Beiträge von Anna Lisa

    Mal anders: wenn ich unter der Dusche oder auf dem Fahrrad NICHT den Einkaufszettel für die kommende Woche planen kann oder mir Geburtstagsgeschenke für meine Freundin und meinen Sohn ausdenken kann, weil ich mit Unterrichtsplanung beschäftigt bin, dann ist es wohl Arbeitszeit.

    Wenn ich während der Autofahrt Elterngespräche erledige, ist es auch Arbeitszeit. Ich kann in der Zeit nicht meine Tante in der Reha anrufen. Das muss ich dann später erledigen.

    Wenn durch die Arbeitszeiterfassung die Grundlagen für die Deputatsanpassungen vorgenommen werden, sollte die Erfassung aber auch korrekt und nicht "Pi mal Daumen" oder "jede Woche wie die Woche davor" sein.

    Das stimmt allerdings.

    Was spricht denn dagegen, die Zeit, die du dafür brauchst, mit aufzuschreiben (können ja jetzt nicht mehr als 5-10 Minuten täglich sein) und dann damit nachzuweisen, dass Lehrer zu viel arbeiten?

    Wenn es bei dir wirklich nachweisbar viel zu viel Arbeitszeit ist, musst du mit deiner Schulleitung reden. Vielleicht kannst du ja mal Entlastung bekommen? Bei einer DB nicht teilnehmen oder so? Dann hast du die Zeit locker wieder raus.

    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die maximal 1 Stunde pro Woche jetzt so zu einer Überlastung führen. Es ist eine WIRKLICH wichtige Aufgabe. Ich wäre froh, wenn das in NRW mal jemand machen würde und unsere verborgene Arbeit sichtbar machen würde.

    Wenn du dich wirklich SO überlastet fühlst, bist du wahrscheinlich krank, dann musst du mit deinem Arzt sprechen, der dir mit einer Krankschreibung die nötige Zeit zur Erholung verschafft.

    Lehrer_sachsen Ich lese gerade Deinen Post und habe das Gefühl, dass endlich jemand meine Situation und meine Bedenken versteht. Ich habe ja auch den Personalrat für behinderte Kollegen kontaktiert und wurde sofort belehrt, dass es keinen Sinn hat, sich gegen die Untersuchung aus persönlichen Gründen zu wehren. Von dieser Seite bekomme ich keine Unterstützung, was mich doch sehr enttäuscht. Ich habe versucht die zwei Kollegen meiner Schule zu bewegen sich gemeinsam mit mir gegen diese Art der „ Rekrutierung“ zu wehren. Keine Chance…Ich werde mich nicht damit abfinden auf diese Weise gezwungen zu werden, an einer Studie teilzunehmen, für die ich aufgrund meiner Situation nicht relevant bin. So ergeht es ja auch der Kollegin, die ihr gerade vertretet. Nun mein Vorschlag: Ich (und vielleicht auch andere Kollegen und Kolleginnen) wäre bereit, meinen Fall öffentlich zu machen. Spiegel TV wäre bestimmt interessiert ebenso Lanz. Hier sollen Menschen gezwungen werden an einer Studie teilzunehmen, die äußerst umstritten ist und eine App verwendet, die ich nicht auf meinem privaten Handy benutzen will. Das kann doch nicht sein, dass man keinerlei Möglichkeiten hat, sich gegen so eine Anordnung zu wehren. Ich bin übrigens keine Beamtin( diesen Status musste ich aufgeben als ich von NRW nach Sachsen gezogen bin).

    Es bleibt spannend und ich gebe noch nicht auf💪🏻

    Gute Nacht

    Aber da hast du doch schon die Lösung: Einfach nicht dein privates Handy zur Verfügung stellen (dazu kann dich keiner zwingen) und mal abwarten.

    Bei uns in NRW wäre es allerdings damit nicht getan, denn die App lässt sich bestimmt auch auf den Dienst I-pads installieren. Habt ihr keine Dienstgeräte?

    Und den Müll? Der Eimer quillt doch über, wenn du das nicht machst. Wer soll das denn sonst machen? ;)

    Nö, da schicke ich die Schüler.

    Aber manchmal brauche ich die Tafel, wenn noch gar keine Schüler da sind, oder ich stelle erst fest, dass die noch vom Vorgänger voll ist, wenn meine Schüler schon arbeiten, dann mache ich es eben selbst.

    Maylin85

    Es würde schon absolut genügen,vwenn jeder Kollege mit gesundheitlichen Beschwerden welche eine Krankschreibung rechtfertigen diese auch in Anspruch nähmen inklusiv der möglichen Rekonvaleszenzzeiten. Wenn dann noch alle mit psychosomatischen Beschwerden mit ihrem Arzt die Zweckhaftigkeit einer REHA abklären und bei positivem Votum auch antreten würden, dann wäre das ein empfindlicher Tritt in die Magengrube für unseren Beötchengeber. Dazu muss man in unserem Fall gar nicht bis zum " krank feiern" gehen. Einfach nur Mal so arbeiten, wie es die Vorschriften vorsehen. Also auch keine 50 Zeitstunden die Woche mehr arbeiten

    Bist du im richtigen Thread?

