Beiträge von kodi

    Wenn du handwerklich geschickt bist, schaue mal bei Zwangsversteigerungen von Immobilien vorbei.

    Die Frage ist, ob das realistisch ist, wenn man knapp bei Kasse ist und auch nicht voll arbeiten kann.

    Darüber hinaus sollte man dringend klären, dass keine Grundschulden auf der versteigerten Immobilie liegen. Sonst übernimmt man die nämlich mit.

    Aber der Job stresst mich so, dass ich gewisse gesundheitliche Probleme habe im Rahmen von Psyche/Herzkreislauf, wo ich glaube, dass sie von der Arbeit gefördert werden.

    Das solltest du allerdings nicht so formulieren, denn sonst wird dir jeder erst einmal sagen, behebe erst einmal die außerschulischen Ursachen wenn die Schulsituation die Problematik nur 'geglaubt' fördert.

    Stattdessen: Du hast so stressige Arbeitsbedingungen, dass du gesundheitliche Probleme bekommen hast. Diese sind aber vor allem auf den zeitlichen Umfang zurückzuführen, weil blablub Bedingen so und so an eurer Schule und würden durch Teilzeit mit den entsprechenden Teilzeitabsprachen behoben.

    An unserer Schule gestaltet sich die raum-und Schulhofsituation sehr komplex: viele Anbauten, viele verwinkelte Außenbereiche, Zugänge zu öffentlichen Wegen und Verkehrsstraßen sind gegeben. Es kommt gehäuft vor, dass Liefer- oder Handwerkerfahrzeugen den Schulhof befahren, zu den Zeiten, an denen Kinder vor Ort sind. Wie und wo kann ich mich informieren, in wie weit ich bei Aufsichten zur Verantwortung gezogen kann, sollte mit es in Verbindung mit dem Fahrzeugaufkommen zu einem Unfall kommen?

    Meine SL nimmt die Thematik generell auf die leichte Schulter. Wie muss ich vorgehen, um mich abzusichern ?

    Du remonstrierst schriftlich, dass du eine Gefahrensituation siehst und deiner Aufsichtspflicht nicht so nachkommen kannst, dass du Unfälle verhindern kannst, solange der Schulhof zu Pausenzeiten befahren wird.

    Damit bist du dann aus der Verantwortung raus, solange du nicht grob fahrlässig handelst. Der Ball liegt dann bei deiner Schulleitung.

    Es gab in Nds. mal ein Modell -ich glaube in der Region um Stade- wo jede Klasse in der GS eine feste Begleitkraft hat, die fest in der Klasse ist und die Lehrkraft unterstützt. Einerseits als Unterstützung für die Intergrationskinder andererseits aber auch für allgemeine Aufgaben. Die können Kopien erstellen, Hausaufgaben einsammeln, Verwaltungsaufgaben übernehmen etc.. Ähnlich gibt es das -glaube ich- auch in Russland. Ich glaube, dass das am Ende eine sinnvolle Investition ist. Für Kinder mit besonders hohen Betreuungsbedarf müsste es dann natürlich noch eine zweite Kraft geben.

    Letztlich kann es nur auf so ein Modell herauslaufen, wenn man die Lehrer aus den Aufsichten nehmen will.

    Es sollte jedem klar sein, dass man niemanden finden wird, der nur für eine Stunde Mittagsaufsicht zur Arbeit kommt. Vor allem wenn das schlecht bezahlt würde. Jeder der im Ganztagsbereich Einzelstunden über den Ganztagsträger besetzt, kennt das Problem.

    Insofern sind die ganzen Ideen Nichtlehrer in die Aufsicht zu nehmen Traumtänzerei solange man nicht grundlegend den Personaleinsatz in Schulen strukturell verändert.

    Was man sich bei den ganzen Forderungen Lehrer aus dem pädagogischen Bereich herauszunehmen gut überlegen sollte, ist dass dadurch dann sicher Begehrlichkeiten entstehen würden, dass Lehrer im fachlichen Bereich deutlich intensiver und mehr arbeiten. Ich bin mir da nicht sicher, ob da die jetzige abwechslungsreichere Tätigkeit nicht besser ist. Denn eins ist ziemlich sicher: Die Zeiten "Vormittags ein bisschen reinen Fachunterricht und Nachmittags Tennisplatz" kommen sicher nicht zurück.

    Ich hab zwei Anlagen bei Priwatt gekauft. Einmal ohne Speicher vor dem Aussetzen der Mehrwertsteuer und kürzlich eine mit Speicher.

