Kommunikation...

  • N'abend!
    Jetzt, kurz vor der Deutschklausur, fange ich an, die ganzen Kommunikationsmodelle auswendig zu lernen. Hat zwar keinen Sinn -und wozu brauche ich das später noch?- aber die Deutschlehrerin verlangt es und so muss ich mich dem wohl fügen... :rolleyes: Das erste Mal... Warum hat sie auch nur immer etwas zu meckern? *g* Hauptsache ich überstehe morgen die Klausur und hoffentlich war es die letzte bei DER Lehrerin. :rolleyes:
    Habt ihr nicht einen tollen Tipp wie ich mir diese überaus tollen und lebenswichtigen Kommunikationsmodelle (Schulz von Thun, Watzlawick... usw.) merken kann? Ich finde es nämlich einfach nur lächerlich das auswendig zu lernen... :(


    Gute Nacht und liebe Grüße
    Maren<br>

  • Hallo Maren,


    muss dich enttäuschen: ich bin während Studium und Referendariat ständig wieder mit den Kommunikationsmodellen konfrontiert worden. Ich finde sie ziemlich sinnvoll und hilfreich, wenn man eigenen U-Gespräche, Schü-Gespräche etc. reflektiert. Klar, manche Dinge sind überzogen und andere völlig selbstverständlich, aber alles in allem finde ich es sinnvoll, einen wissenschaftlichen Hintergrund für meine pädagogische Arbeit zu haben.
    Also versuche dir zu sagen, dass das was du jetzt lernst, einen Sinn für dein späteres Leben hat bzw. haben kann.


    Frohes Weiterlernen wünscht Annette! :)<br>

  • Na ja... Vielleicht sollte ich mir das mit dem Deutschstudium noch mal überlegen... ;) Aber ich bin sicher, dass auch Kommunikation interessant sein kann, wenn sie so vermittelt wird. *seufz* Wir mussten uns das z.B. alles selbst erklären und beibringen... Irgendeinen Sinn wird das auch gehabt haben... :D


    Liebe Grüße
    Maren, der jetzt der Kopf raucht<br>

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Maren,
    ich fand die Kommunikationsmodelle noch mit am interessantesten in der Sprachwissenschaft, an der Du, solltest Du Deutsch studieren, nicht vorbeikommst. Wie Du sie Dir besser merken kannst? Mhm, ist etwas knapp, aber ich kenne das... ;) Mir hat es immer geholfen, sie wirklich noch mal Stück für Stück zu zeichnen und dabei die einzelnen Schritte und Verbindungen nachzuvollziehen.
    Viel Glück!<br>

  • Kann mich Melo nur anschließen - und nebenher wirklich noch mal Watzlawick, "Anleitung zum Unglücklichsein" oder "Münchhausens Zopf" empfehlen, weil er da das Ganze auf einfache Alltagssituationen herunterbricht. Mir hat's immer geholfen, im Kopf einen Sketch draus zu machen, à la


    Sacht der Tünnes für de Schäl, "Du, isch kann jetz Kommenikationstheorie, die von dem Schulz von Thun!"
    Sacht de Schäl "Wat willze tun?"
    Sacht de Tünnes: "Schulz von Thun, der mitte Kommenikationstheorie. Also, passens op, isch han enne Nachrischt für disch, die hat vier Seite!"
    Sacht de Schäl "Wat, so lang? Sonz schickse doch immer en Telegramm!"
    Sacht de Tünnes: "Ja, en Tellegramm is ja auch ne Nachricht!"
    Sacht de Schäl: "Mit vier Seiten? En Tellegramm? Häs du zuviel Jeld?"
    Sacht de Tünnes: "Nu hör doch ens zu! Also, wenn isch jetz für disch sach "Isch han so vill Luft em Kölschglas""
    Sacht de Schäl "...ja, dat Problem kennisch..."
    Sacht de Tünnes: "Nu sei domma still. Also, isch han so vill Luft im Kölschglas, dann sach isch ja eenstens, datta so vill Luft im Glas is."
    Sacht de Schäl: "Sachens, hastu se no all? Wenn du sachs, dat du vill Luft in dem Glas hast, dann sachs du, datta vill Luft in dem Glas is? Dat is ja ma ne tolle Theorie. So red ich immer mit unsern schwerhörigen Oppa. 'Tach Oppa!' 'Hä?' 'ISCH HAB JESACHT TACH OPPA'. Dat kann stundenlang so gehn."
    Sacht der Tünnes: "Äwwer nä, dat is ja nich alles, wat ich damit sach."
    Sacht de Schäl: "Wie, nich alles? Du hes doch jrade jesaacht, du hess soja zweimal jesaacht, datte..."
    Sacht de Tünnes: "Jojojo. Äwwer isch sach doch auch wat övver misch, isch offenbare misch dir doch, wenn isch saache, datta so vill Luft in meim Glas is..."