    An einer Grundschule?

    Wer sollte das bezahlen?

    Sicherlich nicht. Kosten erstens Geld und machen zusätzlichen Müll

    Ja, aber das ist eine gute Variante, um erstens die neuen Eltern nett willkommen zu heißen (am Tag der offenen Tür gibt es das auch nicht, aber bei der Einschulung müssen sie ca. eine Stunde warten auf die Kinder) und vor allem um auch den ein oder anderen Euro für die Schule (über den Förderverein) einzunehmen.

    Also ja, die Dinge müssen irgendwie schon gemacht werden, aber es gibt einfach auch überflüssige Sachen, auf den 5 Metern vom Eingang bis zur Aula wird sich keiner verlaufen, da würde auch ein Schild reichen und auch müssen nicht zwei Kollegen den Ausgang bewachen, dass nicht andere Leute reinkommen (warum sollte dies jemand tun?!?), das machte während Corona Sinn, kann man aber jetzt wieder abschaffen.

    Bei uns mussten das immer die Eltern der Zweitklässler machen. Und da musste nur 1 Lehrer zur "Aufsicht" da sein, aber jetzt auch nicht die ganze Zeit daneben stehen. Also nur gucken, ob alle da sind, alles klappt etc.

    Was mein Mann als Arzt im KH schon alles aufräumen und putzen musste, weil es schlicht niemand sonst macht, möchtest du lieber nicht wissen

    Was an den Schularbeitsplätzen widerspricht denn dem Gesundheitsschutz?

    Na, zum Beispiel die fehlende Ergonomie, beim nicht vorhandenen Schreibtischstuhl, bei der falschen Höheneinstellung des "Schreibtisches". Letzterer ist gar nicht vorhanden. Sondern man hat eine viel zu kleine Fläche an Tisch, die man sich mit anderen teilt.

    Die Bestimmungen zu Bildschirmarbeitsplätzen werden auch nicht eingehalten.

    Der Lärmschutz wird nicht eingehalten.

    Etc. etc.....

    Niemand erfährt doch, dass ihr nicht erreichbar wart. Im Zweifelsfall wart ihr halt auf dem Klo - niemand möchte mir euch auf dem Klo telefonieren, also braucht ihr es auch nicht mitnehmen - und habt leider erst 3 Stunden später gesehen, dass euch jemand angerufen hat. Im Zweifelsfall seid ihr halt solche Technikdeppen, dass ihr das gar nicht erkennt. ;)

    zum ersten Punkt: Wenn meine Schule auf betriebsübliche Arbeitszeiten verweisen würde, dann wären meine drei Prüfungskorrekturen und die zusätzlichen Zweitkorrekturen (und auch bei den meisten KuK) in diesem Jahr mal wieder nicht rechtzeitig fertig geworden. Also auch die Seite der Schule müsste mit so etwas höllisch aufpassen. Oder: Ruhezeiten...

    zum zweiten Punkt: Welche Konsequenzen konkret?

    Genau das meinte ich weiter oben. Wäre eigentlich gar nicht mal schlecht. Dann hätte ich gestern Abend nicht bis 19 Uhr in der Schule gesessen für Abiturprüfungen. Und dann hätte ich vorletztes Wochenende nicht komplett durchkorrigieren müssen.

    Auch schön :) :top:


    Damit ist eigentlich alles gesagt.

    Persönlich möchte ich ergänzen, dass man auch deshalb ans Telefon gehen kann, weil es einem Vorteile bringt. Z.B. wenn man eine Info bekommt, dass morgen früh der eigene Unterricht entfallen soll. Das solls ja auch geben.
    Ich denke in einem "gesunden" Verhältnis wird man extrem selten zuhause angerufen; dies sollte nur für dringende oder Notfälle sein. Wenn es jeden Monat einen Notfall gibt, läuft etwas falsch an der Schule.


    Wenn man nur Nachteile erlebt bzw. de facto eine unvergütete (illegale) Rufbereitschaft leisten soll, würde ich nicht mehr ran gehen (bzw. meine Telefonnummer nicht angeben).

    Volle Zustimmung

    Da bin ich voll bei dir und handhabe das wie oben geschrieben auch so. Meinem SL musste ich anfangs aber schon erst einmal klar machen, dass ich auf Messenger-Nachrichten um 21 Uhr nicht mehr sofort reagieren mag. Seitdem kommt das aber auch nicht mehr vor und auch die Kolleginnen und Kollegen wissen, dass sie auf Mails am Sonntagabend sicher erst Montagvormittag eine Antwort erhalten.

    Haha, unsere Schulleitung arbeitet doch nicht abends :D

    Ich bin trotzdem dafür, ans Telefon zu gehen, auch am freien Tag. Die Zeit schreibe ich dann einfach auf.

