Heute gab es an meiner Schule auch die Bescheinigungen fürs Testen beim Allgemeinmediziner (ein Mal pro Woche kostenfrei in NDS). Aber wenn ich hier lese, dass es "unsozial" ist, sich deshalb nicht wöchentlich testen zu lassen, wundere ich mich doch sehr.
Wir leben nun seit einem Jahr mit diesem blöden Virus und ich habe mich (soweit ich weiß, ich habe mich noch nie testen lassen) bisher nicht angesteckt. Würde ich Symptome bekommen, die auch nur entfernt auf Corona hindeuten könnten, gehe ich zum Testen. Klar. Und wenn ich Kontaktperson einer infizierten Person war, auch. Aber ich sehe gerade nicht, warum ich mich wöchentlich bei einem Arzt ins völlig überfüllte Wartezimmer mit hustenden und sonstwie erkrankten Personen setzen sollte, wenn ich mich fit und gesund fühle. Da stecke ich mich vermutlich wahrscheinlicher an als im Klassenraum, wo gelüftet wird, man viel Platz um sich herum hat und vor allem weiß, wer täglich da ist (und ggf. wer hustet). Klar, es gibt Menschen, die Angst haben. Das war ja auch die Begründung von Herrn Tonne, er möchte ihnen Sicherheit bieten. Zu den Ängstlichen gehöre ich aber nicht. Respekt ja, ich möchte mich nicht anstecken, aber ich laufe nicht seit einem Jahr mit Panik durch die Gegend und habe es auch zukünftig nicht vor. Und meine Kontakt sind so überschaubar, dass ich behaupten würde, es mitzubekommen, wenn jemand dieser wenigen Personen erkrankt. Und dann lasse ich mich natürlich testen. Aber ein Mal pro Woche? Nee, das finde ich überzogen.
