Beiträge von Sissymaus

    Die Begründung finde ich bei erwachsenen Schülern ja nahezu goldig.

    Eine gesetzliche Bestimmung gibt es mWn nicht. Wenn es bisher möglich war an die (Pfingst-) Ferien diese Tage anzuhängen, sollte es doch bei den Weihnachtsferien keine Probleme geben. Was jedoch meine (und Deine!) BR in den letzten Jahre bemängelt hat: Diese Tage sollen der Brauchtumspflege dienen und daher mit regionalen Festen oder ähnlichem zusammenliegen. Bei uns ist es z.B. eine Kirmes mit spätem Feuerwerk. Gibts diese Begründung bei Euch auch?

    Für FH-Bachelor-Absolventen Maschinenbau gibt es ein Programm, das die volle Lehrbefähigung als Ziel hat. Siehe hier:
    KLICK

    Aus der kaufmännischen Ausbildung lässt sich aber nicht das 2. Fach ableiten. Das musst Du in jedem Fall nachstudierten. Aktuell haben wir die Fälle, dass die BR bestimmt, welches Fach Du nachstudierten sollst, wenn da ein Mangel herrscht. Trotzdem wirst Du evtl. später in Wirtschaft eingesetzt, wenn Du mal fertig bist. Wenn Du nicht gerade an einer Wirtschaftsschule landest (was beim Fach MT schwer ist), sollten die Kenntnisse dann auch reichen.

    Bei dem Thema gibt es wie immer zwei Seiten:
    Eine Schule, die einen immer in unmöglichen Zeiten zum Dienst verpflichtet bzw. "belästigt", ohne auf privates etc zu achten.
    Und eine Schule, die in vernünftigem Rahmen und zu vernünftigen Zeiten im Rahmen der Dienstzeit (in NRW 41 Stunden+) mit seinem von ihm bezahlten Personal in Kontakt treten möchte, da das Personal keinen festen Arbeitsplatz hat.

    Meine Schule gehört zum Glück zur zweiten Kategorie. Von daher habe ich keine Bedenken, meine Handynummer herauszugeben.

    Wer hier nach Diensthandy/-telefon schreit, sollte sich mal klar machen, was das heißt. Da ja hier immer nach der freien Wirtschaft geschaut wird: Das heißt auch, dass man damit immer erreichbar ist. Und einfach nicht dran gehen, geht nun mal nicht, sonst ist man seinen Posten schneller los, als man ihn bekommen hat. Ich bekomme solche Anrufe ständig mit, wenn wir im Urlaub sind. Das dürfte sich bei Lehrern ja nochmal schlimmer auswirken, da diese in der Regel keinen angemeldeten Urlaub haben.

    Arbeitet man in der ersten Kategorie Schule, hilft ein Beschluss der Gesamtkonferenz. Bei uns gibt es den für die Vertretungsplaner, damit diese nicht nachts angerufen werden.

    Nun, deine Arbeitszeit geht aber über die Unterrichtszeit hinaus. Ich verstehe, dass es Zeitfenster geben muss, aber dass man sich maximal bereiterklärt, kurz vor dem Unterricht und nachher gar nicht erreichbar zu sein, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    Bei uns ist das zum Glück kein Problem. Meine Schulleiterin hat meine Handynummer. Die ruft bisher höchst selten an. Wenn, dann weiß ich, es ist wichtig. Und wenn ich nicht drangehen kann, lasse ich es.

    Ich denke, dass es in den vergangenen Jahren bei mir keinen Grund zum Klagen gab, dass ich neben Unterricht auch besonders im Bereich Organisation, Prozesse, Verwaltung - da zählt ja auch meine Aufgabe zu - sehr fit und anerkannt sind. Bei „Showstunden“ bin ich - ganz objektiv - vielleicht aber ein wenig nüchterner oder hölzerner.

    Na dann :) Es zählen nicht die UBs allein. Hast Du Dir den Bogen mal angeschaut?

    Ich habe immer versucht, das Beste abzuliefern. Mir war es egal, was die anderen machen. Ich muss selbst zufrieden sein. Und wenn da jemand anderes besser ist, dann ist es eben so. Das muss man dann auch akzeptieren.
    Ich würde nur dann diese Aufgabe abgeben und mir die Arbeit sparen.

    So ein Quatsch! Wer denkt sich denn sowas aus? Und was heißt: klammheimlich beworben? Die Stellen sind bei Stella öffentlich ausgeschrieben und natürlich dürfen sich auch andere bewerben. Auch von anderen Schulen! In meinem RB steht in der Ausschreibung übrigens keine Beschreibung der Tätigkeit. Die wurde in meinem Verfahren auch erst nach der Ausschreibung festgelegt und war nur innenschulisch sichtbar.

