Beiträge von chemikus08

    Jetzt Mal ohne Spaß, der Entwurf der Opposition ist sachlich begründet und richtig.

    Es gibt nur ein Problem. Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist Hr. Optendrenk nicht bereit, ein noch höheres Budget zur Verfügung zu stellen.

    Wenn die sich also was einfallen lassen, dann aber so, dass sie das, was sie in die linke Tasche reinstecken aus der rechten Tasche wieder rausholen. Da käme mir einiges in den Sinn, möchte aber die mitlesen den Brötchengeber nicht auf dumme Gedanken bringen.

    Während bei Beamten die Jahressonderzahlung in die monatlichen Bezüge integriert wurde, ist dies bei tarifbeschäftigen Kollegs nicht der Fall. Hier muss man sich seinen Austrittstermin gründlich überlegen. Nur wer am 01.12. eines jeden Jahres sich noch in einem Arbeitsverhältnis befindet erhält die Sonderzahlung. Auch wer das ganze Jahr als Vertretungskraft beschäftigt war und nur eine kleine Lücke im Dezember hat, die ausgerechnet den 01.12 beinhaltet hat Pech gehabt. In dem Fall ist die komplette Jahressonderzahlung futsch!

    Morgens um 03.00 über Konfliktlösung nachdenken

    Das war eines der ersten Dinge, die mor damals in der Reha gesagt wurden. Wenn der Gedanke kommt sofort an ein Stopp Schild denken. Psychohygiene. Es gibt ein Arbeitszimmer, da denke ich über solche Probleme nach. Wenn Feierabend ist, ist Feierabend. Konfliktlösung muss warten.

    Sollte Ihr Euch auch antrainieren. Nur so als Tipp.

    Wieso ist man Lehrkraft zweiter Klasse

    Ich habe den Thread jetzt nochmal komplett durchgelesen. Sowie Du schreibst haben die Kollegen ja schon das zweite Staatsexamen. Damit wären sie vollwertige Lehrkräfte. Nur gibt der Erlass das für Euch nicht her und Ihr seid auch nicht in einer Mangelsituation. Eine Entfristung ist dann in diesem Fall (NRW schreib ich zur Vorsicht mal dazu) nur möglich, wenn ein sogenannter Gestaltungsmissbrauch Nähe liegt. Das ist gemein hin der Fall bei mehr als 10 Verträgen in Folge und einer Arbeitszeit vom mehr als vier Jahren. In Einzelfällen geben die Bezirksregierungen aber auch schon vorher nach, wenn vom Schulleiter eine entsprechend positive Bewertung vorliegt.

    Darüber hinaus kann ein Anspruch auch dann bestehen, wenn man nicht vertragskonform eingesetzt wurde, also beispielsweise zusätzlichen Vertretungsunterricht gegeben hat .

    Das sind immerhin 45 Zeitstunden pro Schulwoche. Also Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:30 inkl. Pause

    Zu dem Zeitpunkt war ich bei n der Tat täglich von 0730 bis 1600 in der Schule, an manchen Tagen länger und irgendwie war ich kontinuierlich beschäftigt. Und ja, Korrekturen und Vorbereitung habe ich dann zusätzlich noch mit nach Hause genomnen. Kommt also hin. Das war übrigens eine Schule im gebundenen Ganztag.Passt also genau zu Deinen zeitlichen

    Feststellungen

    Ich empfehle Dir dringend wirklich mal ein Jahr die Arbeitszeit zu erfassen und nicht nur „retrospektiv“ eine Woche zu durchdenken und dann hochzurechnen

    Ich hoffe, dass ich dies bis zum Renteneintritt in fünf Jahren nicht mehr muss, da ich aufgrund meiner Wahlämter zur Zeit dafür bezahlt werde, mich für die Belange des Kollegiums einzusetzen. Ansonsten habe ich es gemacht und es waren deutlich über 2000 Stunden.

    Aber es sollte reichen, dass die Firma Mummert und Partner zu Zeiten wo die Belastung noch geringer war, Messungen im Auftrag des Landes durchgeführt haben. Die Unterlagen hierzu sind leise weinend in den Schubladen verschwunden, weil mit den Konsequenzen kein Politiker leben wollte. Und das obwohl besagte Fa. eher arbeitgeberfreundlich arbeitet

    Und selbst die reinen Arbeitszeiten, ich habe jetzt Mal so retrospektiv meine Schulwoche in meiner unterrichtsaktiven Zeit durchdacht. Alleine die Anwesenheitszeiten in der Schule(unter Berücksichtigung einer halben Stunde Pause, die es meistens nicht gab🙈🤷), der Korrekturzeiten für eine Matheklasse sowie Verwaltungsaufwand für eine Klassenleitung komme am ich auf 1800 Stunden. Da habe ich aber noch keine Stunde vorbereitet. Da brauche ich gar nicht weiter zu rechnen. Nun gehören wir mit einem Deputat von 28h aber auch zu den gekniffenen Lehrergruppen.

    Da stimme ich vollkommen zu, die Frage bleibt dann aber trotzdem, warum der Tvöd signifikante Erhöhungen zu verzeichnen hat, die bei uns wohl kaum mehr zu erwarten sind oder anders:

    Ich hoffe zwar immer noch darauf, dass wir einen entsprechenden Abschluss erzielen, die Frage warum das im TVöD einfacher ist, ist einfach zu beantworten. Die bringen mehr Streikpower auf die Straße. Wenn die wollen, steht eine komplette Stadt still.

    Keine Müllentsorgung, Busse stehen still, die Schulen bleiben zu, weil die Heizungen nicht funktionieren, Kitas zu.....

    Die Frage ist doch einfach, wieviel Zeit nimmt denn das "nur Unterricht" durchführen in Anspruch. Ein Mindestmaß sorgsamer Planung und Durchführung vorausgesetzt. Bei vielen Kollegen gehören Klausuren dazu. Wer dann noch das Vergnügen hat eine Klassenleitung zu haben, der kommt so schnell an die rund 2000 Stunden im Jahr, die für einen Beamten vorgesehen sind. Ist dies der Fall, dann bleibt kein Platz mehr für zusätzliche Aufgaben. Es sei denn, die Lehrkraft erhält entsprechende Freistellungen oder aber die SL erklärt der Lehrkraft, wir sie denn an anderer Stelle einsparen darf🤷.

    Ich fürchte, und das ist jetzt einfach mein Bauchgefühl gepaart mit jüngsten Entscheidungen von Hr. Optendrenk, dass man versuchen wird, die Ergebnisse der Tarifverhandlungen bei den Beamten einzusparen. Dafür spricht, dass nach letzten Ausführungen man wohl zukünftig nicht mehr bereit ist, Widersprüche gegen die Besoldung ruhend zu stellen. Dies würde bedeuten, dass jeder der nicht klagt, bei einer späteren Anassung leer ausgeht mit einfache Rechnung, wenn dann irgendwann ein Gericht rechtsgültig feststellt, dass die Besoldung angepasst werden muss, wird man das machen. Rückwirkend jedoch nur für die Klagemutigen. Unter dem Strich kann man so einiges einsparen. Schimpft mich Cassandra, aber ich habe da ein schlechtes Gefühl.

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