Beiträge von chemikus08

    laleona

    Man kann sicherlich das Eine tun ohne das Andere zu lassen. D.h. ich würde unabhängig von bereits getroffenen eigenen Maßnahmen alles tun, damit solche Maßnahmen künftig von meinem Arbeitgeber bezahlt werden. Was kann ich tun?

    Teilweise ist nicht bekannt, dass der schulpsychologische Dienst der jeweiligen Gebietskörperschaft entsprechende Hilfsangebote vorhält. Schulleitungen und Lehrerräte sollten sich hier proaktiv informieren und in den Schulen diese Angebote transparent machen. Teilweise gibt es auch Hilfsangebote der Bezirksregierungen, die nur von der SL angefragt werden müssen. Fragt bitte bei Euren Personalräten nach. Darüber hinaus gibt es in NRW eine psychologische Notfallhotline des BAD die 24/7 zur Verfügung steht (Stichwort: Sprechzeit). Ggf. können auch hierüber Hilfsangebote angeschoben werden. Last but not least erinnere ich an den Topf für schuleigene Fortbildungen. Auch hieraus können Supervisionen finanziert werden.

    Stehen keine Maßnahmen zur Verfügung so erinnere ich daran, dass Lehrerräten in 'Teilen auch Mitbestimmungsrechte nach dem LPVG wahrnehmen. Hiernach wäre es möglich einen Initiativantrag zu stellen, der dem Dienstherrn verpflichtet, eine entsprechende Maßnahme zu finazieren. Hat der SL Mittel und hilf dem Antrag ab ist alles gut. Hat er keine Mittel, so geht der Antrag in die Stufe. Dh. die Bezirksregierung muss entscheiden, ob sie Mittel hierfür zur Verfügung stellt, hier ist der BPR im Boot. Gibt es auch hier keine Mittel so landet der Antrag beim HPR und damit beim Ministerium. Wird man sich hier auch nicht einig, so muss sich das Kabinett mit dem Fall beschäftigen. Leider ist zu wenigen diese Methodik bekannt und wird viel zu wenig verfolgt. Nur, wenn wir uns alle intensivst vernetzen und wirklich energisch vorgehen, können wir auf Dauer etwas erreichen. Ich weiß, hier werden dicke Bretter gebohrt, aber jeder Erfolg ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Leider sind die von Mr.Happy beschriebenen Zustände in NRW Schulen der Sek 1 kein Einzelfall, zur Zeit jedoch in dem beschriebenen Ausmaß glücklicherweise auch (noch) nicht die Regel. Leider sehe ich jedoch eine zunehmende Entwicklung in diese Richtung. Wir sind wirklich dringend auf hinreichende Unterstützung durch Sonderpädagogen und für den Bereich der Inklusion auf Förderlehrer angewiesen. Die Löcher mit MPT Kräften zu füllen ist keine Lösung als zusätzliche Unterstützung jedoch hilfreich. Gar nicht hilfreich ist indes, dass immer mehr Kinder in viel zu kleine Klassen gestopft werden. Schulklassen mit 32 Kindern trotz zieldifferenter Beschulung sind leider kein Einzelfall. Wenn die neue Regierung nicht möchte, dass die o.g. Zustände zum Regelfall werden besteht dringender Handlungsbedarf. Insoweit hoffe ich, dass die VerVerbände die ersten 100 Tage kritisch und pressewirksam begleiten, in dieser Zeit werden nämlich die Weichen gestellt.

    Ich würde den PersonalratskollegInnen dringend ans Herz legen, die Problematik Dienstreise näher zu beleuchten. Wenn jemand nicht versetzt sondern "nur" abgeordnet ist neige ich persönlich zu der Auffassung, dass meine Stammschule der eigentliche Dienstort ist. Fahrten zur Abordnungsschule waren daher nach meiner Rechtsauffassung als Dienstreisen gem. Landesreisekostengesetz abzurechnen sein. Nötigenfalls muss man das vor Gericht ausdiskutieren. Falls Tarifbeschäftigte abgeordnet sind würde ich hier mit Musterprozessen beginnen. Dieser Streit wird nämlich vor dem Arbeitsgericht und nicht vor dem Verwaltungsgericht ausgefochten. (Geht schneller und ist eher Arbeitnehmer freundlich)Das ist dann zwar für Beamte nicht bindend und müsste gesondert ausgefochten werden, die Wahrscheinlichkeit das man dann aber einknickt ist bei einem positiven AG Urteil relativ hoch

    Und solltest Du Dein erstes Gehalt nicht pünktlich auf dem Konto haben, sofort das Landesamt für Besoldung anschreiben, dass sie Dir einen Vorschuss überweisen sollen. Auch das sind Sachen, die in der freien Wirtschaft undenkbar waren. Du wirst noch feststellen, dass das Schuluniversum doch etwas anders funktioniert wie das sonstige Arbeitsleben 🤣

    Willkommen im Club und achte auf Dich, so dass die Arbeit auch Freude bereitet.

