Beiträge von Maylin85

    Über problematische Entwicklungen bei Kindern sprechen. Schüler A hat eine Essstörung, Schüler B bekommt jetzt ADHS Medikamente, Schüler C sollten wir wegen der Trennung der Eltern im Blick behalten, Schüler D fällt neuerdings durch häufiges Stören auf - woran könnte das liegen?, Schüler E hat häufig Konflikte mit Schüler F - bitte im Auge behalten etc. pp. ... oder wenn irgendwo nichts anliegt "wie ist denn die Atmosphäre in der Klasse so?"

    Also wirklich die größte Zeitverschwendung unter der Sonne und überwiegend nichts, was nicht auch kurz auf dem kurzen Weg oder in einer kurzen DB geklärt werden könnte. Zeitfester 45 Minuten pro Klasse.

    Bei uns finden zumindest diese elendigen, überflüssigen pädagogischen Konferenzen wie geplant statt.

    Ich würde den Erlass ja so lesen, dass nur absolut notwendige Dinge stattfinden dürfen/müssen (also in erster Linien Zeugniskonferenzen und evtl. Ordnungsausschusssitzungen oder dergleichen), aber das sieht man bei uns halt anders.

    Selbst auf die Gefahr hin, mir Ärger einzuhandeln:

    Wer ein Abitur geschafft hat und dann bei einer Ausbildung als Grundschullehrer an der Mathematik scheitert, hat sein Abi irgendwie geschenkt bekommen oder ist einfach zu dumm.

    GS soll doch Grundschule bedeuten? Und wenn es Gesamtschule sein soll, wiederhole ich es genauso.

    Und ja, ich habe hohe Achtung vor Grundschullehrern. Sie haben unter den heutigen Bedingungen einen Knochenjob, bei viel zu geringer Bezahlung.

    Also ich habe Mathe mit 3 Punkten durchs Abi gezogen und wäre am Grundlagenstudium Mathe unter Garantie gescheitert. Deswegen fand ich es auch sinnvoller, 2 Fächer zu studieren, in denen ich immer sehr gut war^^ (obwohl ich im Statistikanteil in Geo auch nur sehr haarscharf durchgeschlittert bin)

    Wie der Matheteil im Grundschullehramt aussieht, kann ich nicht beurteilen. Es schien aber halt doch ein wenig mehr gewesen zu sein als ein bissi Addition, Division & Co. Genug jedenfalls, dass die beiden das Handtuch geschmissen haben. Ob das repräsentativ für die Motive einer nennenswerten Zahl der Abbrecher ist, weiß ich natürlich nicht.

    Wollsocken

    Ich kann und will das nicht beurteilen, solange ich selbst nicht so arbeiten musste. Rein von außen betrachtet würde ich erstmal alles befürworten, was dem Infektionsschutz zuträglich ist, auch wenn es mit Unannehmlichkeiten verbunden ist.

    Ich frage mich gerade, ob dieser Zusatzschutz nicht auch evtl. zu dem geringen Infektionsgeschenen an euren Schulen beitragen könnte, von dem du berichtest.

    Interessant wäre doch, was diese Plexiglasverkleidungen in Bezug auf die Aerosolausbreitung bewirken. Ob es dahinter müffelt oder spiegelt, würde ich ehrlich gesagt eher nachranging finden, wenn es den Effekt hätte, dass die Aerosole sich weniger frei im ganzen Raum verteilen können. Gibt es dazu Simulationen?

    Ich nehme an, dass das zwar grundsätzlich gilt, dass es aber ausgehebelt ist, wenn man bereits Kontakt mit dem Gesundheitsamt hatte und einem gesagt wird, man möge bitte weiter arbeiten gehen, weil das Risiko in diesem spezifischen Kontext offiziell als gering eingestuft werde.

    Ich bin bei dem Thema auch nicht rechtssicher, aber letztlich entscheidet hier doch immer das Gesundheitsamt über die Notwendigkeit einer Quarantäne/Isolation - oder nicht?

