Danke für die Korrektur. Der relativ hohen Unterschied zu EG 12:kam mir auch schon komisch vor. Und den Schülern sagt man, dass man in so einem Fall nachrechnen soll. 🤷
Beiträge von chemikus08
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In Zeiten des Fachkräftemangels sind die Zeiten eigentlich rosig, um sich passende Stellen auszusuchen. Seiteneinsteiger werden derzeit intensiv umworben, da mit den sogenannten grundständigen Lehrkräften der Bedarf nicht mehr zu decken ist.
Frühzeitig sollte man sich jedoch mit dem Eingruppierungssystem und den Begriffen Entgeltgruppe, Erfahrungsstufe und Anerkennung von förderlichen Zeiten auseinandersetzen.
Es gibt, zumindest in NRW, zwei Möglichkeiten des Seiteneinstiegs. Zum Einen gibt es den Weg über die sogenannte OBAS, Dies erfordert, dass einem zwei Fächer anerkannt werden, in denen man unterrichten soll. Voraussetzung ist ein mindestens 8 semestriges Studium an einer Hochschule, also normalerweise der Masterabschluss, obgleich einige Universitären auch immer noch die klassischen Diplome vergeben, auch die werden selbstverständlich anerkannt. Häufig scheitert es zunächst am Zweitfach. Hier wird häufig behauptet, dass man nicht in hinreichendem Maße die erforderlichen Studienzeiten hätte. Hier sollte man sich auf eine entsprechend gute Argumentation gegenüber dem Zsfl und dem Einstellungsbüro vorbereiten. Beispiel Mathematik. Die Differential und Integralrechnung eins und zwei zusammen mit Vorlesung und Übung reichen für die Anerkennung als Zweitfach nicht aus. Man möge aber bitte berücksichtigen, dass die Wochenstunden, die unter Physik gebucht sind, nichts anderes sind als angewandte Mathematik. Dies gilt erst recht für alle Leistungen im Bereich physikalische Chemie. Hier wird Mathematik angewendet was das Zeug hält, Vektorrechnung inklusive (die in den beiden Mathescheinen paradoxerweise nicht vorkommt). Vielleicht überzeugen hier ja auszugsweise ein paar Seiten Kopien aus dem Atkins (Ein Standardwerk der physikalischen Chemie). Jetzt ist der Weg frei für OBAS. Dies bedeutet de facto, dass man ein zweites Staatsexamen zum Abschluss erhält, welches auch über die Grenzen von NRW Gültigkeit hat. Auch der Verbeamtung, passendes Alter und Gesundheit vorausgesetzt, lässt dann sogar noch eine Verbeamtung zu.
Wird einem nur ein Fach anerkannt oder hat man "nur" einen Bachelor, so erfolgt die Einstellung unter der Auflage eine einjährige pädagogische Einführung zu durchlaufen. Danach erhält man einen unbefristeten Vertrag. Eine Prüfung erfolgt im Gegensatz zur OBAS nicht. Allerdings darf man sich auch hier nicht als "Rohrkrepierer" erweisen, da dies sonst zum nicht bestehen der Probezeit führt. Ansonsten befindet man sich dann in der Entgeltgruppe 12 (ab 2026) wieder. Aufstiegschancen gibt es hier dann aber leider keine, so dass OBAS immer das Ziel sein sollte. Ggf. kann man auch begleitend zum Beruf noch in einem Fach nachstudieren (Fernuni) um so die OBAS Voraussetzungen zu erreichen.Aber auch die Entgeltgruppe 12 kann sich sehen lassen, je nach Erfahrungsstufe zwischen 45000 und 60000 Euro Jahresgehalt. Die Entgeltgruppe 13 hingegen endet mit 95000 Euro, das ist also schon ein Unterschied.Edit: geht leider nur bis 70000. Alles andere sind Träume😂
Bei der Bewerbung sollte man auch darauf achten, ob es in der Ausschreibung den Vermerk gibt, dass förderliche Zeiten anerkannte werden. Im Normalfalle falle diese nämlich unter den Tisch. Wenn aber eine Stelle leer gelaufen ist, hat die Dienststelle die Möglichkeit, die Ausschreibung mit diesem zusätzlichen Schmankerl zu versehen. Immerhin dauert es sechs Jahre bis man sich im Normalfall die Entgeltstufe drei erkämpft hat. Und demtentsprechend ist man später auch sechs Jahre früher in der letzen Erharungsstufe, der Stufe 6 angekommen. Förderliche Zeiten sind Zeiten, die für die ausgeübte Tätigkeit nützlich sein können. Insoweit war z.B. bei mir die Unterrichtung von Mitarbeitern nach GefahrstoffVO nützlich, auch die Ausbildung von Azubis war nützlich. Alle diese Tätigkeiten waren hingegen nicht einschlägig, d.h. bei einer nicht begünstigten Stelle finden diese Zeiten keine Berücksichtigung.Hier sollte man also ein Auge drauf werden und ggf. solche Stellen bevorzugen. Am Arbeitsende kommen so Unterschiede im fünfstelligen Bereich in Betracht.
