Beiträge von Djino

    ein sehr sportliches Rahmenprogramm mit zelten einerseits zu sehr müden Schülern

    Zumindest in der Theorie ;-)

    Ernsthaft, die sind natürlich den ganzen Tag über beschäftigt mit allen möglichen Spielen, Sport, gruppendynamischen Aktivitäten, Wanderungen, ... Selbst nach dem Abendessen geht das weiter (Nachtwanderungen, ...). Klar sind die müde. Aber so eine Gelegenheit zum "Party" machen / Streiche spielen gibt es viel zu selten. Problematisch daran ist, dass die SuS in der Dunkelheit (gerade beim Zelten oder einzelnen Bungalows am Waldrand) und übermüdet die Situation nicht immer richtig einschätzen und sich (und andere) somit durchaus in Gefahr begeben. Und bei Zehnjährigen muss man eben ggf. 24 Stunden Aufsicht führen. (Das aber vielleicht nur eine Nacht lang. Am nächsten Morgen tritt dann jemand die verfrühte Heimreise an...)


    Eine Abschlussfahrt mit einem 10. Jahrgang in eine Großstadt

    Stimmt. Da versuche ich, wenn ich entsprechende Kandidaten in der Klasse habe, eine Unterkunft jenseits des Zentrums zu finden, trotzdem durch S-Bahn gut angebunden, so dass man in 20 Minuten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten etc. erreicht. Nur dass diese S-Bahn in den späteren Abendstunden nicht mehr fährt und die nicht ganz so großstadterfahrenen SuS doch eher davor zurückschrecken, sich auf das Abenteuer einzulassen.

    (Da hat die Schule im ländlichen Raum endlich mal klare Vorteile :-) )

    Die [Klassenfahrten], die ich durchgeführt habe, waren im Vergleich zur sonstigen Arbeitswoche auch eher erholsam als anstrengend, was mit der Wahl des Reiseziels und des Programms steht und fällt.

    Das ist abhängig davon, welches Alter die SuS haben.

    5. Klasse? Nach der Rückkehr falle ich sofort für einen sehr ausgedehnten Nachmittagsschlaf ins Bett (dauert meist bis zum nächsten Morgen). Denn Nächte sind für 5. Klässler dazu da, aktiv zu sein. Zu jeder Stunde ein anderes Zimmer - die SuS wechseln sich ab, die Kollegen führen durchgängig Aufsicht. Wie gut, dass die SuS auch nachts um 3 so laut werden, dass sie einen wecken und man ihnen im Schlafanzug erklärt, dass das so nicht geht.


    12. Klasse? Alle SuS müssen um 22 Uhr im Hotel sein, um einmal durchzuzählen. Dann Ansage: "Sie sind morgen früh um 8 Uhr bitte vollzählig im Frühstücksraum - egal in welchem Zustand, auch als Schnapsleiche."


    Und ja, das Programm wird mit dem Alter der SuS auch für die Lehrkraft interessanter... Man kann es mehr zur Kenntnis nehmen und muss Hinz und Kunz nicht ständig davon abhalten, das Treppengeländer im Technikmuseum als Spielplatz zu missbrauchen.

    Du verwechselst Ansichtsexemplare mit Handexemplaren

    Verzeih bitte, da hatte ich was verwechselt. In dem Beitrag, auf den ich geantwortet hatte, war nicht die Rede von Handexemplaren, sondern von

    Lehrerexemplare

    und

    Ansichtsmaterial

    Daraus ist dann im Eifer des Gefechts nicht das richtige "Handexemplare" geworden, sondern "Ansichtsexemplare" (liegt mMn irgendwie näher an der ursprünglichen Formulierung).



    OT:

    Was soll eigentlich diese Wortklauberei, die inhaltlich / zur Sache nichts beiträgt? Ich habe den Eindruck, dass dies im Forum mittlerweile zum guten schlechten Ton gehört. Wenn man inhaltlich nicht Recht haben kann oder sich in seiner Meinung angegriffen fühlt, sorgt man dann auf anderer Ebene dafür, die Gesprächsteilnehmer (nicht "Gegner"!) lächerlich wirken zu lassen? :-(

    Ich stelle mir gerade einen typischen Spaziergang einer Kindergartengruppe vor:

    In Zweierreihen. Alle fassen ihren Nachbarn an (soll das in Corona-Zeiten noch uneingeschränkt passieren?).

