. Das kann sich ändern, zB wenn der Mangel an PH/CH sehr groß wird. Dann reicht es plötzlich doch. Die Bestimmungen ändern sich, aber im Moment ist es für Dich nicht möglich. Mach dafür nicht die Verwaltungsleute verantwortlich. Und poltere nicht hier im Forum rum. Keiner kann was dafür, dass Du nicht direkt Lehramt studiert hast.

    Ich meine solche Aussagen, wie Du hier tätigst:

    Laut meiner Bekannten (in meinem Jahrgang Geoökologie studiert und seit 2016 GS-Lehrerin als Seiteneinsteiger) gibt es bei uns in der Region (Mittelsachsen) kaum bis keinen Bedarf an GS-Lehrern. Über zwei Ecken habe ich jedoch erfahren, dass eine GS-Leiterin aus Görlitz gerade einmal 1/3 der geforderten Lehrkräfte in der letzten Runde bewilligt bekommen hat. Ich selbst hatte mich auch für die Bezirke Bautzen und Zwickau mit beworben. Und das gerade die Lausitz noch unterbesetzt ist, ist ja generell kein Geheimnis. Hier kann also irgendetwas nicht stimmen. Ich/Wir wüsste(n) jetzt auch nicht, weshalb ein Geoökologe fachlich relevanter für die GS ist, als ein Mineraloge... Aber gut.

    Gerüchte heißen mal so gar nichts. Und welche Stellen frei sind, weißt Du auch nicht.

    Denn Überraschung: Ich habe sogar selbst mal ein Gymnasium besucht. ;)

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Diese Quereinsteiger sind besonders beliebt, die aus ihrem eigenen Besuch einer Schule die Qualifikation zum Unterrichten ableiten.

    s geht hier einfach nur darum, dass man potentielle Kandidaten wenigstens mal anhört. Ich rege mich ja gar nicht über eine Ablehnung auf, wenn es in meiner Region keinen Bedarf gibt. Aber kommt es euch denn nicht auch irgendwie wenigstens komisch vor, dass Naturwissenschaftler anhand von ein paar halbherzig formulierten Modulhandbüchern einfach so aussortiert werden?

    Woher weißt Du denn, dass es den Bedarf gerade gibt? Fallen in Deiner Region Chemie/Physik-Stunden aus, weil keine Lehrer da sind? Evtl. ist Deine Region gerade gut versorgt mit Chemie/Physik.

    Ja, die Modulhandbücher sind halbherzig und wenig aussagekräftig formuliert. Das haben uns einige Dozenten mal ehrlicherweise mitgeteilt auf die Frage, warum denn die Diskrepanz zwischen Modulbeschreibung und Vorlesung teilweise so groß ist. Der Prüfungsausschuss braucht schnell einen Text für das Modulhandbuch und da schreibt man halt schnell irgendetwas hin, damit man wieder seine Ruhe hat.

    Und wie soll dann ein/e Verwaltungsmitarbeiterin anhand dieser Modulbücher beurteilen, dass das geeignet ist? Da nützt auch ein Gespräch nicht, denn Du kannst denen sonst etwas erzählen, was Du so alles kannst. Das kann doch keiner beurteilen. Man kann sich doch nur auf die Modulhandbücher stützen.

    ... deshalb sollte man Seiteneinsteiger genau auf ihre Eignung prüfen und ggf. in einer Art Probezeit oder Vorseminar oder was auch immer konsequent wieder zurückzuschicken. Aber ich bleibe dabei: Jemanden mit meiner Ausbildung aufgrund "fehlender fachlicher Qualifikation" ohne jegliches Gespräch pauschal abzulehnen ist absolut lächerlich.

    Du verkennst, wieviel Arbeit es ist, um Quereinsteiger auszubilden. Da wird jemand genommen und den schmeißt man nicht mal eben wieder raus. Die Länder sind vorsichtig geworden, da sich Leute auch gern wieder einklagen. Und wie lange dauert es dann, bis eine neue Person eingestellt ist? Und wer bildet die aus? Das bindet Ressourcen und zwar nicht zu knapp! Ich glaube, Du stellst Dir das ein bißchen zu einfach vor.

