Hach ja, dieses ominöse "wahre Leben", mit dem ein Lehrer mit klassischer Ausbildung natürlich nie nie nie in Berührung kommt und von dem er völlig entkoppelt auf seiner Insel umhertreibt...
Beiträge von Maylin85
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Die Frage ist halt, ob diese Kosten denn überhaupt "gedeckt" werden müssen und ob das alles so angemessen ist. Ein finanzielles Mehr gab es ja bereits vorher; die Reform macht es alles halt sehr unverhältnismäßig.
Und ja, als Angestellter mit Kindern wäre ich auch mal so richtig bedient...
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Die Bezifferungen sind teilweise wirklich hochgradig merkwürdig. Die Grundschule die Straße runter - wohlbemerkt im Norden einer Ruhrgebietsstadt, die Nachbarschaft nehme ich als durchaus "interessant" wahr - hat Sozialindex 1.
Meine Ex-Schule liegt bei 2. Ich weiß, dass der alte Standorttyp definitiv niedriger klassifiziert war.
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Vorweg, ich finde den Satz bezüglich Gymnasium und Migrationshintergrund bodenlos und würde den einfach mal ganz schnell und vollumfänglich vergessen. Ich war viele Jahre am Gymnasium im nordwestlichen Ruhrgebiet und Kollegen mit Migrationshintergrund sind da jetzt auch nicht gerade wahnsinnige Exoten. Gerade bei einer heterogenen Schülerschaft ist Vielfalt im Kollegium doch wünschenswert und wichtig. Gymnasien mit einem etwas spezielleren "Habitus" habe ich z.B. im Münsterland und anderen eher ländlichen/konservativeren Regionen erlebt und die gibt es möglicherweise auch in etwas elitäreren Ecken des Ruhrgebiets, aber ganz grundsätzlich scheint mir dieser Satz eher aus sehr klischeehaftem Schubladendenken entsprungen zu sein. Man darf auch nicht vergessen, dass nicht zuletztet der Lehrermangel auch zu mehr Vielfalt beiträgt - an meiner Ex-Schule unterrichtet eine Syrerin Englisch, eine Ukrainerin Deutsch usw. und man ist froh, dass die Leute da sind und mit anpacken.
Ich würde mir die potentiellen Schulen und das Einzugsgebiet sehr genau angucken. Meine Schule hatte ein ziemlich gemischtes Klientel - von sehr gut betuchten und bildungsaffinen Elternhäusern (mit und ohne Migrationshintergrund) bis hin zu schwierigerem Klientel war in der Schülerschaft alles vertreten, die richtigen Problemfälle hielten sich aber glücklicherweise in Grenzen und irgendwelche Clan-Geschichten gab es auch nicht. Ich fand insbesondere die mehrheitlich ziemlich bodenständige Elternschaft sehr angenehm (das Klientel meiner Vorgängerschule war deutlich komplizierter und fordernder). Erschreckend war für mich anfangs das fachliche Niveau in großen Teilen der Sek I (ausgenommen Gruppierungen wie die bilingualen Klassen oder Bläserklassen). Ich kam frisch von einem sehr leisstungsstarken Gymnasium, war vorher aber auch u.a. mal ein halbes Jahr an einer Realschule am Niederrhein und die dortigen Schüler waren sowohl in Sachen Leistungsniveau als auch Arbeitsverhalten massiv besser aufgestellt. Dafür spuckt die Ruhrgebietsschule supertolle Abischnitte aus - kann man sich jetzt seinen Teil zu denken und darauf muss man sich halt ggf. irgendwie einstellen. Vor exakt diesem Hintergrund käme in dieser Region für mich aber auch keine andere Schulform als das Gymnasium in Frage, denn an Gesamtschulen oder Realschulen vermute ich das Niveau tendenziell noch niedriger und problematisches Schülerverhalten ausgeprägter (wie immer, Ausnahmen bestätigen sicher die Regel).
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Wenn das Vollzeitpensum überfordert, liegt das möglicherweise daran, dass es ist utopisch ist, in der vorgesehenen Arbeitszeit alle anfallenden Aufgaben (vernünftig) zu erledigen. Die Konsequenz kann dann aber NICHT sein, zum Nachteil des Privatlebens (Immobilienfinanzierung etc.) auf Teilzeit zu gehen, sondern die Arbeit wird dann eben so gut erledigt, wie es geht. Ich finde es superbefremdlich, hier eine Reduzierung zu erwarten. Reduzierung soll und muss immer eine persönliche Entscheidung sein.
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Ich war vor 3 Wochen dran und habe volle 11 Tage positiv getestet.
Allen Erkrankten gute Besserung und hoffentlich geht es schneller - in den Ferien superärgerlich!
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Ich hatte eine Kollegin, die in der Coronazeit komplett bis zum Ende durchgezogen hat und im Herbst 21 auch noch mit auf Klassenfahrt geflogen ist. Andere waren sofort raus und haben gleich 2 Kinder bekommen und sich offen über die Regelungen gefreut. Es ist halt individuell.
