Sicherlich ist eine Prognose schwierig, aber in dem Gespräch kann ganz gut ausgelotet werden, warum jemand Lehrer werden möchte. Macht er es nur, da - ich sage es bewusst übersspitzt - dass er
a) nach Bestehen der Prüfung verbeamtet wird und dann gutes Geld verdient?
und / oder
b) er viele Ferien hat
und / oder
c) er verquere Ansichten vom Lehrerleben hat.
Kann er / sie gut einschätzen, woran er noch arbeiten muss und welche Stärken er hat? Hat er vll. schon in irgendeiner Form Unterrichtserfahrung gesammelt? (Vertretungsstellen, Praktika, ...)
Weiß er, was in den 2 Jahren Ausbildung auf ihn zukommen oder wird schon deutlich, dass er es auf die leichte Schulter nimmt?
Hat er sich wirklich Gedanken darüber gemacht, warum er Lehrer werden möchte oder "will er mal eben Lehrer werden", ohne eine Einschätzung zu haben, welche Aufgaben ihn erwarten.
Welchen Gesamteindruck macht der Bewerber im Vorstellungsgespräch? Trägt er zu sehr auf? Sind seine Ansichten realistisch?
Hat er zwar tolle Zeugnisse / tolle Arbeitszeugnisse, aber leider keine didaktischen Fähigkeiten? Bei den Fragen kann man schon etwas in diese Richtung fragen. Weiß er / sie, welche aktuellen Diskussionen es in Bezug auf die Schule gibt?
Der Seminarleiter muss auch entscheiden, ob er / sie ausbildungsfähig ist.