Beiträge von Anna Lisa

    Danke euch für die weiteren Kommentare. Irgendwie scheine ich mich immer noch missverständlich auszudrücken. Aber eine Sache ist mir doch ganz wichtig. Es ist falsch verstanden worden, wenn jetzt einige meinen, ich hätte keine Lust meine Arbeitszeit zu messen. Ich befürchte nur eine zusätzliche Arbeitsbelastung. Ich bin ja nicht in Rente gegangen und habe meine Stunden weiter reduziert und habe im nächsten Schuljahr keine Klasse mehr, weil es mir so gut geht. Ich mache dieses Jahr, weil ich darum gebeten worden bin und ich es mir unter erleichterten Bedingungen auch zutraue. Für mich, in meinem Zustand ist die Arbeitszeiterfassung mit Webinaren, Interviews und sonstigen Zusatzterminen einfach zuviel. Das sind meine Bedenken. Sehr persönlich und eben gewachsen aus meiner Krankheit. Ich finde es nach wie vor schade, dass es in meinem Fall keine Möglichkeit gibt, die Aufgabe an einen Kollegen zu geben, der voller Motivation und Kraft auch diese Aufgabe noch gerne zusätzlich erledigt. Naja, da muss ich da jetzt halt auch durch und hoffe, dass die Sache wirklich nicht zu arbeitsintensiv wird.

    Das mit den Webinaren und Interviews hattest du vorher gar nicht erwähnt.

    Die reine Zeiterfassung geht doch nebenher. Das mache ich für mich selbst schon seit Jahren.

    Deswegen wäre meine Devise auch: Sobald ich die Schule betrete, hab ich eingestempelt (Abzüglich einer Mittagspause - aber oft geht ja nicht mal die). Also arbeite ich da auch die volle Zeit. Im Büro wird teilweise nicht mal Raucher-Zeit abgezogen.

    Genau so handhabe ich das auch. Ich mache freiwillig keine Pause, sondern suche mir was. Wie effektiv das nun ist.... Aber auch die Gespräche mit Kollegen sind wichtig. Selbst, wenn man mal 5 Minuten über Privates spricht. Dafür geht im Büro auch keiner ausstempeln.

    Es würde ja reichen, all das zu erfassen, wofür man in anderen Berufen auch einstempelt.

    Dann müsste man auch die ganzen Wartezeiten mit erfassen.

    In einem Büro / einer Firma stempelt man morgens ein und fängt an zu arbeiten. Wenn man jetzt eine Arbeit erledigt hat, aber das Meeting erst in einer halben Stunde anfängt, geht man dafür ja nicht ausstempeln.

    Genau so ist es in der Schule. Wenn ich eine Freistunde habe, aber meinen Unterricht nur äußerst ineffektiv und unvollständig vorbereiten kann, weil mein ganzes Material zu Hause ist und es im LZ kein W-Lan gibt, dann beschäftigte ich mich schon, aber es ist auch nicht richtig effektive Arbeit. Trotzdem zähle ich das zu meiner Arbeitszeit. Ich habe niemanden gebeten, meine Arbeitszeit zu unterbrechen.

    Ich sehe es so wie chilipaprika. Zwei oder drei Bereitschaftsstunden in meinem Stundenplan beeinträchtigen meine Arbeitszeitgestaltung wesentlich weniger als jeden Tag von 8-16.30 Uhr für Vertretungen zur Verfügung stehen zu müssen.


    Meiner Meinung nach ist das subjektiv, was besser ist.

    Für mich ist eindeutig die feste Bereitschaftsstunde besser.

    Ich habe als Teilzeitkraft eine einzige Bereitschaftsstunde, die in einer Hohlstunde liegt. Da würde ich sowieso in der Schule rumhängen. Darüber hinaus werde ich NIE zur Vertretung herangezogen. Das ist echt Gold wert! Ansonsten würde ich die Krise kriegen.

    Wie wäre das eigentlich bei Teilzeitkräften geregelt? Wenn die z.B. um 10 Uhr mit Unterricht anfangen und dann bis 17 Uhr in Konferenzen sitzen, haben sie ja an dem Tag schon Überstunden gemacht, dafür müssten sie ja an einem anderen Tag weniger in der Schule verbringen müssen.

    Ja, so etwas ist doof.

    Meine letzte Hamburg Reise habe ich jedenfalls sehr gut in Erinnerung. Und meine Schule ist auch nicht gerade um die Ecke. Und ich finde, die Hauptstadt zu sehen und den Bundestag zu besichtigen und den Abgeordneten der eigenen Stadt dort zu treffen ist schon ein unterstützenswertes Bildungsprogramm. Von alleine werden unsere Schüler so etwas jedenfalls nicht machen.

    Wäre das dann noch eine schulische Veranstaltung? (fett von mir)

    Was ich damit meinte, war, dass ich schon im Vorfeld mit meinen Schülern spreche über ihre Wünsche und Vorstellungen. Natürlich lege ich bei manchen Sachen ein Veto ein. Paris z.B. geht nicht. Selbstversorger mache ich auch nicht.

    Aber letztendlich haben wir 3 Ziele herausgearbeitet und dann abgestimmt.

    Ich finde schon, dass Schüler da ein Mitspracherecht haben sollten.

    Hast du Aktenzeichen dafür? Die könnte man in entsprechenden Vereinbarungen mit aufführen. Wie man die (bei entsprechenden Entfernungen) hohen Taxikosten wieder erstattet bekommt, ist natürlich eine andere Frage.

