Beiträge von Maylin85

    Ich habe es so verstanden, dass ab Klasse 8 komplett auf Distanz umgestellt wird, ohne Präsenzangebot. Ist das richtig?

    Ich bin sehr erleichtert über diese vernünftige Entscheidung, frage mich aber, wieso es sein musste, noch gestern und vorgestern völlig andere Aussagen zu treffen. Es ist dieses inkonsistente Hin und Her, das Nerven kostet und Vertrauen verspielt.

    Für meine Wahrnehmung strahlt Söder zumindest deutlich mehr Souveränität und Handlungskompetenz aus, als die anderen Kandidaten (wobei ich Röttgen da rausnehmen würde, weil ich den null einschätzen kann). Und ich hätte NIE gedacht, dass ich das mal sagen würde :D

    In der aktuellen Situation würde ich mir für NRW jedenfalls auch eher einen Söder als einen Laschet wünschen.

    Von mir hat Frau Merkel nie eine Stimme bekommen, aber ich weiß sie mittlerweile doch sehr zu schätzen und bin fast sicher, dass wir eine Kanzlerin oder einen Kanzler von diesem Format noch lange vermissen werden. Aus der Riege der potentiellen Nachfolger erscheint mir mittlerweile Herr Söder noch als der geeignetste Kandidat. Merz hat sich völlig disqualifiziert, auf Laschet reagiere ich ziemlich allergisch, Röttgen - okay, vielleicht ein Kompromisskandidat, aber insgesamt doch recht farblos.



    Was Drosten, Streeck und Kekulé betrifft, höre ich allen eigentlich recht gerne zu. Sie vertreten halt mitunter leicht divergierende Standpunkte, aber das ist ja völlig okay.

    Ja, in der Sek I ist es genauso. Ich bin in Erdkunde mit sämtlichen Klassen schon seit 1-2 Wochen fertig mit dem Stoff und schlage Zeit mit netten Nebenschauplätzen tot, zu denen man sonst selten kommt. Umso unverständlicher, dass so krampfhaft am Präsenzunterricht festgehalten wird.

    Ich habe aktuell 2 GKs und einen LK in der Q2 (alles Englisch) und wir liegen prima in der Zeit. Ich schließe mich Bolzbold an, dass die Inhalte ja ohnehin eher nachrangig sind, aber auch damit liegen wir meines Erachtens nach voll und ganz im Soll. In die Zeit der Schulschließung fiel bei uns das zeitgenössische Drama, was prima zur Selbsterarbeitung war und keine großen Schäden hinterlassen haben dürfte.

    Ich bin ehrlich gesagt deutlich schneller als in den letzten beiden Jahren. Vermutlich hängt das mit dem Wegfall der ganzen Gruppenarbeiten und kooperativem Tralala zusammen - was für den mündlichen Sprachumsatz sicherlich nicht so toll ist, in jeglicher anderer Hinsicht aber wahnsinnig effizient ist.

    Wir haben das Problem mit durch Quarantäne ausfallenden Klausuren auch. Die rutschen ans Ende der laufenden Klausurenphase und werden am 14.-19.1. nachgeholt. Für die betroffenen Kurse wurde die Notendeadline gnädigerweise auf den 21. verschoben.

    Die Leute, die mit Sprachfächern am 18. und 19. noch dran sind, sind hocherfreut^^

    Ich beneide die Sachsen sehr um diese vernünftige Entscheidung. Als Ferien würde ich es ebenfalls nicht bezeichnen, wenn man angemessen fernbeschult, aber allein der Wegfall von Umständen wie Dauerfrieren, Spagat zwischen Fern- und Distanzbeschulung, Vertretungsbelastung und nicht zuletzt auch dem Ausgeliefertsein des erhöhten Infektionsrisikos, würden mich doch erheblich entlasten.

    Beneidenswert, wenn es kaum Fälle und Quarantänen an der Schule gibt :) Bei uns kam eben die Nachricht, dass die Q1 schon wieder geschlossen in Quarantäne geht (vorerst - bis das Gesundheitsamt Kapazitäten hat, die Kontakte genau zu entwirren). Langsam nervt es. Ich habe morgen nach jetzigem Stand EINE Lerngruppe, in der niemand mehr in Quarantäne ist.

    Unabhängig davon frage ich mich, ob die hohen Zahlen hier (wir sind nach wie vor näher an der 300er als an der 200er Inzidenz) auch einfach dem offensichtlich etwas begrenzten IQ der Nachbarschaft geschuldet sind. Meine Nachbarin erzählt mir gestern über den Gartenzaun, dass sie in Quarantäne sei. Sowohl gestern als auch heute ging anschließend gefühlt die komplette Familie dort aus und ein - ich hänge explizit nicht den kompletten Tag am Fenster, aber ich habe vom Schreibtisch aus alle 3 Kinder, zwei der Enkelkinder (Teenageralter) und ihre Eltern gesehen. So langsam wundert mich nichts mehr.

    Ich habe mich auf die im Zeitungsartikel erwähnten bis zu 200€ Eigenanteil bezogen. Sollte unser Träger auf die Idee kommen solche Nutzungsvereinbarungen treffen zu wollen, würde ich es nicht unterschreiben. Mit einem Vorsatz-Passus wäre ich noch einverstanden, aber bereits bei grober Fahrlässigkeit können die Interpretationen arg auseinander gehen. Müsste ich das Gerät mit nach Hause nehmen und privat transportieren und aufbewahren, wäre mir das zu heikel.

