Bücher zur Vorbereitung auf die Arbeit als Berufsschullehrer in BaWü und Hessen (Physik (vor Allem) und Metalltechnik (hier weniger wichtig))

    • Bücher zur Vorbereitung auf die Arbeit als Berufsschullehrer in BaWü und Hessen (Physik (vor Allem) und Metalltechnik (hier weniger wichtig))

      Hallo, liebe Foristen,

      da ich Berufsschullehrer im Direkteinstieg werden möchte, möchte ich mich auf das Unterrichten schon mal vorbereiten.
      Dazu brauche ich Bücher. Diese sind aber schwer zu finden, weshalb ich Sie um die Nennung von relevanten Buchtiteln bitte :rose: .

      Es geht um die Fächer:

      1.Physik (Unterrichtsfach).- Physik interessiert mich erstmal am meisten.
      und
      2. Metalltechnik (= berufliche Fachrichtung, also ein Fächerkanon und kein Unterrichtsfach)

      Ich komme als Direkteinsteiger und Ingenieur wohl für verschiedene berufliche Schulzweige in Frage, also neben der Berufsschule auch Berufsfachschule, Berufsaufbauschule, Fachoberschule, und eventuell Berufskolleg (nicht im Sinn von berufliche Schulen, wie in NRW, sondern zur Erlangung der FH- Reife).

      Bitte empfehlen Sie mir Lehrbücher (für Schüler) und Aufgabenhefte, vor Allem für Physik, die derzeit genutzt werden. Danke :aufgepasst: .
    • Weißt du denn schon, an welcher Schule du unterrichten wirst? Wenn ja, dann ruf doch mal an und frag nach, mit welchen Lehrbücher an dieser Schule und in den jeweiligen Schulzweigen gearbeitet wird. Bzw. Frag im Seminar nach.

      Auf Amazon findet man Lehrbücher (gegliedert in Lernfelder). Ob dir die nützen, kann ich nicht beurteilen.
      Teacher - a person who helps you solve problems you'd never have without them.
    • Willinit schrieb:

      Hallo, liebe Foristen,

      da ich Berufsschullehrer im Direkteinstieg werden möchte, möchte ich mich auf das Unterrichten schon mal vorbereiten.
      Dazu brauche ich Bücher. Diese sind aber schwer zu finden, weshalb ich Sie um die Nennung von relevanten Buchtiteln bitte :rose: .

      Es geht um die Fächer:

      1.Physik (Unterrichtsfach).- Physik interessiert mich erstmal am meisten.
      und
      2. Metalltechnik (= berufliche Fachrichtung, also ein Fächerkanon und kein Unterrichtsfach)

      Ich komme als Direkteinsteiger und Ingenieur wohl für verschiedene berufliche Schulzweige in Frage, also neben der Berufsschule auch Berufsfachschule, Berufsaufbauschule, Fachoberschule, und eventuell Berufskolleg (nicht im Sinn von berufliche Schulen, wie in NRW, sondern zur Erlangung der FH- Reife).

      Bitte empfehlen Sie mir Lehrbücher (für Schüler) und Aufgabenhefte, vor Allem für Physik, die derzeit genutzt werden. Danke :aufgepasst: .
      Wie du selbst festgestellt hast, sind die beruflichen Schulen sehr heterogen. Wie schon xwaldemarx schrieb, kann dir hier die Schule am besten weiterhelfen, wenn es um die konkret verwendeten Bücher geht. Sonst kann ich dir einfach einige der bekannten Standardlehrbücher für Physik auflisten, die sind in jedem Fall als Ideenquelle nicht schlecht, auch wenn du in der Klasse nicht damit arbeitest bzw. arbeiten kannst ... in Metalltechnik kenne ich mich nicht aus.

