Beiträge von Maylin85

    Ich gebe ehrlich zu, ich hab mich nur konfirmieren lassen wegen der "Zuwendungen". Da kam ein vierstelliger Betrag bei raus (was eigentlich verrückt ist, wenn man mal genau darüber nachdenkt) und ich konnte mir meinen ersten PC leisten.

    Inzwischen bin ich in keiner Kirche mehr, was aber für Taufen und Kirchenmitgliedschaft spricht (zumindest, wenn man Kinder hat) sind die meines Erachtens die sehr viel besseren Schulen in kirchlichen Trägerschaften. Ich würde hier kein Kind an einer staatlichen Schule anmelden wollen, nachdem ich beides gesehen habe.

    Ich kenne es auch so, dass der Montag danach frei ist. Sowohl von mir selbst als auch von "heutigen" Schülern. Das ist der Tag, an dem man traditionell alle Nachbarn zum Kaffeetrinken einladen muss, die einem Geld geschenkt haben... oder jedenfalls war das bei mir so... in unserer Ministraße gab es damals 5 Konfirmationen am gleichen Tag und die Nachbarn mussten wandern 😄

    Die Ukrainer an meiner alten Schule waren extrem diszipliniert und "pflegeleicht" und haben bei der Teilintegration in Regelklassen unsere eigenen Schüler leistungstechnisch teilweise ganz schön alt aussehen lassen. Das war erschreckend in völlig anderer Weise, als man es hier liest.

    Ich denke, wer wirklich gut und leistungsstark aus der Schule geht, wird einen Beruf mit höheren Augstiegsmöglichkeiten, besserer Bezahlung und mehr Sozialprestige anstreben. Wer wiederum eher mit Ach und Krach durchgekommen ist, den zieht es wohl eher weniger zurück in die Schule und der zweifelt vielleicht auch daran, die nötigen Voraussetzungen dafür zu haben. Bleibt eigentlich nur einen kleiner Teil Absolventen, der realistisch fürs Lehramt angeworben werden kann.

    Ich würde den Beruf definitiv nicht mehr wählen und rate auch niemandem dazu. Den Lehrermangel gibt es ja nunmal nicht, weil der Job und dessen Rahmenbedingungen so wahnsinnig attraktiv sind, sondern die Zustände haben handfeste Gründe. Solange sich daran nichts ändert, sollte man sich gut überlegen, ob man auf ein sinkendes Schiff aufspringen möchte.

    Das heißt nicht, dass ich nicht gerne unterrichte, aber für mich überwiegen im Rückblick auf die letzten 10 Jahre die negativen Aspekte.


    Mein Zweifach würde ich ehrlich gesagt am liebsten auch niederlegen, denn ich mag das zwar nach wie vor, aber es wird ständig von den Schülern unterschätzt und jede Klausurrunde ist entsprechend ernüchternd.

    Öhhhm. Du bist doch Lehrerin! Eigentlich triffst du doch viel mehr Kinder als so ein Schüler, der immer mit den gleichen 29 in der Klasse sitzt. Du ziehst ja von Klasse zu Klasse.

    Und was die Kontakte bei den Hobbies betrifft: das dürfte doch in etwa gleich sein. Oder hast du keine Hobbies, bist in keinem Sportverein?

    Nee, ich bin konsequenter Alleinsportler und finde wenig unansprechender als Gruppensporteln 🙈 Und meine Hobbies sind allgemein eher weniger kontaktintensiv bzw. outdoor.

    In der Schule habe ich den Eindruck, dass eine gut sitzende FFP2 Maske in Kombination mit Abstand und Lüften tatsächlich ganz gut schützt. Ich habe mir bisher jedenfalls auch dann, wenn es in Klassen und Kollegium rund ging, nichts abgeholt.

    Und privat wird wie gesagt vor Treffen grundsätzlich getestet, auch im engen Familienkreis. Bisher funktioniert das für mich so.

    Tja, und dann steckt man sich bei der Kernfamilie an. Da testet ihr auch???

    Ich war auch 2,5 Jahre superimmun. Bis mein Sohn sich am 1. Ferientag positiv getestet hat. Ich dann 2 Tage später. Der Rest der Familie folgte.

    Ich glaube, mit Kindern mit ihren 1000 Kontakten ist das alles erheblich schwieriger. Ich hab aber keine und treffe auch selten welche.

    Du trägst 24/7 Maske?

    Natürlich nicht. Aber überall dort, wo man mit vielen Menschen zusammentrifft, natürlich schon. Im Freundeskreis und in der Fanilie testen wir nach vor vor jedem Treffen.

