Beiträge von Anna Lisa

    Ich wiederhole es gerne: Ich hoffe ihr lasst solche Sprüche nicht vor "normalen" Arbeitenden ab. Das ist einfach nur peinlich.

    Also mein Mann ist normal Arbeitender und hat auch in allen Ferien frei. Zwar nicht komplett, aber die Abstände stimmen ja in etwa.

    Man kann sich ja auch seinen 6- wöchigen Urlaub entsprechend einteilen.

    Und Osterferien komplett sind ja auch nur 8 Tage Urlaub. Wenn man davon noch 1- 2 Tage Überstundenfrei nimmt......

    Und das müssen ja keine Jahrzehnte sein. Ich unterrichte ja aktuell nur ein Fach in 7 überhaupt möglichen Semestern (+ selten vier weitere im Bereich Abendrealschule). Da ich mittlerweile 7 Jahre an dieser selben Schule bin, hat sich der Fundus sehr schnell vergrößert und erlaubt es mir mit wirklich wenig Vorbereitung Unterricht zu machen, für den ich mich nicht schämen muss. Die erstmalige Erarbeitung habe ich nämlich zukunftsorientiert gestaltet.

    Wie gesagt, meine Unterrichtsvorberreitung nimmt nur einen kleinen Bruchteil meiner gesamten Arbeitszeit ein. Ich denke, dass vor allem Teilzeitkräfte von einer Erfassung profitieren würden.

    in NRW ist vorgesehen, dass die Klausuren auf das Abitur vorbereiten und nicht, dass jede Klausur, wie eine Abiturklausur aussehen muss.

    Das ist leider falsch. Im Fach Spanisch ist das ziemlich genau vorgegeben. Von der Textlänge über die Anzahl und Art der Aufgaben. Außerdem ist jede Klausur zweiteilig. Mal mit Sprachmittlung zusätzlich, mal mit Hörverstehen.

    ich leg ziemlich viel Wert darauf, die Klausuren so zu stellen, dass sie leicht zu korrigieren sind. das bedeutet nicht Multiple Choice, aber zB, dass die einzelnen Teilaspekte in Antworten klar voneinander abgegrenzt werden und erkennbar sein müssen. Wörter, die ich beim ersten Mal lesen nicht lesen kann, verstehe ich nicht. Sätze, die ich beim zweiten Mal lesen nicht verstehen kann, lese ich kein drittes mal. außerdem mache ich früh im Schuljahr Gebrauch von der durch Botzbold beschriebenen Möglichkeit des Abwertens bei sprachlicher Unrichtigkeit. ich lese die Klausuren genau einmal: Sprachkorrektur notiere ich am Rand - da les ich für die Sprachliche Richtigkeit einfach am Ende nochmal meine Randkommentare. Auch sonstige Kommentare kommen direkt in die Klausur, damit ich nicht am ende nochmal irgendwas zusammenfassen muss. und zu guter Letzt: Im Abitur geb ich mir große Mühe jeden Mist zu entziffern, zu verstehen und zu werten, aber vorher mach ich aus meinem Herzen keine Mördergrube (mehr): es fehlt ein Punkt zur nächsten Note? ist dann so. - der Schüler könnte das Richtige gemeint haben? steht aber nicht da - es gibt tatsächlich noch ein paar eigene Wörter in lauter Paraphrasen? Paraphrasen sind keine eigene Leistung. - die Antwort zu Aufgabe 3 steht in Aufgabe 2? war nicht gefragt.

    Bei uns ist das genauestens vorgegeben, wie eine Klausur auszusehen hat. Da habe ich überhaupt keinen Spielraum. Ist das bei euch anders?

    Lediglich in der Sek I kann ich mir das aussuchen. Aber auch da gibt es natürlich vorgaben.