    Bei den Schülern merke ich durchaus auch, dass die Stimmung im Tiefflug ist. Meine 9er meinten neulich, man könne ja nichts mehr tun außer Busfahren, wenn man sich zu mehreren außerhalb des Kinderzimmers treffen möchte (das tun sie nachmittags wohl auch exzessiv). Den Jüngeren fehlen Fußballverein & Co. Die Kälte in den Klassenräumen trägt auch nicht gerade zu besserer Stimmungslage bei, Dauerfrontalunterricht ebenfalls nicht. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen, und ich bin dankbar für jede Stunde in der Oberstufe, wo die Schüler verstehen, dass man selbst sich diese Situation auch nicht ausgesucht hat und wir uns halt zusammen den Ferien entgegen leiden^^

    Privat habe ich spätestens seit Ende der Sommerferien fast alle Kontakte weitestgehend heruntergefahren. Ich bin gerne alleine und kann das als kleiner Eremit auch grundsätzlich sehr gut, seit 1-2 Wochen merke ich aber, dass es doch auch ein wenig an mir zerrt langsam. Mal wieder einen Kaffee trinken gehen, mal wieder mit Freunden Freitag abends im Städtchen auf 2-3 Bierchen und Pizza treffen, mal wieder ein Date, mal wieder Tapetenwechsel und irgendwo hinreisen.. .wäre schon nett :) Mich nervt auch irgendwie, dass man selbst monatelang vorsichtig war/ist und aufpasst, während die Nachbarschaft das Virus munter fahrlässig weiterverteilt und die ständige Verlängerung dieser Zustände provoziert. Mittlerweile nervt es nur noch und der Berufsalltag ist so wahnsinnig anstrengend geworden, dass auch mir die Energie fehlt, mich noch groß zu Sport oder dergleichen aufzuraffen. Ich drehe weiterhin Hunderunden im Wald, das wars aber auch schon. Normalerweise bin ich danach noch laufen gegangen, ich schaffe es aber einfach nicht mehr und brauche statt dessen nachmittags erstmal 2 Stündchen Mittagsschlaf. Ich finde insbesondere das ständige Durchgefrorensein auch arg belastend - man kommt durchgefroren aus der Schule, dreht dann (immer noch kalt) seine 1,5-2 Stunden durch den Wald, und danach brauche ich Sofa, Decke und Schlafen. Und sitze dann abends viel zu spät und viel zu lange wieder am Schreibtisch. Mir fehlen aktuell Ausgleich, Perspektive und ein gesunder Arbeitsrhythmus. Wenn das jetzt alles bis zum Frühjahr so weitergeht, wirds ja spaßig...

    Mir geht es eher um den im Artikel genannten Punkt, dass ein Eigenanteil für Reparaturen zu erbringen sei. Bei vertragsgemäßer Nutzung muss so etwas vom Arbeitgeber abgedeckt sein. Als während meiner Ausbildung mein Laptop nicht mehr funktionierte, habe ich in der IT angerufen und einen neuen zur Verfügung gestellt bekommen - ich musste weder rechtfertigen, was genau da warum nicht mehr funktionierte, noch musste ich für den Schaden mit einem Eigenanteil haften. Dieser Passus wäre für mich nicht akzeptabel.

    Super! Ich danke dir, das ist ja erfreulicherweise wirklich mehr als eindeutig :)

    Ich gebe zu, ich lese diese Erlasse nicht alle detailliert, aber dass das bei der eindeutigen Formulierung überhaupt so ein strittiges Thema bei uns ist, ist ein wenig erschreckend.

    Danke, MarieJ. Ich verstehe es aber so, dass sich diese Zeilen auf eine Situation beziehen, bei der man Aufsicht in Klassen führt, die durch andere Kollegen distanzbeschult werden, richtig? Das ist in diesem Fall gar nicht der kritische Punkt, denn meine Vertretungsstunden waren überwiegend "richtige" Vertretungsstunden, d.h. die Kollegen waren auch krank geschrieben. Streitpunkt ist die Frage, wie damit umzugehen ist, wenn eine komplette Klasse in Quarantäne ist, ich als Fachlehrer aber nicht - ich beschule ja dann in Distanz und meine Stunden finden nicht in der Schule statt. Nach aktuellem Stand sind diese Stunden dann Minusstunden (ungeachtet der Tatsache, dass man ja de facto distanzbeschult). In diesen Minusstunden versickern meine sonstigen über den Monat angehäuften Vertretungsstunden. Ob das alles so richtig ist, muss sich halt noch zeigen.

    Ich teile den Eindruck der Überfrachtung im FS Unterricht. Gerade in Klasse 5/6/7 wird Grammatik bis zum Abwinken reingeknallt und zum Wiederholen bleibt kaum Zeit. Gerade deswegen kann man sich auch nicht wirklich lange und ausführlich an Dingen wie Vokabeln aufhalten. Ich schreibe neben den wöchentlichen Tests zu neuen Vokabeln am Ende jeder Unit noch einen etwas größeren, der sich auf die komplette Unit bezieht. Das nötigt dann zumindest nochmal zum Wiederholen nach ein paar Wochen. Ansonsten hoffe ich, dass sich die Wörter durch möglichst viel aktiven Gebrauch in Anwendungsaufgaben halbwegs gut vernetzen. Viel mehr ist zeitlich kaum drin.

    Im Gegensatz zu Mathe haben Fremdsprachen aber imo den Vorteil, dass die meisten Menschen irgendwann ein Sprachgefühl entwickeln und intuitiv vieles richtig machen, auch wenn sie sich an die Grammatikregel dahinter nicht mehr erinnern 😊 Von daher ist mein Eindruck, dass die Fremdsprachen in fortgeschrittenen Lernjahren deutlich einfacher werden. In den ersten Jahren ist es allerdings möglicherweise tatsächlich ein wenig friss oder stirb... bzw. es muss ggf. halt viel eigenständig zu Hause geübt oder über Nachhilfe nachgearbeitet werden.

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