Bewerben an Grundschule als Förderschullehrer?

  • hallo ihr lieben foris,


    folgende situation:
    ich habe 2005 mein 1.staatsexamen in sonderpädagogik gemacht (auch ziemlich gut) und dann erstmal ein jahr lang als PES kraft an einer FöS mit den schwerpunkten Lernen, ganzheitliche entwicklung und sprache als klassenleitung gearbeitet. meine studienschwerpunkte sind ganzheitliche entwicklung und motorische entwicklung.
    dann habe ich ref in rlp gemacht an einer k-schule. ging ordentlich daneben,wobei das meinem mich-hassenden-fachleiter lag.aber wie auch immer. habe dann prüfungswiederholung und versetzung beantragt, aber mit dem selben prüfungskommittee quasi:-/
    den ausgang könnt ihr e4uch denken. war nicht schön, zumal das mein traumjob war seit ich 17jahre jung war!
    ich habe dann eine ausbildung zur heilerziehungspflegerin mit bravour absolviert, die war 2011 fertig, dann habe ich in kitas,im FED, aber hauptsächlich in tagesförderstätten gearbeitet (alsdo mit erwachsenen).
    ich war die letzten 5 jahre in elternzeit und im beschäftigungsverbot, 2020 gehts wieder ins berufsleben.
    aus verschiedenen gründen,auch gesundheitlich- möchte und muss ich meine letzte stelle jedoch aufgeben.
    und ich möchte soooo gerne wieder in den schuldienst. dabei stünde mir ja offen, ob als lehrerin oder als päd.fachkraft.
    allerdings muss ich ehrlich sagen- ich brauch mal wieder was fürs gehirn!! ich hab echt manchmal das gefühl zu verdummen. außerdem,ganz ehrlich: ich wickel und füttere daheim den ganzen tag, ich möchte das auf arbeit nicht mehr! (zumindest nicht mehr in dem ausmaß).


    nun überlege ich jedoch, an welcher schulform ich denn unterkommen möchte.
    förderschulen gibts ja nicht wie sand am meer, die, an der ich damals PES kraft war, kommt in frage,(als lehrerin oder als päd.FK) und eine in hessen.
    (wir wohnen am länderdreieck bw-rlp-he)
    die lehrerlaubnis habe ich ja mit 1.examen.meine praktika im studium und mein zeugnis nach dem pes-jahr waren super.


    allerdings habe ich den gedanken reifen lassen, mich an einer grundschule zu bewerben. irgendwie hätte ich da momentan viel viel mehr lust drauf. da ich im studium das hauptfach grundschulpädagogik hatte, hatte ich dahingehend also auch genügend praktika.


    wie seht ihr denn die chancen? bei uns im raum ist wohl tatsächlich mangel angesagt an grundschulen.
    wie einfach ist es, eine teilzeitstelle zu bekommen? denn das wäre mir,solange meine kids noch klein sind, wichtig.


    in hessen stellen glaube ich die schulleitungen direkt ein oder? also bewebung an kultusministerium und schulleitung?


    wer hat ratschläge, infos etc:-)
    ich freu mich:-)
    lg lunali

  • Ich weiß nicht, wie es in Hessen ist, aber in NRW muss man zum Antritt einer festen Stelle (oder schon bei der Bewerbung?) unterschreiben, dass man noch nie das 2. Stex endgültig nicht bestanden hat. Das ist ja bei dir leider der Fall.
    Auf Vertretungsstellen dürfte man dich einstellen, aber KollegInnen mit 2. Stex müssten eigentlich bevorzugt werden.


    Ich drücke die Daumen und wünsche viel Erfolg!

    Schöne Grüße,
    dzeneriffa



    Am Ende wird alles gut! Wenn´s noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende =)

  • Sind denn im förderschulbereich die Chancen prinzipiell besser?


    So ne blöde Regelung
    Das heißt selbst wenn ich als pes Kraft arbeiten würde und immer wieder verlängert bekäme, eine feste Anstellung bekäm ich nie?


    Und in den Ferien wäre ich immer arbeitslos

  • Dein Fall ist speziell und ich weiß nicht, was pes bedeutet. Wäre es aber möglich, das 2. Stex nochmal in einem anderen Bundesland zu machen oder über einen Quereinstieg?