    Ich lese niemals 2x, das würde jede Arbeitszeit komplett sprengen. Grundsätzlich gilt, je besser Schüler schreiben, desto schneller ist man mit der Korrektur durch. Hat man aber ein Klientel, das keinen geraden Satz herausbringt (auch im Deutschen nicht), wird es extrem zäh und mühsam und dauert ewig. Ich saß am Donnerstag von 17.03h bis 19.38h an einer einzigen Klausur - dass das jeden Rahmen sprengt und nicht angemessen ist, weiß ich, trotzdem muss ich mich irgendwie durch 20 Spalten schlechte Sprache und Sauklaue wühlen und noch irgendwo nach Inhalt suchen. Ich weiß nicht, wie man das abkürzt. Danach ist man aggressiv und matschig im Hirn und macht auch nicht nahtlos mit der nächsten Klausur weiter. In allen anderen Bereichen halte ich mich für ziemlich effizient, aber Korrekturen sind mein Endgegner 😫

    Siehst du: Und in Spanisch neueinsetzend an meiner Schulform schreiben 90 % aller Schüler so. Ich MUSS 2x lesen. Beim ersten Mal schreibe ich nur die Fehlerkürzel an den Rand, dann ist alles komplett rot. Da habe ich aber noch nichts vom Inhalt wirklich wahrgenommen.

    Nein, würdest du nicht. Du kannst bereits jetzt deine Arbeitszeit erfassen und entsprechend handeln. Dazu gehört lediglich das Selbstbewusstsein, Arbeit auch liegen zu lassen und sich weniger in der Schule einzubringen, wenn es die Arbeitszeit nicht hergibt.

    Nein, kann ich nicht. Meine Unterrichtsvorbereitungszeit ist wirklich absolut minimal. Daran kann ich gar nichts mehr schrauben. Die höchste Belastung kommt eben von der Präsenzpflicht in der Schule, auch durch die ständigen Zusatzveranstaltungen, die man ja als Teilzeitkraft genau wie die Vollzeitkräfte wahrzunehmen hat.

    Und Korrekturen sind Korrekturen. Da kann ich auch nichts dran schrauben.

    Ich erhoffe mir durch die offizielle Arbeitszeiterfassung Befreiung von so einigen Zusatzveranstaltungen, so dass es wieder hinkommt.

    ich habe das eine Zeitlang gemacht, als ich noch TZ arbeitete.

    Ich kam auf deutlich mehr als die vermutete Arbeitszeit. Allerdings habe ich mir während des Beobachtungszeitraums abgewöhnt, aufs Handy zu schauen oder dieses oder jenes noch einzuschieben. Diese kleinen Dinge, die oft scheinbar nebenher liefen, wie dienstliche mails lesen und beantworten, Bürokram (sortieren, abheften von diversen Unterlagen) nah,en dann in Summe deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich vermutet.
    Bei mir war die tatsächliche Arbeitszeit also unter- statt überschätzt gewesen.

    Ich bin absolut für eine Erfassung

    Ich würde auch deutlich profitieren.

    Die Rechnung stimmt doch nicht.

    Du schreibst oben, dass du mindestens 45 Minuten pro Klausur brauchst. Bei 24 Schülern wären das also 18 Stunden insgesamt.

    Wieso hat dein Nachmittag 9 Stunden??? Bei mir höchstens 4, eher weniger, je nachdem, wann ich aus der Schule nach Hause komme.

    Aber in 2 Nachmittagen ist das sicherlich nicht getan.

    Wenn ich z.B. konsequent jeden Nachmittag von 15-18 Uhr korrigiere, dann brauche ich 6 Nachmittage, nicht 2.

    Dann könnten doch alle Arbeitenden im Homeoffice "schummeln". Das ganze muss ja plausibel bleiben. Kein Mensch nimmt dir ab, dass du 3 Stunden pro Klausur brauchst. Aber 1 Stunde schon. Und das muss endlich mal sichtbar gemacht werden.

    Also unsere Kinder sind auch privat versichert. Niemand ist hier in der GKV. Trotzdem standen mir die vollen Kindkranktage zu (damals 12), weil ich mit Teilzeit eben unter der Grenze lag.

    Mich wundert etwas, wie sehr du den Online Vorfall an dich rankommen lässt.

    Wir alle sind uns einig, dass solchen Beleidigungen gar nicht gehen. Punkt.

    ABER: es ist in einem gewissen Alter relativ normal, dass manche MAL entgleisen (du schriebst ja, dass der betreffende Schüler sonst unauffällig ist). Die sind einfach hormonvernebelt und wissen manchmal nicht, was sie tun. Und sie müssen sich austesten. In diesem relativ geschützten Rahmen einer Online Stunde, hat er sich getraut, mal vor seinen Klassenkameraden den Kaspar raushängen zu lassen.

    Das würde ich echt nicht überbewerten! Da musst du drüber stehen. Ich denke nicht, dass das persönlich gemeint war.

