Gymi vs. Berufsschule - Entscheidung verzweifelt gesucht

  • Hallo allerseits,


    ich hab den Beitrag auch schon im Bereich "Referendariat" gepostet, denn genau darum gehts: Anmeldung zum Vorbereitungsdienst und die totale Entscheidungsblockade.
    Da ich aber nur noch 14 Tage für die Anmeldung habe, poste ich das ganz dreist hier auch nochmal, denn vielleicht gibt es hier ja ein paar alte Hasen, die mir weiterhelfen können?


    Ich weiß, ich bin mal wieder super flott dran. Aber seit Wochen und Monaten zerbrech ich mir den Kopf, mache pro- und Contralisten und komm zu keiner Entscheidung.


    Mir sind die gängigen Entscheidungskriterien alle bewusst, ja, Berufsschule siehts generell besser aus mit den Einstellungschancen...


    Grundproblem ist, dass ich es mir grundsätzlich an beiden Schulen vorstellen kann und dass ich jetzt schon weiß, dass ich eigentlich auch ganz gerne an beiden Schulen arbeiten möchte.


    Nun meine Frage: In meinem Kopf hab ich so die Vorstellung, dass der Wechsel von Berufsschule zum Gymi relativ schwierig sein soll. Besonders, wen man allgemeinbildende Fächer hat, soll einen wohl die Berufsschule ungern gehen lassen (zumal Stellen ohnehin ja erstmal mit den 'eigenen' Leuten aufgefüllt werden).


    Soweit so gut. Aber wie siehts denn umgekehrt aus? Wenn ich jetzt mein Ref am Gymi mache und dort ein paar Jahre arbeite, wie sieht der Wechsel zur Berufsschule aus? Genauso problematisch? Wesentlich einfacher? Oder stell ich mir das beim Gymi schon schwieriger vor als es in Wirklichkeit ist? ?(


    Ich wär für Eure (schnelle) Hilfe wirklich dankbar. Ich bin etwas am Verzweifeln und die Zeit rennt mir davon. ;(


    Ganz liebe Grüße


    Kazi

  • Ich würde mir eher überlegen, mit welchen Schülern Du lieber Dein Berufsleben verbringen möchtest. Ich habe Lehramt Sek II Gymnasium studiert, am Gymnasium mein Referendariat gemacht und bin jetzt seit 9 Jahren Am Berufskolleg, wo es mir sehr gut gefällt. Aber man hat eben nur Schüler ab ca. 16 Jahre und man ist in sehr vielen Bildungsgängen.
    Ich finde das sehr interessant, aber schade ist, dass man die Schüler ja höchstens 3 Jahre lang hat, viele auch nur 1 oder 2 Jahre. Am Gymnasium kennt man die Schüler oft von Klasse 5 bis 12 und es geht oft etwas familärer zu. Das fehlt mir manchmal. Diese Punkte wären mir in meiner Entscheidung wichtig!
    Viel Glück bei der Entscheidung ;)

    Das Leben ist kein Ponyhof! Meins schon ;)

  • Danke für deine Antwort!


    Grade das ist ja das Blöde: ich möcht mich da eigentlich gar nicht einschränken. Ich arbeite gerne mit allen Altersstufen zusammen, von den ganz kleinen Pupsis (u. 10) mal abgesehen.


    Deshalb würde ich ja so gerne an beiden Schularten arbeiten, einfach weil beide Schularten ihr ganz eigenes Ding zu geben haben. Das find ich äußerst reizvoll.


    Fürs Ref muss ich mich jetzt allerdings erstmal entscheiden. Beides kann ich nicht angeben (bzw. darf es nicht) und meine Überlegung besteht darin, womit ich mir am wenigsten den Weg verbaue.


    Es ist echt zum Haare raufen :weissnicht:
    LG

  • Ich würde dir empfehlen, auf Berufschullehramt zu studieren, da kannst du später auch ins Fachgymnasium gehen! ;)

  • Dann würde ich ans erst an Gymnasium gehen. Ich kenne zig Leute, die erst am Gymnasium waren und dann zum Berufskolleg gewechselt haben. Nach einigen Jahren Berufserfahrung geht auch immer der Weg zurück zum Gymnasium. Ich kenne aber keinen, der am Berufskolleg Referendar war und dann ans Gymnasium gegangen ist.

    Das Leben ist kein Ponyhof! Meins schon ;)

  • Zitat

    Original von Nuffi
    Ich würde dir empfehlen, auf Berufschullehramt zu studieren, da kannst du später auch ins Fachgymnasium gehen! ;)


    Ich habe es so verstanden, dass Kazi das Studium bereits beendet hat.
    Ich habe auch Sek I/II studiert, damals war das Ref noch geteilt, d. h. ich war ein halbes Jahr an der Berufsschule, dann 1,5 Jahre am Gymnasium.


    Wie die Einstellungschancen nach dem Ref sind, kann ich natürlich (ohne Kristallkugel) nicht sagen. Aber ich denke, dass das Ref am Gymnasium besser geeignet ist, wenn man eventuell noch einmal wechseln will. Die Vorstellung, im Ref nur die "älter als 16"-Schüler zu unterrichten und danach am Gymnasium dann die ganze Bandbreite (10-18/19), stelle ich mir schwieriger vor als umgekehrt. Da du ja sagst, dass du am liebsten alle Altersgruppen unterrichten würdest, wäre dies ein weiterer Grund für das Gym als Ref-Ort.


    Eine Kollegin von mir (Sek I/II), die mit mir an der Hauptschule gearbeitet hat (damals gab es nicht für alle eine Stelle im Gym) ist nach ein paar Jahren problemlos zum Berufskolleg gekommen. (In dem Fall dann über einen Laufbahnwechsel.)

  • Lieben Dank für die Antworten! :danke:


    Ja, der Tipp mit dem Studium kommt tatsächlich 6 Jahre zu spät, denn das Studium ist längs rum und das I. Staatsex. in der Tasche (Gott sei Dank, war ja anstrengend genug ;) ).


    Ich hab mich auch schon informiert gehabt: wenn ich tatsächlich das Ref an der Berufsschule mache und dann nochmal ans Gymnasium möchte, müsste ich eine zusätzliche Prüfung in der Unterstufe machen (die bei der beruflichen wohl nicht dazu gehört). Das würde natürlich dann nochmal einen Mehraufwand bedeuten, den ich dann am Gymnasium in einem Wisch hätte.


    Vermutlich ist es wirklich sinnvoller, das Ref noch am Gymnasium zu machen... mh.


    LG Kazi

  • Ups... sorry, hatte ich überlesen!


    Bei uns in Niedersachsen hat man als BBS-Lehrer keine reelle Chance, auf normale Gym zu wechseln, anders herum sehr wohl (daher kam mein Tipp).

Werbung