gehen bei vielen SuS leider diese infos wohl zu einem Ohr 'rein und gleich zum anderen wieder 'raus
Manche hören nur, was sie hören wollen und haben für alles andere einen guten Filter. Leider gibt es bei Beratungen aller Art, nach meiner Erfahrung aber insbesondere, wenn es um Schullaufbahnfragen geht, immer wieder das Phänomen der "Beratungsresistenz", häufig auch mehr bei den Eltern als bei den Schüler*innen. kodi scheint das auch zu kennen.
Teilweise (nicht immer...) ist es menschlich schon auch nachvollziehbar - Eltern sind halt in Sorge um die Zukunft ihres Kindes, wollen an sich nur das Beste, aber genau das führt dann manchmal zum Gegenteil (frustrierte Jugendliche, die sich in völlig unpassenden Bildungswegen befinden und dann aus der Spirale von Misserfolgen nicht mehr herauskommen). Das kostet unglaublich viel Energie.
Besonders ärgerlich finde ich die Fälle, in denen viel in die Beratung investiert wird, diese aber wie beschrieben ignoriert wird, es am Ende tatsächlich nicht klappt und dann aber die Schuld auf die Schule geschoben wird ("Sie haben nicht ausreichend gefördert."), obwohl viele Lehrkräfte sich über die Maßen mit dem Kind (und den Eltern) befasst haben und versucht haben, das Unmögliche möglich zu machen.
Wenn hierfür jemand einen Tipp hat, bitte gern her damit, ich habe für diese Fälle bisher keine Lösung gefunden außer Atemübungen vor und nach den Beratungsgesprächen - für mich selbst, um mich nicht zu sehr aufzuregen - und dann die Gespräche gut zu dokumentieren. Es tut mir aber trotzdem meist wahnsinnig leid für die betroffenen Kinder.