Beiträge von Sissymaus

    Das stimmt zumindest für Köche mit Messern nie und für Friseure meistens auch nicht, Ausnahme Ketten und Großküchen.

    Nur weil es in anderen Branchen auch üblich ist, ist es nicht ok. Meine Friseurin (Angestellte) erzählte mir auch, dass sie einen Messepreis bei ihren Bürsten ergattern konnte.

    Das sollte nicht sein, dass man sich sein Arbeitsmittel selbst kauft.

    Hier https://www.schulministerium.nrw/annahme-von-be…im-schulbereich steht was von Blumen oder Pralinen. Also ich würde sagen, pro Schülerin/Schüler 50 Cent bis 1 €


    Die Elternbeiräte meines Sohnes wollten zum Abschluss der 4. Klasse einen Gutschein für ein Wellness-Hotel schenken. Jeder sollte 25€ dazugeben bei 26 Kindern. Ich musste lange reden, dass das nicht geht, wurde als miesepter betitelt. Aber die Lehrerin war noch ganz jung, ich hatte echt Angst, dass sie es entweder annimmt, weil sie es nicht weiß oder weil sie sich nicht traut, es abzulehnen.

    Und dass, "ich habe gehört" kein guter Ratgeber ist, weiß ich selbst auch. Darum habe ich ja auch hier eine freundlicheFrage gestellt. Darf man denn nicht fragen, ob jemand hier mehr Ahnung hat?

    Die Antworten eines anonymen Forums fallen ebenfalls unter "ich hab gehört". Das ist der schlechteste Ratgeber in finanziellen Dingen überhaupt.

    Finanziell unabhängig ist lustig...

    Eigentlich nicht. Eher schlau und vorausschauend.

    ch habe gehört, dass es jedenfalls nicht unterhälftig sein soll.

    "Ich habe gehört" ist ein schlechter Ratgeber.

    Und was genau meinst Du mit "steuerlich sinnvoll"? Wegen des Ehegatten-Splittings? Sinnvoll wäre es, wenn Du so viel arbeitest, dass Du finanziell unabhängig bist.

    Ansonsten: rechne es Dir am besten selbst durch. Keiner kennt Deine Lebenssituation oder weiß, was Deine Mann/Frau verdient.

    Vielleicht ist das bundeslandabhängig, aber hier in NDS finden Fortbildungen weiterhin vormittags, nachmittags oder ganztägig statt und auch mehrtägige Fobis gibt es weiterhin. Gerade vorletzte Woche war ein Kollege auf einer zweitägigen Fortbildung in Hannover und gestern sprach ich mit einer Kollegin darüber, dass sie sich im Februar zu einer Fobi angemeldet hat, die ganztägig hier an der Uni stattfindet ("ganztägig" heißt in dem Fall von 9 bis 16 Uhr).

    Kenne ich auch so. Und sobald es sich um eine ganze Reihe handelt, die mehr als 60 (?) Stunden umfasst, bekommt man Ermäßigungsstunden.

    Aktuell mache ich zwei FoBis, die je ein ganzes Jahr dauern und in der Regel Zweitäger sind. Dabei werden wir auch schön untergebracht und voll verpflegt.

    Warum haben Länder, in denen der 6. Januar nicht einmal Feiertag ist, drei Wochen Weihnachtsferien und wir meistens nur zwei bis bis zweieinhalb?

    Weil diese vielleicht keine Winterferien/Faschingsferien haben? Hier https://www.kmk.org/fileadmin/vero…ereinbarung.pdf kann man lesen, dass die Gesamtdauer aller Ferientage in der KMK festgelegt wurde. Die Verteilung der Tage exklusive Sommerferien ist Ländersache.

    PS: Welches BL hat denn 3 Wochen?

    Eine Kommunikation vom Typ "Prinzipiell bin ich für Ihre Lösung offen, aber ich habe hier und da gelesen, dass der Ansatz A wegen des Problems P nicht so gut funktioniert, wie der Ansatz B. Warum verwenden wir den Ansatz A und wie haben Sie den Ansatz A dahingehend optimiert, dass das Problem P keine große Rolle mehr spielt?" kommt bei mir deutlich besser an.