    Vorne und hinten läuft je eine Erzieherin. (An jeder Hand ein Kind? Und Corona?)

    In der Mitte noch ein begleitendes Elternteil (mit Kindern an Händen?). (Darf das Elternteil aktuell überhaupt dabei sein? Und wenn nicht: Reicht der Personalschlüssel noch aus?)


    Man sollte hinterfragen, warum keine Ausflüge unternommen werden. Vielleicht spricht tatsächlich ein Hygienekonzept (oder Angst vor Ansteckung (aufgrund von Risikogruppe?) dagegen.

    Mit älteren Kindern könnte man das über ein Seil regeln: Die Kinder fassen nicht Partner / Erzieher an, sondern alle das Seil. Jüngere vergessen das vielleicht mal und wandern sonst wo hin.


    Irgendwo habe ich vor kurzem von Corona-Tischfußball gelesen (hier?):

    Mehrere Seile werden links und rechts festgehalten. Alle SuS fassen (nach Händedesinfektion...) im Abstand von zwei Metern die Seile an - wie die Figuren beim Tischfußball. Und dann wird gespielt, ohne sich viel zu bewegen (erfordert für Kindergarten wahrscheinlich wieder zu viel Koordination...).

    Aber vielleicht finden sich ähnliche geeignetere Spiele?

    Es reicht doch vollkommen aus, wenn für jeden Jahrgang pro Klasse ein Ansichtsexemplar vorhanden ist.

    Ja, natürlich. Aber in Valerianus' Schule werden die Bücher an Lehrkräfte ausgegeben und verbleiben dort (siehe Zitat). Wer im Schuljahr danach in dem Jahrgang unterrichtet, guckt in die Röhre.


    (Ist mir auch schon passiert, dass ich vertretungsweise ein knappes halbes Jahr in einer Klasse eingesetzt war und dafür eigentlich kein eigenes Buch anschaffen wollte. Da muss man schon einiges an Überzeugungsarbeit leisten, damit jemand "sein" Exemplar rausrückt.)

    1. Dass Verlage an der Schule eingeführte Schulbücher nicht mehr kostenlos an Lehrkräfte ausgeben dürfen, wusste ich gar nicht. Hast du dazu irgendeine Quelle?

    Ich merke, ich werde alt. In den Tiefen des Internets habe ich folgendes ausgegraben:

    Das Gericht verwies in diesem Zusammenhang unter anderem darauf, dass erst seit jüngster Zeit Schulbuchverlage und Schulbuchhändler mit Rücksicht auf die Buchpreisbindung dazu übergegangen seien, kostenlose Lehrerexemplare nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung zu stellen.

    Hinter der vorsichtigen Formulierung "mit Rücksicht auf die Buchpreisbindung" steckt meiner Erinnerung nach eine Klage (Wettbewerbsrecht oder ähnliches). Auf einmal waren unsere sonst so großzügigen Verlagsvertreter, die regelmäßig auf der Matte standen, sehr zurückhaltend und vorsichtig. Mag sich wieder relativiert haben. Aber auf den Verlagsseiten findet man aktuell offiziell nur den Hinweis auf Lehrerprüfexemplare und einen entsprechenden Rabatt.


    Bei der Suche habe ich übrigens auch das hier gefunden:

    § 331 StGB


    Doch dürfen Lehrkräfte die Freiexemplare überhaupt annehmen, ohne sich dem Vorwurf der Korrumpierbarkeit auszusetzen? Im jüngsten Amtsblatt heißt es dazu:

    Lehrkräften […] wird hiermit die Annahme sog. Freiexemplare […] gestattet, soweit es sich um Materialien handelt, die seitens der Lehrkraft […] für ihre schulischen Aufgaben […] benötigt werden. Die Entgegennahme von Vorteilen bleibt unzulässig, wenn sie mit einer Diensthandlung verknüpft wird, insbesondere mit einer Kaufempfehlung an Schülerinnen und Schüler, und wenn der Vorteil eingefordert wird.


