Beiträge von Philio

    Akutelles aus der Schweiz (PK mit dem Bundesrat und Daniel Koch, Leiter BAG läuft gerade noch):


    Die Intensiv-Betten sind bereits zu 80 % belegt (gibt nämlich noch andere Kranke ausser Corona-Infizierte, wer hätte das gedacht ...), die Lage im Tessin ist dramatisch. Man kann die Leute nicht in andere Kantone verfrachten weil sie nicht mehr transportfähig sind. Jetzt wird Material z. B. aus Zürich auf schnellstem Weg ins Tessin runtergekarrt. Daniel Koch hält eine generelle Ausgangssperre nicht für sinnvoll, die habe in Italien bislang auch nicht sehr viel Wirkung gezeigt (stimmt übrigens, man werfe nur einen Blick auf die Zahlen). 3888 bestätigte Infektionen, 36 Todesfälle (davon die meisten im Tessin).

    Habe mal etwas mit den Infektionsdaten (Anzahl Infektionen gemäss BAG) rumgespielt, die lassen sich schon ziemlich gut an eine Logistische Kurve anfitten - die Sättigung hat allerdings mit den 3888 von heute einen Sprung auf etwa 6100 gemacht (gestern war sie noch bei etwa 4400). Der Wendepunkt war nach diesen Daten vorgestern und die Sättigung wäre in etwa 10 Tagen erreicht... Mal sehen...

    Nöö, aber statt diesen seltsamen Aktionen hätte ich schon ein paar konkrete Ideen:

    • Fernflugreisen aus "Spaß" (worunter auch der Urlaub fällt) verbieten
    • Ölheizungen verbieten
    • Pendlerpauschale abschaffen, im Gegenzug die Steuer auf Benzin und Diesel verdoppeln
    • Die "Fehlbelegung" von Einfamilienhäusern mit 1-2 Personen verbieten (Wohnraum-Beheizung ist einer der größten CO2-Produzenten)

    Nur ein paar Ideen für den Anfang, aber Habeck hat das vielleicht alles schon auf dem Plan.


    Gruß !

    Auch wenn es politisch inkorrekt sein sollte: Kernenergie fördern. Aber nicht das alte Zeugs, dass da bei uns noch rumsteht, sondern Reaktoren mit dem Design und der Technik des 21. Jahrhunderts. Neulich hatte ich mir aus Langeweile die Netflix Miniserie über Bill Gates angesehen, in einer Folge ging es darum. Von Glorifizierung und Personenkult in der Serie mal abgesehen glaube ich schon, dass da technologisch noch viel zu holen ist - aber das ist, wie qualitativ hochwertige Bildung, eben nicht umsonst zu haben und braucht viel Geld, politischen und gesellschaftlichen Willen.

    Wir verwenden Moodle im Unterricht, für die Lernenden werden Hausaufgaben und Prüfungstermine im Kalender eingetragen. Außerdem stelle ich ihnen Material zur Verfügung, Musterlösungen, Links zu Videos oder Internetseiten usw. Die anderen Funktionen wie das Wiki oder das Multiple Choice benutze ich gelegentlich, aber selten.


    In der Schulorganisation verwenden wir Outlook, die ganze Terminplanung läuft darüber.

    Ja, wenn c&p nicht geht weil der Text nicht erkannt wird, dann OCR über das PDF laufen lassen und dann nochmal versuchen. Funktioniert zuverlässig und ist viel günstiger als ein Konverter oder Adobe Acrobat.
    Open Source Konverter sind für PDF als Quelle kaum zu gebrauchen. Pandoc ist da ein Projekt, das ich vor ein paar Jahren mal ausprobiert habe... der Output war eher mäßig. Aber vielleicht funktioniert es inzwischen besser.

    Basteln = nach meinem Verständnis praktische Beschäftigung mit einem Thema, bei der die Hände benutzt werden um im weiteren Sinne etwas herzustellen. Ich hatte @Wollsocken80 so verstanden, dass sie das in Schülerprojekten macht bzw. machen lässt und einige ihre Schüler basteln eben nicht mögen. Daraufhin hatte ich festgestellt, dass ich auch in letztere Kategorie gehören würde - eben zu einer Gruppe von Schülern, die man mit einem solchen Angebot nicht „abholen“ könnte. Weiterer Tiefsinn war damit nicht beabsichtigt.

    1. Ein Doppelfachstudium wie in Deutschland ist in dieser Form in der Schweiz nicht vorgesehen. Hier müsstest du wohl einerseits zur Studienberatung und anderseits zur entsprechenden deutschen Behörde, wenn du alle Bedingungen unter einen Hut bringen willst.


    2. Ja, man kann schon nach dem Bachelor anfangen. Die PHs raten allerdings davon ab, denn der Arbeitsaufwand ist hoch, nicht zu vergessen die Logistik. Alle, die ich kenne, waren schon mit dem Master fertig als sie an die PH sind.


    3. Wenn ich mich richtig erinnere, so um die 60 Lektionen pro Fach, inkl. Nachbesprechung. Sollte aber in den Studienbedingungen stehen.
    Du kannst aber auch schon Lehrerfahrung vor dem Abschluss sammeln - viele unterrichten schon parallel zu PH Studium. Hatte ich auch gemacht, 50% Unterricht, 50% PH (das dauerte dann entsprechend 2 Jahre).

