Beiträge von Sissymaus

    Das mit dem Umzug weiß ich, da die nächst gelegene Schule von dem nächst gelegenen Einzugsgebiet 120km von mir weg ist. Sofern mein Erstwunsch berücksichtigt wird. Falls nicht, geht's noch weiter weg.

    Ich bin verwirrt. Diese Aussage verstehe ich nicht. Es gibt keine erreichbare Schule mit Deinen Fächern in Deiner Nähe? Wo bist Du in der Ausbildung zur Schule gegangen? Um welche Bezirksregierung geht es denn? Kannst ja auch per PN sagen. Ich bin selber aus dem ländlichen Bereich und habe trotzdem nicht solche Entfernungen zu schultern.

    Ich habe damals bewusst meinen gut bezahlten Job in einer Führungsposition aufgegeben um Lehramt zu studieren, da es mein Wunsch war / ist Berufsschullehrer zu werden.

    Wenn das so ist, frag ich mich, warum Du Dich jetzt davon abhalten lässt?

    Sämtliche Referendare die ich ebenfalls mit dem Fach Maschinenbau kenne (hier aus der Gegend) bekamen direkt schon von ihrer Schule gesagt, dass Sie im Prinzip kein Bedarf haben, wenn überhaupt ist Elektrotechnik oder Informatik gesucht ist.

    Auf Hörensagen würd ich mal gar nichts geben. Es ist vieles möglich, wenn man jemanden haben will. Zudem gehen zB bei uns in den nächsten Jahren 30 KuK in Pension. Da bereiten wir uns jetzt schon gemeinsam mit der Schulaufsicht drauf vor. Du weisst nicht, warum solche Aussagen getätigt werden. Manchmal stimmt die Chemie auch nicht und das wird als Ausrede genommen.

    Man muss manchmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, aber durch das Ref bekommst Du in jedem Fall einen Fuß durch die Tür an eine Schule, die Dich dann schon mal kennenlernt. Das ist die halbe Miete. Der Mangel ändert sich stetig. Bei uns ists grad Deutsch und Bautechnik. Nächstes Jahr vielleicht Maschinenbau. E-Technik hatten wir Mangel, der ist behoben. Das hat so viel mit Fluktuation und Schülerzahlen zu tun, aber dass Maschinenbauer gar nicht mehr gebraucht werden, sehe ich in den nächsten 15 Jahren eher nicht. Ich würde das Ref auf jeden Fall machen. In die Industrie kannst Du immer noch. Schweinezyklus-mäßig erholt sich die Konjunktur auch wieder und dann wird vermehrt ausgebildet. So viel Mühe und Geld und dann kurz vorm Ziel wegen Gerüchten aufgeben: Das kann nicht ernsthaft Dein Ziel sein.

    Ganz oft lese und höre ich, Seiteneinsteiger seien doch keine richtigen Lehrer. Kann ich nicht nachvollziehen. Wird mit Sicherheit nicht gehen, was Du vor hat....

    Wer sagt das?

    ch denke, auch wenn es eher ein Produkt aus dem Mangel an Lehrern ist; dass es in einem gesunden Verhältnis sehr positiv und bereichernd für alle Beteiligten sein kann.

    Unbedingt! Behauptet jemand was anderes?

    In der Regel gehen Seiteneinsteiger auch äußerst bewusst diesen Schritt. Weil sie gelernt haben, dass sie Lehren können.

    Das eben nicht! Es gibt Seiteneinsteiger, die in der freien Wirtschaft nicht klar kamen und meinen, im Lehramt wird das dann was. Leider haben sie nicht erkannt, dass sie selbst das Problem sind.

    Im Idealfall sollte es so sein, wie Du es schreibst, aber das ist eben nicht immer so. Die Möglichkeit eines Seiteneinstiegs zieht eben auch Leute an, die in ihrem studierten Job versagt haben.

    Weil sie Lust darauf haben, weil sie Erfahrungen gesammelt haben.

