• Es gibt noch die Möglichkeit der Fahrgemeinschaft, falls in den höheren Jahrgängen ein Schüler (m/w/d) schon ein eigenes Auto hat oder ein Schülerelternteil an dem Tag nicht oder erst spätet zur Arbeit muss

    Es gibt ganz viele Möglichkeiten, Fahrrad, Rollschuhe, Mofa, Taxi, Hubschrauber, Pferd, Schlittenhunde. Darum geht's doch gar nicht.

    Ja auf die Arbeit muss man später auch selbst kommen. Das ist aber doch was ganz anders. Dann kommen wir wieder zu den Mützen und Jogginghosen.

  • Ich verstehe den Punkt immer noch nicht. Man muss also ein Fahrrad oder irgendeine Alternative vorhalten, Fall der ÖPNV ausfällt? Wer bezahlt das? Ist es eine Zulassungsvoraussetzung, dass man Fahrrad fahren kann? 3km kann man laufen, ja. Wenn der Schulweg aber üblicherweise mit dem Bus gemacht wird und dieser fällt aus, dann schafft man es niemals pünktlich zu Fuß.

    Nein, man muss auch kein Fahrrad haben. Man kann sich ja z.B. auch ein Taxi nehmen. Der Punkt ist, dass es in der Verantwortung des Beschäftigten liegt, wie er pünktlich zur Arbeit kommt. Das gilt gerade auch bei (meist ja frühzeitig) angekündigten Streiks.

  • Oder man nimmt Urlaub oder baut Überstunden ab. Ist aber egal, Schüler sind keine Beschäftigten.

    Scheinbar doch, sonst würde hier nicht ständig in dieser Art argumentiert werden.

  • Ich verstehe den Punkt immer noch nicht. Man muss also ein Fahrrad oder irgendeine Alternative vorhalten, Fall der ÖPNV ausfällt? Wer bezahlt das? Ist es eine Zulassungsvoraussetzung, dass man Fahrrad fahren kann? 3km kann man laufen, ja. Wenn der Schulweg aber üblicherweise mit dem Bus gemacht wird und dieser fällt aus, dann schafft man es niemals pünktlich zu Fuß.

    Ich verstehe deine Argumentation nicht. Die Leute sind erwachsen und alleine lebensfähig. Wenn der Bus ausfällt, müssen sie einen anderen Weg zur Arbeit/in die Schule finden, das ist normal und erwartbar. Dein Verständnis für Leute unter 25 in allen Ehren, du darfst ihnen aber auch zutrauen, für Alltagsprobleme eine Lösung zu finden.

  • Es gibt ganz viele Möglichkeiten, Fahrrad, Rollschuhe, Mofa, Taxi, Hubschrauber, Pferd, Schlittenhunde. Darum geht's doch gar nicht.

    Ja auf die Arbeit muss man später auch selbst kommen. Das ist aber doch was ganz anders. Dann kommen wir wieder zu den Mützen und Jogginghosen.

    Insofern: Jogginghosen sind Privatsache und ob Rollschuhe oder Mofa genutzt werden, um in die Schule zu kommen, auch.

    Es gibt eine Schulpflicht. Klar, manchmal schwänzen SuS und dafür kann man Verständnis haben. Oder man hat keins, muss am Ende aber trotzdem damit leben. Gutheißen muss man mangelnde Erziehung aber nicht.

  • Oder man nimmt Urlaub oder baut Überstunden ab. Ist aber egal, Schüler sind keine Beschäftigten.

    Sagen wir mal so: Sie bekommen für ihr Handeln kein finanzbasiertes Entgelt, aber müssten sie vor Gericht eine Aussage tätigen, würden sie auf die Frage nach ihrem Beruf "Schüler/in" antworten. Ich sehe die Position des Schülers (m/w/d) näher an einem Beruf als an einem Hobby oder einer kommerziell in Anspruch genommenen Dienstleistung.

  • Die Azubis oder StudentInnen werden früher oder später auf die harte Tour lernen, was es bedeutet, wenn man zehn Minuten zu spät kommt und wahlweise eine Abmahnung erhält oder aber zu einer Prüfung nicht mehr zugelassen wird.

    Ich habe es bisher immer als meine Aufgabe g sehen, die SuS genau darauf vorzubereiten, damit es nicht zum bösen Erwachen kommt.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Die Leute sind erwachsen und alleine lebensfähig

    Es gibt eine Schulpflicht.

    Beides gleichzeitig geht nicht.

    Oder man hat keins, muss am Ende aber trotzdem damit leben. Gutheißen muss man mangelnde Erziehung aber nicht.