    Für das Lehrdiplom musst du, wenn du den Master hast, ein separates Studium an einer PH machen - in deinem Fall wäre das die PH Zürich. Dieses Studium umfasst 60 ECTS und beinhaltet nur Erziehungswissenschafts- und Didaktikmodule, sowie auch ein Erfahrungspraktikum was in etwa der „Lehrprobe“ entspricht. Danach bist du fertig ausgebildete Sek 2 Lehrerin.


    Wenn du später in Deutschland unterrichten willst, musst du das Lehrdiplom auch in zwei Fächern machen (in der Schweiz kann man auch nur mit einem Fach Sek 2 unterrichten) und entsprechend ECTS im zweiten Fach haben. Anerkennung ist in der Tat Ländersache, aber da 60 ECTS umgerechnet kürzer als ein Ref in Deutschland sind, verlangen die deutschen Behörden noch Berufspraxis - zumindest in BW ist das so.

    Und wer schrieb von "nichts"? Jeder Mensch interessiert sich für irgendwas. Manchmal interessieren sich Pubertierende aber einfach wirklich für gar nichts, was an der Schule läuft. Dann wird's eben problematisch.


    Wenn Du den restlichen Text auch zitierst, beantwortet sich die Frage von selbst. Motivation kommt nicht, in dem man ein vermeintlich tolles Projekt anbietet, das man vor allem als Lehrer interessant findet. Es liegt nicht an den Methoden, es liegt zumeist an den Inhalten und den irrsinns Spielraum hat man da nunmal als Lehrperson nicht. Precht und viele andere Klugscheisser müssten einfach mal akzeptieren, dass nicht alle Jugendlichen dieser Welt Häuser und Motoren bauen wollen. Bei meinen Jugendlichen ist es meistens noch so, dass sie es irgendwie lustig finden, sich mit einer Sache praktisch zu beschäftigen. Interessanter wird's dadurch aber auch nicht. Und ja, ich habe auch die, die wirklich überhaupt nichts basteln wollen. Dafür wollen sie vielleicht was musizieren nur kann ich das eben nicht anbieten. In meinen Unterricht müssen sie aber trotzdem kommen.

    Immerhin hat mich dieser Thread und dein Beitrag zu der Erkenntnis gebracht, dass sich meine Motivation in einer Hinsicht über die Jahrzehnte nicht grundlegend geändert hat: Ich wollte schon als Jugendlicher überhaupt nichts basteln und will es auch heute nicht. Danke dafür! :)

    Wie ging nochmal der uralte Witz?
    Mathematik ist an der Uni der zweitgünstigste Fachbereich - man braucht dort nur Papier, Stifte und Papierkörbe. Philosophie ist noch günstiger, da braucht man nur Papier und Stifte. :P

    Einen Desktop-PC besitze ich schon seit etwa 20 Jahren nicht mehr. Ich habe nur noch Notebooks und (seit es die gibt) Tablets. Für mich persönlich ist Mobilität das wichtigste Kriterium, aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Ich arbeite auch selten an einem festen Platz und gerne mal auf dem Balkon ;) Aber ja, auch von mir: Egal welches Gerät, auf keinen Fall ohne SSD.

    Zu meiner Schulzeit wurden auch die „üblichen Verdächtigen“ Erlkönig, Zauberlehrling & Co. wochenlang durchgenudelt... gottseidank wurden mir dadurch Gedichte nicht verleidet, ganz im Gegenteil. Heute gibt es ja so viel schöne und aktuelle Lyrik, auch abseits des fast schon omnipräsenten Jan Wagner. Gedichte müssen ja nicht zwingend Jahrhunderte gelagert werden, bis sie gut werden - man kann sie auch ganz frisch geniessen ;)

    Lederrucksäcke sind wahrscheinlich auch unbefüllt vergleichsweise schwer und haben vermutlich nicht den Tragekomfort a la Deuter & Co. (hatte aber auch noch nie einen aus Leder). Was die Standfestigkeit angeht, der Punkt könnte wirklich an das Lederprodukt gehen. Wobei ich meinen Rucksack (auch Deuter) immer auf den Boden stelle bzw. an einen Tisch anlehne. Auf den Tisch nehme ich ihn nur kurz zum Ein- und Auspacken.

    Ich muss Fortbildungen besuchen, das ist per Verordnung festgelegt (auch der Mindestumfang). Kann mir aber frei aussuchen, welche - ich reiche das dann ein und meistens wird es auch genehmigt. Wenn sie nicht zu teuer ist, wird die Teilnahmegebühr von der Schule übernommen. Spesen kann ich in gewissem Umfang auch abrechnen. Wenn es eine wichtige Fortbildung ist, wird sie auch (mit Vertretung) genehmigt, falls sie auf einen Unterrichtstag fällt.

    Kann noch ein bisschen mehr zum Promovieren sagen. Tatsächlich hat keckks den Nagel auf den Kopf getroffen. Wobei es bei mir ein bisschen anders war - geforscht habe ich gerne. Allerdings habe ich während meiner Promotionszeit über mich herausgefunden, dass ich zwar ein passabler Problemlöser, aber kein guter Problemerfinder bin. Sehr viel Zeit ging dafür drauf, überhaupt zu überlegen, was ich tun könnte - in einem sehr kompetitiven Umfeld mit Konkurrenten, die über deutlich mehr Know-How und Ressourcen verfügten als ich. Quasi als Outsider habe ich damals aus Interesse eine neue Forschungsrichtung am Lehrstuhl im Alleingang etabliert, mit Unterstützung von Arbeitsgruppen an anderen Unis. Hoffnungslos naiv, rückblickend betrachtet. Aber was tut man nicht alles aus intrinsischer Motivation ;)

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