• Ich würde das nicht als Missstände zusammenfassen. Klar, dass mit Lokführer oder Fluglotsen-Streiks ist ein Problem. Aber alles andere ist Angebot und Nachfrage.

  • Auch wenn mehr Geld immer schmeckt. Seh ich die Tarifverhandlungen nicht dazu da, dass ich am Ende MEHR raus habe. Sondern, dass ich Inflations und Steuerbedingt das gleiche raus habe. Bzw. diverse Missstände innerhalb der Berufsgruppe besprochen werden. Wenn ich persönlich mehr haben will als andere, dann ist das erstmal mein Problem, welches ich in einer privaten Verhandlung mit dem Geldgeber aus mache (oder mich in unserem Kontext entsprechend Befördern lasse.)

    Doch klar, genau darum gehts. Um eine am allgemein am volkswirtschaftlichen Produktivitätswachstum anteilig angemessene Verteilung aller Beschäftigten. Das ist nicht einfach bloss eine Privatsache eines jeden Angestellten und seines Arbeitgebers.

    Angenommen die angestrebte(!) Zielinflationsrate (der EZB) beträgt 2% und das allgemeine jährliche Produktivitätswachstum 1%, dann müssten die Löhne um genau 3% steigen, jährlich natürlich (bzw. solange wie eben diese Bedingungen vorherrschen).

    Andernfalls wäre die Bevölkerung nicht in der Lage, die in einer Volkswirtschaft hergestellten Produkte und Dienstleistungen zu kaufen und es käme zum einem Nachfragedefizit und der damit verbundenen Abwärtsspirale bei Löhnen und Beschäftigung (eben genau alles das, was bei uns nun schon seit Jahrzehnten statistisch nachweisbar ist).

    Das ganze steht also in einem klaren, funktionalen volkswirtschaftlichen Nutzenzusammenhang.

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