    Sorry, dass ich den Finger in die Wunde lege, aber Du musst schon eine gehörige Portion Glück haben, um eine Stelle zu bekommen und mit Deinem Studium nochmal mehr. Es nützt gar nichts, sich hier so aufzuregen, dass sie alle Deine Fähigkeiten verkennen. Du hast nicht die Qualifikation und es ist auch nicht mit jedem Studium möglich, diese aufzuholen. Dafür kann das LaSub oder wie das heißt auch nichts.

    Martin85

    Mh, ich sehe das etwas anders. Du bist sicherlich in vielerlei Hinsicht gut qualifiziert. Aber daraus automatisch abzuleiten, dass das Land dazu Hurra schreit und sich direkt in einer Grundschule einsetzt, finde ich doch etwas…naja….befremdlich. Ich hätte mir als Maschinenbauerin nie zugetraut, in einer Grundschule zu unterrichten, ohne entsprechende Weiterbildubg VOR Antritt der Stelle.

    Auch einen Anspruch auf Quereinstieg nur aufgrund eines Nischenstudiums an der weiterführenden Schule anzumelden, finde ich gewagt. Man muss klar sagen: aus deinem Studium lässt nicht direkt ein Fach ableiten. Damit fällt es jemandem aus der Verwaltung schwer, sich das vorzustellen. Selbst ich könnte nicht beurteilen, ob dein Studium für die Fächer Chemie und Physik passend sind, da ich ja keine Chemie/Physik-Lehrerin bin.

    Und zudem muss -wie Karuna schon anmerkte - exakt zu dem Zeitpunkt deiner Bewerbung eine Stelle frei sein, die auf die Fächer passt und wo keiner mit einem Chemie-Studium da ist.

    Es nützt auch nichts, sich darüber aufzuregen. Man muss es realistisch sehen: dein Studium ist nicht ideal für den Quereinstieg.

    Als unser Abteilungsleiter/Koordinator mal mitbekam, dass ich mir wegen Zahnschmerzen schon zwei Schmerztabletten "eingeworfen" hatte, hat er mich direkt nach Hause bzw. zum Zahnarzt geschickt mti den Worten "So kannst du doch keinen Unterricht mehr machen!". Da war ich mal wieder froh um meine "Bullerbü"-Schule...

    Glücklicherweise ist meine Schule auch Bullerbü.

    Meine Erfahrung, allerdings von 2013: Ist ziemlich easy. Themen sind vorher bekannt. Man hat ein Einsprechthema, das man zu Beginn startet. Ich war darauf am besten vorbereitet und habe 3/4 der Zeit damit verbracht. Mein drittes Thema wurde dann nur noch angekratzt. Das konnte ich auch nicht mehr so sonderlich gut.

    Wenn sich in den Jahren nicht viel geändert hat, ist es ein Fachgespräch. Hat eher weniger Prüfungscharakter.

    Deine Vorbereitungszeit ist mit deinem Deputat abgegolten. In NRW unterrichtest du 25,5 Stunden, arbeitest aber 41/46 Stunden pro Woche. Die Zeit ist also normale Arbeitszeit. Dass du zu Beginn länger benötigst als später, dürfte klar sein. Der Anfang ist also sportlich. Mit technischen Fächern wird’s dafür aber später gemütlicher.

    Fortbildungen gibt es über die Bezirksregierungen und die Nachwuchsstiftung Maschinenbau zB. Auch die Unfallkasse bietet Fortbildungen an, soweit ich weiß. Den Rest muss man sich selbst drauf schaffen. Geht aber, schließlich ist das Niveau meist nicht so sehr hoch. Interessant wird es in einigen duale Klassen, da dort teilweise oft Leute bereits studieren. Oder in der Fachschule. Da ist das Niveau doch noch mal ein Stück höher.