    Ansonsten, intellektuell gefordert wirst du weder in der Förder- noch in der Grundschule. Vielleicht wäre ja eine Umschulung für einen ganz anderen Bereich noch was...

  • Dein Fall ist speziell und ich weiß nicht, was pes bedeutet. Wäre es aber möglich, das 2. Stex nochmal in einem anderen Bundesland zu machen oder über einen Quereinstieg?


    Ansonsten, intellektuell gefordert wirst du weder in der Förder- noch in der Grundschule. Vielleicht wäre ja eine Umschulung für einen ganz anderen Bereich noch was...


    Ref ist prinzipiell nimmer möglich und möchte ich auch nimmer nach den Erlebnissen. Sorry aber das war damals willkür, um nicht zu sagen Mobbing.
    Seis drum!


    Ich würde ja gern an Grund/Förderschulen. Und glaub mir, nach inzwischen acht Jahren in denen ich nun betreuerisch und pflegerisch tätig war ist jedes lehramt ne Herausforderung.
    Pes heißt Personalmanagement erweiterte Selbständigkeit.

  • Frag am besten bei dir in Hessen bei der Schulverwaltung , Bezirksregierung oder wie auch immer die zuständige Stelle bei euch heißt, nach.


    Und grundsätzlich finde ich die Regelung, dass man nach dem endgültigen Nichtbestehen nicht fest eingestellt wird, gut. Ansonsten können wir ja alle Prüfungen absagen und jeden einstellen.


    Weiterhin viel Erfolg!

    Schöne Grüße,
    dzeneriffa



    Am Ende wird alles gut! Wenn´s noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende =)

  • vielleicht kannst du ja nochmal ganz was anderes machen? sozpäd zum beispiel? das wäre dann auch ohne ref. oder vielleicht anleitung für schulbegleitungen beim passenden träger. vielleicht erstmal selbst schulbegleitung, da wärst du eine fachkraft und bekämst etwas mehr als die ungelernten.


    oder ein anderes lehramt nachstudieren? dann halt nochmal ref, das gehört zur lehrerbildung dazu und ist auch wichtig.

  • Ich finde es halt unlogisch dass man bessere Chancen hat Wenn man das Ref gar nicht erst angetreten hat


    Also wie gesagt ich würde mich alternativ dann als päd fachkraft an ner förderschule bewerben. Hab ja noch die Ausbildung zur heilerziehungspflegerin und hätte wahrscheinlich qualitativ sehr gute Chancen, wenn es stellen gibt.


    Schulbegleitung hab ich auch überlegt aber langfristig nicht.

  • jein. jemand ohne ref könnte ja geeignet sein, man braucht ihn/sie halt nur schneller (und billiger). jemand mit 2x nicht bestanden hat das amtliche vermerk "nichteignung". damit ist es nur logisch, dass das jeweilige lehramt dann ausgeschlossen ist, zumindest unbefristet.

  • Ich finde es halt unlogisch dass man bessere Chancen hat Wenn man das Ref gar nicht erst angetreten hat (...)

    Verstehe ich vor dem Hintergrund, dass in manchen BL gerade jede Menge Menschen ohne Ref als Direkteinsteiger an die Schulen kommen können durchaus. Andererseits ist das halt nur die Notlösung, um den Mangeln an qualifiziertem Fachpersonal zu verwalten solange er anhält. Das Referendariat wird auch weiterhin als unerlässlich angesehen für eine volle Lehrbefähigung. Wer kein Ref absolviert hat könnte geeignet sein (er/sie könnte das Ref ja noch erfolgreich absolvieren), wer das 2.Staatsexamen abschließend nicht bestanden hat gilt eben abschließend als ungeeignet für den Beruf. Um diesen Mangel zu korrigieren muss der Weg eben etwas länger sein und erfordert Minimum ein erneutes Ref (bei Quer-/Seiteneinstieg in eine andere Schulart, als die studierte), um nachzuweisen, dass du doch geeignet bist für den Beruf. Sonst ist man halt doch wieder bei "Lehrer kann eh jeder". Ich verstehe aber durchaus, dass du dich dem Druck (und den Ängsten) nicht erneut aussetzen möchtest die ein Ref für dich bedeuten würde.