    Belohnungen und Geschenke dürfen ausnahmsweise dann angenommen werden, wenn die Zuwendung als stillschweigend genehmigt angesehen werden kann [...]

    Annahme von Ansichtsexemplaren (Schulbücher) als Werbeartikel, wenn diese nicht für einzelne Lehrkräfte bestimmt sind, sondern in der Schulbibliothek inventarisiert und damit allgemein verfügbar werden.

    Gibt es sicherlich auch in anderen Bundesländern, die auf die Art bei der Ausstattung der Schulen sparen wollen...

    1.) Die Bücher werden in der Schule inventarisiert (d.h. sind Eigentum der Schule), können danach aber direkt an die Kollegen ausgegeben werden und auch bei diesen verbleiben

    Das ist vielleicht abhängig von der Größe der Schule bzw. der Fachgruppe, ob das noch funktioniert...


    Wie viele Bücher gibt der Verlag als "Ansichtsexemplare" aus? Vier? Acht? Zehn? Achtzehn?

    Irgendwo ist da eine Grenze. Nicht alle Kollegen werden mit Exemplaren für alle Jahrgänge versorgt. Wer als Kollege neu an die Schule kommt, hat bei dem System ebenfalls das Nachsehen.


    (Wie weiter oben schon gesagt: Die Schule kann aus ihrem Budget des Schulträgers (nicht aus Elterngeldern) Bücher anschaffen und diese den LuL leihweise zur Verfügung stellen. Es muss also keiner Bücher kaufen. Aber dann sind sie nicht Eigentum der Lehrkräfte, man darf nicht hineinschreiben, ...)

    Bekommt man da nicht bestimmte Prozente vom Land erstattet (bis zu 70%, je nach bestimmten Bedingungen)?

    Den Beitrag zur PKV bezahlt man monatlich zu 100%. Da zahlt das Land nicht einen Cent dazu. (Je nach Tarif, persönlichen Merkmalen (z.B. Alter, Zuschlägen für Brillenträger) kann der Beitrag variieren. Für einen "Basistarif" (ohne Chefarzt-Behandlung, ...) sind das monatlich vielleicht 180-200 Euro.)


    Wenn man Rechnungen einreicht, übernimmt das Land 50% (je nach Bedingungen 70%). Aber nicht 50% dessen, was der Arzt abgerechnet hat (der legt bei Privatpatienten auch mal einen höheren Faktor an), sondern nur 50% dessen, was eine GKV zahlen würde. Da bleibt also eine Lücke.

    Für die anderen 50% reicht man die Rechnungen dann bei der PKV ein.

    Nochwas zum Thema Nettogehalt (auch wenn das natürlich ebenfalls eine "Neiddebatte" auslösen kann (wird?)):

    Lehrkräfte sind mehr oder weniger gezwungen, eine private Krankenversicherung zu wählen (weil der Arbeitgeber zur gesetzlichen nicht dazuzahlt - und diese dadurch unverhältnismäßig teuer wird).

    Während also die einen ein Nettogehalt NACH Krankenversicherung ausbezahlt bekommen, zahlen die anderen von ihrem Nettogehalt noch einen nicht unerheblichen Betrag für die Krankenversicherung.

    was kaufst du denn für die Verwaltung?

    Du zitierst mich verkürzt an der Stelle, wo ich jemanden anderes verkürzt zitiert hatte. Das "all die anderen Dinge" bezog sich auf


    die Kosten für Verbrauchsmaterial sehr in Grenzen (außer Rotstiften, Kulis, Eckspanner-Mappen und Prospekthüllen, die ich aber max. einmal im Jahr kaufe, fällt mir gerade gar nichts ein, das ich benötige und nicht von der Schule gestellt bekomme). Laptop und Arbeitszimmer

    Und ja, vieles, was wir im Lehrerberuf machen, ist Verwaltung. "Kundenverzeichnisse" (Schülerlisten, vielleicht im Lehrerkalender, vielleicht in der Noten-App), Ordner mit Notizen zu "Kundenkontakten" (Unterricht...), ... Ich möchte behaupten, dass die meisten von uns das "privat" bezahlen. Und deshalb ist Netto nicht gleich Netto.

