Beiträge von kodi

    Du schneidest aus eurem Stundenkontingent mindestens so viele bezahlte (!) Deputats-Vertretungsreserven, wie du für die kritischen Stunden brauchst.

    Den Rest holst du dir über Auflösung von Teamkoppeln und Mehrarbeit in Springstunden/Hohlstunden.

    Die Randstunden hängst du je nach Jahrgangsstufe und Vorwarnzeit ab.

    Bei den nicht in Anspruch genommenen Reservestunden kannst du je nach Absprache mit dem Kollegium so verfahren, dass sie entweder gegen andere Vertretungen gegengerechnet werden oder die Kollegen machen in den nicht in Anspruch genommenen Reservestunden individuelle Förderungen. Beides hat Vor- und Nachteile.

    Wenn aufgrund des Stundenplans dauerhaft über Jahre immer die selben Kollegen die Hauptlast an Mehrarbeit tragen müssen, dann habt ihr entweder eine Schieflage bei den Zeitabsprachen oder eine ungeschickte Unterrichtsverteilung.

    Was ich noch zum eigentlichen Thread-Thema anmerken wollte: Es scheint furchtbar einfach zu sein, eine Sonderzahlung auszuzahlen. Warum muss msn dann bei den Pflegekräften so rinen furchtbaren Aufwand machen? Anträge und Zeuch?

    Naja, anders als die Pflegekräfte, haben wir alle die gleiche Gehaltsstelle (pro Bundesland). Insofern ist es tatsächlich sehr viel einfacher uns eine Sonderzahlung auszuzahlen.

    Deshalb würde mich interessieren, ob ihr mir Tipps geben könnt, worauf ich achten sollte/was ich dringend wissen muss/was ich erfragen sollte/…

    • Erst einmal die Strukturen und (offiziellen und inoffiziellen) Kommunikationskanäle kennen lernen, bevor du mit Veränderungsvorschlägen kommst.
    • Die neue Schule nicht im Vergleich zur alten Schule schlecht reden.

    Ich denke die unterschiedlichen Belastungen in verschiedenen Fächern lassen sich nicht auflösen. Wie will man z.B. die erhöhte Verantwortungen in Fächern wie Chemie, Physik, Technik, Sport, Kunst gegen Korrekturbelastung aufwiegen.

    Am Thema Korrekturbelastung könnte man allerdings schon etwas tun:

    • Müssen Klassenarbeiten so gestellt werden wie bisher oder gibt es effizientere Möglichkeiten die entsprechenden Kompetenzen zu testen? Einbau von anderen Elementen außer Textantworten.
    • Standardisierung von Klassenarbeiten.
    • Beschränkung des Textumfangs. Kurze präzise Antworten gegenüber langschweifigen Ausführungen vorziehen.
    • Ersatz von Klassenarbeiten wo möglich. (Hier in NRW 1 pro Jahr)
    • Geschicktere Unterrichtsverteilung, die die Belastungen verteilt.
    • Sperrung der Hauptfachkombinationen für Studis. (Eher eine langfristige Lösung.)

    Nach "erst" zehn Tagen Krieg, weiß ich nicht, wie man darauf kommt, dass hier schon welche in den Schulen sitzen.

    Ich erwarte die große Einschulungswelle im Sommer.

    Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Ukraine zu den Ländern gehört, wo Bildung einen Stellenwert hat und der Schulbesuch Standard ist. Von daher gehe ich davon aus, dass die Familien schnell versuchen werden ihre Kinder wieder zur Schule zu schicken. Insofern finde ich die Überlegung nicht so abwegig, dass sich bereits jetzt schon welche deshalb melden, vor allem wenn sie hier Verwandte haben.

    spart noch jemand gerade für ein Sabbatjahr an? Habt ihr auch nur eine anteilige Sonderzahlung erhalten?

    Klar, mein Gehalt ist vermindert, aber ich habe die letzten Jahre immer volles Deputat unterrichtet und war daher überrascht über die anteilige Zahlung.

    Naja, wenn du für das Sabbatjahr ansparst machst du formal ja Teilzeit und zwar gemittelt aus Deputat in der Ansparphase und Freistellungsphase.

    und Ergänzungsfrage - denkt ihr, daran lässt sich noch was ändern oder ist das nun halt so aufgrund der verringerten Bezüge und "Einspruch" ist zwecklos?

    Ich vermute, dass sich da nichts machen lässt. Im Erlass steht die Reduktion bei Teilzeit explizit drin.

    Wenn du an eine spezielle Förderschule mit dem Schwerpunkt willst, ist das bestimmt von Relevanz.

    Wenn du an eine allgemeinbildende Schule in die Inklusion gehst, dann ist der Förderschwerpunkt formal völlig egal.

    Ich schreib bewusst formal, denn es sollte jedem klar sein, dass man sich dort primär mit ESE, Lernen und Sprache (ungefähr in dieser Reihenfolge) auskennen muss.

    Ich nehme mal an am BK wird es ähnlich sein.

    An meinem Beruf finde ich anstrengend...

    • Kollegen, die sich nicht an Absprachen halten und Regeln nicht durchsetzen. Das macht es für alle anderen 1000x schwieriger.
    • mangelhaften IT-Support. Unterricht erfordert hochverfügbare IT-Technik. Ich kann nicht einfach tage- oder wochenlang warten und die Arbeit ruhen lassen.
    • das begrenzte Budget
    • zu kleine Klassenräume
    • den geringen Stellenwert von Bildung in de Gesellschaft und die daraus resultierende Ressourcenknappheit im Bildungssystem.

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