Partnerarbeit - Ideen für sinnvolle Aufgaben?

  • Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,


    ich bin Referendarin und habe in meiner Klasse Partnerarbeit eingeführt. Die SuS besuchen eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, sind 10-11Jahre alt und leistungsheterogen.
    Nun haben sie die letzten vier Wochen in Mathe 1zu1-Zuordnungen in Partnerarbeit geübt, wobei der Fokus auf den Partnerarbeitsregeln lag (leise sein, gut zuhören und hinschauen, sich absprechen und helfen, wenn hilfe nötig ist). Den SuS war dieser Fokus auch klar und den leistungsstärkeren SuS, für die die 1zu1-Zuordnung mehr als leicht fiel, haben trotzdem engagiert mitgearbeitet (es ist auch einfach eine tolle Klasse ;)).
    Nun will ich am Montag das Thema Partnerarbeit abschließen. Jetzt mein Problem. Ich habe absolut keine gute Idee :/ Ich möchte definitiv weg von der 1zu1-Zuordnung, Mathe wäre allerdings okay. Ich möchte schauen, ob die SuS sich auch bei der Bearbeitung von anderen Aufgaben an die Regeln halten.


    Hat vielleicht jemand eine gute Idee, was ich mit den SuS machen könnte bzw. was die SuS sinnvolles gemeinsam machen könnten, was auch innerhalb einer Stunde zu leisten ist? Ich würde mich über jede Idee freuen, auch wenn sie einfach ins Unreine gesprochen werden.


    Vielen Dank schon mal im voraus und liebe Grüße

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Catzchen,


    ich bin kein FS-Lehrer, deshalb bitte meine Antwort nur unter Vorbehalt lesen, aber:


    ich denke doch, dass die Methode (hier Partnerarbeit) bedingt ist durch das angepeilte Lernziel.
    deshalb fiele es mir schwer, dir zu raten: mach dieses oder jenes, solange nicht klar ist, was Ende der Stunde rauskommen soll.
    Nur "eine weitere Art der Partnerarbeit" ?


    Vielleicht zäumst du das Pferd von hinten auf?


    Ansonsten: ist Partnerarbeit nicht immer 1:1, wenn du damit meinst, dass zwei Schüler miteinander etwas be- oder erarbeiten? Oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch? Es sei denn, du wechselst die Partner. Hast du sie vorgegeben?


    Aber vll sehe ich das ganze auch zu sehr von meiner Warte, dann vergiss ganz schnell,w as ich geschrieben habe :D

  • Ich verstehe es eher so, dass 1zu1 mathematisch gemeint ist. Also, gibt es nicht einen Aufgabentyp, wo der eine eine Aufgabe wählt und den anderen abfragt? Und dann natürlich kontrolliert, danach wird gewechselt?
    Das wäre doch gute PA.
    Z.b. Einer würfelt und der andere nennt, zeigt, schreibt die Ziffer auf?
    Oder deutsch ... Lesen die Kinder? Kennen sie einzelne Buchstaben? Einer zeigt eine Bildkarte, der andere den Anfangslaut o.ä.
    Sowas machen wir gerade mit unserem Kind mit Down.

  • Man muss mehr werden und als Persönlichkeit wachsen durch die Aufgabenstellung, dann hat sie SOG-Wirkung und man tut es, weil man dadurch AUFlebt.
    Wenn man sich selbst dafür aufgeben, zurücknehmen, unterwerfen, sich einfügen und in vorgegebene Schablonen locken lassen muss, funktioniert das allenfalls am Anfang und erschöpft sich dann und wird später ggf. sogar schlechter je besser man es macht.
    In der neuen Ich-kann-Schule ist deshalb SOG das Grundprinzip.
    Ich spüre den Hunger von Geist & Seele und biete den Geistes- und Seelenkräften a) Stärkung und b) Aufgaben, durch die sie sich selbst ihre Güte beweisen und nochmals stärken.
    Das ist dann nicht so sehr eine technische Frage als vielmehr eine Frage der Qualität eines feinen Umgangs mit den entscheidenden Lebenskräften.
    Falls ich mir nicht sicher sein sollte, ob mein Vorhaben passt, habe ich eine einfache Regel für mich: "Probier das, was Du mit den Kindern vorhast, erst mit dem Chef aus!"
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

Werbung