Beiträge von Sissymaus

    Das du keine Unterstützung beim Einstieg hattest tut mir leid - darf ich fragen, wie du zum Seiteneinstieg gekommen bist? Und - schön, dass ihr eure Seiteneinsteiger heutzutage besser behandelt - vlt hast du ja daran mitgewirkt

    Muss dir nicht leidtun. Ja, ich habe darauf hingewirkt, dass es Änderungen gibt. So wie ich das hatte, war das einfach ungeschickt. Ich mache meiner Schule keinen Vorwurf. Ich war die erste seit vielen Jahren und mit der neuen Ausbildung.

    Du kannst Schulen auch direkt ansprechen. Es wäre zunächst wichtig, dass du die Möglichkeiten für deinen Abschluss in deinem Wunsch-Bundesland herausfindest. Falls mehrere Schulformen in frage kommen, musst du da auch eine Entscheidung treffen. Praktika oder Hospitationen sind eigentlich gern gesehen.

    Wir haben eine Ärztin an der Schule. Sie gibt Gesundheit und Bio.

    Im Seminar hatte ich auch einen. In NRW geht das also an Berufskollegs. Hast du denn Präferenzen, was das Bundesland angeht?

    Bezüglich Seiteneinstieg: da gibts wirklich qualitative Unterschiede:

    1. im Programm selbst (also abhängig vom Bundesland) und

    2. an den einzelnen Schulen.

    Bei uns geht man mittlerweile sehr pfleglich mit Seiteneinsteigern um, das war aber mal anders. Ich selbst hatte null Unterstützung und hab auch ne Weile gebraucht, bis ich kapiert hab, wie der Hase läuft. Aber dass es grundlegend Murks ist, kann man so nun wirklich nicht sagen.

    Ist es möglich seinen Beamtenstatus aufzugeben und ins Angestelltenverhältnis an eine andere Schule zu wechseln?

    Natürlich. Du bist kein Leibeigener.

    Nachteile: Wenn Du grad erst verbeamtet wurdest, sind die Nachteile wahrscheinlich vernachlässigbar. Das wissen wir aber nicht. Hast Du denn mal recherchiert, was die Aufgabe der Verbeamtung in BW bedeutet oder überlässt Du das uns?

    Entweder in Form einer Partnerin/eines Partners, der dafür kürzer tritt, Großeltern, die unterstützen oder die Bereitschaft von euch beiden, eure Kinder ganztätig in die Betreuung zu geben.

    Das finde ich einen interessanten Aspekt. Ich würde immer (auch mit Unterstützung von außen wie Großeltern oder so) zu einer ganztägigen Betreuung raten, wenn beide Vollzeit arbeiten. Und zwar unabhängig von einer Leitungsposition. Wie stemmt man denn Nachmittagstermine, wenn die Kinder nicht betreut sind?

    Das kann ich natürlich nicht beurteilen, ich denke ans allgemeinbildende Gymnasium.

    Frage für deinen Fall: ist die Schule nicht trotzdem für die Theorie zuständig und der Betrieb für die Praxis?

    Das kann man ganz schlecht trennen. In meinem Beruf sogar gar nicht --> praktischer Anteil (CAD-Programm) findet auch in Schule statt. In anderen geht es eigentlich nicht losgelöst davon. Man hat immer den Berufs- und damit Praxisbezug.

    Warum fragst Du? Sehe den Zusammenhang grad nicht.

    A14 ist bereits routiniert und, wenn überhaupt, zwei Mal im Jahr wirkliche Mehrarbeit. Ahne, dass das bei A15 quasi wöchentlich so sein könnte.

    Es ist wirklich stark abhängig von Deinem Arbeitsbereich. Ich habe zB viele Bildungsgänge mit vielen Kollegen und vielen A14ern, die ja auch Aufgaben haben. Das ist wirklich manchmal viel Arbeit, so dass ich nun auch welche "loswerden" musste, weil mir noch ein BiGa zugeordnet werden sollte. Aber es sind eben Phasen, da hat man dann auch mal wieder weniger zu tun.

    Andere haben aber nur einen Bildungsgang und dafür mehr Querschnittsaufgaben. Das ist oft ein gleichbleibendes Pensum, aber meist weniger "Feuerwehraufgaben".

    Jeder hat da andere Vorlieben und ist auch durch anderes gestresst. Wer aber gern seinen Kram macht und viel zu Hause sein will, für den ist es nicht unbedingt der richtige Schritt. Man ist schon deutlich mehr in der Schule, als "normale" Lehrkräfte, auch wenn ich weniger Unterricht hab.

    dass ich überhaupt Stromrechnungen "analysieren" soll, das ist das Beispiel, das du genannt hast. Die Aufgabe ist für mein Empfinden immer Bullshit, egal ob die Stromrechnung aus dem 2003 oder dem 2023 ist. Was soll ich denn da eigentlich "analysieren", das war ja meine Rückfrage an dich. Ich lasse in dem Kontext im Praktikum den Wirkungsgrad verschiedener Elektrogeräte ausmessen und dann kommen wir drauf, dass ein Induktionskochfeld erheblich effizienter ist als eine "normale" Heizplatte und eine LED einen erheblich höheren Wirkungsgrad hat als eine Glühfadenlampe. Welche Konsequenz das für die Stromrechnung hat, kann sich jeder selber denken, das ist eigentlich offensichtlich und muss nicht "analysiert" werden.

    Das fänd ich auch sinnvoll, aber hier wurde das nur genommen, um den Strompreis anhand von kWh zu berechnen. Mir hat sich auch nicht erschlossen, warum das so gemacht wurde.

    Du hast wahrscheinlich Recht, dass es nicht am Lehrplan liegt, sondern an der Ausgestaltung. Wenn ich darüber nachdenke, ist es wahrscheinlich genau das: Nicht was, sondern wie es gemacht wird, ist nicht mehr zeitgemäß.

    Da wäre ich also mal ganz vorsichtig damit, mich zu beklagen, was dein Sohn nicht alles langweilig findet.

    Jaja, ich habs eingesehen :lach: Ist ja gut.

    Ich bleibe aber dabei, dass der LP meines Berufes weiterhin völlig an der Berufsrealität vorbeigeht und die Prüfung erst Recht.

    Du hast ja ganz konkrete Beispiele vor Augen…

    … aber was ist, wenn man den Unterricht anpasst und die Schüler:innen es dennoch „langweilig“ finden?

    Das wird auch wahrscheinlich bei einigen trotzdem weiterhin so sein, wobei ich eben finde, dass man seinen Unterricht auch anders gestalten kann als nur Buchseiten zusammenfassen über das ganze Schuljahr.

    Also bitte, der Lehrplan wurde auch wegen der eingeführten Kompetenzorientierung sehr sehr ausgedünnt. Auch der Umstieg von G9 auf G8 hing damit zusammen. Wir müssen dringend wieder auf das Niveau der 80er kommen, um eine optimale Vorbereitung für das Studium bieten zu können.

    Es gibt nicht „den Lehrplan“. Da du meinen nicht kennst, ist diese Aussage völlig am Thema vorbei.

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