    Handle professionell und ruhig: Schriftlicher Aktenvermerk - Benachrichtigung der Eltern, Klassenlehrer, Schulleitung - Klassenkonferenz - Ordnungsmaßnahme.

    Wenn danach nichts mehr vorfällt: gut. Wenn doch, musst du halt weitersehen, aber davon würde ich jetzt erst mal gar nicht ausgehen.

    Die Kinder meines Bruders sind ebenfalls alle über ihn mit privat versichert. Krass finde ich das dennoch, in dieser Hinsicht wird man ja quasi bestraft, wenn die Kinder unterschiedlich versichert sind. Mit anderen Worten, in 90 % aller Fälle muss ich mich kindkrank melden. Aufgrund der Alimentierung gibt es ja da quasi keine finanziellen Einbußen, oder was gibt es da zu berücksichtigen? Liegt das quasi im Ermessen meines Dienstvorgesetzten, was er bereit ist „hinzunehmen“?

    Wenn du Beamter bist und über der Entgeltgrenze liegst, hast du ebenfalls nur 4 Tage pro Jahr.

    Freiplätze müssen auf alle Teilnehmer umgelegt werden. Lediglich bei Aktivitäten, an denen nur die SuS teilnehmen und die Lehrkräfte nur Aufsicht führen fällt das weg.

    Eigentlich führe ich immer nur Aufsicht.

    Natürlich sehe ich die Tiere, wenn ich mit meiner Klasse im Zoo bin und ich sehe auch die Ausstellungsstücke, wenn ich im Museum bin und höre den Vortrag.

    Aber ich bin ja in diesem Moment und unter diesen Umständen nicht zum Privatvergnügen da, sondern einzig und allein, um dafür zu sorgen, dass die Klasse sich benimmt und heil wieder zu Hause ankommt.

    Welche Aktivitäten gibt es denn, wo man wirklich "teilnimmt"?

    StilleMitleserin:

    Die Betroffene Lehrerin hat selbst ausgesagt, das sie nicht von der Klassenlehrerin informiert worden wäre.

    Daher gehe ich davon aus, dass es Usus ist, dass die Klassenlehrer der Schule über chronische Krankheiten informiert sind.

    Aber ja, dass der Vater sich bei und nach dem Elternabend nicht geäußert hat, ist verwunderlich. Vielleicht vor dem Hintergrund "Krankheit ist ja bekannt. "

    Bzgl. Deiner Aussage mit der Akte: und das genau ist der springende Punkt, der der Lehrerin vorgeworfen wird. Sie hätte sich informieren müssen; hat aber scheinbar nicht in der Akte nachgeschaut. (Auch wenn es - siehe weiter oben - nur ein kleines Rädchen in der ganzen Geschichte gewesen ist.)

    Bei uns sind die Akten im Büro der Abteilungsleitung eingeschlossen. Wir müssen die Explizit anfordern und dürfen die dann dort einsehen.

    Soll man das echt dann für 30 Schüler machen?

    Ich fände es wesentlich zielführender, wenn die Eltern einfach darüber informieren würden. Ich als Mutter würde das schon aus eigenem Interesse tun

    Könnte auch sein, dass der Kreis Mettmann einfach näher an ihrem Wohnort liegt und sie zwischen Arbeitsstätte Mann und Arbeitsstätte Frau wohnen.

    Weder mein Mann noch ich wohnen da, wo wir arbeiten. Ich könnte mich auch in einen anderen Kreis bzw. eine andere Stadt versetzen lassen, um näher am Wohnort zu sein und das müsste nicht meine Stadt sein.

    Doch, das ist sehr wohl möglich. Aber so viel Vorstellungskraft besitzt du ganz offensichtlich nicht. Na ja.

    Der Kreis Mettmann grenzt nahtlos an die kreisfreie Stadt Düsseldorf an. Es gibt keinen "Kreis Düsseldorf".

    Die Distanzen im Kreis Mettmann sind im Übrigen sehr klein, ich sehe nicht wie die Fahrstrecke da mehr als 30km betragen könnte. Real sind es wohl eher 10km-20km. Also mit Recht kein Grund unbedingt zu wechseln.

    Vielleicht arbeitet er/ sie ja auch nur dort und wohnt woanders? Ich wohne auch nicht in dem Kreis, in dem ich arbeite. Daher kann es doch schon sein, dass die Pendelstrecke lang genug ist.

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