liedeinführung -orff-begleitung....

  • morgen


    hab damal ne frage...ich soll am mittwoch meine erste musik stunde als referendarin halten und bräuchte da jetzt mal noch eure hilfe.


    bis jetzt hab ich folgendes geplant:


    1.lied in eine geschichte verpacken und so den text und melodie vermitteln


    2.kinder aus der flötengruppe spielen die melodie mit


    3.die restlichen kinder sollen die grundharmonien (immer einen takt lang) auf glockenspiel, xylophon,... spielen. allerdings können die noch ned alle noten lesen...hmmm


    4.die tieferen stabspiele sollen weiter die basslienie spielen


    5.die sopranstabspiele sollen sone art nachschlag spielen (immer auf die 2 3 4 des taktes)


    meine frage jetzt.... wie mache ich das denn am besten, weil ja noch nicht alle notenlesen können und wie übe ich den nachschlag mit den restlichen ein, ohne dassdie "basskinder" gelangweilt sind?


    wär ganz toll,wenn ihrmir ein paar tipps geben könntet.


    grüßle, mellie


  • Also, ich will hier jetzt keine Panik verbreiten, aber meiner Meinung nach ist diese Stunde VIEL zu voll.


    Was ist das für eine Klasse und haben die Kinder so viel Vorerfahrung auf dem Xylophon und im Ensemblespiel, dass die sowas gebacken kriegen? Wieso fragst du, wie du ihnen das ohne Notenkenntnisse beibringen sollst? Wie hast du (oder die Musiklehrerin) das denn bisher gemacht?
    Wie viele Harmoniewechsel gibt's denn da? Fliegen da nicht die Kinder reihenweise raus?


    Was ist das für ein Lied? Lernt man das mal eben in den ersten 10 Minuten? Soll das dann am Ende alles parallel passieren=singen plus Begleitung?


    Wie fit sind denn die Flötenkinder? Spielen die das mal eben gemeinsam vom Blatt? Wenn nicht-weglassen....


    Meine können auch keine Noten lesen. Die spielen nach Buchstaben, die auch auf den Instrumenten zu sehen sind. Ich male dann immer das Instrument von oben an die Tafel und lasse die nicht benötigten Töne weg. Dann schreibe ich noch die Tonfolge an und singe vor, was zu spielen ist. Kann man sich irgendwas bewegungstechnisch gut merken (z.B. rechts rechts links links), dann betone ich auch das noch. Außerdem spiele ich es auch vor.


    Die Basskinder könnten zur Übung den Sopranrhythmus leise mitklatschen. Wenn sie ganz sicher sind, dann können sie auch ihren Part spielen, während die Sopräne üben. Aber eigentlich würde ich den Sopranpart weglassen oder als didaktische Reserve einplanen. Oder pack ihn in die nächste Stunde. Wie bringst du den Sopränen die leere 1 bei? Sprechrhythmus? In die Luft schlagen? Oder...


    Rechne mal durch, wie viele Minuten du für die verschiedenen Teile eingeplant hast. Wo ist deine Festigung/Sicherung/wasauchimmer? Hast du bedacht, dass das Organisieren (wer spielt welches Instrument..) auch Zeit kostet?

  • Ups. Ich hatte irgendwie gedacht, das wär ne Stunde für einen Unterrichtsbesuch. Ist aber nur deine erste Stunde, oder? Dann brauch ich ja doch nicht in Panik verfallen, hehe.
    Dann kannst du ja einfach mal ausprobieren und gucken,wie weit du kommst...

  • Finde deine Stunde auch ein wenig voll. Auch wenn es kein Unterrichtsbesuch ist, solltest du gerade, wenn du das "übernimmst" und die Kinder zum ersten Mal mit dir arbeiten, nicht direkt mit vollspeed durchdonnern, sondern es langsam angehen.
    Können die überhaupt schon den Notenschlüssel? Sonst versuche es doch damit. Erst den Notenschlüssel erklären und malen lassen hierzu schönes und lustiges AB erstellen mit schrittweisen Ansichten des Notenschlüssels), dann fragt man,warum der Notenschlüssel auch "g-Schlüssel" heißt...(Erkenntnis Note G), dann was die Kinder sonst noch für Noten kennen. An der Tafel anmalen (AB rausgeben). Dann kannst du noch ein lustiges Notenratespiel machen (je nachdem wie fit die Kleinen sind, entweder mit Tonleiter an der Tafel oder ohne). Je ein Kind soll eine Note malen und die anderen sollen diese benennen. Das hat meinen Kindern total Spaß gemacht. Sie fühlten sich dann auch direkt bestätigt, da sie schon a) zeichnen konnten und sie b) auch schnell gelernt hatten.