    Das ist gut, dass Dir das so bewusst ist. Ich habe so viele beratungsresistente Quereinsteigende erlebt, dass ich Dir diesen Ratschlag gern mitgeben wollte. Damit möchte ich nicht suggerieren, dass man einfach alle Ratschläge hinnehmen sollte, aber man sollte eben auch anerkennen, dass Erfahrung in diesem Beruf anders ist, als Fachwissen, dass man durch Berufserfahrung erlangt hat. Man arbeitet mit Menschen und das sind täglich so viele Variablen, auf die man reagieren muss. Und die Variable, die heute x heißt und mit y Eigenschaften in die Schule kommt, heißt vielleicht morgen q und hat die Eigenschaften h. Das kann man sich nicht anlesen, das muss man erfahren. Vergleichbar mit einer Fertigkeit im Handwerk.


    Es geht mir zu keiner Zeit darum, alle Ideen der Prüfpersonen zu ignorieren. Auch zunächst unlogisch klingende Vorschläge lassen sich umsetzen. Es ist mir aber schon wichtig, solchen Unterricht zu minimieren, der dem Lernfortschritt der SuS schaden kann. Deshalb bin ich offen dafür, im Unterricht neue Ideen zu testen, gleichzeitig sehe ich aber auch Bedarf an einer Auswertung, wie sich der Lernfortschritt der Klassen vor und nach der Einführung neuer Methoden ändert.

    Ich befürchte, für eine "Auswertung" (wie soll die aussehen? Du hast ja die Rückmeldung durch Klassenarbeiten bzw. Proben oder Exen) hast Du keine Zeit. Zu Beginn versucht man eigentlich eher irgendwie die Stunden zu überstehen, da man zB eine Stunde geplant hat, die aber entweder nach 5 Minuten fertig ist, gesprengt wird durch Dinge, die man vergessen hat zu planen, aus dem Ruder läuft, weil überfordernd und leider keine didaktische Reserve hat, weil einem der Fundus und das Erfahrungswissen fehlt. Das bairische Schulsystem ist auch ein sehr stark auf Leistungsmessung ausgelegtes System. Und auch diese müssen ordentlich vorbereitet werden. Das kostet Zeit.

    Welche Schulbücher eignen sich dafür besonders gut? Eher die klassischen oder die modernen?

    Was sind klassische und was sind moderne?

    Nimm Dir eins, das für Deine Schulform und zu Deinem Bundesland passt und arbeite es durch. Weißt Du denn schon, wo Du eingesetzt wirst? Dann kann man auch da mal fragen, welches Lehrwerk die haben. Für Physik wird es ja nicht unendlich viele geben. Mittlerweile gibts auch nur noch wenige große Verlage, wie Westermann, Klett, Cornelsen.

    Das ist in NDS - oder zumindest an meiner Schule und einigen anderen BBSn, wo Bekannte von mir arbeiten - nicht so extrem. In meiner Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" bspw. sind wir über 30 KuK, von denen viele mehrstündig in Berufsschulklassen unterrichten. Trotzdem sind seit Jahren nur drei KuK in den IHK-Prüfungsausschüssen (je eine Lehrkraft in den PA für Einzelhandel, Büromanagement und Industrie). Bis vor zehn Jahren ein Kollege, der fast ausschließlich in der BS Einzelhandel unterrichtet hat, in Pension gegangen ist, waren es vier.

    Wir haben ganz viele kleine Berufe. Oder in einer Klasse sitzen 5 verschiedene Berufe. Daher gibt’s auch viele Ausschüsse.

    Ziel ist es, zu lernen, so zu unterrichten, dass möglichst viele SuS Interesse an den Inhalten entwickeln und in den fachverwandten Disziplinen ausbildungs- und studierfähig werden.

    Das ist ein löbliches Ziel, jedoch solltest Du Dich mit der (für mich ebenfalls) unerfreulichen Tatsache anfreunden, dass insbesondere Deine Fächer bei den wenigsten SuS auf Interesse stoßen. In vielen Fällen werden sie sich schwer tun, manche haben schlechte Erfahrungen in diesen Fächer. Die Umgebung befeuert das noch mit "das konnte ich auch nie" und "wofür braucht man das?"