    2.TEIL FOLGT
    <br>

    Frölich zärtlich lieplich und klärlich lustlich stille leysejn senffter süsser keuscher sainer weysewach du minnikliches schönes weib

  • Sacht de Schäl: "Dat is ja ma ne große Offenbarung - dattu ne alte Säufer bes, hammer ja schon länger jewuss..."
    Sacht de Tünnes: "Nä, dat hätt isch jetz nit saache wolle - abber dat isch hier sitz un seelisch un körperlisch Not leide, dat offenbaar isch dir domet..."
    Sacht de Schääl: "Geistisch hässe verjessen, jeistisch notleidend, dat auch...abber mach ma weiter, jetz will isch wissen, wo dat hinjeht. Also, Auf de erste Seite steht, dattein Glas leer is, un auf der zweiten, datte geistigen Notstand häss..."
    Sacht de Tünnes: "Ja, un auf de dritten sach isch ja noch wat övver uns."
    Sacht de Schääl: "Övver uns? Wat han isch dann mit dingem leere Glas zu tun?"
    Sacht de Tünnes: "Nu, isch saache der doch, dat minge Glas leer is, dann mein isch doch, datt du ne joode Fründ bis, der sisch so eine traagische Situation nit lange anluure kann. Un dann simmer nämlisch bei de vierte Seite, datt is dann nämlisch de Appell. Un isch appelliere nu an disch als minge Fründ..."
    Sacht de Schääl: "Haaaa...nä. Wenn dein Thunfisch meint, isch jinge dir en Kölsch hoole, nur weil du mir enne Tellegramm mit vier Seite schreibs, dann hatter sich jeschnitten. Die Rund zahlst du. Und damit saach ich, dass du die Rund zahls, und dat isch meine, dat du die Rund zahls, und dat du enne Quatschkopp bis, der die Rund zu zahle hat, un dat du jetz ma maache solz, dattu die RUnde zahls. Klar?"
    Saacht de Tünnes: "Abber Kommenikationstheorie kannze jetz auch..."


    Alles klar?
    Wolkenstein


    PS. Däumchen gedrückt für die Arbeit natürlich...<br>

    Frölich zärtlich lieplich und klärlich lustlich stille leysejn senffter süsser keuscher sainer weysewach du minnikliches schönes weib

    • Offizieller Beitrag

    Wolkenstein, ich habe Krämpfe!!! Das ist die genialste Form der Kommunikationstheorie die ich jemals gelesen habe - besser geht nicht! Falls ich jemals wieder unter diesem Stuhl hervorkriechen kann, werde ich meine erste Staatsexamensarbeit nochmal ändern und dich auf die Literaturliste setzen.
    Ganz oben hin!


    Heike :D:D :D<br>

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

  • wolkenstein *gröhl* damit kann man sich das wirklich merken...
    Jetzt habe ich es ja hinter mir, obwohl zwei Stunden viel zu wenig Zeit waren. Es gab zwei Texte, eine Kurzgeschichte und einen Sachtext. Zu jedem Text dann zwei Aufgaben. Zur Kurgeschichte eine Interpretation und dann sollten wir die Geschichte weiter schreiben, beim Sachtext die Argumentation untersuchen und dann erörten. Ich hätte am liebsten beide Texte gemacht, aber ich denke das Kreative liegt mir mehr, obwohl ich auch gerne eine Erörterung geschrieben hätte. Bin mal gespannt, was dabei rausgekommen ist


    Liebe Grüße und danke fürs Daumen drücken
    Maren<br>

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