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iDoceo? Meinst du, dass wäre einen Versuch wert?
Ich liebe das, obwohl ich vermutlich nichtmals die Hälfte der Möglichkeiten der App ausnutze. Wie man seine Notenübersichten organisiert, ist komplett individualisierbar, man kann alternativ oder ergänzend zu Noten auch Kommentare oder Symbole beifügen, man kann direkt aus dem Sitzplan heraus bewerten, sämtliche Abhaklisten sind schnell und unkompliziert angelegt usw. Die Eingabe funktioniert sowohl über die Tastatur als auch über Stift.
Zusätzlich lässt sich die komplette Unterrichtsplanung im Planer oder Kursbuch machen (inkl. Materialanhängen), jeder Kurs hat eine Pinnwand für den Kram, den man sonst in Kursmappen stopft oder auf Merkzettel kritzelt, und wenn man es entsprechend hinterlegt hat, kann man auch direkt aus dem Programm Mails an Eltern und Schüler verschicken (ich hatte z.B. mit einer Mutter mal die Absprache, dass ich ihr nach jeder Stunde meine Notizen zum Verhalten des Sohnemanns schicke - dazu musste ich nichts extra tippen, sondern konnte einfach anklicken, dass das, was für die Stunde ohnehin an Notizen eingetragen war, kommentarlos per Mail rausging. Setzt natürlich voraus, dass man das Okay für die Datennutzung hat). Man kann aus dem Programm heraus nicht nur fotografieren, sondern auch scannen und PDF zusammenführen usw.
Neuerdings gibt es wohl auch Verknüpfungsmöglichkeiten mit MS Teams und man kann über iDoceo Aufgaben stellen und einsammeln.
Ich nutze mittlerweile für alles in Sachen Planung und Verwaltung nur noch iDoceo, weil es für mich restlos alles vereint, was ich so brauche, und zudem deutlich flexibler und individualisierbarer ist als gestestete Vergleichsprogramme.
(und günstig ist es auch - einmal vor 3 Jahren irgendwas um 11€ gezahlt und seitdem läuft es)
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ich habe mal angefangen, mit dem iPad Noten zu verwalten. Finde ich viel zu unübersichtlich. Ich nutze wieder meine Excel-Liste auf dem PC. (Auch wenn teachertool schon ziemlich gut ist. Keine Frage.)
Ich habe für mich leider noch nichts Übersichtlicheres als idoceo gefunden. Wer eine tolle PC-App hat, gerne her mit Tipps - ich habe zuletzte TeacherStudio ausprobiert und finde es gruselig.
Excel-Tabellen sind aber irgendwie auch nicht meine Welt und außerdem hätte ich gerne Notenliste, Sitzplan und Wochenplaner gebündelt beisammen 😕
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Schwaches Argument. Den Apple Pencil musst du wenn schon mit einem Surface Pen vergleichen. Der Surface Pen 2 sticht den Apple Pencil ganz eindeutig.
Naja, ich vergleiche mit dem Dienstgerät und das ist eben kein Surface. Wenn ich privat sowieso was Zusätzliches anschaffen muss, um gescheit schreiben zu können, ist für mich (!) die definitiv bessere Wahl das iPad. Ich hatte das Surface aber damals auch in der engeren Auswahl.
Ich finde aber auch völlig okay und normal, dass man da je nach Bedürfnissen seines Fachs und persönlichen Präferenzen zu unterschiedlichen Bewertungen und Entscheidungen kommt 😊
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Alles anzeigen
Nee. Miro kannst du echt nicht damit vergleichen. Das ist etwas ganz anderes. Mit Miro kann man allgemeine Arbeitsabläufe machen.
Ist etwas schwer zu beschreiben:
Bei Flowchart gibt es nur ganz wenige Blöcke, die nach Regeln gesetzt werden. Bei Miro kann man absolution Blödsinn setzen.
Das ist in etwa so, als wenn ein Kind ein einmal einen Taschenrechner hat und damit nur bestimmt Zahlen und Zeichen in ganz bestimmten Kombinationen drücken kann (also z.B. nicht +++++++) schreiben kann und das andere Kind hat ein Blatt Papier auf dem es alles mögliche kritzeln kann was überhaupt keinen Sinn macht und keiner lesen kann.
Ebenso analog: Wenn das Kind auf dem Taschenrechner (bei Flowchart) etwas drückt, dann gibt dir Flowchart auch eine Antwort (und zeigt dir sogar, wie er das genau gemacht hat). Bei Miro ist das eben nur wie bei einem vollgekritzelten Blatt Papier. Das Papier sagt dir nicht was als Lösung herauskommt und kann dir auch nicht erklären wie das funktioniert.
Am Besten mal bei YouTube einfach flowgorithm eingeben und ein Video angucken. Dann wirst du sehen, dass das etwas ganz anderes ist und nichts mit den 1000 Flowchart Zeichenprogrammen zu tun hat, die man so im Netz findet.
