Seiteneinstieg Sachsen ohne Referendariat

  • Hallo,


    ich arbeite derzeit als Seiteneinsteiger an einer Sekundarschule in Sachsen-Anhalt. Da meine Familie aber nun plant, nach Leipzig umzuziehen, überlege ich, ob es nicht Sinn macht, ebenfalls nach Sachsen zu gehen.


    In Sachsen-Anhalt habe ich vor 3 Jahre eine Einstiegsqualifikation gemacht und seitdem als Klassenlehrerin gearbeitet. Eine weitere Qualifikation habe ich bisher ausgeschlossen weil ich damit auch keine weiteren Vorteile wie etwa eine Verbeamtung in Aussicht hätte.


    Wenn ich das richtig verstehe, ist es in Sachsen aber genau andersherum gelagert. Dort müsste ich das Referendariat nachholen während meiner Tätigkeit.


    Daher nun die Frage: ist das in Sachsen zwingend nötig? Und wenn ja, dann ist es doch sinnvoller lieber gleich ins Referendariat zu gehen (in Sachsen-Anhalt wurden mir zwei Fächer anerkannt, ich hoffe, das wäre in Sachsen auch so) anstatt erst darauf zu warten als Seiteneinsteiger? Der einzige Vorteil scheint mir dann beim Seiteneinstieg, dass ich mich schulscharf bewerben kann.


    Ich möchte nicht ums Referendariat drumherum kommen, ich möchte nur nicht in einem Seminar mit Leuten sitzen, die 15 Jahre jünger sind als ich und es immer später angehen..


    Vielen Dank für euren Input! :)

  • Ich möchte nicht ums Referendariat drumherum kommen, ich möchte nur nicht in einem Seminar mit Leuten sitzen, die 15 Jahre jünger sind als ich uns es immer später angehen..

    Warum? Das ist doch kein Problem. In meinen Seminarveranstaltungen gab es altermäßig querbeet alles, von Mitt-20ern frisch aus dem Studium bis 40 plus, das hat niemanden gestört. Mach das Ref, wenn es sich anbietet.

  • Wenn möglich, mach das Ref. Damit erhältst du Zugang zu einer vollen Lehrbefähigung, ggf. Aufstiegsoptionen, besserer Besoldung, ggf. Verbeamtung und bist ganz schlicht und ergreifend besser qualifiziert für den Job, den du machst, was dir diesen auszuüben erleichtert.

    Die Altersdiskrepanz im Ref ist nur dann ein Thema, wenn jemand es dazu macht. Wenn du damit entspannt umgehst, wird es vermutlich kein Thema werden. Ich war 38 im Ref und nicht die Älteste. Die Spanne lag bei uns zwischen 23 und 50 Jahren.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Okay, also nicht befristeter Honorarvertrag oder sowas.

    Zwei Fächer sind in jedem Falle gut und Fremdsprache an der Oberschule gesucht. Soweit ich weiß, wird geschaut, inwieweit deine Studieninhalte mit denen des Lehramts übereinstimmen. Wenn die Übereinstimmung ausreicht, musst du nichts nachstudieren, sondern kannst mit dem Vorbereitungsdienst weitermachen. Ich glaube, dass das ein Jahr geht und die Seiteneinsteiger 'unter sich' sind. Wenn das ganze fertig ist, bist du gleichgestellt, bekommst E13. Aber hast dann keinen Lehramtsabschluss, der sich in andere Länder mitnehmen ließe.


    Alles ohne Gewähr, das ändert sich auch immer mal.


    Hier findest du Merkblätter und auch Ansprechpersonen:

    https://www.bildung.sachsen.de…nktioniert-es-in-sachsen/

  • In Sachsen nehmen die Seiteneinsteiger am normalen Referendariatsprogramm Teil. Ich bin gerade im letzten Ausbildungshalbjahr der 18 monatigen Ausbildung und die Seiteneinsteiger hatten ihre Prüfung nach 12 monatiger Ausbildung. Wenn zwei Fächer abgeleitet werden können und du das Referendariat gemeistert hast, kannst du meines Wissens nach verbeamtet werden. Sachsen ist aber ziemlich streng in der Anerkennung der Fächer. Bei mir würde trotz 105 CP in Biologie (das Lehramtsstudium hat 90 CP Fachwissenschaft), Biologie nicht anerkannt. Ich habe dann nochmal "nachstudiert" und ein normales 1. Staatsexamen gemacht.

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