    Es wird schon einen wichtigen Grund haben.

    Wenn es mehr als 1x vorkommt, dass ich wegen Pillepalle angerufen werde, kann ich dieses Konzept ja immer noch mal überdenken.

    Aber bei 1-2 Anrufen im Jahr, dauert das wohl noch etwas. ;)

    Nichts anderes habe ich immer wieder geschrieben.

    Ja, aber es geht ja hier immer um unterrichtsfreie Tage. Wie gesagt, die haben bei uns nur Teilzeitkräfte. Und dann ist es eben Freizeit und nicht Arbeitszeit.

    Und wenn der VZ Kollege mal ausnahmsweise einen freien Tag hat, dann deshalb, weil er diesen Tag an den anderen 4 Tagen vor- und nacharbeitet. Also ist dieser Tag dann genauso Freizeit.

    OK - dann entfällt für dich und für alle, auf die dies zutrifft, aber auch die Schutzwirkung einer vereinbarten Arbeitszeit.

    Wenn Dein Dienstherr /Arbeitgeber Dich für 40 Arbeitsstunden pro Woche bezahlt, darf er IMHO zu Recht auch 40 Stunden Erreichbarkeit erwarten.

    Klar, darf er.

    Aber einen freien Tag haben zu 95 % bei uns nur Teilzeitkräfte.

    Und wenn mein AG mich für 20 Stunden bezahlt, darf er auch nur 20 Stunden Erreichbarkeit erwarten.

    Ich habe diese Woche schon 16 Stunden gearbeitet. Bleiben noch genau 4 für die verbleibenden 2, 5 Tage. Hhhhhhm. Heute muss ich dringend korrigieren, da die ZP10 Noten Freitag eingetragen werden müssen und ich mich ja vorher noch mit der EK treffen muss. Außerdem habe ich noch 2 weitere Stapel da liegen.

    Und schleppe noch diverse Überstunden mit mir rum, die ich mangels Ferien noch nicht abbauen konnte.

    Ja, ich bin heute telefonisch erreichbar. Aber nein, das MUSS ich nicht.

    Wie handhabt ihr das denn im Privatleben?

    Also ich habe mein Handy fast immer bei mir. Dann gehe ich auch dran, wenn es klingelt. Wenn ich aber gerade im Fitnessstudio / im Schwimmbad / im Garten bei der Gartenarbeit / in der Dusche / auf dem Klo / im Wartezimmer beim Arzt etc. bin, dann gehe ich natürlich nicht dran, rufe aber nach Möglichkeit später zurück, oder frage per WA etc. nach, ob etwas Wichtiges war.

    Genau so handhabe ich das an meinen freien Tagen auch. Ich bin immer verfügbar, wenn es gerade passt, ich "verzichte" jetzt aber nicht auf Tätigkeiten wie Sport, Gartenarbeit oder Arztbesuche, nur um permanent verfügbar zu sein.

    Ganz ehrlich: Wie oft werdet ihr denn angerufen? Ich vielleicht 1-2 mal im Schuljahr. Damit kann ich super leben. Und wenn ich angerufen werde, dann ist es auch immer wichtig, auch für mich.

    Gerade aktuell z.B. bin ich zu Hause und man hätte mich in den letzten 2 Stunden gut erreichen können. Handy immer in meiner Nähe. Kann aber sein, dass das gleich mal eine Zeit lang vielleicht nicht so ist. So what?

    Es ist ja auch nirgends vorgeschrieben, dass meine Arbeitszeit von 8-12 genau geht. Die kann ja auch von 8-10 und von 16-18 Uhr gehen. Ansonsten könnte ich ja auch nie an Konferenzen, Abiprüfungen etc. teilnehmen.

    Denn wenn mein AG mir vorschreiben würde, dass ich als TZ Kraft JEDEN Tag von 8-12 zur vollen Verfügung zu stehen hätte, würde ich auf diese Arbeitszeiten IMMER bestehen. Pech für den AG. Solange der sich rausnimmt, meine Arbeitszeiten wöchentlich zu wechseln, darf ich auch an meinen unterrichtsfreien Tagen frei über meine Arbeitszeit verfügen.

    Formal sicherlich korrekt, aber ehrlich gesagt kann ich so eine Einstellung nicht gutheißen.

    Dass die unterichtsfreie Arbeitszeit überhaupt zu Hause verbracht werden kann, wird zwar vielfach als selbstverständlich angesehen - ist es aber nicht. Prinzipiell könnte bei Weigerung, das Privattelefon zu nutzen auch verlangt werden, diese Zeiten im Lehrerzimmer abzusitzen. Kollegiale Zusammenarbeit ist keine Einbahnstraße.

    Persönlich hätte ich gar keine Lust, 2 Telefone mit mir rumzuschleppen.

    Kann nicht verlangt werden, weil es keine Arbeitsplätze gibt, die dem Gesumdheitsschutz entsprechen. Folglich MUSS die Arbeit im Homeoffice erfolgen.

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