Beiträge von Anna Lisa

    Nein, es ist nicht "on top und unbezahlt", sondern es ist schon mit deinem Gehalt abgedeckt.


    Und es ist auch nicht dein "freier Tag" sondern dein "unterrichtsfreier Tag":

    Aber die Vollzeitkollegen machen das STATT Unterricht. Sie machen nicht ihr volles Pensum - 25,5 Stunden - PLUS Sportfest.

    Die Teilzeitkollegen hingegen müssen in der Woche ihr volles Pensum leisten PLUS Sportfest. Es kommt also schon on top.

    Andersrum: Und wenn der Lehrer/die Lehrerin Vollzeit arbeitet, kann der Partner eben nicht nachmittags außer Haus arbeiten, irgendjemand muss sich ja nachmittags um die Kinder kümmern.

    Du verstärkst selbst das Rollenklischee, indem du sagst, dass die Lehrerin Haushalt/Kinder und Job zu schaffen hat, weil sie ja nachmittags frei hätte. Hat sie aber nicht, sie verteilt nur ihre Arbeitszeit so, dass der Nachmittag für die Carearbeit geblockt ist.

    So, jetzt sind wir aber ein bisschen weg vom Ausgangsthema. Ich finde aber die Argumentationskette aus dem Munde einer Kollegin generell schräg.

    (oder aus der Feder? Wie sagt man denn da^^)... Es gibt keine logische Folge, die einer Mutter eine bestimmte Form von Arbeit automatisiert zuschreibt. Es gibt nur Planung und ggf. Aushandeln.

    Ich verstärke da gar kein Rollenklischee. Ich gehe von den Bedingungen aus, die die Threaderstellerin genannt hat.

    Na ja, aber man hat ja VOR den Kindern ausgehandelt, wer wieviel arbeitet und was das dann konkret bedeutet. Wenn man VOR den Kindern GEMEINSAM vereinbart hat, dass der eine Partner 4 Tage außerhäusig bis in den Abend arbeitet (das scheint ja bei der Threaderstellerin der Fall zu sein), dann ist doch klar, dass sie als Lehrerin den Nachmittagspart übernimmt.

    Natürlich könnte das der Mann machen. Und die Lehrerin könnte bis abends in der Schule bleiben. Dann hätte man das aber VOR den Kindern so vereinbaren müssen und entsprechende Vorkehrungen bei der Arbeit treffen müssen. Haben sie aber nicht. Wollten sie wohl nicht. Warum auch immer. Geht uns ja nichts an.

    Wenn jetzt aber gesetzt ist, der Mann arbeitet nachmittags außer Haus, dann geht es wohl nicht anders.

    Ich meinte aber schon die Überstunden.

    Denn wenn ich am freien Tag den ganzen Tag zum Sportfest muss z.B. ist das ja on top und unbezahlt. Ich kriege ja keinen Ausgleichstag dafür. Aber die ganze normale Arbeit, die ich immer mache, muss trotzdem voll erledigt werden.

    Wenn ihr dafür befreit werdet oder einen Ausgleichstag erhaltet, dann kommt das eben nicht noch on top.

    Weil ich nur eine 3-Tage-Woche habe

    Das wird bei uns anders gehandhabt. Einen Anspruch auf freie Tage haben wir nicht. Wir müssen auch am freien Tag zum Sportfest, zur Projektwoche, zu Konferenzen, pädagogischen Tagen etc. Deshalb wären es hier 30 Tage Urlaub. Die Arbeitszeit ist halt nicht auf feste Tage festgelegt, sondern auf die ganze Woche verteilt.

    Doch, du bist nicht jetzt zusammengebrochen und hast nachher weniger Arbeit, so dass das schon geht, zumal in den neuen Bundesländern in der Regel Kita und Horte auch in den Ferien auf haben ;)

    Wieso, er arbeitet doch schon Teilzeit, er muss evtl. nur die Verteilung etwas umstrukturieren.

    Das mit der Teilzeit hatte ich in der Tat überlesen. Dann sollte doch einiges möglich sein.

    Aber in meinem Bundesland ist spätestens mit 6 Jahren Schluss mit Ferienbetreuung.

    Nö, würde mir nicht gefallen. Ich muss als Lehrerin ja eh schon 6 Wochen minimum, meistens mehr, alleine Ferien haben. Und mit Schulkindern ist da nix mit Einrichtung offen.

    Ich bin da schon froh, wenn mein Partner so viel Urlaub wie möglich in den Ferien bekommt. Denn verreisen tue ich am liebsten als Familie komplett. Da sind ja schon mal 3 Wochen im Sommer weg und dann noch mal 1 Woche im Frühjahr oder Herbst und schon ist nicht mehr allzuviel Urlaub übrig.

    Das Problem früher war auch nicht die Betreuung der Kinder, da brauche ich keinen Reiterhof für. Für mich ist es aber keine Erholung, alleine auf dem Reiterhof oder sonstigen Einrichtungen zu sitzen und den Kindern zuzuschauen. Kaffee kann ich auch zu Hause trinken. Mir geht es da eher um aufwändigere Reisen.

