Ablauf Auswahlgespräch

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    • Ablauf Auswahlgespräch

      Hallo

      Kann mir vielleicht jemand seine Erfahrungen schildern, wie ein Auswahlgespräch abläuft?
      Ich habe heute die Einladung zu einem Gespräch am Montag bekommen und würde gerne ungefähr wissen was dort passiert.

      Muss man irgendwas mitnehmen?

      Was wurde bei euch so gefragt? Sind direkt mehrere Bewerber anwesend?

      Es ist übrigens eine Sekundarschule.

      Da ich seit 2011 als Vertretungslehrer arbeite und endlich von diesen befristeten stellen weg möchte würde ich gerne einen guten Eindruck machen.

      Was passiert nach dem Gespräch? Wie lange dauert es bis zu einer Entscheidung?


      Dann noch eine andere Frage. Werden bei der Einstellung sollte es dazu kommen vorerfahrungsteiten angerechnet bei der Einstufung? Oder fünft man wieder bei 1 an?

      Viele Grüße
    • Es hängt ein bisschen vom Einzugsgebiet an.
      An manchen Schulen bereitet man einen kleinen Vortrag zu einem Thema vor (ich habe bei einer Schule z.B. die Frage bekommen, welche Lektüre ich mit einer 10. Klasse in Englisch lesen würde und warum - auf Englisch zu halten, war ja primär für Englisch ausgeschrieben). Da geht es wohl eher darum, dass man einen Eindruck von den sprachlichen Fähigkeiten bekommt.
      Ist aber nicht an jeder Schule üblich.

      Wenn es keine Einstiegsvortrag gibt, dann gibt es i.d.R. (zumindest bei uns) so um die 4 - 6 Fragen, die sich mit den Fächern und/oder allgemeinen pädagogischen Fragen beschäftigen, oder mit spezifischen Aspekten des Schulprogramms (Europaschule, bilingual, MINT Schwerpunkt usw. usf.). Bei uns werden die Fragen abwechselnd von den Mitgliedern der Einstellungskommission gestellt, an anderen Schulen kann es auch vorkommen, dass der Schulleiter alle Fragen stellt (aber wohl eher selten). Die Fragen hat sich die Kommission in der Vorbereitung ausgedacht und alle Bewerber bekommen die gleichen Fragen gestellt. Natürlich wird dann ggf. mal unterschiedlich nachgefragt, aber jetzt nicht im Sinne einer Prüfung zu verstehen, sondern weil man Dinge nicht verstanden hat oder ehrlich neugierig ist, wie man eine bestimmte Situation gelöst hat oder was für praktische Erfahrungen man mit xyz (ipads, bilingual, usf. usf) gemacht hat.
      Am Ende hat man auch oft die Gelegenheit, noch eigene Fragen zu stellen.

      Für eine Stelle finden alle Bewerbungsgespräche an einem Tag statt, sie dauern normalerweise (ohne Vorbereitungszeit, so es denn eine gibt) etwa 15 - 25 Minuten? Also so in etwa. Aber natürlich hat jeder Bewerber ein Einzelgespräch mit der Kommission.
      Die Bewerber werden dann bepunktet, aus diesen Punkten wird dann die Rangliste erstellt und die Nr. erfährt es i.d.R. am gleichen Tag, normalerweise per Anruf oder wenn es der letzte Termin war und du eh schon der Lieblingskandidat warst, kann es sein, dass sie dich bitten, direkt zu warten, wenn du Zeit hast. Wenn die Nr. 1 sich Bedenkzeit ausbittet, wird die Nr. 2 wahrscheinlich auch angerufen. Ob die anderen Bewerber angerufen werden oder nur schriftlich (?) informiert werden, hängt zum einen an der Schule, wie das handhaben und zum anderen wahrscheinlich auch an der Gesamtzahl der Bewerber, ab einer bestimmten Zahl ist das auch kaum noch machbar.

      Mitnehmen würde ich sicherheitshalber halt einfach was Papier und zu Schreiben, um sich ggf. Notizen zu machen, z.B. auch für Fragen, die du an die Schule, das Schulprogramm, was auch immer hast oder wenn dir sonst irgendwas aufgefallen ist.