    - Beim Durchlesen einiger Beiträge zum Thema "Referendariat" stellte ich fest, dass für viele Referendare die Kommunikation mit den Fach- und Seminarleitern eine Herausforderung darstellt. Wie habt ihr gelernt, eure Kommunikation so zu verbessern, dass ihr beim Feedback auch versteht, was man von euch haben will? Wie konntet ihr außerdem eure Unterrichtsvorstellungen und Ideen gegenüber euren Prüfern durchsetzen?

    Zunächst sitzen dort Leute, die viel Erfahrung im Unterrichten mitbringen, daher ist mein Rat, das Feedback anzunehmen und Tipps auch mal auszuprobieren, auch wenn sie sich im ersten Step vielleicht komisch anhäören. Ganz schlecht kommt es an, wenn man a la: "Ich hab x-Jahre Erfahrung als Softwareentwickler" ankommt und alle Hinweise in den Wind schlägt. Denn stell Dir vor, jemand käme in Deinen jetzigen Beruf als Quereinsteiger und würde Dir die Welt erklären sollen: Kommt nicht gut an. Deine Erfahrung im Unterrichten ist gleich Null, auch wenn Du schon mal Nachhilfe gegeben hast oder im Sportverein eine Jugendgruppe leitest. Schule ist einfach damit nicht vergleichbar.


    - Wie würdet ihr euch mit eurer heutigen Erfahrung didaktisch auf das Referendariat vorbereiten, wenn ihr zwei Monate Zeit habt? Aktuell habe ich keine didaktischen Vorkenntnisse. Welche Bücher und Ressourcen würdet ihr mir dafür empfehlen? Welche davon haben euer Mindset verändert?

    Mir haben Bücher zum Classroom-Management geholfen. EDIT: zB sowas hier: https://www.cornelsen.de/produkte/99-ti…h-9783589228232


    - Leider habe ich festgestellt, dass meine fachliche Vorbereitung im Fach Physik ebenfalls einige Lücken aufweist, da mein Physikstudium schon 10 Jahre zurückliegt. Bis zur Oberstufe kann ich die meisten Aufgaben verstehen und lösen. Im Abitur sind die Aufgaben allerdings schon relativ textlastig und da musste ich schon länger überlegen, wie man die Aufgabe modellieren und auf eine Lösung kommen soll. Wie kann man die fachlichen Lücken am besten schließen?

    Schnall Dir ein Schulbuch und arbeite das erstmal durch.


    Viel Erfolg!

    Naja, da nur ein Teil der Antworten hilfreich war und der Rest eher nicht, kann der Thread gelöscht werden. :wink_1:

    Dass andere später-Nachlesende die Antworten hilfreich finden können, ist Dir nicht in den Sinn gekommen?

    Ich würde es schön finden, wenn die Kommentare wieder auf meinen Ursprungspost eingehen :')
    Für SuS kommen hier eh nur politisch neutrale Inhalte in Frage. :D

    Ich mache manchmal (wenn von den Klassen gewünscht), eine Einheit vor den Sommerferien zum Thema: Was kostet das Leben? Also sowas wie:

    • Was kommt an Fixkosten nach der Ausbildung auf mich zu?
    • Welche Dinge will ich mir zusätzlich leisten?
    • Wie finde ich eine Wohnung und was kostet sie?
    • Welche Versicherungen muss ich (individuell) für mich haben?
    • Wie werden sich meine Ansprüche in Zukunft eventuell verändern (Kinder, größere Wohnung, Reisen....)?
    • Was muss ich für diese Kosten insgesamt verdienen? --> Meist merken sie, dass das nicht reicht, daher kommt dann mein Werbeblock für Weiterbildungen
    • Welche Anlagemöglichkeiten gibt es?
    • Spezielle Einheit für meine weiblichen SuS: Steuerklassen, finanzielle Unabhängigkeit in der Partnerschaft, gleiche Aufteilung von Erziehungszeiten und Care-Arbeit: Warum ist das so wichtig?
    • Wo bekomme ich Infos zu all diesen Themen, die auch seriös sind?
    • ...

      Macht eigentlich auch allen Spaß, da ich sie nur anleite, Hilfestellung gebe und sie für sich und ihre Lebenssituation alles anpassen und planen können.


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