Interaktive Whiteboards und Auflösung des Beamers

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    • Interaktive Whiteboards und Auflösung des Beamers

      In meiner Schule hängen einige interaktive Whiteboards mit Kurzdistanz-Beamer. Diese sind zurzeit so eingestellt, dass das Bild auf das gesamte Whiteboard projiziert wird. Ich müsste mal nachmessen, aber auf 190 bis 210 cm schätze ich die Bildschirm-Diagonale. Für den Beamer ist eine Auflösung von 1280x800 angegeben. Der Text auf einer Website lässt sich schlecht lesen. Beim Schreiben mit den interaktiven Stiften oder dem Finger sind die Ergebnisse nicht zufriedenstellend: Aus zwei, drei, vier Metern sind deutliche Stufen zu erkennen.

      Heute war ich in einem Raum, in dem ein fest installierter 08/15-Beamer direkt auf die weiße Wand projiziert, ohne Leinwand. Bilddiagonale vielleicht 160 oder 180 cm. Dieselbe Website wurde deutlich besser dargestellt als bei unseren interaktiven Whiteboards.

      Meine Fragen:
      • Ist es nicht ganz einfach so, dass man bei der Auflösung unserer Kurzdistanz-Beamer die Bildschirmdiagonale auf 120 oder 150 cm runterfahren müsste, damit auch die vorne sitzenden Schüler nicht den Eindruck eines pixeligen Bildes haben?
      • Und dass für eine Bildschirmdiagonale von 250 bis 300 cm (das würde ein großer Hersteller für den Betrachtungsabstand in unseren Räumen empfehlen) die Technik noch gar nicht so weit ist bzw. noch unbezahlbar ist?
      Wie sind eure Erfahrungen?
    • Wir haben sowohl Whiteboards mit Kurzdistanzbeamer, als inzwischen auch Multitouchdisplays. Wenn ich persönlich die Wahl hätte, würde ich die Multitouchdisplays vorziehen. Die Darstellung ist deutlich schärfer und klarer auch aus großer Entfernung. Mal ganz abgesehen von den sonstigen Features die diese Displays inzwischen mitbringen.
    • Was für ein Rechner hängt am Beamer?

      Windows schafft es nicht, auf zwei unterschiedlichen "Monitoren" zwei unterschiedliche Auflösungen bereitzustellen.
      Heißt: Wenn der Monitor eines Laptops eine Auflösung hat, die stark von der Auflösung des Beamers abweicht, dann ist das Bild des Beamers miserabel.

      Grundsätzlich kann auch ein Beamer-Bild von 800x600 sehr scharf erscheinen - wenn denn ein "alter" PC das Bild zur Verfügung stellt.
      (Ich möchte also fast darum wetten, dass das Problem nicht der Beamer ist, sondern eher die Kombination von PC/Monitor/Beamer).
    • Bear schrieb:

      Was für ein Rechner hängt am Beamer?

      Windows schafft es nicht, auf zwei unterschiedlichen "Monitoren" zwei unterschiedliche Auflösungen bereitzustellen.
      Heißt: Wenn der Monitor eines Laptops eine Auflösung hat, die stark von der Auflösung des Beamers abweicht, dann ist das Bild des Beamers miserabel.

      Grundsätzlich kann auch ein Beamer-Bild von 800x600 sehr scharf erscheinen - wenn denn ein "alter" PC das Bild zur Verfügung stellt.
      (Ich möchte also fast darum wetten, dass das Problem nicht der Beamer ist, sondern eher die Kombination von PC/Monitor/Beamer).
      Stimmt, das kann bei der Darstellung z. B. der Website auch eine Rolle spielen. Geschrieben wird aber auch bei ausgeschaltetem PC über die Software, die der Beamer an Bord hat. Ein scharfes Bild bei 800x600 Pixeln kann ich mir bei ungefähr 1,80 x 1,10 Metern Projektionsfläche aber schlecht vorstellen. Ein Pixel ist dann doch mehr als zwei Millimeter breit, oder mache ich einen Denkfehler?
    • Th0r5ten schrieb:

      Geschrieben wird aber auch bei ausgeschaltetem PC über die Software, die der Beamer an Bord hat.
      Dass kann ein Indiz dafür sein, dass das Problem (auch) woanders liegt.