    Eingeführte Schulbücher bekommst du doch kostenlos vom Verlag?!

    Das dürfen die Verlage seit ein paar Jahren eigentlich nicht mehr... (man kann Bücher auch in der Schule ausleihen, darf sich dann aber keine Notizen zur Unterrichtsplanung hineinschreiben).

    Und selbst wenn es die Schulbücher "irgendwo" kostenlos geben sollte: Da bleiben dann ja noch Arbeitshefte, ggf. Lehrermaterialien wie Fördermaterialien, Klassenarbeitsvorschläge, Handbücher,... und Materialien über das Lehrwerk hinaus (z.B. Lektüren (jedes Jahr neue für's Abitur) und Handreichungen für selbige - man möchte das Rad ja nicht immer neu erfinden).


    Mappen und Prospekthüllen

    ... und all die anderen Dinge, die du für die Verwaltung kaufst, gehen trotzdem noch von deinem Nettogehalt ab. Das mag bei dir nicht viel sein, relativiert aber wieder das Ausgangszitat. (Und wieder der Vergleich mit anderen Behörden: In welchem Büro irgendeiner Verwaltung kauft ein Sachbearbeiter die Mappen und Prospekthüllen privat, um Akten ablegen zu können?)

    Als Lehrkraft hat man allerdings auch so manche Ausgabe zusätzlich, wo in anderen Berufen dem Chef mal ganz schnell der Vogel gezeigt wird.

    Zum Beispiel:

    Dienstreisen werden aus eigener Tasche bezahlt (in anderen Behörden (um vergleichbar zu bleiben) gibt es Dienstwagen, die auch in "niedrigeren Gehaltsstufen" für Dienstfahrten genutzt werden können). Pauschalen für Reisekosten, Übernachtungskosten sind für Lehrkräfte z.B. prozentual reduziert gedeckelt, andere Beamte etc. erhalten 100% (der maximalen Pauschale).

    Arbeitsmaterial wird durch Lehrkräfte privat angeschafft (z.B. Rotstifte ;-) , farbige Kreide, ..., in Behörden gibt es einen Verantwortlichen für die Ausstattung, wo sich Sekretärinnen ihre Kugelschreiber, Druckerpapier, ... abholen können (die, so habe ich mir sagen lassen, auch mal mit nach Hause wandern...)) [Für den Unterricht hatte ich mal farbiges Papier gekauft, eine Schülerin erwischte ich dabei, wie sie "die Reste" ganz selbstverständlich einpackte mit der Begründung, das hätte die Schule gekauft, ihr würde es gefallen und zustehen. Hat mir gar nicht gefallen. Das Papier blieb bei mir und wurde in anderen Klassen ebenfalls eingesetzt.]


    (Mir ist bewusst, dass Köche ihre eigenen Messer, Friseurinnen ihre eigenen Scheren anschaffen und die auch nicht billig sind. Würde ich evtl. vergleichen mit meiner privaten Anschaffung von Lautsprechern etc. , die ich ausschließlich für den Unterricht verwende. Ich weiß zudem, wie hoch meine "Werbungskosten" für Verbrauchsmaterialien (inkl. mal wieder wechselnde Lehrwerke (G9 -> G8 -> G9)) jährlich wieder sind. Deshalb ist "netto" mMn relativ.)

    Djino, ja. Der Corona - Hauptthread.

    Oh. Den habe ich bisher geflissentlich ignoriert. Sollte ich vielleicht mal lesen (... und wart nie wieder gesehen ...)


    Aber solange mich keine fragt, ...

    Ist das sowas ähnliches wie ein Arschleder? (Ebenfalls sorry, ist aber nichts wirklich Unanständiges.)

    (Vgl. Wikipedia: "Die Gestaltung moderner Arschleder ist in der DIN 23307 Gesäßleder für den Bergbau (Arschleder) geregelt."


    #120

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