An alle Lehrer der Fächer Eng+Deu

  • Hey Leute =)


    ich möchte ab 2011 lehramt der fächer englisch +deutsch studieren (hessen, sek2).
    mitunter bkeomme ich da dinge wie "und bist du sicher,damit findest du was?" zu hören. klar, mathe -chemie -physik sind mangelfächer, deu+eng vllt nicht gerade. mich beunruhigt das ganze jetzt doch ein wenig.
    also:
    gibt es hier studenten der fächer eng+deu auf sek2 (am besten hessen) oder referendare oder junglehrer dieser fächerkombi, die ihre erfahrungen mit mir teilen wollen / können????


    habt ihr nur sehr viel schwerer einen einstieg in den beruf/ referendariatsplatz gefunden als studenten anderer kombis?
    müsst ihr euch jetzt mit befristeten stellen herumschlagen?


    es geht mir net darum, eine prognose zu haben "werden in 5 jahren engl+ deu-lehrer gesucht?"
    ich möchte einfach etw. austausch mit leuten betreiben, die das schon erlebt haben/erleben, was mir noch bevorsteht und mir meine fragen beantworten.
    ich hab leider keinen kontakt zu studenten dieser fächer und die deu+eng lehrer an unserer schule, naja, die sagen ihr einstieg war nicht schwer. aber vllt. hat hier ja doch jmd. andere erfahrungen? woher denn sonst solche gerüchte... :ka:
    mfg björn 8)

  • Ich kann da jetzt nur für die Sek1 sprechen. Englisch ist im Moment (noch) absolutes Mangelfach. Bei uns an der Schule unterrichten schon einige fachfremd, da wir nicht genug Englischlehrer haben und wir keine bekommen. Deutsch ist da eher überlaufen.
    Aber du bist dir sicher, dass du zwei Korrekturfächer studieren möchtest?
    Ich unterrichte Deutsch und Englisch und der Korrekturaufwand ist doch enorm. Würde ich so nicht wieder studieren.

  • Ich unterrichte Deutsch und Englisch am Berufskolleg in NRW. Der Bedarf für Englisch ist soweit ich es beurteilen kann noch ungebrochen hoch; bei Deutsch sieht es etwas schlechter aus.
    Davon abgesehen liebe ich meine beiden Fächer zwar sehr und unterrichte sie sehr gerne, würde diese Kombination aber nicht wieder studieren, da man besonders in der Sek II sehr mit Korrekturen eingespannt ist. Das habe ich zu Beginn und während des Studiums so nicht einschätzen können.


    Edit: Ich habe schnell eine Stelle nach dem Referendariat gefunden. Es gab für mich nur drei ausgeschriebene Stellen zur Auswahl, was aber daran lag, dass ich in einer bestimmten Region bleiben wollte. Ich war zuächst ein halbes Jahr angestellt und wurde dann verbeamtet. Das nannte sich "Frühbuchervertrag" - die Beamtenurkunde bekam ich schon als Angestellte, so dass die Stelle für mich sicher war.

  • Du möchtest nicht wirklich zwei Korrekturfächer haben. Abgesehen davon, würde es dir etwas ausmachen, einigermaßen verständliches Deutsch zu schreiben?


    Danke schön!


    Nele

  • Zitat

    habt ihr nur sehr viel schwerer einen einstieg in den beruf/ referendariatsplatz gefunden als studenten anderer kombis? müsst ihr euch jetzt mit befristeten stellen herumschlagen?


    Zu (1): Nein.


    Zu (2): Nein.


    Das lässt aber keinen Rückschluss auf den Sinn der Kombination zu.


    Zunächst zum Markt: Es wird immer (!) genügend Leute geben, die Deutsch und Englisch unterrichten wollen. Dass beides in den letzten Jahren (teilweise) Mangelfach war, lag an der irrwitzigen Personalpolitik der Länder und am "Schweinezyklus", war aber eine einmalige Ausnahme.


    Wenn man sich zutraut, eine Naturwissenschaft, Mathe oder Latein zu studieren, ist dies sicher auf jeden Fall die bessere Wahl. Dies gilt auch, weil man v. a. mit Naturwissenschaften und Mathe größere außerschulische Perspektiven hat, falls das Lehramt schief geht oder man doch nicht unterrichten will.


    Und sonst: Über die besonderen Belastungen der Kombi D/E ist hier schon oft diskutiert worden. Ich möchte das nicht wiederholen. Natürlich hat man als D-E-Lehrer auch (!) bestimmte Vorteile, aber man sollte sich sehr gut überlegen, ob man in einen 35jährigen Korrekturmarathon einsteigt, wenn man es vermeiden kann.

  • Puh, das beruhigt mich jetzt schonmal =), v.a., dass Eng zumindest momentan Mangelfach ist. Wie das in 4,5 Jahren ist kann man ja jetzt nicht wissen .Aber ich denke, wenn ich die Fächer studiere, die mir liegen und folglich auch Spaß machen, schneide ich besser ab, als mit Mathe-Eng etc und das wird auch was wert sein.
    Die Korrekturen beunruhigen mich auch. Aber für mich gibt's für Deutsch nur die Alternativen Bio (wird ja noch lange nicht so sehr gesucht wie Chemie/Physik) und Französisch - und das ist auch korrekturintensiv.


    Siobhan: Du hast 3 Korrekturfächer? Ein Drittfach erhöht bestimmt die Einstellungschancen, wie ists da mit dem Studium? Studiere ich da von Anfang an 3 Fächer (wenn ja: Ist das ohne größere Probleme zu schaffen?) oder kann ich mir da auch nachträglich noch Lehrqualifikationen erwerben?


    @ nele: Nein, macht mir nix aus, dazu sollte ich doch in der Lage sein ,wenn ich Deutsch studieren will. Der Forenslang geht nur manchmal mit mir durch, aber wenn du gehobenere Ausdrucksweisen gewöhnt bist, bemühe ich mich gerne ;)


    björn :)

  • Ich würde Französisch durchaus positiv sehen, denn eine Fremdsprache ist etwas anderes als Deutsch. Zumindest in den ersten ein, zwei Lernjahren gehen die Korrekturen eigentlich relativ schnell von der Hand. Ok, Oberstufe ist dann wiederum problematischer, da man mitunter echt nicht weiß, was die da eigentlich sagen wollten (andererseits können die in Deutsch mitunter Seiten über Seiten schreiben und auch das nicht immer sehr verständlich...). Aber wie gesagt, anfangs geht's schneller, weil die Schüler ja noch nicht so viel freie Texte produzieren können.
    Wenn das eine echte Alternative ist, würd ich das bedenken.

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

  • Björn91
    Ich habe alle Hauptfächer studiert und das war ohne Mehraufwand möglich. Hängt von der Uni ab und dem, was du zeitlich investieren möchtest.
    Aber mit Deutsch, Mathe und Englisch hat man sehr gute Chancen, also hat sich das alles gelohnt.
    Habe nämlich auch nur ein 3er Examen und bin sofort nach dem Referendariat in eine Beamtenstelle "gerutscht".

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