Eine kurze Zwischenfrage aus NRW: Ich kenne es so, dass in der entsprechenden Prüfungsordnung (APO-SI, APO-GOSt) festgelegt ist, was auf einem Zeugnis zu stehen hat. Gibt es so etwas für die Grundschule nicht? Hier melden sich SuS der vierten Klassen mit Zeugnissen an, deren Umfang von einer (mit einem begründungslosen Satz zur Schulformempfehlung) bis zu neun (i. Z.: 9) Seiten reicht.
Beiträge von SwinginPhone
-
-
-
Hier geht ja mal wieder alles (Übergeneralisierung, Von-sich-auf-andere-Schließen, Landes-, Schulformspezifisches-Missachten ...) durcheinander. Mal geht es um drei Kilometer, mal um zwei bis drei Stunden.
Ich frage mich weiterhin: Wenn ich die halbe Stunde (drei Kilometer) Mehrweg nicht mehr zumuten darf, darf ich dann noch eine gewisse Menge an Vokabeln aufgeben? Darf ich verlangen, die Vorgänge im Franck-Hertz-Versuch zu verstehen oder zumuten, dass ein „m“ für milli, Meter und Masse stehen kann?
-
Das sind dann diese Burggymnasien, bei denen man beim Aufstieg noch befürchten muss, mit heißem Öl oder Pech übergossen zu werden ...
-
Das ist aber doch was ganz anders.
Ich glaube, dass das uns unterscheidet. Für mich ist es sehr ähnlich und damit erübrigt sich die Diskussion.
-
3km kann man laufen, ja. Wenn der Schulweg aber üblicherweise mit dem Bus gemacht wird und dieser fällt aus, dann schafft man es niemals pünktlich zu Fuß.
Wenn man es abends erfährt, geht man eine halbe Stunde eher los. Oder man ist halt zur zweiten Stunde da. Es geht doch darum, dass man ganz zuhause bleibt, obwohl man ohne größeren Aufwand zur Schule kommen könnte.
-
Wenn es in einer Schule z. B. 20 Ermäßigungsstunden gibt, wie viele bleiben für Sammlung übrig, wenn die Korrekturen bereits entsprechend viele erhalten?
Bei uns sind die vier Stunden für die Sammlungen (je eine für Bio, Chemie, Physik und Sport) wie auch für andere Sonderaufgaben, gesetzt, der Rest wird nach einem Punktesystem (Arbeiten, Klausuren, Klassenleitung) vergeben.
-
Die großen Fachschaften haben sich die Ermäßigungsstunden selbst zugeschustert. Kleine hatten, obwohl wir die SL überzeugt haben, keine Chance. Ich würde in NRW nie die Chemiesammlung freiwillig übernehmen, hier in Baden-Württemberg wird darauf geachtet, wie lange man für eine Extraarbeit benötigt.
Wobei das an der Schule und nicht am Bundesland lag. An meiner Schule werden die Belastungen und die Entlastungsstunden regelmäßig geprüft und eventuell neu verteilt.
-
plattyplus : Um mal beim Beispiel der Sechstklässler zu bleiben: Der Katalog der Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen ist auch nicht dafür gedacht, dass alle Maßnahmen innerhalb eines Schuljahres abgehakt werden, sondern über mehrere Jahre.
Wenn ein Sechstklässler bewusst einen Mitschüler die Treppe hinunterstößt, fängst Du mit einem ermahnenden Gespräch an?
-
[...] wenn man auf der Höhe seiner kognitiven Schaffenskraft und Aufnahmefähigkeit "in der realen Arbeitswelt" irgendwo die Werkstatt fegt.
Irgendwo die Werkstatt fegen, ist schon etwas albern. Aber wäre es nicht sinnvoll, wenn eine Geschichtslehrkraft mal in einem Museum gearbeitet oder selbst geforscht und Bücher veröffentlicht hätte?
Ich gebe zu, dass ich im physikalischen Bereich nur als Radio- und Fernsehtechniker Geld verdient habe, von Musik habe ich aber einige Jahre gelebt.
-
Der Praktikumsbesuch, den ich gestern gemacht habe, war sehr unkompliziert.
Ursprünglich war das ungefähr mal so gedacht:
1. Potentialanalyse: Externer Träger (auf keinen Fall in den schulischen Räumen; benachbartes BK war aber ok), eine Klasse pro Tag.
2. Auswertungsgespräch in der Schule: jeweils 10 bis 15 min pro Kind (evtl. mit Eltern), dabei wurden mehrere Berufsfelder genannt, in denen man die Berufsfelderkundung durchführen soll (gelegentlich wurden hier konkrete Berufe genannt, wenn die hiesige Industrie mal wieder Nachwuchs brauchte)
3. Portfolioinstrument: Im Anschluss an das Gespräch gab es einen dicken Ordner, in den alles, was mit Berufsorientierung zu tun hat, eingeheftet werden soll; er enthält auch ganz viel merkwürdiges Unterrichtsmaterial
4. Beratung: Jedes Kind soll einzeln mit der Klassenleitung 10 min über das Ergebnis sprechen
5. Berufsfelderkundungen: drei einzelne Tagespraktika in drei verschiedenen Berufsfeldern
6. Beratung: „In welchem der drei Berufsfelder möchtest du das Betriebspraktikum machen?“
7. Betriebspraktikum: zwei oder drei Wochen am StückUnd dann soll es noch eine „Woche der Beratung“ geben und Azubi-Speeddating und und und ...