    Und daraufhin erklärst du, wie du ihm die Karriere ermöglicht hast. Das war von Anfang an Kalkül, damit du in 50% Teilzeit darfst, weil du wusstest sein besserer Verdienst kommt.

    Alles Gute zum Weltfrauentag.

    Nein, das war kein Kalkül. Diese Art von Karriere ist sehr speziell und konnte nicht vorhergesehen werden. Mit einem regulären Einkommen in der Branche hätte er nicht wesentlich über meinem Gehalt gelegen.

    Aber ja, ich arbeite gerne Teilzeit. Auch aus gesundheitlichen Gründen. In Vollzeit würde es mir ziemlich schlecht gehen. Das wäre keine Lebensqualität mehr.

    Wäre ich Single, würde ich auch nicht Vollzeit arbeiten. Geld ist nicht alles. Man lebt nur einmal und sollte das Leben auch genießen können.

    Und ich finde den Druck auf Frauen, dass sie alle Vollzeit arbeiten müssen, weil sie sonst nicht emanzipiert genug sind, genauso wenig hilfreich. Schön ist es doch, wenn die Gesellschaft akzeptiert, dass MANCHE Frauen das freiwillig und gerne machen.

    So viel zum Weltfrauentag.

    Wir haben entschieden, dass ich Teilzeit arbeite, als ich noch mehr verdient habe als mein Mann. Das war völlig unabhängig vom Geld.

    Wir haben beide genug verdient, so dass wir auf jeden Fall ausgekommen wären, egal wer auf Teilzeit gegangen wäre.

    Dadurch, dass mein Mann Vollzeit gearbeitet hat, konnte er Karriere machen und verdient inzwischen sehr viel mehr als ich in Vollzeit verdienen würde. In Teilzeit wäre ihm dieser Aufstieg nicht möglich gewesen.

    Ich muss aber dazu sagen: Ohne diese Karriere hätte er weiterhin in seiner damaligen Position, die er dann ja noch hätte, weiterhin mindestens 7-8 24 Stunden Dienste im Monat, incl. Schlafen am nächsten Tag, also 14-16 Tage Ausfall im Monat für die Familie.

    Das ist auch nicht so prickelnd und hilfreich.

    Ich würde aber mit 2 Korrekturfächern niemals Vollzeit arbeiten und 2 Kinder haben, egal wieviel der Partner unterstützt. Für mich bedeutet das eine 50 Stunden Woche, die ich einfach nie wieder haben möchte. Ich bin dann so fertig, dass ich gar keine Zeit und Muße mehr für meine Kinder hätte. Geschweige denn für mich selbst.

    Nee, nur du hast davon geredet, dass es um Erziehern, Pflegern usw. geht!

    Wir wissen doch gar nicht, ob ihr Mann einen Bürojob hat und wenn du jetzt die Diskussion einzig und allein auf Bürojobs beschränkst ist das eindimensional und nicht zielführend.

    Vielleicht haben ja auch andere Diskussionsteilnehmer Partner ohne Bürojob. Was soll dann eine Beschränkung auf Bürojobs? Wie gesagt, gerade mal 1/3 der Arbeitenden in D hat einen Bürojob.

    Und mein Mann hat auch einen Bürojob. Muss aber Mitarbeiter führen, die er natürlich sehen muss und er muss täglich mit diversen Leuten aus diversen Abteilungen sprechen, empfängt Besuch etc..... Den kann er also nicht im HO ausführen.

    Warum nicht, was sollte daran z.B. nicht gehen ab und an Urlaub zu nehmen, um sie zu entlasten usw. das geht doch außerhalb der Schule problemlos. Aber, man muss es wollen und ich habe das Gefühl, dass es eher daran scheitert!

    In 4 Monaten beginnen die Sommerferien. Wenn er jetzt Teilzeit beantragt, kann er das vielleicht erst in 3 Monaten oder später beginnen. So ein Betrieb muss ja auch erst mal organisieren und genehmigt das nicht von jetzt auf gleich. Dann lohnt es sich gar nicht mehr.

    Urlaub: Tja, wenn dann der Jahresurlaub verbraucht ist und mein Mann in allen Ferien arbeiten muss und ich die Kinder alleine betreuen muss, habe ich nichts gewonnen. Und wenn ich dann noch auf den gemeinsamen Familienurlaub verzichten muss......

    Doch genau darum ging es allgemein, denn der Satz lautete ja:

    "das ist in einigen Berufen weder selten, noch ist Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit so unüblich."

    Also war von vorne rein klar, dass es eben nicht in allen Berufen geht und genau deshalb habe ich ja schon vorher gesagt, deines ist zu sehr verallgemeinert!

    Das ist DEIN Satz, nur DU hast davon geredet.

    Es ging aber darum, dass es BERUFE gibt, wo das völlig normal ist und dazu gehören natürlich nicht Erzieher oder Krankenpfleger, sondern eben Büromitarbeiter in diverse Branchen.

    Bei dir ging es vielleicht darum, bei mir nicht und auch allgemein nicht ;)

    Nicht jeder hat ja einen deiner BERUFE. Klar, dass es die GIBT. Aber man muss sie dann auch HABEN.

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