    Klar bleibt ein Restrisiko, da es bisher keine nennenswerten Infektionen in Familie oder Freundeskreis gab, denke ich aber, dass die Risikominimierung grundsätzlich ganz gut funktioniert.

    Ich kenne nur Kollegen, die in den Ferien geheiratet haben. Wieso sollte man es auch bewusst außerhalb legen? Sehe da jetzt auch keine Notwendigkeit für Sonderurlaub.

    Dass man als Lehrer einen freien Tag für den Umzug bekommt, wäre mir auch neu. Dabei geht es meines Wissens nach ja auch nicht um den Umzug selbst (der kann ja auch samstags stattfinden), sondern um Behördengänge für die Ummeldung usw. Die kann man als Lehrer aber auch wunderbar nachmittags machen, was bei einem klassischen 9-5 Vollzeitjob eben nicht so einfach ist.

    Ich hab letzte Woche Tetanus aufgefrischt und wurde gefragt, ob ich direkt auch eine vierte Impfung haben möchte. Bin mir allerdings noch unsicher, ob das wirklich Sinn macht. Wenn ich mich weiterhin so verhalte, wie ich es eigentlich vor habe, sehe ich eigentlich relativ wenig Infektionsrisiko und die Impfung erscheint mir eher überflüssig.

    Konsequenterweise müsste der Dienstherr zu der Erkenntnis kommen, dass unter den Begebenheiten an vielen Schulen Dinge wie "verlässliche Schule" nunmal nicht möglich sind und ausgesetzt werden müssen. Dass Unterrichtsausfall bei zu wenig Personal kein Tabu mehr sein darf.


    In der Praxis verstehe ich, dass man einspringt und versucht, sich gegenseitig so zu stützten, dass der Laden weiterläuft. Lässt man jede persönliche Beziehung zu Schülern und Eltern, für die man ja letztlich auch das Beste möchte, außer Acht, wäre es richtig(er), ein chronisch defizitäres System auch entsprechend kollabieren zu lassen, wenn die Rahmenbedingungen nunmal keine andere Antwort auf Engpässe geben.

    Ich würde es ziemlich vermessen finden, wenn Schule oder Ausbildungslehrer solche Gedanken hätten, wie von chili ausgeführt. Jemand wird mit einem mehr als überschaubaren Gehalt nach Köln geschickt und muss zusehen, wie er seine Lebenshaltungskosten gedeckt bekommt - kann man da wirklich KEIN Verständnis für haben?

    Mir waren die Reffis mit den hingerotzten Arbeitsblättern übrigens lieber als die mit hochkreativem Schnickschnack, die dafür aber regelmäßig länger krank ausgefallen sind. Weil das eben dauerhaft auch nicht gesund funktioniert. Wer im Ausbildungsunterricht wenig Arbeit in ein Arbeitsblatt investiert, in den UBs gut performed und seinen Alltag ansonsten so gewubbt kriegt, dass noch Luft für Nebenjob oder Freizeit ist, erscheint mir zumindest recht berufsgeeignet 😊

    das ist auch korrekt so, dass Lehrkräfte Vertretungsunterricht machen müssen §13 ADO NRW

    Absolut. Es ist aber fragwürdig, dass es dafür keine Obergrenzen gibt. Und unter dem Gesichtspunkt hält man bezüglich der Parallelaufsichten halt lieber die Füße still als zu riskieren, dass das nicht mehr gemacht wird und man statt dessen noch mehr Bereitschaften aufgebrummt bekommt.

    Vertretungsbereitschaften

    Sind wie Unterricht zu vergüten, zumindest wenn sie die Randstunden betreffen. Ausnahmen bedürfen eines Vertretungskonzeptes, welches in der LKbzu beschließen ist. So zumindest in NRW.

    Spannend, vergütet wurde da nämlich nichts (an keiner Position).

    Die meisten lagen allerdings in Springstunden und da jeder x Bereitschaften leisten musste, wurden die Pläne auch entsprechend gestrickt. Bei einer notwendigen Erhöhung der Bereitschaften hätte man noch längere Pläne bzw. noch mehr Springstunden gehabt.

    Wahrscheinlich sollte man zumindest offiziell auf das Problem hinweisen, um rechtlich aus der Verantwortung zu sein. Machen muss man es dann auf Answeisung ja eh.


    Bei uns war das auch an der Tagesordnung und niemand hat remonstriert. Warum? -> weil es sonst garantiert noch mehr Vertretungsbereitschaften gegeben hätte und eigentlich hatten wir davon bereits mehr als genug im Plan.

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