Ok. Wenn man irgendwas Eingeschränktes braucht und die Schüler in engen Bahnen leiten will, taugt das natürlich nicht. Guck ich mir bei Gelegenheit mal an 😊
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Also welche Alternative gibt es hierfür auf dem iPad, die ich als Lehrer in Klasse 5 nutzen kann?
Miro? Im Webbrowser oder halt als App.
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Mit dem dienstlichen iPad konnte ich auch nichts anfangen dank der ganzen Installationsbeschränkungen. Mein privates iPad dagegen ist für mich im Unterricht auch unverzichtbar. Wir haben an der neuen Schule Thinkpads als Dienstgerät und ich habe es wirklich versucht alles umzustellen, aber für mich ist und bleibt das iPad einfach die handlichere und benutzerfreundlichere Variante, u.a. weil ich Good Notes auch deutlich besser finde als z.B. OneNote, weil ich auf dem iPad massiv besser mit Stift schreiben kann und weil ich bisher kein Programm und keine App gefunden habe, das/die annähernd an idoceo herankommt. Ich habe aber auch keine Fächer, die Programme erfordern, die auf dem iPad nicht laufen.
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Die Anzeigemöglichkeit freier Stunde der Kollegen kannte und kenne ich nicht, aber ich gebe dir Recht, dass das für "meine" Zwecke das Problem bereits lösen würde.
Manchmal ist es allerdings auch nicht schlecht, den Überblick über alle Pläne zu haben. Eine Ex-Kollegin hat mich zB mal darauf hingewiesen, dass ich von 90 Kollegen die Einzige mit so vielen Unterrichtsstunden plus 3 Aufsichten sei und auch noch die meisten Zweikorrekturen im Abi hatte. Sowas vergleiche ich überhaupt nicht und hatte es daher auch nicht auf dem Schirm. Aber es war eine gute Grundlage, um gegen Mehrarbeit in Form eines zusätzlichen Dauervertretungskurses zu argumentieren.
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Frag nach. Ein ehemaliger Kollege, der auch in NRW den Wechsel Staat-anderer Träger gemacht hat, hat Geld bekommen.
Mit 9 Monaten Verspätung?
Das LBV kriegt es nichtmals gebacken, mir trotz xfacher Nachfrage auf diversen Kanälen die Info zukommen zu lassen, seit wann ich in der aktuellen Gehaltsstufe bin... weswegen ich jetzt einfach aufgegeben habe und hinnehme, nicht jetzt in die nächste Stufe zu rutschen, sondern halt erst in 2,5 Jahren 🙄
Aber einen Versuch ist es sicher wert, verlieren kann man ja nichts 😊
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Interessanter Punkt. Ich habe auch mit einem Stundenplus gekündigt, das ich im nächsten Schuljahr hätte abbauen können. Auf die Idee, dass man auch auf Auszahlung pochen könnte, bin ich gar nicht gekommen.
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Jein. Ich freue mich grundsätzlich schon, wenn hübsche Architektur und Bausubstanz erhalten bleibt und nicht überall nur noch grau-weiße Betonklötze stehen. Aber man muss dort eben auch auf der Höhe der Zeit leben können und das erfordert Kompromisse und eine (meinetwegen geordnete) Weiterentwicklung der Siedlungen, sonst finden sich irgendwann auch keine Käufer mehr und die Viertel verfallen halt einfach.
Die Gitterdebatte ist ein Paradebeispiel für absurd realitätsferne Bestimmungen.
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Mich verwirrt dieser Fall auch. Mich verwirrt/entsetzt, dass Kinder nicht aus solchen Familien wie der Herkunftsfamilie rausgenommen werden, mich verwirrt, als Schule strafrechtlich Relevantes unter den Tisch fallen zu lassen, mich verwirrt, irgendwelche "Codes" für Hilfestellung in Prüfungen auszumachen.
Nun ja, es hat in diesem Fall funktioniert.
In all den Fällen, wo es das nicht tut, wäre es aber wichtig, die Anzeigen korrekt zu stellen.
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Naja. Abgesehen von der jetzt wirklich blöden Frage nach einer demnächst noch erlaubten Heizung, hält sich die Qual hier doch glücklicherweise in Grenzen 😊
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Ja das stimmt. Wir dürfen noch nicht mal auf dem KFZ-Parkplatz oder als Fahrradüberdachung eine Solaranlage aufstellen.
Immerhin dürft ihr offensichtlich Carports und Fahrradüberdachtungen bauen 😄 Hier darf nichtmals ne Mülltonnenverkleidung gebaut werden. Solarpanels wären auf dem Gartenschuppen erlaubt, das löst aber kaum die Gesamtproblematik.
Ich finde es gut und richtig, den architektonischen Charakter der Siedlung zu erhalten, aber es wäre schön, bei einigen Dingen auch mal auf die Erfordernisse der Zeit zu reagieren. Zumindest auf der straßenabgewandten Seite könnte man Photovoltaik doch erlauben 🙄
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