    BTW: Ich habe oft Landschulheimaufenthalte im nahen Umkreis zur Schule durchgeführt - keine 30 Kilometer entfernt. Das gab zuerst großes Gemaule - hinterher fanden es aber alle super.
    Vorteile:
    - Man sitzt nicht einen halben Tag im Bus, sondern startet nach der Ankunft sofort mit einem Programmpunkt. Die Jugendherberge hatte am Bahnhof das Gepäck abgeholt, sodass wir mit dem nächsten Zug "lastfrei" gleich zum ersten Programmpunkt fahren konnten.
    - Für eine eventuelle Abholfahrt ist kein Taxi notwendig. Das kann die SL oder ein Kollege als Dienstfahrt erledigen.
    - Die Kids waren mit den Eltern schon weltweit unterwegs. Die heimatliche Umgebung ist jedoch "terra incognita".
    - Die Kosten für den Transport marginalisieren sich und stehen für Programmpunkte zur Verfügung.

    Wirst du aber 10ern für ihre Abschlussfahrt nicht verkaufen können.

    ja, schon, aber dann muss man am Dienstag die Entscheidung fällen und ob die Eltern an dem Mittwoch kommen (können)? Das meine ich mit pragmatisch.
    Eine Freundin von mir (in Frankreich Lehrerin, in Deutschland auf Austauschfahrt, nicht bei mir) hat sogar ein Kind nicht mal 20 Stunden vor ihr ins Flugzeug gesetzt (der Junge war aber auch polizeilich auffällig geworden), dann mussten die Eltern in Frankreich 400km zum Flughafen fahren, um das Kind abzuholen [Die Klasse hatte natürlich einen Bus von da aus.]

    Das genau ist ja meine Sorge: Ob die Eltern dann am Dienstag oder spätestens Mittwoch kommen können.

    Es liest sich immer so schön: Dann müssen die Eltern ihr Kind abholen. Oder es wird auf eigene Kosten nach Hause geschickt.

    Nur wie?

    Bei uns wäre das Szenario wahrscheinlich folgendes:

    Die Eltern haben kein Auto, können also so nicht kommen. => Ok, dann Zug oder Fernbus, also öffentliche. => Kein Geld mehr, kommt erst Monatsanfang / Monatsende/ whenever..... / alternativ: kann hier nicht weg, muss auf Geschwister aufpassen / muss arbeiten etc..... => Sie MÜSSEN aber kommen => Geht nicht => Endlosschleife

    Und dann??? Geld erstattet wirst du von Bürgergeldempfängern oder in prekären Verhältnissen Lebenden wohl nicht wieder bekommen.

    Die Eltern haben die Gelegenheit, ihrer Selbstverpflichtung nachzukommen und damit die Kosten selbst niedrig zu halten. Die Eltern haben auch die Möglichkeit, mit den Lehrkräften einen günstigeren Rücktransport per Bahn oder Bus abzusprechen und diesen zu verantworten. Wenn die Eltern sich aber komplett quer stellen und ihre Chance zur Kostenminderung nicht wahrnehmen, dann ist das wohl die Konsequenz daraus.

    Und wie funktioniert das dann? Lässt sich ein Taxiunternehmen tatsächlich darauf ein, ohne Vorfinanzierung zu fahren? Und diskutiert das dann am Zielort mit den Eltern aus? Die evtl. gar nicht zu Hause sind?

    Das ist eine ernstgemeinte Frage, darüber mache ich mir schon Gedanken, wie so etwas praktisch funktioniert.

    Bei Bahnfahrten etc.: Muss ich als Lehrer dann das Ticket vorstrecken??? Und darauf hoffen, dass ich es bezahlt bekomme? Oder erst klagen muss???

    Dann kann das Kind nicht mit auf Klassenfahrt fahren und besucht in dieser Zeit die Schule vor Ort.

    PS: Die Verpflichtung zur Abholung oder Kostenübernahme der Rücktransportkosten als Folge einer möglicherweise zu verhängenden Ordnungsmaßnahme ist für sich selbst noch keine solche, sondern lediglich eine (zulässige) Klausel in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag, der wiederum Grundlage für die Teilnahme an der Fahrt ist.

    Diese Unterschrift ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Wenn die Eltern nämlich dann einfach nicht kommen, aus welchen Gründen auch immer, dann hat man das "Problem" weiterhin an der Backe.

    Trotzdem hole ich mir natürlich die Unterschrift. Bisher habe ich sie gottseidank noch nie gebraucht.

    Und das Kind einfach in irgendeinen Zug alleine zu setzen geht auch nicht so einfach. Man hat ja schließlich eine Aufsichtspflicht. Wenn das Kind dann beim Umsteigen was verbaselt, oder nach Ankunft nicht direkt nach Hause geht, sondern irgendwo Sch... baut, oder aus Gründen zwischendurch aussteigt, dann hat man ganz schön Ärger am Hals. Ob ich das riskieren würde......

    Das sind ja keine braven Lämmer, die man da in den Zug setzt.

    Ich hatte eine Frage gestellt.

    Ja, aber die verstehe ich nicht.

    Natürlich bin ich mehr zu Hause, weil ich 50 % arbeite und er 100 %.

    Und natürlich macht er nur manchmal Homeoffice. Aber er KANN halt Homeoffice machen, wenn was Wichtiges ansteht. Manche von euch können offenbar nichts Wichtiges anstehen haben, weil sie permanent der Schule zur Verfügung stehen müssen.

    Da lobe ich mir echt unsere Regelung. Da hat man 2 VBs die Woche, in Teilzeit entsprechend weniger. Die VBs liegen immer in Hohlstunden, die man sowieso hat. Und wenn man nur 45 Minuten "frei" hat, schafft man eh keinen Zahnarzttermin etc.

Werbung