Die Tendenz der letzten Jahrzehnte ging doch eigentlich in die Richtung, dass die fachwissenschaftliche Ausbildung gestärkt wird was ja u.a. letztlich in der Abschaffung der PHs (zumindest in NRW) mündete, das wäre doch, meiner Meinung nach, wieder ein ungünstiger Schritt zurück.
Eine hohe Theorie-Praxis-Verzahnung beispielsweise hat man ja im Referendariat plus vorher Praxissemster
Was nützt einer Grundschullehrkraft das dritte Seminar in Sprachgeschichte, während der äußerst komplexe Schriftspracherwerb nur im Rahmen einer einführenden Vorlesung abgehandelt wird?
Ich habe genau in der Zeit studiert, als die Pädagogischen Hochschulen aufgelöst bzw. in die Universitäten intergriert wurden. Natürlich fehlten zu Beginn diverse Praxisanteile, aber die Stundenpläne konnten die Student*innen so zusammenstellen, dass "das dritte Seminar in Sprachgeschichte" nicht zur Debatte stand. Es wurde weiterhin alles angeboten, was für den Studiengang wichtig war. Einige Profs, vor allem in Mathematik, hatten natürlich Probleme, sich auf die "Primimäuschen" (sorry) einzustellen. Da gab es schon Vorbehalte, sich auf "dieses Niveau" hinab zu bewegen.
So denken sicher immer noch einige "Koryphäen" an der RWTH Aachen...
Die "elitären" Fakultäten, deren Profs sich weiterhin "für was Besseres" halten wollen, müssen ja keine Grundschullehrkräfte ausbilden.
Die UNi hat sich lange gewehrt, den Studiengang Primarstufe überhaupt in Erwägung zu ziehen. Wenn der jetzt doch angeboten wird, dann sicher nicht mit der Absicht zu scheitern. Deshalb ja wohl auch die Zusammenarbeit mit Wuppertal.