    Bewirb Dich und wenn Du besser qualifizierst bist, bekommst Du mehr Punkte. Dazu gehört auch Dein Engagement, dass Du bisher schon Zeit in die Aufgabe investierst. Schau Dir das Bewertungsformular an und liefere 2 saubere Entwürfe und Unterrichtsstunden ab.

    Mh, aber in dem Beispiel haben die Angestellten doch die Festnetznummer an den AG herausgegeben. Du hast ja keine. Wie soll Dich der AG denn dann erreichen? Per Brief? Per Mail? Irgendwie müsste Dich doch die Schule auch mal erreichen können, meinetwegen in einem festgelegten Zeitfenster. Gabs bei Euch da Unstimmigkeiten und häufige Anrufe?

    Bei Azubis in der dualen Ausbildung kann es natürlich auch zu unmöglichen Verhältnissen kommen. Ich habe meist in jeder Klasse einen oder eine, die den Ausbildungsbetrieb wechseln möchte. In vielen Fällen ist das auch verständlich, aber eben kaum machbar. Die nächste Firma fragt sich dann, warum es zu Problemen mit dem Betrieb gab und möchte sich keinen "Ärger" ins Haus holen.
    Ich hatte eine Azubine, die sich ständig gegen anzügliche Sprüche im technischen Büro wehren musste (Mädels sind in der Technik nur zum *** da etc). Der Chef hatte nicht den Arsch in der Hose, seinen Jungs das mal zu sagen. Ich war als Klassenlehrerin oft da und habe versucht, die Sache zu klären. Die Azubine hat dann vorzeitig Prüfung gemacht, nur um da wegzukommen, weil sie keine Möglichkeit hatte, den Betrieb zu wechseln.
    Meine eigene Ausbildung war einfach ein Hohn und keine Ausbildung (bei einem renommierten Unternehmen, der Ausbilder mochte mich anscheinend nicht). Ich hab mir gedacht, dem zeige ich es mit einer perfekten Prüfung und dann haue ich ab. Hat geklappt!

    Trotzdem läuft ein großer Teil in den industriellen Berufen gut. Handwerk kann ich nicht beurteilen.

    Im Grunde ist es so: In abhängigen Ausbildungs- und Arbeitsverhältnissen kann es immer zu Situationen kommen, wo es ungerechte Behandlung oder ungerechtfertigte Bewertung gibt. Das ist in der dualen Ausbildung, im Ruf und auch in anderen Arbeitsverhältnissen so. Das ist mMn nicht auszuschalten. Aber sehr oft läuft es doch ganz vernünftig und fair ab.

    Sissymaus:
    Diese Einstellung finde ich super.
    Mich würde interessieren, wie du auf die Reaktion der anderen auf deine VZ-Arbeit reagierst. Ich muss mich zT schon für meine 3/4 Stelle rechtfertigen.
    Und nochwas: Hast du trotzdem jemals das Gefühl gehabt, die Kinder kommen zu kurz und du müsstest eigentlich mehr Zeit für sie haben?

    Ich habe natürlich oft das Gefühl, dass ich mehr da sein sollte. Moment: Ich korrigiere mich. Ich hatte das Gefühl. Vor allem, als sie kleiner waren. Nun bin ich einfach nicht mehr erste Geige im Leben meiner Kinder. Und das ist absolut ok so. Ich genieße es auch, dass ich einfach Verabredungen treffen kann und nichts wegorganisierten muss, weil er eben auch mal eine Stunde alleine bleiben kann.
    Aber diese Grätsche vollführe ich natürlich immer. Trotzdem bin ich da ein Stück weit egoistisch. ich wusste: Mache ich den Quereinstieg jetzt nicht, dann mache ich es nie. Und bin womöglich immer unglücklich in meinem Job. Das wollte ich für mich nicht. Außerdem ist eine arbeitende Mutter nicht das schlechteste Vorbild für die Kinder, die einfach sehen, dass man Rechnungen hat, die bezahlt werden müssen und dass zum Job ein gewisses Pflichtbewusstsein gehört.

    Wie die anderen reagieren? Ehrlich gesagt gar nicht. Ich habe festgestellt, dass die meisten erstaunt sind, wenn ich von meinen Kindern erzähle. Da ich schon immer Vollzeit und immer viel gearbeitet habe, habe die meisten gedacht, ich wäre kinderlos. Da sieht man, in was für Schubladen Menschen denken.
    Und wenn sie mir mit Unverständnis begeben: Wen juckts? Ich muss mit meinem Leben klar kommen und zwar auch noch, wenn die Kinder längst weg sind.