    Auch das ist der Idealfall. Trotzdem gibts dann welche, die vormittags Recht und nachmittags frei haben wollen und sich dann zB von einer Konferenz abmelden wollen, weil sie an dem Tag schon 6 Stunden Unterricht hatten.

    Ja, prinzipiell ist es egal. Ich bleibe aber bei meiner Aussage, von der ich mich mittlerweile überzeugt habe: In den meisten Bundesländern und damit einem sehr großen Teil der beruflichen Schulen in Deutschland gibt es keine langen Mittagspausen, also Pausen von mehr als einer halben Stunde

    Kenne ich hier auch so, insbesondere vom gewerblich-technischen Bereich.- Diese sind teilweise aus Lehrwerkstätten entstanden, daher auch die manchmal frühen Anfangszeiten von 7:30 Uhr. In den Betrieben gabs auch keine lange Pause, daher haben sich die Zeiten dort angeglichen.

    Ich hätte vielleicht auch gern so eine Schule wie bei Super-Lion beschrieben, aber wir haben zB keine Mensa, daher dürfen wir solche Zeiten gar nicht machen, selbst, wenn wir es wollten. Es gibt auch keine schönen Aufenthaltsräume (daran arbeiten wir grad), daher wüssten weder Schüler noch Lehrer, wo man die Pause verbringen könnte.

    Außerdem haben wir Abendunterricht und daher gehts dann ab 17:30 wieder los mit Schulbetrieb. Azubis, die gleichzeitig beides besuchen, hätten dann einen echt langen Tag.

    Also: Keine Option für uns, daher nur Pausen von 15-20-15 Minuten und Ende um 14:40 Uhr. So kenne ich auch die meisten gewerblich.technischen BKs im Reg-Bezirk.

    Aber ja, ohne Mittagspause bin ich vollkommen bei dir. Dann muss es mindestens für diejenigen, die durchgängig 8 Unterrichtsstunden haben, wenigstens 2x15 Minuten "echte" Pausen geben.

    Jeder vernünftige Stundenplaner vermeidet sowas. Und ansonsten: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Hier werden wieder Extrembeispiel konstruiert.

    An BKs ohne Ganztagesbetrieb gibts üblicherweise keine Mittagspause.

    Ein Bisschen schon. Ich habe situativ gehandelt. Ob ich das wieder so machen würde weiß ich nicht.

    Welche alternativen Handlungsmöglichkeiten hätte ich gehabt? Ich bin erst seit einem Jahr Lehrer...

    Ist Passiert und würde ich an deiner Stelle nicht wieder machen.

    Du kannst da nicht viel tun, in so einer Situation. Dann hat er eben eventuell einen Vorteil gehabt bei diesem Mal. Beim nächsten mal weißt du Bescheid. Man lernt mit jedem Fall ein bisschen dazu.

    Sowas nennt sich auch Flurfunk. Du glaubst doch nicht dass innerhalb von Schulbezirken sich Kollegen nicht kennen oder?

    Man weiß sehr schnell über die jeweiligen Kollegen Bescheid.

    Naja, das ist genau das, was Quittengelee meint. Eine Vorverurteilung. Das ist auch schlechter Stil, man sollte sich zunächst selbst ein Bild machen. Ich gehe natürlich davon aus, dass fachinformatiker sich dieses bilden konnte und auch versucht hat, den Kollegen zur Durchführung sorgfältigem Unterricht zu bewegen.

    Kommt drauf an. An BKs mit Abendbetrieb, ja. An WBKs mit Vormittags- und Abendbetrieb geht es ebenfalls. Ich habe eine Kollegin, die abgeordnet ist, die eine Zwei-Tage-Woche hat. Ok, sie ist in Teilzeit, aber wäre sie in Vollzeit wäre mit einem ähnlichen Pensum eine 3-Tage-Woche ebenfalls möglich.

    Der Nachteil am BK: Ihr habt 25,5. Wir haben 22.