      Die Verlagslinks sind entweder allgemein oder für Baden-Württemberg, du kannst aber Filter nach Bundesländern, Schularten usw. dort einstellen. Es gibt aber auch noch mehr Reihen, da musst dich bei den bekannten Verlagen durchklicken...

      verlage.westermanngruppe.de/sc…he/DBPH/Dorn-Bader-Physik
      klett.de/produkt/lehrer/bundesland-1/schulart-20/fach-60
      verlage.westermanngruppe.de/sc…he/METZPHY/Metzler-Physik
      cornelsen.de/lehrkraefte/reihe…68/titel?back_link=search
      duden-schulbuch.de/home/1.c.3359969.de/lehrwerke-physik

      Sehr empfehlenswert ist übrigens die Reihe "Physikalische Schulexperimente", die Beschreibungen (mit Bildern) sind sehr praxisnah:

      cornelsen.de/lehrkraefte/reihe/r-5202/ra/titel

      Ebenfalls sehr empfehlenswert als Quelle für Freihandexperimente im Unterricht ist das hier:

      friedrich-verlag.de/shop/physi…freihandexperimente-62535

      Viel Erfolg!
    • @xwaldemarx:

      Nein, ich weiß noch nicht, wo ich anfange. Ich suche noch eine Stelle (mal gucken, wo es im laufenden Schuljahr losgeht; ich las von Einstellungen zum Januar).
      Werde wohl mal in den Schulen, bei denen ich schon eingeladen war, fragen, oder in Seminaren (diese wähle ich mir frei aus; ich habe noch keine Adressen. in Baden-Württemberg gibt es vier Regierungspräsidien, aber eher mehr Seminare als vier (?). Wie gesagt, ich versuche, Adressen zu beschaffen). Danke.

      @Philio:

      Dann habe ich jetzt einen Begriff von den Standardwerken. Mir fiel auf, dass Bücher öfter für "Sekundarstufe II" bestimmt sind. Ich nehme an, damit ist hier Gymnasium gemeint.

      Danke für Deine Ratschläge und Links. Es scheint mir auch sinnvoll zu sein, sich auf die Experimente extra vorzubereiten. Kann ja sein, dass man sich mit den vorhandenen Lehrmitteln (Experimentaufbauten) erst noch anfreunden muss; sie könnten teilweise älter und auch mal defekt sein, wie ich las. Deine Recherche und Antwort hat mich sehr gefreut!
    • Willinit schrieb:

      Dann habe ich jetzt einen Begriff von den Standardwerken. Mir fiel auf, dass Bücher öfter für "Sekundarstufe II" bestimmt sind. Ich nehme an, damit ist hier Gymnasium gemeint.
      Üblicherweise ist in Lehrbüchern damit die gymnasiale Oberstufe gemeint. Definitionsgemäss gehören die berufsbildenden Schulen zwar offiziell zur Sekundarstufe II, aber was den tatsächlich zu lehrenden Stoff angeht hat man (verglichen mit dem "normalen" allgemeinbildenden Gymnasium) je nach Schulart oft eine Mischung aus Sek I und Sek II Stoff (z.B. Eingangsklassen im beruflichen Gymnasium etc.). Für die Schulbuchverlage ist diese Differenzierung aber oft zu komplex ;)

      Was die Experimente angeht: Das Experiment ist dein Freund :) Tipp: Versuche, soweit möglich immer ein Experiment zu bringen und reine Theoriestunden soweit es geht zu vermeiden. Das gilt ganz besonders für reine "Kreide und Tafel"-Stunden - falls du solche als Schüler erlebt hast, weißt du, was ich meine. Wenn es unbedingt reine Theorie sein muss, versuche, sie die Lernenden selbst erarbeiten zu lassen (das geht natürlich nicht immer).

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Philio ()

    • Danke für Deine Darlegungen und Deine Empfehlungen betreffend Experimente.
      Die Einblicke in die Nomenklatur (also Sekundarstufe I,II,...) habe ich als Quereinsteiger noch nicht gehabt (in die theoretische Einteilung schon, aber nicht in die praktische Benennung, also was usus ist).

      Ich greife zu Beginn weitgehend auf meine eigenen Erfahrungen als Schüler zurück. Eine Physikstunde, wo man nur Theorie von der Tafel abschreiben muss, bleibt logischerweise viel schlechter hängen (beziehungsweise der Stoff), als ein Experiment. Es vergrößert die Chance, schon in der Stunde etwas zu verstehen, wohingegen man reine Theorie oft entweder bei der Hausaufgabe oder erst beim Lernen für die Klassenarbeit versteht.