    Als Heilerziehungspflegerin hast du mit Sicherheit sehr gute Chancen auf anderem Weg (und in anderer Rolle) an die Schule zu kommen.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ref ist prinzipiell nimmer möglich und möchte ich auch nimmer nach den Erlebnissen. Sorry aber das war damals willkür, um nicht zu sagen Mobbing.
    Seis drum!


    Ich würde ja gern an Grund/Förderschulen. Und glaub mir, nach inzwischen acht Jahren in denen ich nun betreuerisch und pflegerisch tätig war ist jedes lehramt ne Herausforderung.
    Pes heißt Personalmanagement erweiterte Selbständigkeit.

    Wenn du kein Ref machen willst kannst du aber kein Lehramt machen. Es sei denn, mit befristeten Vertretungsstellen mal hier mal da. Wenn du psychisch gesund bleiben willst, kann ich dir davon allerdings dringend abraten.


    Vielleicht findest du eine Stelle als wie auch immer genannte Pädagogische Unterrichtsunterstützung? Erziehungshilfeschulen suchen möglicherweise. Kann schön sein, wenn du dich gut mit dem Lehrer verstehst und deine Rolle definieren kannst. Wenn du aber eigentlich permanent denkst, "das würde ich alles anders machen, ich bin ja eigentlich Lehrerin" ist es für alle die Hölle.

  • An Förderschulen arbeiten überall pädagogische Fachkräfte. Und ich bin nicht der Typ der dann da groß reinredet. Konstruktive Kritik jedoch sollte jeder annehmen können.
    Naja zumindest müsste ich nur nen bruchteil der Vorbereitungsarbeiten machen, dafür natürlich auch weniger Gehalt.

  • An Förderschulen arbeiten überall pädagogische Fachkräfte.

    Achso, bei uns nicht.



    ...ich bin nicht der Typ der dann da groß reinredet.

    das mag sein, ich würde trotzdem in mich gehen und überlegen, ob du es aushalten könntest, 4 Schuljahre lang in einer Klasse zu arbeiten, in der der Klassenlehrer einen Stil fährt, der dir nicht gefällt. Das ist für ALLE pädagogischen U-Hilfen schwierig, wie viel mehr für dich, die du auch theoretisch mehr Plan von Unterricht hast als ein Soz.päd.?


    Musst du hier ja gar nicht beantworten, ich sag's bloß, weil du dir den Arbeitsplatz Schule gerade wunderschön auszumalen scheinst, das ist er nicht, vor allem nicht zu zweit/dritt im Klassenzimmer.

  • Ich hab auch schon als päd Fachkraft gearbeitet und fand das eigentlich ganz gut da nicht die ganze Verantwortung bei mir lag. Es ist wohl eher ne zwischenmenschliche Komponente, die da stören könnte. Aaaaber ganz ehrlich... im Gruppendienst die jahre vor der EZ konnt ich mir die direkten Kollegen auch nicht aussuchen und der eine hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.
    Aber im allgemeinen hab ich mit den meisten Leuten echt keine Probleme.

  • (...) Konstruktive Kritik jedoch sollte jeder annehmen können. (...)

    Ein wahres Wort, aber "soll" und "ist" sind nunmal zweierlei. ;)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Es ist auch überhaupt nicht Aufgabe einer pädagogischen Fachkraft, einen Lehrer wg. des Unterrichts zu kritisieren.

  • also als ich als lehrerin gearbeitet habe, war ich immer froh um die meinubng der pf, vier augen seehn bekanntlich mehr als zwei. ich hab gern auch selbst nach deren meinung gefragt, aber wie gesagt, als pf hatte ich auch nicht das bedürfnis, den lehrern reinzureden.
    im gegenteil, meine erfahrung hat aber gezeigt, dass die lehrer sogar sehr gerne auf mein know how in sachen geistigbehidertenpädagogik zurückgriffen wenn es um die differenzierung ging, mir dann zb das grobe thema mit lernziel natürlich sagten und meinten, ich kann da gerne selbst entscheiden, wie ich das thema mit den entsprecxhenden schülern (waren drei an der zahl) angehe.

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