Beiträge von Meer

    Den Beihilfeanspruch hat man schon. Man kann sie aber so gut wie nie nutzen. Sie greift nur dann, wenn es etwas gibt, was die Beihilfe zahlt und die GKV nicht. Und dann eben auch nur im entsprechenden Anteil, bei mir z.B. zu 50%. Als Beispiel kann ich Osteopathie einreichen oder Dinge wie Zahnreinigung oder Zahnersatz. Da erstattet die Beihilfe mehr als die GKV. Ich muss dann aber jeweils vorlegen was die GKV erstattet bzw zahlt (selbst wenn es nichts ist) um dann den Anteil erstattet zu bekommen.

    Das Problem ist, wie ja auch schon gesagt wurde, das die GKV immer eine 100% Versicherung ist.

    Ich hätte lieber eine pauschale Beihilfe, damit würde ich jeden Monat soviel Geld einsparen, dass ich davon locker gewisse private Gesundheitsleistungen finanzieren könnte.

    Ich verstehe gar nicht, dass noch keine Klage dagegen geführt (und gewonnen) wurde.
    Jede*r woanders könnte doch seinen Arbeitgeber verklagen, wenn dieser sich weigern würde, den Zuschuss zur GKV oder PKV nicht zu zahlen (bei der freiwillig Versicherten, um es hier vergleichbar zu machen). Da kann kein Arbeitgeber sagen "Geh in die PKV, wäre uns (erstmal) günstiger" oder "bleib in der GKV, ich mag die PKV nicht".
    Dass sich der Staat sich das rausnimmt (kann), was eigentlich gesetzliche Vorgabe ist, ist unglaublich.

    Ich habe tatsächlich schon mehrfach darüber nachgedacht mich da mal rechtlich beraten zu lassen, insbesondere, weil Ersatzschuldienst ja nochmal eine extra Konstellation ist.

    Falls das für irgendjemanden relevant ist: in so einem Fall einen Versicherungsberater aufsuchen, es gibt Versicherungen, die das nicht wissen oder wissentlich trotzdem machen, wir haben zwei Kolleginnen bei uns, die so trotzdem eine PKV bekommen haben...

    Hatte ich, mehrere... Die Versicherungen waren da wohl in der Vergangenheit auch kulanter, habe eine Kollegin bei der das damals auch noch geklappt hat. Aber versuchen sollte man es immer.

    Auch wenn es dir heute nichts mehr nützt, aber hast du die Öffnungsaktion verpasst bzw. gab es dir da noch nicht? Weil dann geht nicht mehr als 30% Aufschlag.

    Wie es bei plattyplus ist weiß ich nicht, bei mir war es so, dass für beamtenähnliche an Ersatzschulen die Öffnungsaktion nicht gilt. Durch Vorerkrankungen hat mich gar keine PKV genommen.

    Finde ich auch. Bei der TK kostet es "nur" 1180€.

    Mein Betrag war TK, weiß nicht wie die auf deinen kommst? Ggf. mit 14,6% + Zusatzbeitrag gerechnet, statt mit 14?


    Wie auch immer, um zum Thema zurückzukommen. Ich arbeite Vollzeit, daher fühle ich mich finanziell schon ziemlich gut aufgestellt.
    Aber bei Teilzeit und vielleicht nicht meiner Stufe etc. sieht das sicherlich anders aus.

    Im übrigen bietet die elektronische AU der GKV einen großen Datenschutzvorteil, den gebe nicht so einfach her. (Der Arbeitgeber erfährt nämlich nicht welcher Arzt und damit ,welche ärztliche Fachrichtung, die AU ausgestellt hat. Gleiches bei Krankenhäusern).

    Es muss für manche an ein wunder Grenzen, dass ich mit GKV überhaupt noch lebe ;)


    By the way, ja Psychotherapeuten sind Mangel, Lust auf PKV und Beihilfe haben sie aber auch nicht. Das scheint nämlich noch aufwändiger zu sein, als das was die GKV möchte.

    Und selbst wenn ich (da Hausarztvertrag) eine Überweisung zu einem Facharzt benötige. Die Praxis kann ich mir immer noch selbst aussuchen. Und bis dato hatte ich noch nie eine Diskussion über eine Überweisung.

    Meer ist gesetzlich versichert und wahrscheinlich bei ca 1000€/monat

    Exakt. Kann sich jeder ausrechnen was der Höchstbeitrag einer GKV mindestens kostet.

    Spoiler anzeigen

    Und nein, dass ist höchstens in dem Sinne freiwillig so, weil ich den Vertrag mit einer Ersatzschule unterschrieben habe an der es eine Planstelle für mich gab, mit der Folge das an diesen Schulen durch den Planstelleninhabervertrag (der eben keine Beamtenurkunde ist) die Öffnungsklausel nicht gilt. Ohne Öffnungsklausel gab es für mich aber keine Chance in die PKV zu kommen. (Versucht mit mehreren Versicherungsmenschen)

    Auch wenn der grundsätzliche Ansatz stimmt, gibt es schon noch ein paar weitere Punkte die ein Arzt in Bezug auf Personen in der GKV abrechnen kann. Pauschalen für Menschen mit chronischen Erkrankungen z.B. und gewisse Untersuchungen. Auch gab es zum neunen Jahr noch weitere Änderungen, wodurch Praxen durch ihr Angebot zusätzliche Beträge bekommen können.

    Unabhängig davon ist das natürlich ein Problem des Systems. In dem System gibt es aber eben auch sehr viele Menschen die gar keine Chance haben Mitglied einer PKV zu werden.

    Und nur mal so am Rande, mit einer pauschalen Beihilfe würde ich jeden Monat mehrere hundert Euro sparen, dann wäre ich auch wieder eher bereit gewisse Leistungen selbst zu bezahlen.

    Ja, leider. Finde ich natürlich auch richtig sch****. Habe einen Planstelleninhabervertrag an einer Ersatzschule... Wenn ich in den Landesdienst wechseln würde, käme ich evtl. über die Öffnungsaktion in die PKV. Aber ich fühle mich da eigentlich sehr wohl und weiß nicht, ob es mir das wert ist. Und wenn die PKV sich innerhalb von ein paar Jahren so stark erhöht, hätte sich das m. E. nicht wirklich gelohnt. Ich überlege im Moment sehr viel hin und her.


    Im Landesdienst wird man ja "richtig" verbeamtet. Da kann man die Öffnungsaktion nutzen. Als ich an der Ersatzschule angefangen habe, war das irgendwie nicht möglich. Aber wie gesagt - ich fühle mich dort eigentlich sehr wohl.

    Mir geht es ähnlich. Ich hoffe, dass NRW doch irgendwann endlich die Pauschale Beihilfe einführt.

    Ich habe allerdings ohne Öffnungsklausel (die an der Ersatzschule nicht gilt, habe es probiert) keine Chance in eine PKV zu kommen. Und bin inzwischen auch noch einige Jahre älter geworden.

    Wenn ich mir dieses ganze Beihilfechaos bei den wenigen Dingen die ich einreichen kann anschaue, bin ich eigentlich ganz froh, dass ich das nicht mit jeder Rechnung habe.

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