      Oft genug versteht man die reine Theorie gar nicht, weil man zur Klausurvorbereitung gleich Übungsaufgaben macht (dann kann das sein), und da ist es allemal besser, wenn man es per Experiment vorgeführt bekam.

      Also: nochmal Danke für Deine Tipps für einen absolute Beginner (außer Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe geben und Erklären unter Kommilitonen)! Bis es losgeht, gebe ich noch Nachhilfe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Willinit ()

    • Ich weiß nicht, ob es was bringt, wenn Du Schulen anrufst und sie nach den eingesetzten Büchern fragst.
      Du weisst weder, an welcher Schule Du landest, noch in welchen Bildungsgängen Du dann eingesetzt wirst. Ich kann mir schon vorstellen, dass Physik im beruflichen Gymnasium Fachrichtung Technik/Maschinenbau andere Schwerpunkte setzt als Physik/Naturwissenschaften in einer Arbeitsvorbereitungsklasse.

      Auch in der beruflichen Richtung Maschinenbautechnik ist das nicht anders: Wirst Du bei den Werkzeugmechanikern in Lernfeld 11 eingesetzt oder bei den Anlagenmechanikern Kälte-Klima? Das sind grundlegende Unterschiede (auch in der Literatur). Du kannst Dich schlecht durch alle Lehrwerke durchackern.

      Mein Tipp: Lese lieber ein bißchen was von modernem Unterricht. ZB über das kooperative Lernen von Brüning/Saum.
      amazon.de/Erfolgreich-unterric…fRID=F36CKFYTWJZJCF0B0YYP
      Hat mir persönlich gut geholfen, meinen Unterricht anders aufzubauen.

      Und den Rest lässt Du einfach auf Dich zukommen bzw. startest den Aktionismus, wenn Du weisst, wo Du landest und was Du unterrichten sollst.
    • Danke für Deine Buchempfehlung. Die Kritiken sind ja so gut, dass das ein Must-Have zu sein scheint.
      Ich kannte zudem das Thema selbst nicht.

      Ich bin mit Deiner vorgeschlagenen Strategie d'accord. Das haben auch meine Fragen (beziehungsweise die Antworten) in den Vorstellungsgesprächen ergeben. Man sagte mir, ich solle mir keine Sorgen betreffend die Einarbeitung in den Stoff selbst machen. Man bejahte auch die Frage, ob es die Möglichkeit gibt, dass man mir dann die Lehrbücher zur Verfügung stellt (ich gehe ausdrücklich nicht darauf ein, wie man/ frau (und ich selbst) das genau macht, denn die Bücher sind ja für die Schüler reserviert. Es wird nichts veruntreut oder zweckentfremdet). Das ist also kein Problem für einschlägig Vorgebildete beziehungsweise im Fach Ausgebildete wie mich.

      Ein Physikbuch möchte ich aber noch kaufen, damit ich den Stoff vor einem Unterrichtsbeginn vorbereiten kann (mir ist klar, dass noch weder Schulform noch Bundesland, oder, wie Du schriebst, der Ausbildungsberuf raus sind). Ich sammle außerdem die Tipps auf einer Literaturliste für den Erfolgsfall. Ich bin sicher froh, so viel wie möglich erledigt zu haben, wenn es erstmal (nach Umzug) mit dem Direkteinstieg (falls es Baden-Württemberg wird) los geht. Du hast etwas Vergleichbares ja hinter Dir (mir wäre ein normales Referendariat übrigens lieber, aber das gibt's hier nicht für Spätberufene dieser Art).

      Bin momentan noch mit Bewerben ausgelastet, weil ich mich für verschiedene Bundesländer interessiere. Da hat man zu tun, aber das haben ja derzeit alle Beschäftigten (Menschen ohne Job auch teilweise, aber Vollzeit arbeitende Leute sind sicher meist voll ausgelastet, weswegen ich mit einem >>Danke!<< schließen möchte).

      Es freut mich sehr, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, zu antworten.