Beiträge von chemikus08

    Es kann und darf meiner Meinung auch nicht sein, dass in einem so flexibel möglichen Beruf wie dem Lehrerberuf fixe, unabänderliche Zeiten festgesetzt werden. Der Lehrerberuf hat viele schöne Seiten. Eine der schönen Seiten ist aber auf jeden Fall, dass man einen relativ hohen Anteil der Arbeitszeit frei einteilen kann ... ggf. auch Sonntag Nachmittag

    An dem Punkt gehen dann unser beider Ansichten auseinander. Das lässt sich auch dann nicht weiter ausdiskutieren sondern liegt an unterschiedlichen Positionen. Das Arbeitszeitgesetz hat schon seinen Grund.

    Manchmal müssen Arbeitsschutzvorschriften die KuKs auch vor sich selber schützen🤷

    Hm, leider gibt es bei mir nichts zu wählen, habe keine Wahl, da ich keinen Tag ohne Arbeit habe!!! und nein, ich benötige keinen Schutz vor mir selbst, sondern vor den Anforderungen der Behörde!

    Auch darum geht's! Wenn ich die Anforderungen der Behörde reduzieren möchte, geht dies in unserem sehr auf Zahlen bauendem Entscheidungssystem der Behörde nur, indem ich sie mit ihren eigenen Waffen schlage. Eine breite Arbeitszeitdoku bietet eine hierfür notwendige Voraussetzung. Hinreichend wird es, wenn die KuKs dies erkennen und auch valide Daten zur Verfügung stellen🤷

    Hm, wieso darfst du Sonntag nicht aufschreiben? Sorry, arbeite immer Samstag und Sonntag, da sonst keine Möglichkeit, die Arbeit zu schaffen.

    Genau darum geht es u.a. Das kann und darf nicht sein, dass man sieben Tage die Woche arbeiten muss, weil es sonst nicht zu schaffen ist. Die Folgen erlebe ich täglich. Immer mehr BEM Verfahren, immer mehr amtsärztliche Untersuchungen. Bitte vergesst auch einst nicht. Möglicherweise empfindet man das zu Anfang gar nicht so schlimm und macht begeistert mit. Irgendwann ab 50 kommt aber dann bei vielen der Punkt, wo man merkt, dass man dieses Pensum nicht mehr schafft. Es wird aber vom System irgendwie erwartet. Arbeits- und Gesundheitsschutz besteht nicht nur aus Verhaltensprävention sondern auch aus Verhältnisprävention. Arbeitsbedingungen wie sie im obigen Zitat beschrieben sind, dürfen so nicht hingenommen werden.

    Wenn Du die PE gemacht hast, dürfte es zunâcht bei den 105 Euro bleiben. Die 115 Euro sind für Erfüller in Entsprechung der gleichen Zulage für Beamte mit A12. Die PE ler werden bei dieser A13 Geschichte vermutlich erst dann berücksichtigt, wenn 2026 endgültig A13 als Eingangsamt für die bisherigen A12 definiert ist. Wenn Du jetzt Eg mit Zulage hast, dann sollte hieraus ab 2026 dann EG 12 werden auf Grund der Tarifautomatik.

    Seph

    Jetzt bekäme es einen anderen Rechtscharakter. Dann ist es eine Aufschreibung die auf und entsprechend der Anweisung des Dienstherrn erfolgt. Und es liegt dann auch in der Verpflichtung des Dienstherrn auf Überschreitungen zu reagieren. Das macht schon einen Unterschied. Auch gibt es Personalräten die Möglichkeit bei mehreren Überlastungsanzeigen den Dienstherrn zur Offenlegung der Arbeitszeitdokumentation aufzufordern. Im Moment kann ich da soviel fordern wie ich will, der Dienstherr kann nicht offenlegen, was er nicht hat🤷

    @O.Meier

    Dann spart der Kollege eben an der Unterrichtsvorbereitung, dann verantwortet der SL aber auch qualitativ schlechten Unterricht oder den Umstand, dass als Klassenarbeit die vom Vorjahr geschrieben wird. Jetzt kann man ja dokumentieren wieviel Zeit hierfür noch geblieben ist und wenn die gerade Mal zum kopieren der Arbeitsblätter vom Vorjahr reicht, ja dann ist das so. War nicht anders bestellt 🤷

    Bolzbold

    Mummert und Partner hat man ganz schnell wieder in der Schublade verschwinden lassen. Aber hier ist die Hoffnung, dass das nicht mehr geht. Ziel des Gesetzes soll es ja gerade sein, stille undokumentierte Mehrarbeitsstunden zu unterbinden. Falls die für Lehrer Sonderregelungen einbauen, wird die Industrie steil gehen und das auch für sich einfordern. Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber es werden dann die KuKs sein, die dass den lieben Kinderaugen nicht antun können und korrigieren den Aufschrieb zu Gunsten des Arbeitgebers bzw. Dienstherrn.

    Nach der jüngsten Rechtsprechung des BAG steht Heil nun in der Pflicht, das entsprechende Gesetz zu verabschieden. Erwartet wir der Entwurf im ersten Quartal 2023. Da habe ich dann ja doch die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die stille Mehrarbeit der KuKs endlich dokumentiert und damit zu einer lauten Mehrarbeit wird.👏💪

    Maylin85

    Das Problem hat aber letzen Endes jeder der im öffentlichen Dienst arbeitet und der Beruf auch über Beamtenstellen ausgeübt wird. Gerade in den Gebietskörperschaften ist das sehr verbreitet. Da gibt es dann U.U. mehrere Amtsärzte aber nur der Amtsleiter ist verbeamtet. Jeder schielt dann auf seine Pensionierung und hofft, dass es noch für die eigene Verbeamtung reicht. Ansonsten arbeitet der für Eg13 ggf. zusammen mit einem älteren Kollegen der das Gleiche für A13 macht (früher gab es noch mehr Beamtenstellen). Solange es die beiden unterschiedlichen Systeme gibt, kommen wir aus der Nummer nicht raus. Andererseits nagt man auch mit Eg 11 nicht am Hungertuch. Was ich aber gar nicht verstehen kann, ist die Eingruppierung von Hochschulabsolventen in die Eg 10. Das war schon sehr dreist.

    Es gilt der alte Vertrag fort, bis ein neuer geschlossen wurde. Die entscheidende Frage ist die, die Du davor gestellt hast. Ist das ein Grund der wichtig genug ist, um eine außerordentliche Kündigung zu rechtfertigen. Ich denke, es möchte sich da keine im Moment die Finger verbrennen.

    Maylin85

    Der Deckung des Unterrichtsbedarfs steht der Arbeits- und Gesundheitsschutz gegenüber. Zusammen mit anderen Maßnahmen aus der Büchse der Pandora befürchte ich, dass die Mitarbeitergesundheit in einem nicht mehr zu verantwortbaren Maße geschädigt wird. In so einer Situation darf die Kürzung der Stundentafel kein Tabu mehr sein.

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