    Im Unterricht klappt es überwiegend. Die Schüler reagieren auf direkte Ansprache und verweigern sich nicht - es ist nur null nachhaltig und man ermahnt ständig die gleichen Kandidaten, was mich wahnsinnig ärgert. Ich sehe die 5-Minuten-Pausen zwischen den Stunden, in denen keine Lehrkraft da ist, als das größte Problem. Die Schüler haben die Masken entweder komplett ab oder unterm Kinn hängen, sitzen sich gegenseitig auf dem Schoß, die Fenster sind zu, besuchen sich in den Nachbarklassen oder hängen zusammengegluckt auf den Fluren rum etc., immer mit Alibi-Brot oder Wasserflasche in der Hand (weil die Masken zum Essen/Trinken ja abgenommen werden dürfen). Meines Erachtens nach geht das so nicht und müsste anders geregelt werden. Ich werde das auch weiterhin ansprechen, aber die Mehrheit ist in dem Punkt eben sehr viel gelassener als ich.

    ...und genau diese Verfahrensweisen kann man ausschließlich damit erklären, dass der Betrieb auf Teufel komm raus weiterlaufen soll/muss.

    Absolut unverantwortlich, aber so läuft es bei uns auch. Schön wäre ja, wenn man selbst wenigstens zeitnah informiert werden würde, damit man sich auch maximal risikominimierend verhalten kann. Ich nutze z.B. derzeit noch das Lehrerzimmer, würde mich aber rausziehen und maximale Abstände zu den Kollegen halten, wenn ich von einer derartigen Risikobegegnung wüsste.

    Die Hundefrage treibt mich auch um. Quarantäne schön und gut, finde ich auch richtig, aber die Hunde müssen nunmal raus und ich bin mir sehr sicher, dass ich durchaus fähig bin, kontaktlos spazieren zu gehen und dabei niemanden zu gefährden.


    Und das lässt Du so stehen? Sie Beitrag Nr. 12485, sofern bei Dir der Zähler der gleiche ist wie bei mir.

    Ich habe deinen Beitrag gelesen und da ist sicher viel Wahres dran. Allerdings ist "nicht so stehen lassen" oft auch leichter getan als umgesetzt. Ich habe wochenlang gemotzt, Regelverstöße angemahnt, dokumentiert, Eltern angerufen, Schüler zur Schulleitung geschickt - mit dem Ergebnis, dass wenig bis gar nichts passiert. Die Schüler machen auf "uuups, vergessen", von offizieller Seite kommt ein wenig "dudu" und das wars. Mir wurde schließlich gesagt, ich möge doch ein wenig mehr Augenmaß walten lassen. Wenn bei solchen Dingen nicht alle an einem Strang ziehen und konsequent eine gewisse Linie fahren, funktioniert es nicht. Wir haben diese Probleme auch bei "normalen" Regelverstößen, das ist leider kein Coronaphänomen.

    Solche Aussagen finde ich mutig: wieviele Menschen kennst du, die schon eine rote App hatten? Die App wird ja auch erst rot, wenn man sich eine gewisse Zeit am Stück in direkter Nähe zu einer positiv (eingetragenen!) getesteten Person gestanden hat.

    Ich weiß von 6 Kollegen, die eine rote Anzeige hatten. Alle hatten einen positiv getesteten Schüler im Unterricht, also ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Begegnung auch die Anzeige ausgelöst hat - das denken jedenfalls auch Gesundheitsamt und Schulleitung. Das gängige Verfahren bei Positivschülern ist hier seitens des Gesundheitsamts: da alle Masken getragen haben und die Schule ein Hygienekonzept hat, geht niemand ohne Symptome in Quarantäne und/oder wird getestet. Letztlich ist auch eigentlich egal, ob man diese Risikobegegenung nun mit oder ohne App hatte. Sie hat nachweislich stattgefunden und offizielle Stellen haben entscheiden, dass keine weiteren Konsequenzen erfolgen müssen.

