Beiträge von Rala

    Genauso, plus es werden weiterhin munter in Präsenz Konferenzen und Fachschaftssitzungen abgehalten, während derer dann auch noch gegessen wird. Ich geb's echt auf.

    Ich arbeite die letzten Jahre täglich ungefähr 10 Stunden an der Schule und mache dabei zwischendurch keine Pause. Dafür habe ich an den Wochenenden und in den meisten Ferien frei, weil ich Unterrichtsvorbereitungen und Korrekturen zum größten Teil an der Schule erledige.

    Wie geht 10 Stunden arbeiten ohne Pause? Verrate mir dein Geheimnis bitte, hätte auch gerne mal freie Wochenenden.

    Und genau so läuft es bei uns seit dem letzten Schuljahr! Alle gleichzeitig Masken runter, popeln, niesen, Husten, rotzen...und die Fenster dabei laut Anordnung weit geöffnet, Raumtemperatur schon seit geraumer Zeit also deutlich unter 15°C.

    Läuft aber im ganzen Bundesland genauso (BW).

    Und ja, Karikatur ist noch zu nett - eher Lachnummer, wenn nicht so traurig wäre.

    Ich wollte gerade sagen, dass ich das nur so kenne und ich hab ja übers Seminar mit vielen Anwärtern Kontakt, und weiß, dass es auch an deren Schulen nur so getestet wird. Ich kann mir das organisatorisch gar nicht vorstellen bei Einzeltests dreimal die Woche, wie viel Zeit geht denn dafür drauf? Ich stehe immer so weit wie möglich weg von den SuS direkt am offenen Fenster, wenn sie sich testen, aber Murks ist das natürlich trotzdem, wenn da alle gleichzeitig maskenlos popeln.

    Na ja, wenn sie wirklich bei jedem Omikron-Fall die gesamte Lerngruppe in Quarantäne schicken wollen, dann werden auch ohne formalen flächendeckenden Fernunterricht schnell die meisten Klassen im Fernunterricht sein, oder nicht?

    Ich denke nicht, dass das lange so gehandhabt werden wird. Ich tippe darauf, dass man diese strenge Quarantäneregeln schnell aufweicht, so wie es jetzt gerade auch läuft.

    Schöne Ferien euch allen. Eure Tipps für den 10. Januar? Präsenz-, Wechsel- oder Fernunterricht?

    Präsenzunterricht bis zum bitteren Ende, egal wie sehr die 5. Welle durchschlägt, maximal mit vereinzelten lokalen Schulschließungen. Hat man jetzt ja u.a. in Sachsen gesehen, selbst mit 1000er Inzidenzen gab es keinen flächendeckenden Wechsel- oder Distanzunterricht.

    Naja, mit 50 Leuten ist der Raum auch voll, ob das ein deutliches Signal für eine Schulleitung ist, die aktuell GLK vor Ort für unerlässlich hält, sei mal dahingestellt. Ich finde, das ist was Schönes für den Personalrat, der rechtzeitig darauf hinwirken kann, die Planung online zu organisieren.

    Da wir im Kollegium deutlich über 50 Personen sind, hoffe ich schon, dass dieses Signal wahrgenommen wird. Aber natürlich hast du recht, auch mit 40 oder 50 Personen ist mir aktuell in beengten Innenräumen nicht wohl.


    Und danke CDL für den Hinweis.

    An eine GLK in Präsenz kann ich mich fast nicht mehr erinnern. Während der Coronazeit nie. Der Schulleiter hat Mut. Wenn es ein Infektionsgeschehen bei den Weihnachtsfeiern und bei der GLK gibt, schaffft er es in die Zeitung und bekommt großen Ärger mit dem Gesundheitsamt.

    Danke für eure Rückmeldungen, das bestätigt meine Sicht auf das völlig unverantwortliche Verhalten an meiner Schule. Vom Ärger mit dem Gesundheitsamt hat man halt auch nichts, wenn man dann an Weihnachten in Quarantäne sitzt.

    Darf ich mal fragen wie es bei euch an den Schulen gehandhabt wird momentan mit GLKs und Weihnachtsfeiern? Wir hatten letzte Woche eine GLK in Präsenz mit voller Besetzung und momentan plant die Schulleitung nicht nur eine, sondern gleich zwei verschiedene Weihnachtsfeiern mit Essen und Musik, eine davon getarnt als Dienstbesprechung. Ich komme mir so langsam vor als wäre ich im falschen Film, scheine aber im Kollegium die Einzige zu sein, die Bedenken hat.

    Das ist leider schon länger so. Ich musste auch meine UPP für alle Szenarien planen von Präsenz über Hybrid, komplett Online bis hin zu Fachgespräch alles wäre noch am Tag der Prüfung denkbar gewesen... Anstrengend ich weiß, aber irgendwie aktuell unser aller Alltag. Wenn ich Abends die Mail bekomme Schule x ist morgen Online dabei, muss ich mir auch kurzfristig überlegen wie ich ihn gut einbinden kann.