    BTW das sind die Landratsbesoldungen in NRW

    je nach Einwohner

    bis 10 000


    A 16


    von 10 001 - 20 000


    B 3


    von 20 001 - 30 000


    B 4


    von 30 001 - 40 000


    B 5


    von 40 001 - 60 000


    B 6


    von 60 001 - 100 000


    B 7


    von 100 001 - 150 000


    B 8


    von 150 001 - 250 000


    B 9


    von 250 001 - 500 000


    B 10


    über 500 000


    B 11


    Das mit den Haushaltshilfen kann ich nachvollziehen. Viele machen es, um die doch sehr karge Sozialhilfe aufzubessern. Bei einer Anmeldung könnte dieses Ziel nicht erreicht werden. Natürlich wäre dies auch Sozialbetrug, jedoch macht mein moralischer Kompass einen Unterschied ob jemand aus einer relativ komfortablen Situation heraus handelt oder in einer sozialen Notlage. Es kann do h nicht sein, dass in einer so reichen Gesellschaft jedes fünfte Kind in Armut lebt. In solchen Situationen merke ich immer mehr, wie ich bei strafrechtlicher Verurteilung dieser Menschen ein Grummeln im Bauch verspüre.

    Wenn es eine Berufsgruppe gibt, die einen permanenten Hang zur Selbstausbeutung hat, dann ist das unsere. Wieso sagt niemand seinem SL Klipp und klar das Sachen erstmal liegen bleiben, weil sie in der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit nicht zu schaffen sind. Wieso wird das Mittel der Überlastungsanzeige nicht eingesetzt? Statt dessen schaufeln die KuKs sich ihr eigenes Grab indem sie sich für Zusatzaufgabe x und y auch noch freiwillig melden. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber. Ich verste es einfach nicht.

    Was ist Arbeitszeit?

    In meinem früheren Leben als technischer Angestellter im Kommunalbereich kann ich gut vergleichen. Zwischen sieben und acht war man im Büro und gegen 1600 wieder raus. Nach dem Verlassen war die Arbeit komplett abgeschaltet. Keine Fachartikel, keine Anrufe sondern Freizeit. Jede Minute die über die Soll-Zeit hinausging wurde notiert und in Form freier Tage abgefeuert.

    Während der Bürozeit war die nachmittägliche Kaffeepause eingeschlossen. Auch eingeschlossen war das quatschen mit den KuKs sowie das Lesen aller für die Aufgabe erforderlichen Fachartikel. Die Fahrzeiten zu den Außenstellen waren bezahlte Arbeitszeit.

    Wenn ich jetzt die Lehrerarbeitszeit bestimmen soll, dann bitte unter den gleichen Prämissen, denn wir unterliegen eigentlich dem gleichen Tarifvertrag was die Arbeitszeiten anbelangt. Bei dieser Auslegung des Begriffs dürften fast alle über der Soll Arbeitszeit liegen. Eine enger gefasste Auslegung wäre aber unfair, warum sollten die Sachbearbeiter der Schulaufsicht ihre Kaffeepausen bezahlt bekommen, wir aber nicht

    Was mich derzeit beruhigt sind ein paar einfache Fakten:

    a.) Ich bin geboostert und hole mir jetzt meine vierte Impfung ab. Trotz Vorerkrankung fühle ich mich dadurch wesentlich sicherer vor einem schweren Verlauf.

    b ) Dennoch habe ich vor dieser Erkrankung Respekt, denn im Gegensatz zur Grippe habe ich beruflich einige Fälle kennengelernt, bei denen COVID zu einer dauerhaften Dienstunfähigkeit mit nachfolgender zur Ruhesetzung geführt hat. Daher trage ich in vollen Klassen trotz Fensterlüftung eine FFP2 Maske. Anders sieht es aus bei Veranstaltungen beide denen Lüftung, Abstand und 3G gegeben ist, hier trage ich das Restrisiko.

    c.) Die Intensivbelegung ist auf niedrigem Niveau bei gleichzeitig hohen Infektionszahlen, dies beruhigt .

    Sollten sich hier jedoch wieder signifikante Änderungen ergeben, erwarte ich Schutzmaßnahmen durch meinen Arbeitgeber.

    chilipaprika

    Ich weiß nicht, wie es in NRW an den Gymnasien aussieht, aber die Bewerbung auf eine Abordnungsstelle und auch die Abordnung an eine solche Stelle ist nicht von einer Freigabe abhängig. Ansonsten würende zahlreiche dieser Stellen bei uns leerlaufen bzw. Bwerber unserer Schulform hätten keine Chance. Im Gegenteil Abordnung an eine solche Stelle wie auch die Bewerbung auf eine Beförderungsstellen ist eine gute Möglichkeit von einer ungeliebten Schule wegzukommen, wenn man ansonsten 5 Jahre auf die Freigabe warten müsste.

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