      Viel Erfolg!
      "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle
    • Hallole,

      bei mir war es so, wie katta in der zweiten Variante beschreibt. Es wurden z.B. verschiedene Situationen beschrieben, und man wurde gefragt wie man reagieren/planen würde. Ich wurde auch zu Details in meiner Laufbahn näher befragt (berufliche Erfahrung, meine Ausbildung (also nicht die an der Uni, sondern die im dualen System, die ich auch habe). Mein Gespräch hat 45 Minuten gedauert. Vielleicht rede ich einfach zu viel, aber ich bin seitdem an dieser Schule und fühle mich hier sehr wohl ;)

      Ich habe ein paar Tage nach dem Gespräch einen Anruf bekommen. Soweit ich weiß ist das hier an der Schule so üblich, dass Bedenkzeit genommen wird. Wir haben uns danach auch nochmal zu einem Gespräch getroffen, das war aber viel offener ("wir wollen Sie, wollen Sie uns?")

      Zur Anrechnung von Vorerfahrung trau ich mir nichts zu sagen, da ich ja aus Hessen komme.

      Grüssle

      Edit/PS: Mitgenommen habe ich persönlich nur meinen eigenen Lebenslauf, weil ich mir, absurderweise, Zahlen schlecht merken kann (also von wann bis wann ich was wo getan habe). Habe ich aber nicht gebraucht. Stift und Zettel wäre mir gar nicht eingefallen, bei uns wurde alles spontan abgefragt, zum Notizen machen war gar keine Zeit. Das wurde dann eher im zweiten Gespräch interessant. Aber wenn die Schule das alles in einem Aufwasch macht macht das schon Sinn. (so wie es katta beschreibt, dass man eigene Fragen stellen darf... das war bei mir im Auswahlgespräch nicht der Fall, sondern dann erst im zweiten)

      Sorry für der schlechtes Deutsch heut, ich feier grade ein wenig und bin evtl nicht mehr so ganz unalkoholisiert ;) )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LittleAnt ()

    • Ich habe gehört, dass es vor allem in der Bezirksregierung Düsseldorf üblich ist, dass ein Vortrag gehalten wird. Das steht aber oft in der Einladung drin, da häufig eine Vorbereitungszeit angegeben wird. In den Bezirken Köln, Arnsberg und Detmold musste ich keine Vorträge halten. Es können wohl auch allgemeine Themen (Inklusion, individuelle Förderung etc.) sein. Ich habe vor einem Bewerbungsgespräch meistens Mitbewerber kennengelernt. Eine hat mir erzählt, dass sie grundsätzlich etwas Material (zu fachdidaktischen Themen, aber auch allgemeinen Themen) mitnimmt. Bei solchen Gesprächen (mit anderen Bewerbern, die warten) bekommt man zumeist auch immer ein paar gute Informationen.

      Ich habe es sehr unterschiedlich erlebt. Manche Schulleitungen haben sich genau an die Vorgaben gehalten (Fragen gestellt, sonst gar nichts). Andere haben eher ein lockeres Gespräch geführt. Es hängt natürlich auch immer etwas davon ab, ob ein Personalrat dabei ist. Dann MUSS sich ja eine Schulleitung ganz genau an die Vorgaben halten.

      Ob und wann sich die Schulleitungen melden, ist sehr unterschiedlich. Ich habe es zweimal erlebt, dass sie es fest versprochen haben, sich auf jedem Fall noch am gleichen Tag telefonisch zu melden. Schlussendlich kam dann irgendwann nur ein Brief. Ich glaube, eine Absage muss man auf jedem Fall erhalten.
      Ich wurde von meiner jetzigen Schulleiterin am Abend angerufen, weil sich sowohl die Nummer 1 als auch die 2 Bedenkzeit erbeten hatten.
      Wann sie sich melden, ist auch sehr unterschiedlich. Wenn sie viele Gespräche führen, wird es eher Abend. Andere Schulen melden sich schon in der Mittagszeit.

      Viele Informationen bekommt man auch bei den Verbänden. Die machen häufig Informationsveranstaltungen bzw. es gibt auch Fragenkataloge etc.
      Außerdem gibt es auch für die Schulleitungen eine umfangreiche Handreichung, die jeder über Google finden kann. Da wird das ganze Verfahren sehr präzise erklärt.

