Beiträge von Anna Lisa

    Bei uns mosern schon manche rum, wenn sie 10 € in die Klassenkasse zahlen sollen (was auch Bastelgeld beinhaltet)...

    Das Argument, dass manche SuS das Skifahren sonst nie kennenlernen, weil sich das die Eltern nicht leisten können oder kein Interesse haben, ist schon ziemlich stark. Aber dass die Eltern das danach mit den Kindern machen, auch eher unwahrscheinlich. Man fragt sich, ob diese 1 Woche so viel ausmacht, besonders, wenn es so teuer ist und man Sachen anschaffen muss, die man vllt. sonst nicht mehr braucht.

    Mit dem Argument könnte man auch in die USA / nach Australien /auf Safari nach Kenia etc. fahren. Denn die allermeisten Schüler werden das auch nie kennenlernen.

    Und ich kann versichern: Man kann auch vollkommen ski-frei (seit 46 Jahren) ein glückliches Leben führen. ;) Es ist also kein Muss im Lehrplan.

    Aus heutiger Sicht (Klimawandel) ist das sowieso fragwürdig, warum das ein unbedingt zu vermittelndes Ziel sein sollte.

    Yes, tatsächlich alle.

    Wüsste auch nicht, wie das anders gehen soll. Dass die eigenen Eltern das Kind in Quarantäne "begleiten", erscheint mir zumindest logischer, als dass es im Zweifelsfall ein Lehrer tun muss.

    Krass. Ihr müsst aber eine reiche Elternschaft haben. So viel Geld hätten wir nicht mal eben in der Portokasse. Vom Nicht Frei Bekommen mal ganz abgesehen. Alleine für die Flüge wären das momentan - so ganz spontan gebucht - bereits 550 €. Eine Woche Unterkunft mit Verpflegung dazu - da ist man mit über 1000 € dabei.

    Also ICH würde das nicht unterschreiben.

    Kann man so sehen, ja. Da ist man auf der Grundsatzebene Naturschutz vs. wirtschaftliche Erschließung eines Raumes.


    Die Klausel mit dem Abholen im Coronafall hatten wir übrigens auch für Irland zwei Jahre in Folge drin. Wie soll man es - aus Schulsicht - auch sonst machen? Mit den Schülern ggf. Quarantäne absitzen ist jetzt auch nicht so prickelnd und auch personell schwierig. Alternative ist, dass in diesen Zeiten keine Fahrten stattfinden können.

    Und alle Eltern haben unterschrieben, dass sie mal eben nach Irland fliegen, dort eine Unterkunft für die Zeit der Quarantäne buchen, weil man ja positiv nicht fliegen darf???

    Entweder diese Aussage ist falsch oder deine Angabe unter Schulform kann nicht richtig sein 🤷‍♂️

    Hä? Wieso stimmt die Schulform nicht? Wenn du an einer Gesamtschule Grundkurse unterrichtest, hast du im Prinzip nur schwache Hauptschüler darin sitzen. Viele von denen hätten eigentlich ein AOS-F bekommen sollen, haben sie aber nicht. Die sind wirklich EXTREM schwach und haben zusätzlich andere Auffälligkeiten wie fehlende Konzentrationsfähigkeit etc. Und ja, die brauchen dann individuelle Unterstützung. Vielleicht liegt es auch an meinem Fach Englisch.

    Die Schüler, von denen ich spreche, verlassen uns alle nach Klasse 10. Da macht keiner Abitur von.

    Bei sechs „sehr selbständigen“ und „super lieben“ Kindern?

    Das sechs hatte ich wohl überlesen, ich las nur "eine handvoll". Das sind für mich auch 17 statt den üblichen 30. Und von sehr selbständig stand da ja auch nichts, nur super lieb.

    Lieb sind meine Schüler auch, brauchen aber eigentlich permanent Einzelunterstützung, die ich alleine 17 Schülern ja nicht geben kann. Aber auch bei den 6en wird es doch einen geben, der ein bisschen mehr individuelle Unterstützung braucht, oder? Oder warum sind sie sonst auf der Förderschule?

    Wir sind keine Förderschule und haben fast nur solchen Schüler.

    Kannst du sie nicht dafür nutzen, dass sie dafür sorgt, dass Kevin-Horst nicht alle 30 Sekunden sich wegbeamt und in der Gegend rumstarrt und aus dem Fenster guckt? Oder dass Chantal-Joy versteht, wie die Aufgaben gehen und dass sie bitte a + b machen soll, wie du vorher 3x gesagt hast? Oder dass Maria und Agatha nicht ständig mit anderen Dingen beschäftigt sind und/oder quatschen?

    Oder dass sie die Fragen von A, B und C beantwortet, während du gerade D, E und F hilfst?

    Oder kann sie Material vorbereiten / kopieren / laminieren?