    Klar der Prüfungsdruck im Ref kommt oben darauf und ist nicht zu unterschätzen. Ich weiß nicht wie lang du schon im Ref bist. Bei mir haben viele Monate meiner Ausbildung komplett online stattgefunden... Man kann das dennoch gut schaffen.

    Wenn ich vorab eine Mail bekomme, schön. Meine Schule ist im Brennpunkt und zudem maximal chaotisch, was die Abläufe angeht. Da ist es leider so, dass man vorab 20 Emails mit der Stundenplanerin und dem Klassenlehrer schreibt und zusätzlich 100 mal persönlich im Gespräch ankündigt und erinnert, wann der Unterrichtsbesuch ist und dann steht man am Tag X eine Stunde vorher da und wurde doch nicht informiert, dass alle krank sind, weil es vergessen wurde. Hm, achso ja, Unterrichtsbesuch, mal wage gehört, sorry.


    Das wäre schon im Normalbetrieb ätzend, unter den momentanen Umständen eine Zumutung. Anscheinend ist der Lehrermangel noch nicht schlimm genug, man muss es uns so schwer wie möglich machen.

    Sie hängt sich richtig in die Tür, um Schulschließungen zu vermeiden, verdammte Axt

    Kann sie gerne, vielleicht zieht es dann weniger beim Lüften.


    Mir geht es ähnlich wie Kris24 und der ganze Ref-Stress kommt dann noch obendrauf, inklusiver vollmundige Ankündigungen des Seminars, dass man keinerlei Planungssicherheit geben kann für die Lehrproben; wir müssen uns auf Präsenz und alternative Formate einstellen und auch Mischformen sind jetzt ausdrücklich erlaubt, denn natürlich ist Präsenz das oberste Gebot und wir wollen ja alle zeigen, was wir können. Bisschen blöd halt, wenn man zur Lehrprobe kommt und plötzlich fehlen 2/3 der Klasse wie zuletzt beim Unterrichtsbesuch.

    https://www.swr.de/swraktuell/…aene-weihnachten-100.html


    Mal wieder nichts Halbes und nichts Ganzes.

    Was machen eigentlich die Lehrkräfte, die ihre Kinder gerne zu Hause lassen wollen, aber in die Schule müssen?

    Tja, man weiß eigentlich, dass ein paar Tage Puffer sehr sinnvoll wären, aber nachdem man monatelang in allen Medien verkündet hat, dass Schulen sicher sind und es keine Schließungen mehr geben wird, hat man sich jetzt selbst ohne Not völlig ins Abseits manövriert und dieses Gemurkse ist dann das Resultat.


    Edit: Und da fällt mir gerade ein, waren das nicht genau die drei Tage, an denen eine große Impfaktion an Schulen in BaWü stattfinden sollte? Bisschen blöd, wenn die SuS gerade dann in freiwilliger Quarantäne sitzen, wenn die Impfteams an den Schulen anrücken. Satz mit X...

    Keine Kohorten trotz positiver Covid-Fälle in einer Klasse? Falls ja, hoffe ich doch sehr, dass du das dem Schulamt gegenüber zur Sprache gebracht und- sollte dein Unterricht von dem Unterbleiben von Kohortenbildung direkt mit betroffen sein- entsprechend remonstriert hast gegen eine Anweisung in dieser Weise zu unterrichten.


    Wir haben leider auch regelmäßig Covid-Fälle, bei uns gibt es aber selbstverständlich in betroffenen Klassen Kohortenunterricht, Nachmittagsunterricht als Fernunterricht (zur Entzerrung), eigenständige Kohortenpausen getrennt von den üblichen Pausenzeiten und keine Teilnahme an gemischten Unterrichtsgruppen (Wahlpflichtfächer, Reli/Ethik, Sport, ...). Was wir also machen dürfen (und müssen) machen wir aucG

    Nenne mich gerne duckmäuserisch, aber ich als Refi melde mein Schule sicherlich nicht beim Schulamt, da kann ich mir gleich selber ins Bein schießen, das wäre vermutlich schmerzfreier.

    Ich glaube nicht, dass man die Schulen nochmal antastet, nicht mal für vorgezogenen Weihnachtsferien hier in BaWü. Ich denke, das lässt man jetzt mit Kalkül munter laufen, anders kann ich es mir nicht erklären. An meiner Schule vergeht kein Tag ohne neue Fälle, sei es auf Schülerseite oder bei Kollegen und sogar im Sekretariat. Alle hocken weiter fröhlich aufeinander und Klassen werden kunterbunt gemischt in Wahlpflichtfächern, es gibt keine Kohorten - die zerschlissene Maske, die unter der Nase hängt, wird es schon richten. Wahrscheinlich machen wir dann kurz vor Weihnachten Unterricht mit fünf Schülern. In vielen Klassen fehlt jetzt schon die Hälfte.

    Genauso ist es an meiner Brennpunktschule in BaWü auch, sehr niedrige Impfquote, vielleicht 4-5 SuS pro Klasse, wenn man Glück hat und dafür jede Menge die Sprüche raushauen, dass an der Impfung Kinder sterben und man unfruchtbar wird. Und die Maske hängt natürlich auch permanent unter der Nase. Soviel kann man gar nicht reden und aufklären wie verdreht da die Ansichten sind, es ist eigentlich nur noch zum Weinen.

