Beiträge von Sissymaus

    Leute, da habt ihr mich missverstanden. Ich rede davon, dass hier und da mal ein Komma fehlt oder Standard mit t geschrieben wird. Oder das „dass“ nicht immer richtig angewendet wird. Sowas eben. Nicht, dass meine Kollegen keinen geraden Satz formulieren können. Und das trifft auch nicht auf alle zu, begegnet mir aber hier und da mal.

    Sorry. Wollte kein schlechtes Licht auf meine Kollegen werfen.

    Grundsätzlich sehe ich das genauso: ein Lehrer, egal welche Fächer, sollte sich grundsätzlich ausdrücken können und die Rechtschreibung beherrschen.

    Ich habe so viele Maschinenbau-Kollegen, die sich mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung schwer tun. Ich finds auch nicht so schön, ist aber Realität. Und die Schüler überleben es, denn für die sind fachliche Dinge, die sie für die Prüfung benötigen, eher wichtig.

    Deswegen wünsche ich mir nur den Einsatz in Bereichen, bei denen die Bereichs- und Bildungsgangleitung genau so arbeitet. Wir haben nämlich auch einen Kollegen, der gerne Konferenzen mit allen in seinem Bildungsgang unterrichtenden Kollegen abhält die ewig dauern und wenig bringen. Da unterrichte ich zum Glück seit 3 Jahren nicht mehr. (Bildungsgangkonferenzen finden bei uns auch nur durch Repräsentanten der Fächer statt, she hilfreich. In den meisten BG ist das 1-2 Mal pro Jahr.)

    ich stelle auch fest, dass sich viele in meinen Bereich „wünschen“, weil die diese Arbeitsweise schätzen. Geht natürlich nur begrenzt.

    Ich kann sehr wohl die Frequenz von Sitzungen und deren Länge beeinflussen, ohne dass ich meine Pflichtaufgaben verletze. Wenn ich eine Bildungsgangkonferenz mache, habe ich vorher das Protokoll fertig = ich weiß genau, was da zu besprechen ist. Am Ende ergänze ich Absprachen / Abstimmungen und fertig. Diskutiert wird bei mir moderiert und zielgerichtet. Und dann ist das ganze in einer annehmbaren Zeit fertig, ohne viel Gequatsche.

    Ich kann also Länge und Inhalt als durchführende Konferenzleiterin beeinflussen. Und das mache ich auch. Und meine Kollegen schätzen diese kurzen und effektiven und zudem seltenen (!) Konferenzen. I.d.R. mache ich nur eine pro Jahr, alles andere sind kurze Teamsitzungen (10 Min max!), die ich immer mit 2 Sätzen protokolliere. Auf dem Papier sieht das sehr viel aus, in der Praxis ist es genau das, was wir maximal benötigen, um als Team miteinander zu arbeiten.

    Das gleiche gilt für Gesamt / Bereichskonferenzen.

    Ich habe mich auch mal schlichtweg geweigert, als uns 5 Bildungsgangkonferenzen pro Jahr als Pflicht aufgedrückt werden sollten. Die Notwendigkeit war nicht da, also mache ich das auch nicht. Und das meine ich mit: Zusatzaufgaben minimieren im Rahmen meiner Pflicht. Geht alles. Muss man nur machen.

    Kann ich mein Deputat nicht erfüllen, weil ständig jemand meint mich zu unsinnigen Konferenzen einzuladen: Reduziere ich eben an anderer Stelle. Aber nicht an meinem Gehalt. Niemals nie.

    @ Lehramtsstudent
    Es ist bei uns tatsächlich so, dass so viele außerunterrichtliche Tätigkeiten an unserer Schule auflaufen, dass deine Zeitvorgabe mit vollem Deputat und übrigens auch mit leichter Stundenreduzierung nicht zu schaffen ist.
    Stundenermäßigung für Sonderaufgaben gibt es bei uns selten. Neben anderen außerunterrichtlichen Tätigkeiten wie Absprachen in Teams, Routineaufgaben usw. haben wir auch eine Menge Aufgaben, die in dem Bereich Schulentwicklung anfallen. Wobei da ein gewisser Motivationscharakter liegt, weil wir uns aussuchen können, in welchem Arbeitskreis wir mitarbeiten. Motivation ist so lange gegeben, bis man nicht von oben gezwungen wird, das Konzept X zu erstellen.

    Dann reduziere ich aber doch meine Stunden nicht, sondern die Zusatzaufgaben. Ich reduziere, wenn ich ein kleines Kind oder eine Oma zu versorgen habe. Wenn ich mehr Zeit für mich haben will. Wenn ich täglich 5 Stunden mit meinen Hund spazieren gehen will. Wenn ich einfach nur faul rumsitzen will. Aber doch nicht, um mehr zu arbeiten! Für weniger Geld.

    Also echt. Ich muss mich wirklich über sowas wundern.

    Meine Erfahrungen sind anders. In meiner Schule ist es eine sehr kleine Minderheit, die Vollzeit arbeitet, das sind so ca. 10-15 Männer von ca. 120 Kollegen.

    Wir sind eine Ganztagsschule mit vielen Teamsitzungen, Projekten, Nachmittagsunterricht, vielen Aufsichten, usw.

    Dann würde ich erst recht Vollzeit arbeiten. Und dann mal nach der Sinnhaftigkeit der vielen Zusatzaufgaben fragen. Ich schenke dem Dienstherren doch kein Geld!

    Ich bin an die BR abgeordnet und betreue an der Schule Erasmus+ und Einführung Industrie 4.0.
    außerdem habe Ich immer wieder Referendare. Ich habe auch schon diverse Weiterbildungen der BR besucht. Da gibts immer einiges.

    Du bist ja ziemlich neu im Geschäft. Daher würde ich dir raten: Suche Dir einen festen Platz an der Schule. Das ist der erste Schritt für anschließende zielgerichtete Fortbildungen.

    Mit diesen Fächern nimmt Dich übrigens jedes technische BK mit Kusshand!

Werbung