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Jede Partei, so zumindest bei mir, ist ein Kompromiss. Bei allen finde ich ein Haar in der Suppe aber auch (in meinen Augen) gute Ansätze. Bei einer Wahl kann ich mir dann die Partei mit den für mich meisten guten Ansätzen (und den wenigsten Haaren in der Suppe) aussuchen. Was dann anschließend rauskommt, wenn die Koalitionen gebildet sind, schmeckt mir dann möglicherweise überhaupt nicht. Vielleicht sollte man bei den Abstimmungen den Koalitionszwang in Gänze aufheben und individuelle abstimmen. Wie das Grundgesetz es ja vom Tenor her auch eigentlich vorsieht. Interessant fände ich auch, das Parlament aufzustocken mit willkürlich aus dem Volk heraus bestimmten Kandidaten (ähnlich wie bei der Schöffenwahl), so dass auch mal Leute außerhalb des politischen Systems gehör finden. Zur Zeit geht das ja nur über Anne will oder will nicht.
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Chapeau! Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.
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Das ist mir bewusst, trotzdem gibt es keine inflationsprämie für angestellte Lehrer.
Jedenfalls nach derzeitigem Stand noch nicht. Das kann sich natürlich ändern, wenn der im Herbst erfolgende Abschluss dies hergibt. Der bislang bestehende Tarifvertrag auf Landesebene beinhaltet keine Prämie
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Das ist in der Tat so wie PeterKA sagt. Wenn Du in der Situation bist, besorge Dir Rechtsschutz und Klage. Die sind da bei der BezReg noch nicht Mal böse drum. Da sitzen Volljuristen. Die sind es gewohnt,das bei einem juristischen Widerstreit ein Gericht zur Klärung angerufen wird. Das ist im Moment zwar kein rechtsfreier Raum, aber es mangelt an gesprochenen Recht.
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Oh je, das wird bestimmt nicht billig
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Dem Grunde nach wäre das Arbeitszeit. Da wir aber nach Deputaten bezahlt werden, stellt sich die Dienststelle auf dem Ort taub. Wäre interessant, wenn sich Mal jemand findet, der das einklagt.
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Habichtswald nimmt auch gesetzlich Versicherte oder nur privat?
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Nur zur Info , Möhnesee hat ne richtige Klinik, keine Tagesklinik.
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Psyche ist in der Tat nicht gleich Psyche. Das habe ich selber auch erlebt. Ich habe mit Panikattacken zu kämpfen. Aber eben nicht der Klassiker, sondern Panikattacken mit dem Zustand nach Herzinfarkt. Während man bei der normalen PA lernt auszuhalten, kann dies in Kombination tödlich enden, da die Symptome zum Teil sehr ähnlich sind und man das im Ernstfall eben nicht sauber trennen kann.
Daher bedarf es einer Klinik, die sich hiermit in besonderer Weise auskennt. Diese habe ich für mich auch gefunden. Ist zwar einer private, aber auch für gesetzlich Versicherte geöffnet. Und zwar ist das die Klinik am Möhnesee. Wer also mit diesem Problem zu tun hat, schaut Euch die Klinik mal näher an. Die beschäftigen sich auch mit Psychokardiologie.
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Man sollte sich über folgendes im Klaren sein. Die Höhe des Deputates beruht auf der Annahme einer 41 Stunden Woche, auch unter Berücksichtigung der unterrichtsfreien Zeit, die für Abbau von mehr geleisteten Stunden aber auch als Vorbereitungszeit zur Verfügung steht. Grundlage war die Vorstellung von Schule , wie sie vor 20 Jahren einmal war.
Seitdem sind zahlreiche Aufgaben hinzugekommen. Auch die Vorstellung von Unterricht ist eine andere. Die Klassen sind sehr heterogen und dementsprechend verlangt es nach einem differenzierten Unterricht.
Was dies bedeutet erfahren wir alle am eigenen Leibe. Das ursprüngliche Zeitbudget wird bei einer qualitativ hohen Unterrichtsvorbereitung definitiv überschritten. Das gilt für Teilzeit- und Vollzeitkräfte gleichermaßen. Ich kann nur hoffen, dass die irgendwann erfolgende Zeiterfassung dem Spuk ein Ende setzt.
Teilzeitkonzepte sollen in diesem Zusammenhang sicherstellen, dass diese nicht über Gebühr belastet werden. Im Idealfall bedeutet dies, dass wenn die Vollzeitkraft einen Zeitaufwand von 50 h/Woche hat (bei qualitativ gutem Unterricht), der Zeitaufwand bei der Halbtagskraft entsprechend nur 25h beträgt. Wenn ich nur die Deputatstunden halbiere, alles andere aber als nicht teilbare Pflichtaufgabe sehe kann das, bei einfachster Betrachtung, nicht funktionieren. Was man alles machen kann ist:
- Elternsprechtage nur die halbe Zeit (da wo 2 Tage angesetzt sind nur ein Tag, ansonsten früher Schluss oder später anfangen)
- Konferenzen: nur jede zweite muss besucht werden, den Rest informiere ich mich durch Protokolle (ausgenommen Zeugniskonferenzen)
- Bei Wochenendveranstaltungen wie "Tag der offnen Tür": die Halbzeitkraft muss nur jede zweite dieser VA mitmachen
- Klassenleitung: Bei Teilzeitkräften erfolgt die Klassenleitung im Team.