    Willkommen in der Schulwirklichkeit.
    Nimm's nicht persönlich. Du bist - wenn ich das richtig verstehe - nun im eigenverantwortlichen Unterricht. Die Kids sind Corona-geschädigt und müssen sich erst wieder an normale Strukturen gewöhnen. In manchen Klassenstufen kannst du ein Methodenfeuerwerk abbrennen und die Kids plappern trotzdem munter drauflos. Die haben auch eine feine Antenne für deine Unsicherheit (die Reffi-eigen ist)
    Um welche Klassenstufe handelt es sich? In 6-9 tanzen die Hormone Samba.

    Es ist Klassenstufe 7 und 8. Ich würde es gerne nicht persönlich nehmen und weniger darüber grübeln, aber ich wie macht man das? Kommt das mit der Zeit? Mich belastet das alles sehr.

    Das Thema hatten wir hier neulich schon mal. Was macht dich glauben, dass dein Unterricht "schlecht" sei?

    Naja, wenn ich jede Stunde die Hälfte der Lernzeit verliere, weil man Klassenmanagement nicht passt und ich die Störungen nicht in den Griff kriege, kann es ja kein guter Unterricht sein bzw. es bleibt vom Unterricht einfach nicht mehr viel übrig.

    Ich frage mich zunehmend wie man am besten mit einem Ref an einer Brennpunktschule umgeht. Mir war es im ersten halben Jahr wegen Corona und Onlineunterricht nicht so bewusst wie heftig die Zustände an meiner Schule eigentlich sind, inzwischen ist mir klar geworden, dass es eine Brennpunktschule ist, die zudem organisatorisch sehr chaotisch ist.


    Das Kollegium und meine Mentoren sind menschlich ok und meine Rückmeldungen waren bisher auch gut, aber ich fühle mich eigentlich die ganze Zeit mies, da ich schlechten Unterricht mache. Der Alltagsunterricht läuft in keinster Weise so, wie das bei den Unterrichtsbesuchen ist. Und damit meine ich nicht das Methodenfeuerwerk oder so, sondern eher das Verhalten der SuS bzw. meine Klassenführung. Wir verlieren in jeder Unterrichtsstunde soviel Zeit wegen Störungen und ich fühle mich jetzt schon ausgelaugt durch diese ständigen Störungen und Konflikte. Ich frage mich oft, ob ich überhaupt geeignet bin für diesen Beruf, ich denke inzwischen ich habe nicht genug Durchsetzungsvermögen und kann mich auch sehr schlecht von der psychischen Belastung abgrenzen. Ich versuche mir dann zu sagen, dass es ja vielleicht an anderen Schulen besser ist, aber ist das wirklich so? Vielleicht lüge ich mir auch einfach was vor. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen den Beruf unter diesen Umständen über Jahrzehnte auszuüben, ich gehe jetzt schon sehr ungern und in permanenter Anspannung in die Schule.


    Ich hab auch schonmal vorsichtig versucht, die Thematik bei meinen Mentoren anzusprechen bzw. Tipps einzuholen, aber da kommen dann eher so Gemeinplätze wie, dass man vorne hin stehen müsste und diese Konflikte austragen müsste, denn das sei nun mal unser Beruf - was ja auch irgendwo stimmt, nur hilft mir das nicht. Zu sehr öffnen möchte ich mich ihnen gegenüber auch nicht, da das ja letztendlich auch auf einen zurückfällt und negativ in die Bewertung einfließt.


    Ich weiß auch gar nicht so recht, was ich mir erhoffe von diesem Beitrag hier (außer mal Abkotzen). Vielleicht war jemand hier im Ref an einer Brennpunktschule und mag mal berichten? Ich kann mit niemandem darüber reden, selbst in meinen Seminargruppen sind alle in Bullerbü-Schulen... oder stellen das zumindest so dar, das weiß man ja nie.

    Nach welchen Kriterien entscheiden sie denn? Ist das irgendwo schriftlich festgehalten? Ansonsten würde ich da nicht groß "beraten", beraten setzt für mich einen offenen Prozess voraus. Einschätzung bzgl. des Niveaus ist dagehen eine recht klar zu definierende Sache und bedarf nicht des großen Gesprächs, sondern ein "So isses halt".

    Das "Kriterium" ist der angestrebte Schulabschluss. Die Erziehungsberechtigten beschließen, dass ein Realschulabschluss gemacht werden soll, also wird auf M-Niveau gearbeitet und ob das dann der Realität entspricht, ist leider egal. Gegen den Elternwillen kommt man nicht an, wenn die Elten das Niveau wollen. An der GMS kannst du niemanden abschulen aufgrund seiner Leistung, Versetzungsentscheidungen gibt es auch nicht und dann schleift man die SuS durch bis zum Schulabschluss, wo das Ganze ihnen so richtig böse auf die Füße fällt. Ist natürlich nicht immer so, aber leider doch oft genug.

Werbung