      Es kommt natürlich auch darauf an, bei welcher Schulform man sich bewirbt. Ich würde mich im Vorfeld mit der Schule befassen. Gerne hören es Schulleiter, wenn man ihnen eine Möglichkeit nennt, wie man sich selbst einbringen könnte. Manche finden es auch gut, wenn man weitere Möglichkeiten nennt, wie man die Schule gerne voranbringen würde. Das kommt aber natürlich auch auf die Fächer an, die Lage der Schule und die Schulleitung. Man sollte sich auch überlegen, warum man an diese Schule will. Manche Schulleiter finden dies besonders interessant, wenn man Fächer hat, die nicht unbedingt zum Schulschwerpunkt passen. Dann möchten sie wissen, wie man sich beispielsweise als Geschichtslehrer in einem naturwissenschaftlichen Gymnasium einbringen möchte.

      Viel Glück!
    • Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten!

      An so einen Vortrag hätte ich ja gar nicht gedacht
      Aber so wirklich darauf vorbereiten kann man sich ja sicher nicht

      Ich werde mir am Wochenende noch mal gut die Homepage der Schule ansehen.

      Allem die auch bald Gespräche haben viel Erfolg
    • Danke für eure Tipps

      Ich habe die Stelle bekommen. Der Schulleitung hat gestern noch zugesagt. Jetzt warte ich auf die Post der Bezirksregierung, ich hoffe dass das nicht zu lange dauert, hätte gerne alles in trockenen Tüchern.

      Das Auswahlgespräch lief sehr locker ab, einen Vortrag gab es nicht, es wurden nur fragen gestellt, zu meiner Person, zum Unterricht, zu bisherigen Lehrerfahrungen und ein wenig zur Schule.

      Euch allen auch viel Erfolg bei der Suche!
    • Hi,
      ich bin kurz davor mich für OBAS/Quereinstieg mit Physik/Mathe zu bewerben und möchte mich gerne auf die Bewerbungsgespräche, wenn ich denn eingeladen werde, vorbereiten. Wo gibt es denn genauere Info zu Ablauf, den Fragen etc. Gerade als Quereinsteiger, komme ich ja quasi ohne pädagogische Erfahrung / Ausbildung.

      Sally2015 schrieb:

      Viele Informationen bekommt man auch bei den Verbänden. Die machen häufig Informationsveranstaltungen bzw. es gibt auch Fragenkataloge etc.Außerdem gibt es auch für die Schulleitungen eine umfangreiche Handreichung, die jeder über Google finden kann. Da wird das ganze Verfahren sehr präzise erklärt.
      Welche Verbände sind gemeint? Wie wende ich mich an die?
      Vielen Dank für eure Hilfe!
    • bbuld schrieb:

      ich bin kurz davor mich für OBAS/Quereinstieg mit Physik/Mathe zu bewerben und möchte mich gerne auf die Bewerbungsgespräche, wenn ich denn eingeladen werde, vorbereiten. Wo gibt es denn genauere Info zu Ablauf, den Fragen etc. Gerade als Quereinsteiger, komme ich ja quasi ohne pädagogische Erfahrung / Ausbildung.
      Forensuche nach "Seiteneinstieg", "Quereinstieg" oder einfach mal die Themen der letzten Jahre per Hand durchschauen. Gibt eine Unmenge an Themen, die genau diese Fragen (und oft sogar genau zu der Fachkombination) beantwortet. Danach machst du, wenn du noch Fragen hast, einen neuen Thread auf und stellst konkrete Fragen :)
    • Ich glaube mein Gespräch ist da nicht repräsentativ, dass war eine ganz lockere Runde, ein bisschen was ich bis dato gemacht habe, warum ich an die Schule möchte und warum genau an diese Schule, dass war es eigentlich. 45 min Probeunterricht musste ich geben. Dafür durfte ich aber vorher einmal in der Klasse hospitieren und habe dann die Anschlussstunde geplant und gehalten. Danach hatte ich ein Reflexionsgespräch erwartet. Das war aber auch eher oberflächlich. Danach gab es dann schon die Zusage. Allerdings bin ich an einer staatlich anerkannten Ersatzschule.
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