      Ich habe zwei Dinge aus meinem Erfahrungshorizont vor Augen:
      Wir haben "fürchterlich" alte Boards im Gebrauch (von ca. 2006) mit entsprechenden Rechnern. Kein Problem.
      Wir haben vor nicht allzu langer Zeit High-end (4K) Laptops angeschafft und kombiniert mit Beamern, die nur halb so gut sind (aber eben auch aus dem selben Produktionsjahr stammen). Das Ergebnis ist zum Heulen. Egal, wo man sich im Raum aufhält (außer direkt vor dem Laptop): Schrift ist nicht lesbar. Erst dann, wenn die Auflösung auf dem Laptop so ungefähr angenähert wird an die Auflösung des Beamers, erhält man ein Ergebnis, mit dem man Unterricht versuchen kann.
      [<Ironie an>Schade, dass unsere IT-Abteilung das Problem nicht vorher schon gesehen hat. ... Aber stopp, wir haben ja gar keine IT-Abteilung; und schon gar nicht irgendeine, die sich mit entsprechender Ausbildung Vollzeit um unsere IT kümmert. </ Ironie aus>]
    • Hier spricht die IT-Abteilung:

      Fachbegriff: Native Auflösung von Displays. Beamer und Flachbildschirme haben nur exakt eine Auflösung, die sie pixelgenau darstellen können. Alle anderen Auflösungen müssen sie umrechnen und dafür Pixel weglassen / hinzufügen. Moderne Methoden zur Schriftglättung für schöne, gut lesbare Schriften, funktionieren dann nicht mehr, weil es hier auf jeden Pixel ankommt.

      1. Kombination Monitor / Whiteboard: Nur dann, wenn der angeschlossene Monitor und der Beamer die exakt gleiche native Auflösung haben, können beide (im Rahmen ihrer hardwarebedingten Möglichkeiten) ein optimales Bild liefern.
      2. "Alter Rechner" / "Neuer Rechner": Software, die für Windows 7 geschrieben wurde, wird unter Windows 10 häufig "unscharf" dargestellt.
      3. Empfehlung: Alle Displays / Beamer / Whiteboards möglichst auf Full-HD umstellen. Das ist m.E. ein guter Kompromiss aus Bildschärfe und DPI Wert. Zu hohe DPI Werte sorgen bei älteren Anwendungen, die sich nicht skalieren lassen, für viel zu kleine (oder, wenn man vom BS skalieren lässt, unscharfe) Schriften.

      Bei uns an der Schule möchte ich allmählich die alten Smartboards verschrotten lassen. Die Auflösung von 1024 x 768 Pixeln ist nicht mehr zeitgemäß. Die Kollegen, die digital arbeiten, kommen sowieso mit Convertibles und schreiben darauf, da brauchen wir keine interaktiven Boards mehr.

      An Grundschulen mag das anders sein, da wollen die Kinder ja mal selbst mit der Zaubertafel schreiben :)
    • Dann werde ich mal versuchen, am Bildschirm des angeschlossenen Computers eine andere Auflösung einzustellen. Tatsächlich habe ich darauf noch nie geachtet. (Das war bezogen auf das Spiegeln des Computerbildschirms auf dem Whiteboard).

      Testweise habe ich aber auch mal an einem der Whiteboards das projizierte Bild kleiner eingestellt. Mal abwarten, was die Kollegin sagt. Mir gefiel es auf Anhieb besser. (Ich habe es nur bei ausgeschaltetem Computer getestet.)