    Versuchs mal... und toi toi toi
    Cori

  • hey



    keine panik,is wirklich meine erste"probierstunde". hab mich auch mehr oder weniger selbst dazu gemeldet, weil ich das auch einfach mal mit den orff-instrumneten ausprobieren wollte.


    meine mentorin hatte bisher wenig zeit und deshalb hat sie meine fragenach den notenkenntissen der schüler ziemlich schnell mit "das können nur ein paar"beantwortet.


    die flötenkinder haben das liedchen allerdings schon in ihrer gruppe eingeübt, von daher denke ich,dass des nicht gaaanz so groß is, des problem.ein bissel bammel hab ich aber trotzdem...



    ich denke,dass ich zuerst noch so notenkunde mache, des wäre der mentorin eher ned so recht
    dankschön für die ideen

  • Hallo!
    Ganz unabhängig davon ob das eine Versuchsstunde oder ein U-Besuch ist, ist die Stunde zu vollgepackt. Das geht mit den allerwenigsten Klassen, dass man das Lied und die Begleitung in einer Schulstunde hinkriegt.
    Langweilig wird es wahrscheinlich nicht den Kindern mit den Bassstäben, sondern denen mit den Flöten. Du schreibst, dass sie das Lid schon kennen. Das heißt sie lernen vordergründig nichts neues in der Stunde. Dass sie natürlich das Zusammenspiel üben und doch was lernen, ist für die Kinder erst mal nicht greifbar.
    Entweder du fängst nur mit der Begleitung an und wenn die gut klappt kannst du die Melodie auf dem Klavier (o.ä.) dazu spielen, solange bis die Schüler den Ablauf im Kopf haben. Dann kannst du die Flöten dazu nehmen. Wenn du sie vorher dazunimmst, dann würde ich an deiner Stelle mit einer Flöte erst mal mit der Gruppe mitspielen. Zumindest bei den ersten Durchgängen. Du kannst auch zuerst Bassstäbe, dann Flöten dazu, dann gemeinsam die beiden Gruppen. Und während die Kinder alleine weiterüben, kannst du mit den Übrigen proben. Das ist allerdings heikel.
    Ob die Kinder Noten lesen können ist unerheblich. Du schreibst einfach unter die Noten die Buchstaben drunter, der der sie braucht nutzt sie, die anderen nicht. Wichtig ist eher der Rhythmus zur Melodie. Auch einen absolut gleichmäßigen Rhythmus ist für ungeübte Klassen ganz schön schwer.
    Natürlich kannst du auch erst Text und Melodie erarbeiten. Je nach Lied geht aber nicht mal das in einer Stunde, so dass es wirklich gut klappt.
    Mein dringender Rat: Entscheide dich für eins.

  • hey


    dankeschön
    hab jetzt auch schon ne menge weggekürzt. das lied ist allerdings sehr einfach (das lied des sklaven aus der zauberflöte "das klinget so herrlich"). ich denke, das werden die kinder sehr schnell daruf haben.
    die begleitung der basslinie habe ich auch sehr einfach gemacht (immer auf die eins) und diesen rhythmus werd ich mit den kindern zuvor durch marschieren und betontes gehen üben.


    liebes grüßle

  • Das Lied ist in der Tat recht einfach, sowohl Melodie als auch Rhythmus und viele Strophen hat es ja auch nicht ;)
    Auch der Rhythmus der Bassstimme, so wie du ihn geplant hast ist völlig in Ordnung. Einfach und naheligend, auch für die Kinder. Das mit dem Gehen ist übrigens eine sehr gute Methode. Du kannst das noch ausbauen und nicht nur gehen lassen (das wird auf die Dauer langweilig), sondern auch hüpfen, Zehenspitzen, schleichen, schunkeln,... schnipsen, patschen, klatschen, Zunge schnalzen,... was dir eben einfällt.


    Ich wünsche gutes Gelingen und drücke am Mittwoch Daumen!

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