    Wenn alles komplett den Bach runter geht (Wonach es perspektivisch aussieht), melde ich mich bei dir ;)

    Ich befürchte, du willst nicht aufs Dorf 😅 könnte etwas zu weit weg sein.

    Also, wenn ich den Eindruck habe, der schummelt, dann bleibe ich dabei bzw. würde mir in der SEK II auch nicht einfallen, den Schüler allein im Raum zu lassen. Da hab ich ja gar nichts mehr unter Kontrolle. Spickzettel, 2. Handy, Knopf im Ohr. Wenn die Arbeit so konzipiert ist, dass man Schummeln kann (und das ist ja meistens der Fall, da eigentlich immer aus AFB 1 Teile dabei sind), dann lasse ich den Schüler nicht allein.

    Was mich irritiert: Finde nur ich es merkwürdig, Schüler zu bitten, Oberteile hochzuziehen? Egal ob Verdacht auf Täuschung oder nicht.

    Ich kenne übrigens keine Schule, in der KuK, die acht Stunden durchgehend Unterricht haben, auch noch vor und nach dem Unterricht halbstündige Aufsichten führen müssen. Überhaupt ist mir keine weiterführende Schule bekannt, an der KuK zweimal an einem Tag Aufsicht haben.

    Aber bei dir ist ja immer alles anders als bei anderen... ;)

    Die dürfte es auch nicht geben. Außer im Plattyversum.

    Ganz praktisch bedeutet das bei uns gerade, dass das Kollegium sich im Großen gegen die Einführung neuer Konzepte (z. B. digitale Klassenbuch, Schulapp) stellt und die Verwendung von eigenen Geräten klar abgelehnt wird (ca 10% verwenden ihr eigenes Gerät).

    Logische Konsequenzen absolut richtig so!

    Aber die haben für mich nichts mit dem Digitalpakt zu tun. Es gibt Dienstgeräte, ob man die als ordentlich bezeichnet, ist die Frage. Viele arbeiten damit, ich kann es nicht, weil unser Server z.B. darüber nicht zu verwalten geht, was aber an der Art der Festlegung der Programme und nicht dem Gerät liegt.

    Gut, dann bezahlt sie eben jemand aus einem anderen Topf. Ihr habt also keine Dienstgeräte, die für Eure Zwecke passend sind und auch kein Unternehmen, dass die Sachen ordentlich wartet und einstellt. Und das nennst Du erfüllte Mindestvoraussetzungen?

    Ich sehe das gänzlich anders, hab ich auch schon oben gesagt. Pakt xyz ABC 1.0 2.0 3.0 nützt Nullkommanix, wenn der Rest nicht bedacht wird. Und das sieht man an Deinem Beispiel sehr gut. Geräte für die Tonne, Installationen für die Tonne. Verbranntes Geld! Und Du verteidigst das auch noch.

    Wieso damit zufrieden geben, das ist für uns deutlich mehr als die Mindestvoraussetzung und entspricht genau dem, was wir brauchen.

    Was sollten wir mehr fordern?!?
    Etwa Tablets für jedes Kind? Nee, in der Grundschule nach unseren Erfahrungen während Corona eine schlechte Idee, dann lernen sie nie richtig schreiben.

    Mindestvoraussetzung wäre für mich ein funktionierendes WLan und ordentlich Dienstgeräte für das Lehrpersonal. Wo hab ich was von Tablets geschrieben?

    Und das alles willst du im SLQ in 104 Stunden (inkl. praktischer Übung!) vermitteln?

    Na klar. ist doch keine Raketenwissenschaft. Da sitzen doch Hochschulabsolventen. In der freien Wirtschaft wirst du auch nicht wochenlang geschult, nur weil du Personalverantwortung bekommst. Mein Mann war auf keiner Fortbildung, hat aber mehr Personalverantwortung als so mancher Schulleiter. Und auch mehr Handhabe!

    Wenn die SL rechtlich nicht weiterweiß, kann sie sich auch noch gut bei der Schulaufsicht absichern.

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