    Es ist mangelnde Erziehung, wenn man nicht 3km zur Schule laufen möchte? Von mir aus.

  • Bei 3 km braucht man überhaupt nicht diskutieren, dass die Strecke gelaufen werden kann. Der Streik war frühzeitig angekündigt, also hat ein nah wohnender Schüler schlicht keine legitime Entschuldigungsgrundlage.

    Frage ist ausschließlich, ob man es sich antun will, deswegen ein Fass aufzumachen oder nicht.

  • mein Gott, wo lebt ihr denn?
    Ich hatte Probleme, auf einer Klassenfahrt 9.-Klässler 2,5 km (zur Unterkunft, abends) laufen zu lassen und diejenigen, die klar gesagt haben, am nächsten Tag solle man nicht eine ähnlich lange Strecke durch die Stadt laufen, waren die Kolleginnen! Mit "XY war so müde, sie kann es nicht", "dann laufen wir eben langsamer, aber es ist eine schöne, historische Strecke, das Wetter ist gut, etc.." "ICH finde es auch zu lang und will den Bus nehmen"
    Viele meiner SuS wären nicht _freiwillig_ gelaufen, keine Frage, aber ernsthaft: die meisten meiner KuK meckern auch. (Weswegen ich im Vorfeld einer Paris-Fahrt immer SEHR deutlich mache, dass wir kaum Metro fahren...)

  • mein Gott, wo lebt ihr denn?
    Ich hatte Probleme, auf einer Klassenfahrt 9.-Klässler 2,5 km (zur Unterkunft, abends) laufen zu lassen und diejenigen, die klar gesagt haben, am nächsten Tag solle man nicht eine ähnlich lange Strecke durch die Stadt laufen, waren die Kolleginnen! Mit "XY war so müde, sie kann es nicht", "dann laufen wir eben langsamer, aber es ist eine schöne, historische Strecke, das Wetter ist gut, etc.." "ICH finde es auch zu lang und will den Bus nehmen"
    Viele meiner SuS wären nicht _freiwillig_ gelaufen, keine Frage, aber ernsthaft: die meisten meiner KuK meckern auch. (Weswegen ich im Vorfeld einer Paris-Fahrt immer SEHR deutlich mache, dass wir kaum Metro fahren...)

    Wie man hier bei vielen lesen kann, ist Verständnis gegenüber SuS nicht weit verbreitet. Da muss man sich auch nicht wundern, dass viele Lehrkräfte mit Disziplinproblemen kämpfen müssen. Wenn selbst Ausnahmesituationen nicht mehr zählen, muss man mit dem eigenen Ruf eben leben.

    Das ist genau das, weswegen ich als Schüler nur für 2 Lehrkräfte Sympathie hatte. Die meisten waren zu sehr damit beschäftigt verbohrt und unreflektiert zu sein.

    Mich beruhigt aber, dass zumindest hier nicht alle so sind.

  • Der ÖPNV streikt alle Nas lang, bei uns fehlt jeweils mindestens die Hälfte der SuS, der Rest kann auch nie vernünftig Unterricht machen.

    Wenn Schule so egal ist, können wir sie doch einfach abschaffen.

    Alle Nas lang? so oft sind doch gar keine Tarifverhandlungen. Wenn die Hälfte eh fehlt, weil sie noch weiter weg wohnt, wo ist dann der Mehrwert wenn einige dann doch in der Schule sind? Besonders, wenn du sagst dass man dann eh keinen vernünftigen Unterricht machen kann?

    In keinem Wort habe ich gesagt, dass Schule egal ist. Keine Ahnung wo das auf einmal herkommt.

  • Wenn selbst Ausnahmesituationen nicht mehr zählen, muss man mit dem eigenen Ruf eben leben.

    "ÖPNV Streik" ist aber keine Ausnahmesituation sondern die Regel. Die üblichen Verspätungen sind von einem Streik ja kaum noch zu unterscheiden. Und ja, auf meinen Klassenfahrten oder Ausflügen mecken sie auch alle, weil ich es gar nicht einsehe wegen läppischer 2km auf einen Bus zu warten, der sowieso nicht kommt. Das ist mir selber schon zu blöd. Selbstverständlich wird da marschiert. Und ja, wenn Zeit keine Rolle spielt, denke ich schon, dass man Schüler im Alter von 16+ auch mal 7-8km Fußweg zumuten darf. Was wollen die bloß alle machen, wenn sie als Wehrpflichtige gezogen werden und dann bei der Bundeswehr die Grundausbildung überstehen müssen?

Werbung