    Die Absurdität der Berechnung von Lehrerstellen an den BK-Bündelschulen:

    Es wird die Gesamtzahl der Schüler*innen genommen und daraus mittels Schlüssel der Lehrerbedarf berechnet wird. Damit wird also davon ausgegangen, dass jeder jedes Fach unterrichten kann.

    Ich als Maschinenbauerin also ab in das Gymnasium Gesundheit. Und ein Deutschlehrer übernimmt die Elektrotechnik-Fachklassen. Yeah.


    Und: Vorgriffstellen an Gymnasien in NRW. Wie der Schulleiter des örtlichen Gymnasiums berichtete, darf er nur noch Vorgriffsstellen ausschreiben, die wegen des drohenden Lehrermangels bzgl G9 bald benötigt werden. Er benötigt Chemie, bekommt einen Lehrer und darf ihn nur mit halber Stundenzahl einsetzen. Die anderen Stunden leistet die Lehrkraft abgeordnet woanders. Weil nun immernoch nicht genug Chemiestunden abgedeckt werden können, schreibt er eine weitere Vorgriffsstelle aus. Auch hier kommt er nur in den Genuss des halben Deputats. In einigen Jahren kommen die Lehrkräfte dann ganz an die Schule und sie haben zu viele Chemiestunden, um die Lehrkräfte sinnvoll einsetzen zu können. Je nach Zweitfach kann er sie dann kaum noch gebrauchen.

    Dass mein großes Kind anfängt, selbständig etwas für die Schule zu machen und mit 2en belohnt wird <3. Kein Mahnen und Meckern mehr nach gefühlt 100 Jahren Elternleides. (Wahrscheinlich genau deswegen, weil wir endlich aufgehört haben zu mahnen und zu meckern...)

    Gebt eure Schülerlein niemals auf, sie können, wenn sie selbst dran glauben:_o_)

    Mach mir Hoffnung: wie alt ist das große Kind?

    Aktuelle Schulmail:

    die Landesregierung beabsichtigt aufgrund der stetigen Zunahme der Impfquote bei Schülerinnen und Schülern die Maskenpflicht im Klassenraum zum 2. November aufzuheben. Weitere Infos folgen in der 1. Schulwoche nach den Ferien.

    kl. gr. frosch

    P.S.: "stetige Zunahme der Impfquote?" Mir ist bisher entgangen, dass es eine Impfempfehlung für Grundschüler gibt. Aber okay. *kopfschüttel*

    Vielleicht wird ja nur für das BK die Maskenpflicht aufgehoben.

    Ich habe Klassen mit 100% Impfquote. Da wäre ich das Ding auch gern los. In anderen werde ich es freiwillig weiter tragen.

    Als ich im Mai 2017 eingestellt wurde, hätte ich mich an meinem Wohnort plus 20km an mehr als 10 Gymnasien bewerben können. Da habe ich von Gesamtschulen und Berufskollegs noch nicht gesprochen.

    Also ja, auf die Fächer kommt es an.

    Und auf den Ort. Wir haben einen räumlichen Nachteil. Kaum einer will zu uns. Hatten schon OBASler in Deutsch, weil wir keinen gefunden haben.

    Ratatouille

    Rightyright. Ich formuliere es mal etwas anders. Solche Schulleitungen (wahlweise Abteilubgsleitungen oder andere Strukturelemente) sind ein echtes Problem. Sie wollen es allen recht machen. Nur ihren Kolleginnen nicht, die werden verheizt.

    Die angebliche Konkurrenz zwischen Schulen ist ohnehin eine völlig absurde Idee. Keine Ahnung, warum man sich so etwas einreden lässt.

    Da in den letzen 6 Jahren 2 BKs in unserem nahem Umfeld geschlossen wurden und wir die "Reste" geerbt haben, finde ich die Konkurrenz durchaus realistisch. Aber natürlich sollte man sich nicht durch Mega-viele Fahrten auszeichnen, sondern durch seine pädagogische und (an BKs besonders) fachliche Arbeit. Der Rest ist maximal das Sahnehäubchen.

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