    Ich bin sowohl mit den Anlagen als auch dem Anbieter zufrieden. Ausschlaggebend war damals das Komplettangebot mitsamt Halterungen und Co, sowie die Hilfe bei den rechtlichen Formalitäten. Das ist ja jetzt inzwischen etwas vereinfacht worden.

    Persönlich würde ich immer eine Anlage nehmen, wo man auch einen Ansprechpartner hat, wenn man nicht voll selbst basteln will. Sprich eher nicht von der Palette beim Sonderpostenmarkt. Letztlich ist halt immer die Frage, wie viel man selbst basteln will und wie viel Know-How man selbst einbringen müssen will.

    • Wie wird der Bedarf für Deutsch an beruflichen Schulen aktuell/zukünftig eingeschätzt?

    Das ist generell immer schwer vorherzusagen. Das hängt auch immer von deiner örtlichen Flexibilität ab. Der konkrete Bedarf kann zwischen den Schulen sehr unterschiedlich sein. Ggf. hat dein Bundesland Bedarfsprognosen.

    Grundsätzlich ist es aber so, dass Leute mit Topnoten auch in schwierigen Zeiten eher eine Stelle finden. Von daher würde ich die Überlegung immer auch daran knüpfen, was dir liegt.

    • Gibt es hier WiPäd-Kollegen, die Mathe oder Info "nachgeholt" haben, ohne viele Vorkenntnisse zu haben?

    Mathematik kannst du ohne mathematische Vorkenntnisse studieren. Sie helfen auch nur wenig. Das ist anders als beispielsweise bei Angewandter Mathematik für Ingenieure oder so.

    Du musst allerdings halbwegs intelligent sein, Muster und Strukturen erkennen können und vor allem logisch denken können. Weiterhin brauchst du eine gehörige Portion an Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen. Es ist hilfreich, wenn du kommunikativ zumindest auf dem Level bist, dass du in Lerngruppen arbeiten kannst.

    Das Gute ist, dass du nach dem ersten Semester weißt, ob du es schaffen wirst oder nicht. Falls du da nicht klargekommen bist, wechsel das Fach und verschwende keine weitere Zeit.

    • Worauf würdet ihr rückblickend bei der Wahl mehr achten: Die Freude am Fach im Studium oder die Arbeitsbelastung (Korrekturen) im späteren Berufsalltag?

    Egal, was du studierst, du musst später Freude/Interesse daran haben das Fach 40 Jahre lang zu vermitteln. Kein Fach wird dich (hoffentlich) in der Schule fachlich fordern, wenn du es studiert hast. Entsprechend ist es besser, wenn der Fokus auf das Interesse an der Vermittlung des Fachs liegt.

    Bezüglich der Arbeitsbelastung ist vor allem wichtig keine Doppelkorrekturfächer zu nehmen.... Deutsch/Englisch oder sowas. Das ist bei dir ja eh nicht der Fall. Das heißt jetzt nicht, dass bei anderen Kombis keine Belastung entsteht, aber die Belastung durch zwei Sprachen ist wegen der zeitlichen zusammenfallenden Arbeitsspitzen schon eine andere Nummer.

    Danke für eure Rückmeldungen.

    Ich würde mich auf das konkrete Grundproblem konzentrieren:

    • Weißt du nicht, wen du wann bei Leitungsfragen ansprechen kannst? Das kann man durch eine Nachfrage klären und sollte tatsächlich transparent gemacht werden.
    • Ist das Problem ein Stellvertreterproblem für einen anderen Konflikt? Falls ja, bearbeite lieber den Grundkonflikt.

    Alles andere führt letztlich zu nichts. Da gewinnst du sonst nichts außer eigenem Ärger und mieser Stimmung.

    Weil das zeigt, wie unfassbar ungerecht es zugeht. Oberstudienräte an einer Sek 1 Schule....! Das kannst du doch keinem erklären..

    Die Begründung war meiner Erinnerung nach die verpflichtende Kooperation der Sekundarschule mit einer gymnasialen Oberstufe und der gymnasiale Bildungsgang, den sie mit anbieten. Die Sekundarschule ist ja eine Gesamtschule deren Oberstufe von einer anderen Schule durchgeführt wird.

    Wenn man sich über diese Stellen aufregt, kann man sich genauso fragen, was Oberstudienräte in den S1-Jahrgängen der Gesamtschule und des Gymnasiums zu suchen haben. Ich glaube nicht, dass das eine zielführende Diskussion wird.

    Persönlich finde ich die eAU ätzend. Für mich persönlich führt die zu einer Flut unnötiger Arbeit, weil ich den Kram nachhalten muss.


    Früher:

    • Zettel in Empfang nehmen, abheften und ggf. nachgucken ob AU da, wenn Krankheitszeitraum mir lang vorkam.