    Klar kann man sich privat beim Hausarzt mit der App vorstellen und testen lassen, bis zum Ergebnis hat man aber meines Erachtens nach keine rechtsfeste Grundlage sich krank zu melden

    Die Diskussion ist doch müßig, da in jeder Schule andere Voraussetzungen vorherrschen. Ich habe schon beim Wechsel zwischen verschiedenen Klassenräumen ein unterschiedliches Risikogefühl - manche Räume sind so

    winzig klein, so dass die Tafel beim Aufklappen gerade haarscharf an der ersten Sitzreihe vorbei schrappt, andere sind groß genug, dass 2 Meter Abstand zu den Schülern drin sind. In einigen Klassen/Kursen wird sehr diszipliniert mit Masken, Hygieneregeln und Abständen (soweit möglich) umgegangen, in anderen herrscht völlige Ignoranz vor. Manche Räume lassen Freiluftfeeling aufkommen, in anderen gestaltet sich das Lüften deutlich schwerer usw.

    Ich denke, das Infektionsrisiko in Schulen steht und fällt hauptsächlich damit, wie gut die Hygieneregeln eingehalten werden (können) und wie verantwortungsvoll die Schüler und Kollegen sich privat verhalten. Da gibt es eben große Unterschiede.

    Trotz der faktisch höheren Fallzahlen fühle ich persönlich mich in der Sek II sicherer, weil die Kursstärke dort kleiner sind, die Schüler toll mitziehen und selbst sehr akribisch auf die Regeln achten. Wir hatten zwar Fälle, aber meines Wissens nach bisher keine Ansteckungen von Mitschülern oder Kollegen. Anders sieht es in der Sek I aus. Teilweise katastrophale Ignoranz aller Regelungen, man kommt zu Stundenbeginn regelmäßig in Räume, in denen alle Fenster geschlossen sind, die Klassen sind proppevoll mit bis zu 33 Schülern, und hier gab es auch tatsächlich schon zeitversetzt mehrere Fälle innerhalb von Klassenverbänden, so dass die Schule als Infektionsort zumindest nicht auszuschließen ist. Vom verdeckten Infektionsgeschehen sprechen wir mal lieber gar nicht...

    Insofern denke ich, dass Pauschalaussagen zum Infektionsrisiko an Schulen nicht unbedingt zielführend sind. Die Zahlen aus Hamburg sind alamierend, müssen aber keinen repräsentativen Charakter für andere Schulen und Regionen haben. Genauso wie man umgekehrt vorsichtig damit sein sollte, von den erfreulichen Verhältnissen an der eigenen Schule ein geringes Risiko für Schulen als Gesamtes abzuleiten.

    @samu

    Du schriebst ohne Maske, darauf habe ich mich bezogen.


    Ich habe bei uns im Schulgebäude ungelogen seit Schulstart nach den Sommerferien niemanden ohne Maske gesehen - außer vielleicht mal kurz beim ins-Brot-beißen im Lehrerzimmer, aber ansonsten wird ausnahmslos überall durchgehend Maske getragen. Auch dann, wenn man theoretisch Abstände wahren kann. Ich setze die Maske auf dem Parkplatz im Auto auf und ziehe sie dort wieder ab, wenn ich nach nach Hause fahre. Gespräche ohne Maske am Kopierer und dergleichen gibt es nicht. Und höflicherweise wartet man auch vor dem kleinen Kopierräumchen, bis der Vorgänger fertig ist, und knubbelt sich da nicht.

    Ich finde es wirklich befremdlich zu lesen, dass an anderen Schulen immer noch Leute ohne Masken rumlaufen oder sie bei jeder theoretisch gestatteten Möglichkeit abnehmen. Wir sind alle sehr vorsichtig.

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