- Pausenaufsichten: Nur die Hälfte
- Schulentwicklung: Nur kleine Aufgaben, sonst nur über Entlastungsstunden
Dies sind nur einige Vorschläge. Es ist Aufgabe der Lehrerkonferenz ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Das in Schulen, in denen bislang allen Teilzeitkräften die volle Verpflichtung im außerunterrichtlichen Bereich aufgebürdet wurde, natürlich jetzt etwas mehr Arbeit auf die Vollzeitkräfte zukommt ist unausweichlich. Das liegt aber nicht an den Teilzeitkräften, sondern an einer falschen Verteilung von Arbeitszeit. Bitte liebe Teilzeitkräfte, organisiert Euch und reicht diesen Tagesordnungspunkt immer wieder in der Lehrerkonferenz ein und verlangt eine Umsetzung. In NRW gibt es von den Bezirksregierungen Beispielkonzepte hierfür. Diese sind zwar nicht rechtsverbindlich, jedoch eine gute Vorlage um einen entsprechenden Entwurf für eine LK zu entwerfen. Denn auch die Vollzeitkräfte möchten, dass ihr gesund durch diesen Beruf kommt. Es wäre doch schade, wenn ihr wegen Überlastung und daraus folgender gesundheitlicher Konsequenzen laufend ausfallt. Das wäre für Euch schlecht und auch für die Vollzeitkräfte.
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Angestellte Lehrer (Seiteneinsteiger) bekommen die Sonderzahlung aber, oder ?
Ob es eine Sonderzahlung gibt, entscheidet die nächste Lohnrunde im Herbst. Das Ergebnis gilt zunächst einmal nur für Tarifbeschäftigte.
D.h. der angestellte Lehrer bekommt diese, wenn es eine gib, auf jeden Fall. Das Land entscheidet dann, ob dieses Ergebnis auf die Beamten übertragen wird, wo man im Regelfall weitestgehend von aus gehen kann.
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Um es mal ganz deutlich zu sagen, den Job würde ich für kein Geld der Welt machen wollen. Ich möchte am Beispiel der Arbeits- und Gesundheitsschutzes auch mal darstellen warum.
Laut NRW Schulgesetz wurde die komplette Verantwortung für aller Bereiche des Arbeits- und Gesundheitsschutzes an die Schulleitung übertragen. Das hat man extra in einem Gesetz verankert, weil nach der allgemeinen Rechtslage die Verantwortung beim Unternehmer liegt. Dies ist eine Aufgabe die, wenn man sie zu 100% erfüllen will, bei einer Schule mit 800 Schülern eigentlich eine halbe Stelle füllt.
Als Unterstützung bekommt der Schulleiter alle fünf Jahre (früher waren es alle 10 Jahre, nach jahrelanger Intervention der Personalräte hat man dann erhöht, aber nicht genug) eine Regelbegehung, bei der die wichtigsten Baustellen festgehalten werden. Dabei werden hier nur stichprobenartig die Räume untersucht. Die Stadt selber hat eine eigene ASiG Abeilung mit mehrer Mitarbeitern und besucht halbjährlich alle Arbeitsplätze (also auch jede Arbeitskraft, würde bei uns jeden Lehrer bedeuten) stellt die Mängel zusammen und kontrolliert beim erneuten Besuch die Mängelbeseitigung. Wehe die sind nicht beseitigt, dann bekommt die 'Amtsleitung Druck von ganz oben. Bei uns wie gesagt nur die Regelbegehung. Wenn wirklich mal etwas passiert ist zunächst der Schulleiter der Hauptverantwortliche, auch was Bussgelder anbelangt und ganz wichtig auch im strafrechtlichen Sinne.
Die Zahl der Vorschriften ist so umfangreich und das Zeitbudget was ich als Schulleiter für diese Aufgabe einräumen kann, so gering, dass es zwangsläufig zu Fehlern kommt, füt die ich dann aber verantwortlich bin. Allein aus diesem Grunde
Schulleiter? Nein Danke!
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Die Argumentation mit dem ÖPNV Ticket hatten wir mit unseren Fahrtkosten zur Personalratssitzung auch. Hier ziehen wohl drei mögliche Argumente.
Ich bin schwerbehindert , ich muss schwere Sachen tragen oder mit dem ÖPNV dauert meine Reise deutlich (eine Stunde);länger
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Die Zeit vor der Veröffentlichung ist die Entscheidende. Hier würde ich mich freuen, wenn viele Kolleg:innen Mal ganz laut werden und das möglichst zahlreich.
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