Schüttelwörter

  • Heute bin ich mal wieder über o.g. Aufgabenformat gestolpert und wollte mal eure Meinung dazu hören... Ich meine nämlich, mal irgendwo gelesen zu haben (leider weiß ich eben nicht mehr, wo), dass Schüttelwörter insbesondere für Schüler, die Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb (Förderschule L, LRS-Kinder) haben, sehr ungünstig sind. Es gehe schließlich darum, sich ein Wort X möglichst oft RICHTIG geschrieben zu sehen und sich dies so einzuprägen. Das Aufgabenformat hilft einem da ja null weiter und verwirrt eher mehr.


    Denkt man diesen Gedanken weiter, sollte es dann ja auch Aufgabenformate wie "Finde die 10 Fehler im Text!" oder "Finde das richtige Wort: Blume - Bulme- Bluem" nicht geben...


    Freue mich über Meinungen, da ja z.B. Schüttelwörter recht häufig auch in Arbeitsheften zum SSE zu finden sind...

  • Ich kann dir dazu keine fachlich fundierte Antwort geben.


    Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass es z.B. bei Wörtern mit doppeltem Mitlaut wichtig ist, dass diese beieinander stehen. Zudem lassen ich die Buchstaben erstmal miteinander verbinden, bevor sie aufgeschrieben werden.


    e
    Beispiel: M ss
    e r


    Meine Kinder mögen diese Schüttelwörter an sich recht gerne und ich konnte bisher keine Schwierigkeiten beobachten.



    edit: Mist, mein Beispiel sieht fertig im Forum anders aus... Mmmhhh, ihr versteht es bestimmt auch so. :rolleyes:

  • Du sprichst mir aus dem Herzen, ellah. Die Arbeitsblätter mit den Fehlern drin sind halt attraktiv und die Kinder arbeiten gerne damit, doch habe ich sie ebenfalls aus meinen Unterlagen verbannt, sofern das möglich war. Ich bin der Meinung, sie verwirren die Kinder (vor allem die schwächeren) und am Schluss wissen sie doch nicht mehr, welche Wörter sie sich nun einprägen sollen.


    Ich habe deshalb meine Aufgaben geändert und gebe den Kindern z.B. einen Auftrag in dieser Art ab:


    Notiere fünf Wörter, die man mit ck schreibt.
    Notiere fünf Wörter, die man nur mit einem k schreibt (du darfst das Wörterbuch benutzen).
    Lies die Wörter beider Kolonnen langsam und deutlich vor. Hörst du einen Unterschied?
    Überlege dir, weshalb diese Wörter unterschiedlich geschrieben werden.
    Wie erklärst du einem jüngeren Kind, worauf es achten soll?


    Danke für den Thread, ich bin gespannt, wie andere darüber denken.

  • Also ich wollte mit meinem Beitrag nicht zum Ausdruck bringen, dass ich diese Schüttelwörter-Übungen besonders wertvoll empfinde. Jedoch habe ich für mich einen Weg gefunden, wie ich sie sinnvoller nutzen kann.
    Ich bin mir sicher, dass Übungen, in denen Rechtschreibfälle direkt angesprochen werden, viel sinnvoller und effektiver sind! Hier kann der Rechtschreibfall erklärt und angewendet werden.

  • Zum Rechtschreiblernen sind Schüttelwörter wirklich eher ungeeignet für LRS-Kinder.
    Jedoch eignen sie sich gut zum Lesenlernen, da die Durchgliederungsfähigkeit trainiert wird.


    Texte, in denen fehlerhaft geschriebene Wörter zu suchen sind, finde ich für schwache Rechtschreiber ganz schlimm.
    Aber ich gebe sie als Differenzierung für meine guten Rechtschreiber zum Knobeln auf. Die erschüttert so etwas nicht.

Werbung