    Ich finde eine wie auch immer geartete Erfassung der Arbeitszeit wichtig. Die Schule, die ich gerade verlassen habe, konferiert sich dumm und dämlich. LKs immer bis 18 oder 19h, Fachkonferenzen dürfen erst abends beginnen, über die letzten Jahre kamen schleichend nicht nur häufigere Taktungen dazu, sondern auch komplett neue Konferenzanlässe. Tag der offenen Tür wird nicht mehr durch einen Ausgleichstag entlastet (die Vorbereitung des immer aufgeblaseneren Programms sowieso nicht), es gibt einen ebenfalls unentlasteten zusätzlichen Elternsprechtag für die jüngeren Jahrgangsstufen, plötzlich taucht verbindlich ein zusätzlicher Elternabend im Kalender auf, und ab nächstem Jahr gilt in der letzten Sommerferienwoche nicht mehr nur telefonische Rufbereitschaft. sondern es wird wohl irgendwas in Präsenz kommen. Ich finde hochgradig problematisch, wie einfach in Schulen über Zeit verfügt werden kann und zusätzliche Termine angesetzt werden können, die nirgends erfasst werden und mit dem Verweis auf Ausgleich in den Ferien als pauschal abgegolten gelten. Auch kann es nicht sein, dass es leider persönliches Pech ist,ob man eine "pflegeleichte" Klasse bekommt oder ständig Gespräche mit Eltern, Schulsozialarbeitern usw. anfallen.

    Ich denke, es geht nicht um die Erfassung von 4 Minuten dienstlichen Gedanken, sondern ich würde schon die Erfassung der klar und recht einfach erfassbaren Zusatztermine als Fortschritt empfinden. Und beim häuslichen Rest ließen sich problemlos die gleichen Erfassungsmechanismen anwenden, wie es Millionen Leute im Homeoffice tun.

    Dann würde man wahrscheinlich auch feststellen, dass es für Teilzeitkräfte nicht möglich ist, an allen dieser Veranstaltungen im vollen Umfang teilzunehmen, ohne die Arbeitszeit erheblich zu überschreiten. Es reicht eben nicht aus, nur die Unterrichtsstunden zu kürzen.

    Danke. Ich selbst halte es in oben beschriebenen Fällen so: Lied hören zähle ich selbstverständlich nicht.

    Das 10-Minuten-Gespräch während der Autofahrt mit meiner Kollegin über ein Schülerproblem / die Planung der Projektwoche / sonstigen Absprachen jedoch schon. In der Zeit kann ich ja z.B.nicht mein privates Hörbuch hören oder mit Freunden /meinem Mann telefonieren etc. Das Lied hingegen hätte ich ja sowieso gehört.

    Ich glaube, man darf jetzt auch nicht unter die Korinthenkacker gehen. Auch in anderen Jobs gibt es sowohl "tätigkeitsfremde Aktivitäten" während der Arbeitszeit als auch mit dem Job verbundene Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit.

    Was ist z.B. wenn ich meinen Schreibtisch aufräume und darunter jetzt 3 private Zettel sind, die ich eben noch schnell abhefte? Ist natürlich trotzdem Gesamtarbeitszeit. Wenn der AG mir einen vernünftigen Arbeitsplatz in der Schule einrichten würde, würde dieses Problem ja gar nicht erst entstehen.

    Umgekehrt habe ich schon so oft Schulsachen weggeräumt - eigentlich ständig - um irgendetwas Anderes erledigen zu können, was ich nie zähle. Das gleicht sich schon aus.

    Bei einer Anwesenheit 8:00-16:30 Uhr (inkl. vorgeschriebene gesetzliche Pause) fallen noch keine Überstunden an. Du müsstest also ca. 6,8h pro Woche rausarbeiten (bei 40 Schulwochen). Also entweder bleibste jeden Tag bis 18 Uhr in der Schule oder hast nen vollen Samstag (sonntags darfste nicht arbeiten). Das fänd ich schon happig.

    Ich schätze aber auch, dass sowas an vernünftigen Arbeitsplätzen in der Schule scheitern würde.

    Was wäre daran so schlimm? Das müssen doch fast alle anderen Berufstätigen auch. Wenn du nicht für die zusätzlichen Urlaubstage vorarbeiten möchtest, kannst du ja auch um 16.30 Uhr gehen (vollkommen normal) und dann in den Ferien (abzüglich deiner 30 Urlaubstage) zur Schule kommen. Du könntest z.B. versuchen, fast alle Korrekturen in die kleinen Ferien zu verlegen und in dieser Zeit dann entspannt Unterrichtsreihen planen und Orgakram erledigen etc.

    Bei einer vollen Stelle und mit 2 Korrekturfächern wäre ich aber eh nie um 16.30 fertig. Ich arbeite also sowieso noch weiter. Dann kann ich das auch in der Schule tun (bei vollwertigem Arbeitsplatz) und zu Hause meinen Feierabend genießen und die Schule ganz aus dem Kopf haben. Und die Miete für mein Arbeitszimmer spare ich auch noch.

    Ich sehe da keine Lösung. Die Idee, dass man mit fremden Daten hausieren gehen kann, scheint noch nicht widerrufen worden zu sein. Und das ist das Problem. Und darum geht es hier in dem Thread. Es gibt Leute, die der Ansicht sind, Lehrerinnen hätten keinen Anspruch auf eine Privatsphäre. Und diese Ansicht setzen auch um.

    Ich jedenfalls ginge zu so jemandem nicht auf eine Grillparty. Wer weiß, was die als nächstes macht.

    Ich gehe mal davon aus, dass die beiden schon vorher befreundet waren und sich mal getroffen haben. Und nicht, dass die Einladung als Entschuldigung gemeint war. Man kündigt doch nicht eine Freundschaft wegen wo etwas?

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