    Diese Denke impliziert ja auch, dass es den Kindern schlecht geht, nur weil die Mama nicht rund um die Uhr für sie parat steht.
    1. Denkt das beim Papa keiner!
    2. Das fördert die Unselbstständigkeit der Kinder, wenn Mama immer da ist und macht.

    Na, ja Fakt ist aber, dass die Kindererziehung zum Großteil immer noch an uns Frauen hängen bleibt.
    Ich sehe das beim Vater meines Sohnes und bei meiner aktuellen Beziehung.
    Beide wussten/wissen nicht einmal, wie die Kitaerzieherinnen oder die Lehrerinnen heißen.
    Und wenn mein Sohn Fieber hatte, hab ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen und nicht mein Ex oder mein Freund.

    Ich kenne kaum einen Fall, bei dem die Erzieherin oder Lehrerin sagt: Es geht dem Kind nicht gut, wir rufen mal den Vater an.
    Kann auch an mir liegen, aber das bleibt oft leider noch an den Frauen hängen.

    Ja, liegt teilweise an Dir und natürlich an mangelndem Interesse oder an mangelnder Bereitschaft der Männer. Bei uns ist es ähnlich. Ich manage alles. Vielleicht nehme ich meinen Mann zu wenig in die Pflicht, aber ganz ehrlich: Das ist mir zu anstrengend. Hab keine Lust, immer alles zu delegieren. Das kostet mich mehr Mühe, als es selbst zu managen (das habe ich mittlerweile perfektioniert). Wenn er mir dann sagt: Ja, Du kannst mir auch sagen, kauf das und das ein etc., dann sehe ich, dass er das Problem nicht verstanden hat. Der Akt des Einkaufen ist nicht das Problem, sonder der Akt, das Abendessen zu planen oder mir auszudenken, was zum Geburtstag geschenkt oder gekocht wird. Oder eben zu planen, wer wann wo zu sein hat, um das Kind abzuholen.
    https://krautreporter.de/1983-du-hattes…s-fragen-mussen
    Das macht es deutlich.

    Also, ich mag diese Bezeichnung "Fremdbetreuung" überhaupt nicht. Mein Sohn war mit einem Jahr "Vollzeit" in der KiTa. Er hat sich dort toll entwickelt und die KiTa-Zeit sehr genossen und geliebt. Ich habe immer Vollzeit gearbeitet, bei beiden Kindern. Irgendwie kam ich nicht auf Idee, das anders zu machen. Ich war einige Jahre alleinerziehend und musste für mich und meine Tochter sorgen. Das ging nur mit Vollzeit. Und auch später (bin mittlerweile verheiratet und wir haben ein gemeinsames Kind) habe ich Vollzeit gearbeitet, im Grunde aus Selbstschutz: Ich habe in der Familie einen Todesfall gehabt. Die Frau hat seit der Geburt der Kinder 11 Jahre lang nicht gearbeitet. Dann gab einen Unglücksfall und der Mann starb. Sie musste von jetzt auf gleich wieder einsteigen (ging zum Glück) und hatte Existenzängste und musste das plötzlich alles alleine stemmen.

    Außerdem habe ich im Bekanntenkreis oft gesehen, wie scheinbar glückliche Beziehungen / Ehen plötzlich und unerwartet in die Brüche gingen. Ich vertraue meinem Mann, aber ich bin auch realistisch: Falls eine nette Frau daherkommt, die nicht so unbequem ist wie ich, bin ich vielleicht mal abgemeldet. Und dann muss ich klar kommen. Zudem verdiene ich gern mein eigenes Geld.

    Mich nerven Argumente anderer Mütter (!!). Warum hast Du Kinder, wenn Du so viel arbeitest? (oder ähnliches, in allen Variationen schon gehört!) Ich liebe meine Kinder sehr, aber dass ich deswegen riskieren muss, beruflich 30 Jahre lang schlechter dazustehen und den Karriereknick in Kauf zu nehmen, sehe ich irgendwie nicht ein. Meine Tochter war mit 19 aus dem Haus. Da war ich knapp über 40 und hatte noch knappe 30 Jahre Arbeit vor mir. Der Kleine ist 10 und braucht mich auch immer weniger. Ich bin wirklich froh, dass ich meine Arbeit habe und will auf keinen Fall weniger arbeiten.

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