Später wurden bei dem Auswertungsgespräch nach der Potentialanalyse nur noch grobe Richtungen vorgegeben.
Wir haben die Potentialanalyse immer direkt zu Beginn (erste Schulwoche) der 8. Klasse durchführen lassen (pro Tag eine Klasse, so dass nach einer Woche der Spaß vorbei war), die Beratungen in den Politik-Unterricht (im Klassenverband) verschoben und die drei Berufsfelderkundungen weit gestreut (von März bis Juli), damit man die Möglichkeit hat, mit den Erfahrungen aus den ersten Praktika, sich die weiteren Plätze zu suchen. Je nach Betrieb kann der Tag schon sinnvoll gefüllt werden.
Heute heißt die Potentialanalyse „Einstiegsinstrument: Potentiale entdecken“ und die Auswertungsgespräche werden gleich (ohne Eltern) drangehängt.
-
-
Der Klausurplan ist bei uns für alle für das ganze Halbjahr bekannt. Da kann ich die Versuche entsprechend legen.
Wie hoch ist der Anteil der Klausur an der Halbjahresnote? Kann man sich wirklich mit dieser einen Klausur den ganzen Kurs verhauen?
Ganz beliebig ist die Wahl der Schriftlichkeit bei uns auch nicht. Ich hatte die Belegungsverpflichtung ja schon beschrieben.
Und wie ist das mit den zweistündigen Fächern (die gibt es bei uns als freiwillige Vertiefungskurse)? Kann man die auch als Abifächer belegen?
Es soll kein Vergleich im Sinne von „unser-Abi-ist-hochwertiger“ sein. Mich interessieren einfach die Unterschiede.
-
Und wie handhabt ihr es, wenn eine Lehrkraft die Fachkonferenzleitung abgeben möchte? Das ist bei uns in den letzten 15-20 Jahren immer wieder vorgekommen durch Schwangerschaft, Krankheit, persönliche Gründe,...
Wenn die Lehrkraft aus solchen Gründen nicht mehr da ist, wird sie natürlich nicht gewählt. Aber dass jemand in den Nebenfächern aus persönlichen Gründen den Fachvorsitz abgibt, ist hier sehr selten.
Als ich an meiner Schule anfing, kam ein älterer Kollege auf mich zu mit den Worten: „Endlich jemand, dem ich meinen Schlüssel überlassen kann.“ Damit meinte er den „Giftschrank“-Schlüssel aus der Sammlung. Seit der Oberstufenreform in den 70ern gab es drei Physik-Fachvorsitzende, ich bin Nr. 3.
-
SwinginPhone Wie kommst du auf 18 Termine pro Halbjahr? Wie oft hast du denn SuS mit 7 schriftlichen Grundkursen? Einiges davon ist dann "freiwillig", um sich alles offen zu halten, oder?
Ach, ich merke, ich bin wirklich wirklich nicht an einer normalen Schule
Ja, es ist in erster Linie ein theoretischer Wert. Vor einigen Jahren hatte ich aber eine sehr schweigsame Schülerin, die alles (abgesehen von Sport) schriftlich hatte, um ihre dadurch eher schlechten SoMi-Ergebnisse zu kompensieren.
Ich finde aber schon, dass sich dieses „Bei uns müssen alle alles schreiben!“ etwas relativiert, wenn es sich um eine kurze Klausur pro Halbjahr handelt.
-
In NRW gibt es definitiv keine Beförderung für die Fachkonferenzleitung, da dies ein Wahlamt ist und auch regelmäßig rotiert.
Habt Ihr diese Rotation irgendwie festgelegt? Bei uns wird solange wiedergewählt, bis der- oder diejenige in Pension geht.
-
Bei uns gibt es keine mündliche Belegung. In jedem Grundkurs, egal ob Sport oder Mathe, muss eine Klausur geschrieben werden, egal, ob man es als Abifach wählt oder nicht.
Was ja durch die eine Klausur pro Halbjahr etwas relativiert wird. Wie wird dann diese eine Klausur innerhalb des Halbjahrs verteilt? Schreiben alle Grundkurse im Zeitraum der zweiten LK-Klausur?
Und in keinem Grundkurs wird eine Abiturklausur geschrieben? Dann müssen also auch keine Abiturklausurformate trainiert werden, was die kurzen Zeitdauern rechtfertigt. Verstehe ich das so richtig?
-
Und wie viele schriftliche Grundkurse habt ihr?
Mindestens drei, maximal ca. sieben (je nach Blockung und Möglichkeiten der Schule).
-
Immer nur auf die letzten zwei Jahre, bei uns Q1 und Q2 genannt, bezogen:
Man belegt zwei Leistungskurse (fünfstündig) und eine gewisse Zahl an Grundkursen (dreistündig). Die Leistungskurse sind immer schriftlich zu belegen, bei einigen Grundkursen reicht eine mündliche Belegung. In allen schriftlich belegten Fächern sind jeweils zwei Klausuren pro Halbjahr zu schreiben. Im letzten Halbjahr sind nur noch die ersten drei Abiturfächer (zwei Leistungskurse, ein Grundkurs) schriftlich.
-
... und in jedem (!) Grundkurs in jedem Halbjahr eine. [...]
Bei uns in den schriftlichen Grundkursen zwei! Also insgesamt 10 bis 18 pro Halbjahr.
Werbung