    Heute:

    • Krankheitszeiträume filtern
    • Gesetzlich Versicherte raussuchen
    • Bei den Kranken nachfragen von wann bis wann ihre eAU geht
    • In Steinzeitprogramm des Landes eintragen und Zettel drucken
    • Krankenkasse handschriftlich auf dem Zettel ergänzen
    • Zettel per Post wegschicken
    • Rückruf von Sachbearbeiterin der BezReg, weil eAU nicht auffindbar, da Kollege falschen Gültigkeitszeitraum genannt hat
    • Rückfrage bei Kollege
    • ....


    Wirklich ätzend....

    Ich fand schon dass die BW einen teil zum Selbstständig beigetragen hat. Schon allein weil man damals dadurch zum Verlassen des 'Hotels Mama' gezwungen wurde. Dazu brauch man natürlich nicht zwingend die BW, aber sie war früher halt für viele der Anlass erstmals auf eigene Beinen zu stehen. Dazu kam dann noch der Aspekt, dass viele dort lernten die Mimi-Grenze zu verschieben. ;)

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass die Zeit sinnlose wie auch sinnvolle Tätigkeiten enthielt. Ich hab da einiges über Menschen, Machtstrukturen, Politik und natürlich Militär gelernt... und ja aufgrund einer speziellen Tätigkeit auch über Abgründe der Menschheit.

    Letztlich hat die gesellschaftliche Entscheidung für/gegen eine Wehrpflicht aber nichts mit den individuellen Befindlichkeiten und Wünschen zu tun. Sie ist nicht dazu da, um den einzelnen irgendwie zu befähigen oder positiv zu beeinflussen, sondern um unsere Gesellschaftsform und unseren Staat abzusichern und ihm Handlungsoptionen zu geben. Ob der einzelne Rekrut da individuell von der Wehrpflicht profitiert, ist da völlig nebensächlich.

    Ich verbringe 68 % meiner Arbeitszeit in der Schule, ohne Freistunde. Da ist noch keine einzige Stunde vorbereitet, noch keine einzige Klausur korrigiert, noch nicht mal ein Vokabeltest, noch keine einzige Konferenz oder DB besucht, noch kein einziges Klassenleitungsgeschäft getätigt etc.

    So rein interessehalber... Wie kommst du auf diesen Prozentsatz?

    Was wählt man denn für einen positiven Wandel im Bildungswesen?

    Als erstes sprichst du mit deinen Landtagsabgeordneten. Dann schreibst du denen und der Partei. Parallel schreibst du Leserbriefe. (Ist heutzutage irre, aber ja die werten das noch aus...) Idealerweise organisierst du dich mit anderen, die das auch machen. So puscht du deine Agenda in die Parteien. Dann kannst du die wählen, die das aufgreift.

    Wären wir jetzt nicht Lehrer die lieber Stifte kaufen, statt ihre Interessenorganisationen mit Geld auszustatten, würden letzte die Politiker zum Essen einladen und den Rest tun, den echte Lobbyorganisationen zur Einflußnahme machen. ;)

    Das Problem ist doch nicht, dass man das nicht lösen könnte.

    Es gibt schlicht keinen politischen Benefit. Offensichtlich ist die aktuelle Situation noch gut genug, sodass Lehrer und Eltern keinen politischen Druck machen und auch nicht entsprechend wählen.

    Zum Thema Orga und "Wenn es an einer Schule geht, dann auch an allen anderen":

    Manchmal ist es auch schlicht die Kombination verschiedener zu berücksichtigender Bedingungen, die die gleichzeitge Erfüllung aller unmöglich macht.

    Einfaches Beispiel:

    Du hast je einen kath. Relilehrer, ev. Relilehrer und Praktische Philosophie-Lehrer mit unterschiedlichen Betreuungstagen. Schon zieht sich an einer S1-Schule das Problem im schlimmsten Fall durch 6 Relibänder, die dann zum Teil noch 2 stündig sind und nur noch an 2 Tagen liegen können. --> Klappt nicht.

    Dann gibts das Problem ggf. noch ein einem Wahlpflichthauptfach-Band und irgendeinen Raumengpass, der eine lückenlose Belegung erfordert. Schon wird es unter Umständen extrem schwierig allen Wünschen Rechnung zu tragen.

    Oft pflanzen sich solche Einschränkungen im Stundenplan über 3 Ecken fort, sodass für den letztendlich betroffenen Kollegen der Grund nicht automatisch ersichtlich ist.

    Irgendwo wird man dann Kompromisse machen müssen und die im Idealfall natürlich gut kommunizieren.

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